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NFL Predictions Week 12: Prognosen, Vorhersagen und Tipps zu allen Week-12-Spielen

Von Marcus Blumberg

Thanksgiving steht an und zwei aufstrebenden Teams wird der Wind aus den Segeln genommen. Die Jets freuen sich auf etwas Erholung und die Seahawks melden sich erfolgreich zurück. Der Titelverteidiger erlebt derweil den nächsten Tiefschlag.

SPOX-Redakteur Marcus Blumberg tippt jede Woche alle Spiele.

Den kompletten Sonntag gibt es sowohl in der deutschen Konferenz ENDZN als auch in der Original-Konferenz NFL RedZone live auf DAZN. Los geht es jeden Sonntag ab 19 Uhr live.

NFL Predictions Week 12 2022

Woche 12 steht an und diese ist eine ganz besondere, denn es ist Thanksgiving, der amerikanischste aller Feiertage in den USA. Zum Turkey Day gibt es gleich drei Spiele in der NFL, zwei davon zu halbwegs christlicher europäischer Sendezeit. Und diese könnten kompetitiver werden als vor der Saison angenommen.

Als besonderen Service haben ich hier für Euch mal die Thanksgiving-Bilanzen der beteiligten Teams - ja, so etwas gibt es - zusammengetragen:

Team

Siege

Niederlagen

Remis

Buffalo Bills

5

4

1

Dallas Cowboys

31

22

1

Detroit Lions

37

43

2

Minnesota Vikings

6

2

0

New England Patriots

3

2

0

New York Giants

6

4

3

© getty

Detroit Lions (4-6) - Buffalo Bills (7-3) (Do., 18.30 Uhr live auf DAZN)

Wie üblich beginnt Thanksgiving in Detroit. Die Lions schafften zuletzt einen weiteren Achtungserfolg in New York und somit ist Dan Campbells Bilanz gegen Teams mit positiver Bilanz nun 3-0, wobei gerade der Sieg in New York zumindest mal nicht allzu überraschend kam, wenn man bedenkt, dass die Giants ein wenig mehr Glück als andere hatten mit engen Ergebnissen.

Dennoch zeigte sich einmal mehr die bärenstarke Offense des Teams, die nun aber vor einer großen Herausforderung steht, denn die Bills stellen laut Football Outsiders die dritteffizienteste Defense der NFL. Und das immer noch ohne Cornerback Tre’Davious White, der vermutlich erst nach Thanksgiving zurückkehren wird.

Auf der anderen Seite ist die Lions-Defense weiterhin ein Problem und dürfte gegen Buffalo, das zum zweiten Mal innerhalb von vier Tagen im Ford Field spielen wird, zusätzliche Probleme bekommen, da die Bills nun auch ihr Run Game wiedergefunden haben. Und gegen den Run sind die Lions im Liga-Vergleich sogar schlechter als gegen den Pass. Wenn die Offense mithält, wird es zumindest lange spannend. Wenn nicht, sehen wir einen Blowout, was durchaus Tradition hat an Thanksgiving in Detroit.

Tipp: Lions vs. Bills 21:31

© getty

Dallas Cowboys (7-3) - New York Giants (7-3) (Do., 22.30 Uhr)

Niemand hätte wohl damit gerechnet, dass die Cowboys und Giants an Thanksgiving gleichauf sein würden. Und an dieser Stelle möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass das eigentlich auch nicht ganz den Leistungsstand beider Teams wiedergibt. Laut Pro Football Reference wäre die zu erwartende Bilanz der Giants basierend auf erzielten und zugelassenen Punkten 5-5. Bis heute haben sie kein Spiel mit mehr als einem Score Unterschied gewonnen. Immerhin: Ihre knappste Niederlage (16:23) war in Woche 3 gegen Dallas.

Die Cowboys wiederum überrollten zuletzt die Vikings und feuerten aus allen Rohren. Offensiv gibt man Tony Pollard endlich mehr Touches, was die Unit explosiver und unberechenbarer macht, defensiv dominierte der Pass Rush auch über Micah Parsons hinaus. Und all das zusammengenommen sollte auch für die schwache Offensive Line der Giants zu viel sein. Jene hatte zuletzt schon gegen Detroit, das nicht für seine starke Defense bekannt ist, merklich Probleme.

Erschwerend kommt hinzu, dass mit Rookie Wan’Dale Robinson nun auch der zuletzt beste Receiver für den Rest der Saison ausfällt, sodass die Playmaker schon wieder sehr überschaubar sind. Zudem war Saquon Barkley zuletzt kein Faktor, was bedenklich ist, wenn man weiß, wie viel Last er sonst in dieser Offense trägt. Insgesamt sind das zu viele Baustellen gegen die Cowboys in ihrer aktuellen Verfassung.

Tipp: Cowboys vs. Giants 30:20

© getty

Minnesota Vikings (8-2) - New England Patriots (6-4) (Fr., 2.20 Uhr)

Was für die Giants gilt, gilt umso mehr für die Vikings. So beeindruckend ihre Bilanz auch aussieht, wenn man genau hinschaut, stehen da womöglich drei Siege zu viel auf dem Konto - nach der 3:40-Klatsche in Dallas haben sie sogar eine negative Punktedifferenz, die sonst kein Division-Leader aufweist.

Und nun stehen die Vikings vor dem Problem, dass Left Tackle Christian Darrisaw ausfallen wird, was gegen Dallas bereits ein großes Problem war. Die Patriots kommen mit Sack-Leader Matt Judon (13) nach Minneapolis und die Primetime-Probleme von Kirk Cousins sind bestens bekannt … seit Cousins in der Liga ist, hat kein QB so viele Primetime-Games verloren (16!).

Die Patriots wiederum stellen die aktuell wohl effizienteste Defense der NFL, jedoch ist die Offense mit das schlechteste, was die Liga derzeit zu bieten hat. Und nun droht auch noch Center David Andrews auszufallen. Wir können also objektiv erneut keine große Steigerung dieser Offense erwarten. Es hängt damit an der Defense und der Frage, ob es gelingt, Justin Jefferson, Cousins und Dalvin Cook in den Griff zu bekommen. Unterm Strich traue ich das dieser Unit schon zu. Und dann wäre es erneut eine Defensivschlacht, für die die Gäste besser gerüstet sind.

Tipp: Vikings vs. Patriots 10:13

© getty

Cleveland Browns (3-7) - Tampa Bay Buccaneers (5-5) (So., 19 Uhr)

Die Browns haben sechs ihrer letzten sieben Spiele verloren und warten nun sehnsüchtig darauf, dass Quarterback Deshaun Watson in der kommenden Woche spielen kann. Auch wenn das womöglich nicht mal das größte Problem des Teams sein mag.

Konkret muss man konstatieren, dass die Offense ihren Job sehr wohl macht und sehr effizient auftritt (Rang 4 nach DVOA). Im Argen liegt die eigene Defense, die bis auf das Spiel gegen die Bengals (32:13) in Woche 8 weitestgehend enttäuschte und trotz Myles Garrett einfach niemanden stoppen kann.

Nun kommen die Buccaneers ins ramponierte FirstEnergy Stadium und haben ihre Schwächephase offenbar überwunden. Zuletzt gelangen zwei Siege bis zur Bye Week, die der eine oder andere angeschlagene Spieler zur Erholung nutzen konnte. Und schon in München meldete sich besonders Julio Jones in guter Verfassung zurück. Und: Die Run-Defense meldete sich ebenfalls in der Allianz Arena eindrucksvoll zurück. Die Browns kommen unterm Strich genau zur rechten Zeit für Tampa Bay und daher sollte diese Truppe weiter marschieren.

Tipp: Browns vs. Buccaneers 17:24

© getty

Tennessee Titans (7-3) - Cincinnati Bengals (6-4) (So., 19 Uhr)

Die Titans haben sieben ihrer letzten acht Spiele gewonnen und lediglich die Partie gegen die Chiefs knapp verloren. Damit allerdings leben sie auch etwas über ihren Möglichkeiten. Die bereits erwähnte “Expected-Win-Loss”-Bilanz des Teams steht bei ungefähr fünf Siegen.

Dennoch bleibt unterm Strich hängen, dass sich Ryan Tannehill nach seiner Verletzung gut zurückgemeldet hat und Derrick Henry ohnehin wieder in starker Form aufspielt. Zudem macht Rookie-Receiver Treylon Burks einen guten Eindruck und glänzte mit 7 Receptions für 111 Yards gegen Green Bay - herausragend war dabei sein 51-Yard-Catch gegen Jaire Alexander. Und auch defensiv präsentiert sich gerade die Front in guter Verfassung, wobei der wahrscheinliche Ausfall von Edge Rusher Denico Autry ein Problem sein wird.

Die Bengals wiederum haben vier ihrer letzten fünf Spiele mit starken Offensiv-Leistungen - jeweils mindestens 30 Punkte - gewonnen. Und das seit Woche 7 ohne Star-Receiver Ja’Marr Chase, der sich einer Rückkehr nähert. Ob die schon gegen Tennessee kommt, ist aber fraglich. Dennoch gehört die Offense zu den effizientesten der Liga und das liegt nicht zuletzt an Joe Burrow, der zwar Probleme hatte gegen den Pass Rush der Steelers, am Ende aber dann doch 4 Touchdown-Pässe zum Sieg auflegte. Dies könnte ein ansehnliches Spiel werden, doch die Bengals wirken stabiler.

Tipp: Titans vs. Bengals 23:26

© getty

Miami Dolphins (7-3) - Houston Texans (1-8-1) (So., 19 Uhr)

Die Dolphins stellen aktuell die zweiteffizienteste Offense der NFL und die effizienteste im Passspiel. Sie haben nach einem Zwischentief vier Spiele am Stück gewonnen, allerdings ohne dabei immer vollends zu überzeugen. Das Problem ist nämlich, dass die eigene Defense momentan einem Scheunentor gleicht und große Schwierigkeiten mit dem Passspiel hat. Das hielt Gegner zuletzt meist im Spiel - nicht die Browns, aber andere.

Das wird aber wahrscheinlich am Sonntag egal sein, denn bei den Texans läuft einfach nichts zusammen, weder offensiv noch defensiv. Es gibt immer mal Ansätze, aber keine vollen 60 Minuten mit positivem Spiel. Zuletzt überzeugte nicht mal mehr Dameon Pierce im Run Game, wodurch das Offensiv-Kartenhaus dieser Truppe in sich zusammenfiel. Sie kämpfen, doch machen sie zu viele Fehler, was sich auch gerade bei Davis Mills bemerkbar macht, der sich nun erstmal aus dem Team gespielt hat. Für ihn startet Kyle Allen. Ein Game Manager..

Insgesamt sollte das für die Dolphins eine klare Angelegenheit werden, wenn sie schnell in Führung gehen und erst gar keine Hoffnung aufkommen lassen.

Tipp: Dolphins vs. Texans 30:13

© getty

New York Jets (6-4) - Chicago Bears (3-8) (So., 19 Uhr live auf DAZN)

Football ist manchmal ein komisches Spiel. Und ich glaube, dass wir dies am Sonntag in den Meadowlands wieder einmal erleben werden. Die Jets, die zuletzt eine hundsmiserable Vorstellung gegen die Patriots hingelegt und ganze zwei Yards an Offense nach der Pause fabriziert haben, werden nun nämlich einen Rebound hinlegen.

Robert Saleh sprach ein Machtwort und setzte Zach Wilson auf die Bank, da er nach seiner katastrophalen Vorstellung gegen die Patriots keinerlei Schuld für besagten Vortrag auf sich nehmen wollte. Nun startet Mike White mit Joe Flacco als Backup. Schlecht sein muss diese Entwicklung aber nicht.

Die Bears nämlich haben nach den Abgängen von Robert Quinn und Roquan Smith im Grunde keine konkurrenzfähige Defense mehr, sodass Gang Green hier gewissermaßen einen Erholungsurlaub erleben könnte im Vergleich zu den vergangenen zwei Auftritten gegen Belichicks Truppe. Erschwerend kommt hinzu, dass Justin Fields angeschlagen ist. Und keiner weiß so recht, ob er mit seiner potenziell schweren Schulterverletzung spielen kann oder nicht. Doch auch mit seinen meist guten Auftritten zuletzt waren die Defensivleistungen seines Teams zu schlecht, um das aufzufangen. Daher gewinnt New York.

Tipp: Jets vs. Bears 20:16

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Washington Commanders (6-5) - Atlanta Falcons (5-6) (So., 19 Uhr)

Es ist offiziell: Taylor Heinicke ist der neue Starter der Commanders und beendet damit vorerst auch in der Hauptstadt das Experiment mit Carson Wentz. Der stärkere Part dieses Teams ist aber die Defense und hier die beeindruckende Front. Und die ist vor allem deshalb beeindruckend, weil sie bislang auch ohne Chase Young ausgekommen ist, der nach seinem Kreuzbandriss nun wieder trainiert und aktiviert wurde. Ob er aber schon am Sonntag spielt, wird erst noch entschieden.

Dennoch sollte die Front Washingtons der Schlüssel in dieser Begegnung sein. Die Falcons kommen vor allem über den Lauf und müssen dies wohl noch intensiveren, jetzt, da Tight End Kyle Pitts verletzt fehlt. Es fehlt aber ohnehin an Konstanz durch die Luft, selbst Drake London hat dieser Tage nur sporadisch Touches - gegen die Bears hatte keiner mehr Receptions als Pitts, es waren jedoch auch nur deren 3. Insofern gilt: Wer die Line kontrolliert, gewinnt das Spiel. Und hier sind die Commanders besser gerüstet. Ebenso mit Blick auf die offensiven Playmaker, denn da ist mehr als nur Terry McLaurin zu nennen, der es wohl mit A.J. Terrell zu tun bekommt.

Tipp: Commanders vs. Falcons 23:20

© getty

Carolina Panthers (3-8) - Denver Broncos (3-7) (So., 19 Uhr)

Sam Darnold ist zurück! Er hat seine Verletzung aus der Preseason überstanden und wird nach semi-guten Auftritten von Baker Mayfield, der den verletzten PJ Walker ersetzt hatte, nun erstmals seit dem Vorjahr wieder starten. Pause für tosenden Beifall …

Er tritt an gegen eine der besten Defenses der NFL, die wohl der einzige Grund ist, warum die Lage in Denver nicht noch viel schlimmer ist als ohnehin schon. Wie das kürzlich jemand auf Twitter anmerkte, wären die Broncos 8-2, wenn sie in jedem Spiel lausige 18 Punkte erzielt hätten. Nun geht es gegen Carolina, das offensiv kaum etwas auf die Kette bekommt und nun auch das Run Game nicht mehr funktioniert.

Die große Frage ist jedoch, ob Russell Wilson und Co. gegen diesen überschaubaren Gegner ins Spiel finden werden. In den vergangenen Wochen hatte die Offense immer mal wieder lichte Momente, mehr aber eben nicht. Bestes Beispiel war die Niederlage gegen die Raiders. Man führte nach gutem Beginn 10:0, erzielte danach aber nur noch zwei Field Goals und verlor in der Overtime durch einen Adams-Touchdown. Insofern traue ich dieser Offense einmal mehr nicht über den Weg, denke aber, dass die eigene Defense gegen Darnold wenig genug zulassen wird für einen Sieg in der Fremde.

Tipp: Panthers vs. Broncos 13:16

© getty

Jacksonville Jaguars (3-7) - Baltimore Ravens (7-3) (So., 19 Uhr)

Ein Sieg steht für Jacksonville aus den letzten sieben Spielen zu Buche - gegen die Raiders, was man mit Vorsicht betrachten muss dieser Tage. Das Team hat nach gutem Start den harten Boden der Realität erreicht und muss zur Erkenntnis kommen, dass offensiv höchstens gute Ansätze zu verzeichnen sind, während die Defense gerade gegen den Pass kaum Land sieht. Gegen den Lauf ist man mittelprächtig unterwegs.

Die Ravens wiederum spielen mittlerweile eine sehr ordentliche Defense und zeichnen sich durch ihre Ballskills aus, was sich in einigen Turnovern widerspiegelte. Die Front ist imposant und wird die Jaguars-O-Line vor Probleme stellen. Offensiv wiederum bleibt das Run Game die große Stärke, während im Passspiel die Playmaker ausgehen. Problematisch könnte ein Ausfall von Ronnie Stanley sein, der wieder am Knöchel verletzt ist. Doch auch ohne ihn sollten Lamar Jackson und Co. Wege finden, um als Sieger vom Platz zu gehen.

Tipps: Jaguars vs. Ravens 17:24

© getty

Arizona Cardinals (4-7) - Los Angeles Chargers (5-5) (So., 22.05 Uhr)

Als wäre die Klatsche in Mexiko nicht schlimm genug gewesen, könnte der Injury Report die nächste Hiobsbotschaft liefern, denn offenbar droht Quarterback Kyler Murray einmal mehr auszufallen mit seiner Oberschenkel-Verletzung. Die Vermutung ist, dass man womöglich mit der Bye Week in Woche 13 kein Risiko eingehen will. Das heißt dann aber auch, dass offensiv mit einem weiteren potenziellen Start von Colt McCoy keine große Steigerung zu erwarten wäre. Aber auch mit ihm wäre es schwer gegen diese gute Secondary.

Die Chargers wiederum mussten einmal mehr erleben, was es heißt, Patrick Mahomes zu viel Zeit auf der Uhr zu lassen. Sie hielten lange mit den Chiefs mit, doch letztlich besiegelte eine späte Interception den Season-Sweep KCs. Bis dahin jedoch spielte man ordentlich und lag ja auch bis 30 Sekunden vor Ende vorne. Unterm Strich bleibt, dass man Mike Williams womöglich erneut verloren hat, dafür aber in Josh Palmer einen veritablen Playmaker gefunden hat, der als zweite Kraft neben Keenan Allen fungieren kann. Und das sollte dann auch reichen, um in der Wüste zu gewinnen.

Tipp: Cardinals vs. Chargers 17:24

© getty

Seattle Seahawks (6-4) - Las Vegas Raiders (3-7) (So., 22.05 Uhr)

Die Seahawks kommen aus ihrer Bye Week und hatten genug Zeit, sich über ihre Defizite im Spiel in München Gedanken zu machen. Speziell das Run Game war damals kein Faktor und ist normalerweise zumindest ein gutes Komplementär zum starken Passspiel. Besonders die Offensive Line ist bislang eine Stärke dieses Teams gewesen und sollte es auch dieses Mal sein. Die Raiders bekamen zuletzt gute Vorstellungen von Maxx Crosby, was gegen die Broncos reichte. Doch das könnte nun wieder schwieriger werden.

Generell wird es interessant zu sehen, ob der Sieg gegen Denver eine Art Initialzündung sein kann oder doch nur dem seinerseits indisponierten Gegner geschuldet war. Worauf sich Las Vegas zuletzt verlassen konnte, war Davante Adams, der konstant Plays machte. Die Frage wird nun einmal mehr sein, ob sich außer ihm Spieler in den Vordergrund spielen können - Mack Hollins ist ein Kandidat, der immer wieder Ansätze zeigte,

Allerdings scheinen die Seahawks zu stabil, um den Raiders Schwächephasen, die man auch gegen die Broncos wieder sah, zu verzeihen. Daher gehe ich von einem Heimsieg aus.

Tipp: Seahawks vs. Raiders 27:23

© getty

Kansas City Chiefs (8-2) - Los Angeles Rams (3-7) (So., 22.25 Uhr)

Für die Rams kommt es knüppeldick. Nicht nur haben sie vier Spiele am Stück - und Cooper Kupp - verloren, nun geht es auch noch ins Arrowhead zum derzeit wohl besten Team der NFL. Speziell die Pass-Defense stoppt derzeit kaum jemanden und das Passspiel ist zufälligerweise die große Stärke der Chiefs-Offense. Das kann nur gut werden …

Auf der anderen Seite hat die Chiefs-D zwar ihre Lücken, doch scheinen die Rams aktuell nicht die Mittel zu haben, das auszunutzen. Speziell die arg gescholtene Offensive Line könnte große Probleme bekommen gegen Chris Jones und Co. Ich hätte gerne einen offenen Schlagabtausch zwischen Titelverteidiger und Titelanwärter prophezeit, doch dazu sind die Rams gerade nicht in der Lage.

Tipp: Chiefs vs. Rams 31:17

© getty

San Francisco 49ers (6-4) - New Orleans Saints (4-7) (So., 22.25 Uhr)

Irgendwie stehe ich jede Woche vor demselben Problem: Wie soll man die Saints in diesem Jahr realistisch einschätzen? Andy Dalton ist weiter der Starter und harmoniert sehr gut mit Rookie-Receiver Chris Olave. Dazu bekommt Taysom Hill schon wieder einige Snaps als "QB", was zumindest Verwirrung stiftet. Objektiv betrachtet sollte das die 49ers aber nicht vor unlösbare Aufgaben stellen, zumal sie die Line zumeist dominieren. Gerade Nick Bosa aber zeigte in der Vergangenheit häufiger die Tendenz, gegen mobile Quarterbacks zu aggressiv zu Werke zu gehen, was Hill ausnutzen könnte.

Auf der anderen Seite ist die Defense der Saints unangenehm zu spielen. Allerdings ist sie gerade gegen den Run anfällig, was wiederum Kyle Shanahan in die Karten spielt. Doch mit allen Playmakern an Bord muss es gar nicht nur über den Run funktionieren. Jimmy Garoppolo kann, wie in Mexiko gezeigt, das Leder sehr gut mit kurzen Pässen verteilen und Kittle, Samuel, Aiyuk und McCaffrey den Rest besorgen lassen. Und die schiere Fülle an gefährlichen Waffen könnte dann am Ende auch den Unterschied machen, obgleich die Saints lange mithalten werden.

Tipp: 49ers vs. Saints 27:21

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Philadelphia Eagles (9-1) - Green Bay Packers (4-7) (Mo., 2.20 Uhr live auf DAZN)

Was wäre dies für ein Kracher geworden, wenn die Packers zur Party erschienen wären? Doch bis auf ihren überraschenden Sieg vor ein paar Wochen gegen die Cowboys waren die Vorstellungen von Aaron Rodgers und Co. zuletzt eher trostlos. Besonders merkwürdig war die Pleite gegen die Titans, gegen die man den Run sogar im Griff hatte, dafür aber durch die Luft zahlreiche Lücken aufwies.

Die Eagles schwächelten derweil nun zweimal am Stück, auch wenn es am Ende dann doch noch zu einem Erfolg gegen die Colts reichte. Die Laufverteidigung erholte sich mit den Neuzugängen der vergangenen Woche, doch war das insgesamt offensiv recht überschaubar. Die Offensive Line wackelte ein wenig und die Receiver hatten einen schweren Stand. All das könnte nun auch wieder eintreten mit dem vorhandenen Potenzial der Packers.

Unterm Strich aber verteidigen die Packers den Lauf zu schlecht, um Plan A der Eagles zu stören. Und das gibt dann letztlich den Ausschlag zugunsten der Hausherren.

Tipp: Eagles vs. Packers 27:20

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Indianapolis Colts (4-6-1) - Pittsburgh Steelers (3-7) (Di., 2.15 Uhr live auf DAZN)

Auch bei dieser Ansetzung hatten sich die Spielplaner sicherlich etwas anderes versprochen als zwei Teams, die im grauen Mittelmaß agieren und wenig Hoffnung auf Besserung machen.

Wer die Colts in den vergangenen Wochen beobachtet hat, wird nicht überrascht sein, dass deren Offense aktuell den letzten Rang nach DVOA belegt. Und, dass der Trainerstab keinerlei Erfahrung auf Schlüsselpositionen mitbringt, soll jetzt gar nicht mehr das Thema sein. Die Offensive Line bleibt ein Problem und eine funktionierende Gruppe wurde noch nicht gefunden. Darunter leidet Matt Ryan, der eben eine Statue im Backfield ist. Und das Run Game funktioniert damit auch nur selten effizient. Die Colts haben darauf keine Antwort.

Und nun kommen die Steelers, die mit T.J. Watt an der Front wieder ein ganz anderes Team sind. Die Front ist für mich dann auch schon der entscheidende Faktor in diesem Spiel. Sie hat das Zeug dazu, die Begegnung gegen eine Schwachstelle der Colts zu dominieren. Offensiv wiederum erzielten die Steelers zuletzt 30 Punkte gegen eine solide Defense der Bengals. Das Run Game funktionierte besser als zuletzt und Kenny Pickett verteilte den Ball ordentlich. Zudem haben die Steelers mit Mike Tomlin an der Spitze einen Vorteil an der Seitenlinie.

Tipp: Colts vs. Steelers 19:22

SPOX NFL Predictions 2022 - die Übersicht

SpielwocheBilanzAlle Prognosen zum Nachlesen
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Woche 180-0
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Saison 2021 gesamt182-102

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