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NFL

Chase, Waddle und der Heisman-Sieger: Das Wide-Receiver-Ranking zum Draft

Von Adrian Franke

9. Cornell Powell, Clemson

Receiver-Typ: Z-Receiver

Stärken:

  • Gute Beschleunigung, nimmt schnell Tempo auf. Powell setzt Cornerbacks so schon häufig auf den ersten Metern unter Druck und gewinnt auch vertikal.
  • Sehr gute Körperkontrolle. Das gilt am Catch-Point, wo er einige Jump Balls und schwierige Catches gesichert hat, aber auch in seinen Routes. Kleine Körpertäuschungen bei voller Geschwindigkeit, die den Corner komplett aussteigen lassen können.
  • Läuft keine sonderlich spektakulären, aber durchdachte Routes. Kleine Täuschungen mit dem Kopf, angetäuschte Cuts, sehr effektiv und wirkt sehr überlegt in dem was er als Route Runner macht.
  • Hände sehen extrem gut aus, zeigte beim Senior Bowl einen starken Release.
  • Unheimlich physischer Receiver. In seinen Routes, aber auch nach dem Catch. Hat mich mit seiner Physis und seiner Cleverness in den Routes ein wenig an A.J. Brown von den Tennessee Titans erinnert.

Schwächen:

  • Kein High-End-Route-Runner, kein Elite-Athlet, und das fällt teilweise auch auf. Er ist nicht der explosivste Spieler, er hat nicht die schärfsten Cuts, er hat nicht den herausragenden Release. Kein sonderlich agiler Receiver.
  • Wie überträgt sich sein Spielstil auf die NFL? Wird da vielleicht nochmal ein paar Pfund Muskelmasse draufpacken müssen, um mit der gleichen Effektivität zu spielen. Verließ sich bei Clemson teilweise zu sehr auf seine Physis in der Route, wird es in der NFL damit deutlich schwieriger haben.
  • Auf der älteren Seite. Wird 24 in seiner Rookie-Saison und brauchte letztlich bis ins fünfte College-Jahr, um seinen Breakout zu haben.
  • Powell hat nicht die High-End-Upside der meisten Receiver in meiner Top 12, aber dafür könnte er in vielen Offenses sofort als Nummer 2 starten.

SPOX Draft-Runden-Empfehlung: 3. Runde.

© YouTube

8. Kadarius Toney, Florida

Receiver-Typ: Slot-Receiver

Stärken:

  • Kein Receiver dieser Draft-Klasse hat mehr "Wow"-Momente in seinem Tape. Explosivität ist auf einem anderen Level, seine Stop-and-Start-Qualitäten sind herausragend. Beschleunigt aus dem Stand von 0 auf 100.
  • Die Explosivität kombiniert Toney mit einer spektakulären Agilität. Mit seiner Athletik und Explosivität ist er so gut, dass er damit Separation kreiert - obwohl er in vielen Bereichen noch vergleichsweise roh ist.
  • Yards-after-Catch-Maschine. Durchbricht Tackling-Versuche, lässt Verteidiger stehen, zerstört vermeintliche Tackling-Winkel für einen Safety mit seiner Beschleunigung. Sollte als Rookie als Returner sofort einen Impact haben können.
  • Vertikale Bedrohung aus dem Slot.
  • Trotz seiner Größe keine Angst vor Kontakt.

Schwächen:

  • Wurde erst relativ spät zum Receiver umfunktioniert - Toney war ein Quarterback in der High School - und das merkt man. Seine Routes wirken häufiger fast improvisiert als koordiniert, er verliert sich manchmal im Raum und ich hatte nur selten den Eindruck, dass er Routes mit einem Plan läuft. Verlässt sich da eher auf seine enorme Athletik - und mit der hat er natürlich auch viele Snaps gewonnen bei Florida.
  • Hatte wenig mit Press Coverage oder Contested Catches zu tun. Release noch eine relative Unbekannte. Könnte früh in seiner NFL-Karriere mit NFL-Slot-Cornerbacks deutlich größere Probleme bekommen als sein College-Tape vermuten lässt.
  • An diesem Punkt fast mehr "Playmaker" als "Receiver". Man wird gerade zu Beginn eine sehr spezifische Rolle für Toney brauchen, in welcher er den Ball per Design im Raum bekommt. Wenn man bereit ist, diese Rolle für ihn zu kreieren, und ihn in den Nuancen der Position weiterentwickelt, kann Toney ein extrem gefährlicher Receiver werden. Aber, und deswegen habe ich ihn vergleichsweise tief, bei Toney muss man ganz klar sagen, dass er diese Umstände auch brauchen wird. Andernfalls hat er in meinen Augen ein höheres Bust-Potenzial als die sieben Receiver vor ihm, einfach weil er noch so vergleichsweise roh ist.

SPOX Draft-Runden-Empfehlung: 2. Runde.

© YouTube

7. Terrace Marshall Jr., LSU

Receiver-Typ: Z-Receiver

Stärken:

  • Lange Arme, groß, schirmt den Ball gut über die Mitte ab und ist so in diesem Bereich des Feldes auch schnell anspielbar. In der Mitte hat er auch klar die meisten Bälle gefangen. Aber auch Downfield mehrere richtig gute Catches weg vom Körper mit dabei. Gewinnt häufig vertikal.
  • Bewegt sich leichtfüßiger und agiler als ich anhand seiner Größe gedacht hätte. Gute Richtungswechsel in seinen Routes und nach dem Catch, variiert sein Tempo kontrolliert.
  • Guter erster Schritt. "Sneaky explosiv".
  • Im Slot und Outside eingesetzt. Könnte als Rookie schnell eine gute Nummer 2 sein und ich sehe noch deutliches Upside dahingehend, wie man ihn entwickeln kann. Aus der Top-8-Gruppe am ehesten mein Tipp, um über die nächsten zwei Jahre positiv zu überraschen.

Schwächen:

  • Zu viele Drops. Angesichts der spektakulären Catches, die er teilweise hatte, ist es in meinen Augen eher eine Konzentrationsproblematik. Aber die Drops tauchten in jedem Fall zu häufig auf, daran muss er arbeiten.
  • Stark am Catch Point, aber in der Route oder als Blocker ist Kontakt definitiv nicht sein Spiel.
  • Kein Speedster, kein physischer Freak. Das wird ihn in der NFL nicht tragen und zu einem gewissen Grad ist sein Ceiling damit letztlich auch begrenzt.
  • Seine Routes müssen noch konstanter werden. Er zeigt da schon viel Gutes, teilweise aber läuft er auch scheinbar planlos in den Gegner oder ins Nichts.

SPOX Draft-Runden-Empfehlung: Frühe 2. Runde.

© YouTube

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Seite 2: Die Plätze 9 bis 7

Seite 3: Die Plätze 6 bis 4

Seite 4: Die Top 3 und das Ranking im Überblick

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