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NFL

Chase, Waddle und der Heisman-Sieger: Das Wide-Receiver-Ranking zum Draft

Von Adrian Franke

6. Elijah Moore, Ole Miss

Receiver-Typ: Slot-Receiver

Stärken:

  • Wenn ich einen echten Slot-Receiver brauche, wäre Elijah Moore meine klare erste Wahl in diesem Draft. Wahnsinnig smooth in seinem ganzen Spiel: Findet den Ball überall, auch ungenaue Pässe. Cuts sind extrem fließend, Routes sehen sehr weit aus. Verschafft sich häufig Räume an der Spitze seiner Route, die Bewegungen insgesamt wirken extrem effizient. Man hat selten den Eindruck, dass da verschwendete Bewegungen dabei sind.
  • Sehr gute Hände. Einige wahnsinnig schwere Catches, lässt aber alles leicht aussehen. PFF listet ihn bei zwei Drops in der vergangenen Saison, bei 101 Targets (86 Catches).
  • Auch Moore kann - das ist ein wenig das Thema der Klasse - aus dem Slot vertikal attackieren. Bewegt sich super zwischen den Coverage-Zonen über die Mitte des Feldes, harte Catches im Zentrum. Extrem stark am Catch Point.
  • Hat vereinzelt auch Outside gewonnen. Wird nicht seine Trumpfkarte in der NFL sein, aber war da nicht komplett verloren.
  • Kein One-Hit-Wonder. Hatte auch 2019 schon 67 Catches für 850 Yards und sechs Touchdowns.

Schwächen:

  • Sehe ihn in der NFL von der Rolle her als reinen Slot-Receiver. Press-Coverage - wenn er es denn mal gesehen hat - hat ihm Probleme bereitet.
  • Hat nicht die Agilität oder Explosivität, die beispielsweise Kadarius Toney mitbringt. Dementsprechend nicht das absolute Elite-Upside, allerdings ist er eben schon klar weiter entwickelt und hat dementsprechend einen höheren Floor.
  • Klar auf der kleineren und leichteren Seite unter Receivern.
  • Die Total Production hat von einer Vielzahl an Screens und designten Yards nach dem Catch profitiert.

SPOX Draft-Runden-Empfehlung: 1.-2. Runde.

© YouTube

5. Rashod Bateman, Minnesota

Receiver-Typ: X-/Z-Receiver

Stärken:

  • Läuft Routes, so scheint es, mit einem klaren Plan. Legt sich Verteidiger zurecht, setzt dann im richtigen Moment den Cut. Wirkt manchmal fast so, als würde er den Cornerback "einschläfern", bevor er plötzlich das Tempo variiert oder die Richtung wechselt. Effektiv als Route-Runner.
  • Guter Release, häufig schnell offen.
  • Wurde im Slot und Outside aufgestellt. Sollte in der NFL in beiden Rollen gewinnen können.
  • Zeigt regelmäßig Catches weg vom Körper, darunter auch einige Highlight-Catches, insbesondere 2019.
  • Guter Play-Speed. Nicht weil er super explosiv wäre, aber weil er es extrem gut kontrolliert. Insgesamt ein "High-Floor-Low-Ceiling"-Receiver in meinen Augen. Sollte sofort einen Impact haben, aber wie viel mehr ist drin?

Schwächen:

  • Ich hab einige Concentration Drops auf seinem Tape gesehen, insbesondere wenn der Hit kam.
  • Separation ist alles in allem gut, aber ich würde mir hier noch konstanter Separation in der Route wünschen für einen First-Round-Receiver. Generell physisch und athletisch hat er kein High-End-Upside.
  • Hat sich nach dem Catch häufiger festgelaufen, Vision mit dem Ball in der Hand eher durchwachsen. Gewann hier eher über durchbrochene Tackles.
  • Wichtig ist es bei Bateman, 2019 und 2020 getrennt zu betrachten. 2019 war er dominant, auch Outside. Sein 2020er Tape ist signifikant schlechter, allerdings erkrankte Bateman über den Sommer an Corona, wählte dann zunächst den Opt-Out und kam schließlich doch zurück. Einer der wenigen Fälle, bei dem ich das - klar stärkere - 2019er Tape vor diesem Hintergrund stärker gewichten würde.

SPOX Draft-Runden-Empfehlung: 1.-2. Runde.

© YouTube

4. Rondale Moore, Purdue

Receiver-Typ: Slot-Receiver

Stärken:

  • Wahnsinnig dynamisch mit dem Ball in der Hand. Nimmt irre schnell Tempo auf, super agil, lässt Gegenspieler reihenweise aussteigen. Explosivität ist eine Waffe.
  • Bringt Returner-Value mit. Brandgefährlich auch bei Screens und Jet Sweeps. Spielt einfach sehr schnell.
  • Route-Running hat mir auch sehr gut gefallen. Der Release ist schnell, da kreiert er häufig schon Separation. Setzt scharfe Cuts, arbeitet gut zum Quarterback zurück, seine Athletik überträgt sich sichtbar auch auf sein Route-Running.
  • Gewinnt vertikal, spielt überraschend physisch am Catch Point.

Schwächen:

  • Verletzungssorgen. Immer wieder Probleme über die letzten beiden Jahre gehabt (vor allem Oberschenkel, "Lower Body"), weshalb er 2019 nur vier und 2020 nur drei Spiele absolvierte. Damit muss man als GM komfortabel sein, wenn man ihn in Runde 1 nehmen will. War 2018 herausragend, aber das ist eben jetzt zwei Saisons her.
  • Klein. Ist signifikant kleiner als beispielsweise Tyreek Hill, geht eher Richtung Tarik Cohen. Das per se muss nicht heißen, dass er kein guter Receiver werden kann, aber es ist eben selten. Hat eher Gadget-Spieler-Maße.
  • Durfte bei Purdue sehr viel im freien Raum arbeiten. Screens, Jet Sweeps, Routes aus dem Backfield. Um ihn so zu nutzen, dass es einen Erstrunden-Pick rechtfertigt, muss man für Moore eine spezifische Rolle finden.

SPOX Draft-Runden-Empfehlung: 1. Runde.

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Seite 2: Die Plätze 9 bis 7

Seite 3: Die Plätze 6 bis 4

Seite 4: Die Top 3 und das Ranking im Überblick

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