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NBA

NBA Finals: Milwaukee Bucks sichern sich in irrem Krimi gegen Phoenix Suns den Matchball - Giannis und Holiday überragen

Von Philipp Jakob

Die Milwaukee Bucks sind nur noch einen Sieg von der NBA Championship entfernt! Beim 123:119-Sieg gegen die Phoenix Suns drehen die Gäste die Partie auf furiose Art und Weise und trotzen in der Schlussminute dem Suns-Comeback. Vor allem ein Bucks-Trio überragt.

Giannis Antetokounmpo avancierte mit 32 Punkten (14/23 FG, aber 4/11 FT), 9 Rebounds und 6 Assists zum Topscorer seines Teams, konnte sich aber über starke Unterstützung der Kollegen freuen. Khris Middleton war mit 29 Zählern zur Stelle, auch in der Crunchtime, und Jrue Holiday lieferte ein bärenstarkes Two-Way-Game ab (27 Punkte, 13 Assists und 3 Steals). Dazu kam Pat Connaughton auf 14 Punkte (4/6 Dreier).

In der Schlussminute zeigte sich der Point Guard für einen immens wichtigen Steal gegen Devin Booker verantwortlich, der die Suns mit seinem zweiten 40-Punkte-Spiel in Folge anführte (40, 17/33 FG). Chris Paul steuerte 21 Zähler und 11 Assists bei, wachte aber erst im vierten Viertel auf. Deandre Ayton kam noch auf 20 Punkte und 10 Rebounds.

Suns vs. Bucks: Hier geht's zu den Highlights!

Beide Coaches vertrauten ihrer gewohnten Starting Five, die Bucks hatten in den Anfangsminuten allerdings ungewohnte Probleme mit der Ballkontrolle. Mehrere Turnover sowie ein brandheißer Crowder brachten den Suns eine frühe Führung. Zwei Dreier sowie ein Transition-Dunk des Forwards rissen die Suns-Fans sofort aus ihren Sitzen.

Die Suns-Offense lief im ersten Viertel wie am Schnürchen. Holiday musste mit zwei Fouls früh auf die Bank, anschließend attackierte Phoenix gnadenlos Jeff Teague. Die Hausherren versenkten elf Field Goals in Folge, Booker führte sein Team mit 11 Zählern im ersten Viertel an. Phoenix setzte sich mit bis zu 16 Punkten ab (37:21).

NBA Finals: Bucks starten furioses Comeback

Holiday lieferte mit starker Offense die Antwort im zweiten Durchgang, mit einem 16:3-Lauf ohne Giannis stürmten die Gäste zurück. Mitte des Viertels brachte ein Portis-Dreier die Bucks sogar wieder in Front. Nun war es ein komplett offenes Spiel, hinter 14-Holiday-Punkten im zweiten Abschnitt erarbeiteten sich die Bucks eine 64:61-Halbzeitführung.

Nach dem Seitenwechsel lieferten sich zunächst Booker und Middleton ein Privatduell, vor allem der Suns-Star war nun kaum zu stoppen. Außer von Holiday, der ihm den Ball klaute und auf der Gegenseite einen Dreier durch die Reuse schweißte. Ein Antetokounmpo-Jumper gefolgt von einem kraftvollen Drive stellte kurz darauf auf +13 für die Bucks. Mit 100:90 für die Gäste ging es in den Schlussabschnitt.

Nach wenigen Minuten im vierten Viertel zeigte Paul per Dreier ein Lebenszeichen. Wenig später legte er mit einem wichtigen Treffer über Giannis nach, die Suns verkürzten auf 6 Zähler. Dann antwortete Middleton mit einem Clutch-Jumper plus Foul, bevor Paul den nächsten Dreier netzte.

NBA Finals: Bucks siegen in irrer Schlussphase

Nun tauschten Middleton und Booker unfassbare Treffer aus, der Beginn einer irren Schlussphase. Giannis setzte gut eine Minute vor dem Ende zwei Freiwürfe an den Ring, CP3 brachte die Suns auf 1 Punkt ran. Holiday scheiterte auf der Gegenseite, machte das aber sofort wieder wett. Erst klaute er Booker den Ball, bediente Giannis per Alley-Oop und sicherte sich dann einen Offensiv-Rebound, nachdem der Grieche das And-One vergeben hatte.

Middleton erhöhte von der Linie und Phoenix konnte nicht mehr antworten. Die Bucks gehen damit mit 3-2 in Führung und sichern sich den Matchball in den Finals. In Spiel 6 in der Nacht auf Mittwoch kann Milwaukee vor eigenem Publikum die erste Championship seit 1971 perfekt machen.

Die wichtigsten Statistiken

Phoenix Suns (W2) vs. Milwaukee Bucks (E3) 119:123 (BOXSCORE), Serie: 2-3

  • Eine Statistik, die das erste Viertel recht gut zusammenfasste: Die Bucks verzeichneten mehr Ballverluste (7) als die Suns Fehlwürfe (5). Die Offense der Hausherren war zu Beginn richtig on fire, Phoenix traf überragende 14/19 aus dem Feld.
  • In Viertel Nummer zwei zeigte sich ein komplett gegensätzliches Bild, nun traf Milwaukee über 70 Prozent (17/24 FG) und kam mit einem 43:24-Durchgang zurück auf die Beine. Laut ESPN Stats & Info stellte Milwaukee damit einen Finals-Rekord für die meisten Punkte in einem Viertel in einem Auswärtsspiel ein.
  • Die Bucks bekamen die Turnover-Problematik aus dem ersten Viertel im weiteren Spielverlauf gut unter Kontrolle. Die 7 Ballverluste - die meisten davon Live-Ball-Turnover - führten zu einer Menge leichter Transition-Punkte der Suns, anschließend kamen allerdings nur noch 5 Ballverluste hinzu (Suns: 9).
  • Das Shooting war auf beiden Seiten in den vergangenen Partien kein Leckerbissen, das änderte sich in Spiel 5 aber. Dank Holiday und Connaughton versenkten die Gäste 14/28 Dreier (50 Prozent), doch auch die Suns ließen sich nicht lumpen und liefen im Schlussabschnitt mit 5/5 Triples heiß (insgesamt 13/19, 68,4 Prozent).

Phoenix Suns vs. Milwaukee Bucks: Die Stimmen zum Spiel

Giannis Antetokounmpo (Bucks): "Unglaublich wichtiger Steal von Holiday, das war ein großartiges Play. Es war das richtige Spiel für uns drei, um in Fahrt zu kommen. Wir haben großartigen Basketball gespielt und die Ruhe bewahrt, auch als wir in Rückstand geraten sind. Das sind die NBA Finals, da muss man alles geben."

Chris Paul (Suns): "Coach [Monty Williams] sagt immer: 'Alles, was man erreichen möchte, ist auf der anderen Seite von hart.' Es wird nicht mehr härter als das hier."

Der Star des Spiels: Jrue Holiday

Überragendes Two-Way-Game des Point Guards. War in Spiel 4 nur seine Defense über jeden Zweifel erhaben, aber offensiv abgesehen von vergebenen Layups nichts zu sehen, lieferte der 31-Jährige nun an beiden Enden des Courts ab. Er machte sowohl Paul als auch Booker wie gewohnt das Leben schwer und fand in der Offense endlich seinen Rhythmus. Im zweiten Viertel war er entscheidend für das Bucks-Comeback, auch später mit wichtigen Buckets und dem entscheidenden Steal.

Noten: Devin allein zu Haus - Bucks-Quartett mit Einsern

Der Flop des Spiels: Cameron Johnson

Generell kam von den Rollenspielern der Suns relativ wenig, Johnson steht dafür symbolisch. In 22 Minuten Einsatzzeit hatte er ein Plus/Minus von -19 vorzuweisen. Zwar steuerte er zwei Dreier bei, doch gerade defensiv war er anfällig.

Die Szene des Spiels

Was für ein Finish von Spiel 5! Die Suns hatten trotz 14-Punkte-Rückstand im vierten Viertel tatsächlich die Chance, den Sieg noch zu klauen: Booker attackierte 20 Sekunden vor dem Ende die Zone, sah aber eine Wand aus Giannis und Tucker vor sich. Er drehte sich um und auf einmal war Holiday da. Blitzschnell griff dieser nach dem Ball, lief den Fastbreak, perfektes Anspiel auf Giannis - Alley-Oop-Dunk! Diese Szene brachte den Bucks letztlich den Sieg.

NBA Finals: Die Serie im Überblick - Stand: 2-3

SpielDatumUhrzeitHeimAuswärtsResultat/TV
17. Juli3 UhrSunsBucks118:105
29. Juli3 UhrSunsBucks118:108
312. Juli2 UhrBucksSuns120:100
415. Juli3 UhrBucksSuns109:103
518. Juli3 UhrSunsBucks119:123
621. Juli3 UhrBucksSunsDAZN
7*23. Juli3 UhrSunsBucksDAZN

*falls erforderlich

 

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