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NFL

NFL Draft Grades 2022: Bestnoten für Lions und Seahawks - Patriots liefern mehr Fragen als Antworten

Von Marcus Blumberg

Draft Grades 2022: NFC South

Atlanta Falcons

Die Picks

  • WR Drake London (1. Runde)
  • EDGE Arnold Ebiketie (2. Runde)
  • LB Troy Andersen (2. Runde)
  • QB Desmond Ridder (3. Runde)
  • EDGE DeAngelo Malone (3. Runde)
  • RB Tyler Allgeier (5. Runde)
  • C Justin Shaffer (6. Runde)
  • TE John FitzPatrick (6. Runde)

Die Analyse

Die lange Sperre für Calvin Ridley machte deutlich, wie dünn das Receiving Corps der Falcons besetzt war. London gibt ihnen einen klaren X-Receiver, der zusammen mit Tight End Kyle Pitts dieser Offense zwei athletische Leuchttürme bietet. Insofern ist London in jedem Fall ein guter Griff.

Am zweiten Tag dann schnappten sich die Falcons mit Ebiketie einen vielversprechenden Edge Rusher, was ebenfalls eine massive Baustelle dieses Teams war. Und Andersen ist ein Spieler, den man beobachten muss. Er spielte für Montana State anfangs sogar Running Back und Quarterback, weil er ein unfassbarer Athlet ist und es schlicht keine besseren Optionen gab. Später dann etablierte er sich als Off-Ball-Linebacker und bringt seine Athletik hier ebenfalls sehr gut ein. Er ist noch kein fertiges Projekt auf dieser Position, bringt aber enormes Potenzial mit.

Und dann holten die Falcons in Runde 3 Desmond Ridder, der von einigen als der QB angesehen wurde, der am nächsten an der NFL dran ist in dieser insgesamt schwachen Klasse. Die Erwartung ist nun, dass er Mariota, dem er von seinen Anlagen her ähnelt, direkt unter Druck setzen wird. Dass sie ihn in Runde 3 bekommen haben, darf man als Glück bezeichnen, vor dem Draft landete er in manch einem Mock Draft noch in Runde 1.

Allgeier wiederum dürfte vom Scheme von Arthur Smith profitieren und damit ebenfalls schnell helfen.

Die Note: 1

Carolina Panthers

Die Picks

  • OT Ikem Ekwonu (1. Runde)
  • QB Matt Corral (3. Runde)
  • LB Brandon Smith (4. Runde)
  • EDGE Amare Barno (6. Runde)
  • OT Cade Mays (6. Runde)
  • CB Kalon Barnes (7. Runde)

Die Analyse

Ekwonu ist sicherlich der beste Run-Blocker unter den Offensive Tackles dieser Klasse, wo könnte er also besser hinpassen als nach Carolina, wo Matt Rhule das Run Game als heilige Kuh betrachtet? Ein Kompliment muss man GM Fitterer aber auch deshalb machen, weil er nicht einen Quarterback viel zu früh an 6 gezogen hat - dort hätte nämlich rein nach Value keiner in dieser Klasse hingehört.

Später tradeten sich die Panthers dann zurück in die 3. Runde und zogen Corral zu einem Zeitpunkt, an dem dies Sinn machte. Es war kein übertrieben hoher Preis nötig und man bekam dennoch einen QB, der auf Sicht zumindest mal eine Chance hat, zu starten. Ob er letztlich der QB der Zukunft ist, muss man sehen, aber an dieser Position ist er das Risiko wert.

Smith ist ein guter Athlet auf einer Position, auf der es sich die Panthers leisten können, ein Projekt langsam zu entwickeln, weshalb auch dies ein guter Griff ist. Die restlichen Picks sind zunächst Ergänzungsspieler. Doch vielmehr darf man von Tag-3-Picks auch nicht verlangen.

Die Note: 1-

New Orleans Saints

Die Picks

  • WR Chris Olave (1. Runde)
  • OT Trevor Penning (1. Runde)
  • CB Alontae Taylor (2. Runde)
  • LB D'Marco Jackson (5. Runde)
  • DL Jordan Jackson (6. Runde)

Die Analyse

Vor Wochen tradeten die Saints mit den Eagles, um einen weiteren Erstrundenpick 2022 zu erhalten. Was sie dann machten, verwunderte dann schon. Nein, sie tradeten nicht für einen QB hoch, was im Nachhinein auch verrückt gewesen wäre. Dann tradeten sie aber doch auf Position 11 hoch, um mit Chris Olave eine vertikal orientierte Nummer 2 gegenüber von Michael Thomas zu ziehen. Er passt auch sehr gut ins System und zum Arm von Jameis Winston.

Die Frage ist aber, ob Olave den letztlich hohen Preis für diesen Pick, wenn man beide Trades zusammenrechnet, rechtfertigt. Mit dem zweiten Pick dann holten sie mit Penning ihren neuen Left Tackle nach dem Abgang von Terron Armstead. Allerdings ist Penning weit weg vom Niveau, welches Armstead an den Tag gelegt hat. Penning ist vor allem im Run Blocking stark, muss aber an seiner Technik in Pass Protection arbeiten und ist anfällig für Holding-Strafen, da er noch sehr grabby ist. Ich will ihn nicht als Reach bezeichnen, aber eine sichere Bank ist er auch nicht.

Taylor in Runde 2 ist dann auch eher fragwürdig. Er hatte eine starke Saison für Tennessee, dafür war er eher unterdurchschnittlich produktiv. Er ist schnell und physisch stark, hat aber Probleme beim Richtungswechsel und zeigte auch nicht die besten Instinkte auf dem Platz. Seine Entwicklung wird spannend zu beobachten sein.

Die Note: 3-

Tampa Bay Buccaneers

Die Picks

  • DL Logan Hall (2. Runde)
  • OT Luke Goedeke (2. Runde)
  • RB Rachaad White (3. Runde)
  • TE Cade Otton (4. Runde)
  • P Jake Camarda (4. Runde)
  • CB Zyon McCollum (5. Runde)
  • TE Ko Kieft (6. Runde)
  • EDGE Andre Anthony (7. Runde)

Die Analyse

Die Bucs gaben ihren ersten Pick im Draft per Trade ab und zogen dann zum Start der 2. Runde mit Hall einen Lineman, den man zwischen der 2. und 3. Runde erwarten durfte. Es ist also ein Reach, obgleich er ganz gut reinpassen dürfte in die Front von Todd Bowles. Er kann 3- und 5-Technique spielen und könnte damit die Nachfolge von Ndamukong Suh antreten, der immer noch Free Agent ist.

Goedeke wiederum war früher Tight End und legte dann in kurzer Zeit gewaltig an Masse zu, um Tackle zu spielen. Er könnte zu Beginn als Guard auflaufen und damit die Lücke füllen, die Ali Marpet hinterlassen hat. Zuletzt spielte er Right Tackle für Central Michigan, ist aber noch ein Projekt auf dieser Position.

White wiederum ist ein idealer Running Back für Brady, da er ein guter Receiver aus dem Backfield ist. Seine Qualitäten als Runner hingegen sind noch äußerst ausbaufähig. Die restliche Draftklasse besteht größtenteils aus Ergänzungsspielern, wobei gerade die zwei Tight Ends aufhorchen lassen vor dem Hintergrund, dass Rob Gronkowski immer noch nicht entschieden hat, ob es für ihn weitergeht. Und naturgemäß war ein Punter in Runde 4 ein gewaltiger Reach, der nicht sein musste.

Die Note: 2

 

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