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NBA

NBA Finals, Spiel 2: Phoenix Suns trotzen Finals-Rekord von Giannis Antetokounmpo - Devin Booker überragt

Von Ole Frerks

Die Phoenix Suns haben auch das zweite Spiel der NBA Finals für sich entschieden. Beim 118:108 der Suns gelingt Giannis Antetokounmpo sogar ein Finals-Rekord über die letzten 25 Jahre, doch die Milwaukee Bucks geben ihrem Superstar zu wenig Hilfe.

Antetokounmpo kam am Ende auf 42 Punkte (15/22 FG, 11/18 FT, 12 Rebounds, 3 Blocks) und erzielte allein 20 Punkte im dritten Viertel, ein Rekord für ein Finals-Viertel in den letzten 25 Jahren. Doch es reichte nicht für einen Sieg, da vom restlichen Team mit Ausnahme von Jrue Holiday (17, 7/21) nicht genug Unterstützung kam - vor allem Khris Middleton (11, 5/16) hatte Probleme.

Auf der Gegenseite wurde das Scoring besser verteilt. Devin Booker überragte mit 31 Punkten (12/25), doch auch Chris Paul (23, 10/20) oder Mikal Bridges (27) zeigten starke Leistungen. Jae Crowder (11, 10 Rebounds) und Deandre Ayton (10 und 11) verzeichneten jeweils Double-Doubles. Einen Wermustropfen gab es allerdings, da Torrey Craig sich bei einem Offensiv-Foul von Antetokounmpo am Knie verletzte und so nun nach Dario Saric womöglich ein weiterer Rotationsspieler ausfallen wird.

Beide Teams begannen mit den gleichen Starting Lineups, jedoch unter anderem mit der Umstellung, dass Holiday primär Paul verteidigte. Das machte sich bezahlt: Phoenix hatte zunächst offensive Probleme, Milwaukee startete dank Holiday und Giannis druckvoll mit etlichen Abschlüssen in der Zone.

Suns vs. Bucks, Spiel 2: Hier geht's zu den Highlights!

Phoenix dreht das Spiel im zweiten Viertel

Dabei blieb es auch, als Antetokounmpo erstmals auf der Bank Platz nahm - prompt erzielte Tucker 5 Punkte zur bis dahin höchsten Führung (21:12). Phoenix konterte jedoch schnell, fast ausschließlich in Form von Dreiern. Kurz vor der Viertelpause führten die Suns sogar, doch nach einem Portis-Putback ging es mit 29:26 Milwaukee ins zweite Viertel.

Dort schwang das Pendel zunächst in Richtung der Suns. Milwaukee ließ vorne viel liegen, gerade Holiday überdrehte etwas, während Paul nun besser ins Spiel fand. In Transition packte Holiday einen unglaublichen Chasedown-Block gegen Booker aus, doch Ayton sammelte den Müll ein und stellte auf 39:35 für die Suns.

Den Großteil ihrer Punkte machten diese jedoch weiter per Sprungwurf. Einen Connaughton-Dreier beantwortete Booker prompt per Stepback-Jumper, dann traf Crowder einen Dreier und Paul legte aus der Mitteldistanz nach - nun führte Phoenix mit 7. Nach einem And-1 durch Ayton nahmen die Gastgeber sogar eine 56:45-Führung mit in die Pause.

Giannis Antetokounmpo dominiert das dritte Viertel - ohne Hilfe

Im dritten Viertel schien Phoenix zunächst davonzuziehen, Bridges erhöhte per Dunk auf +15. Doch Giannis wehrte sich, die nächsten 13 Bucks-Punkte kamen allesamt vom zweimaligen MVP. Nach einem Middleton-Dreier betrug der Rückstand nur noch 5 Punkte, Paul konterte seinerseits von draußen und auch Booker traf immer wieder Momentum-Killer. Giannis kam auf 20 Punkte im Viertel - trotzdem blieb der Vorsprung beständig, 88:78 Phoenix vor dem Schlussviertel.

Zu Beginn des vierten Viertels kam Milwaukee auf 5 Punkte ran, dann blockte Giannis Bridges am Ring, landete jedoch unsauber und musste vorerst runter. Booker erhöhte erneut auf +10, nach einer Auszeit kam Giannis zurück, aber Booker ließ gleich den nächsten Dreier folgen.

Milwaukee gab sich auch in der Folge nicht geschlagen, kam jedoch nicht mehr näher als bis auf 6 Punkte ran. Paul, Booker und auch Bridges hatten wieder und wieder die richtige Antwort parat. Bridges brachte das Spiel an der Freiwurflinie über die Bühne.

Die wichtigsten Statistiken

Phoenix Suns (W2) vs. Milwaukee Bucks (E3) 118:108 (BOXSCORE), Serie: 2-0

  • Die Unterschiede im ersten Viertel hätten kaum größer sein können. Milwaukee nahm nur vier seiner 28 Würfe von draußen, dafür standen sie bei 20:0 (!) Zonenpunkten - es war klar, wie sie dieses Spiel an sich reißen wollten. Doch wie schon in Spiel 1 blieb es ein Problem, wie viel sie in Korbnähe liegen ließen. Über die restliche Partie konnte Phoenix das Duell bei den Zonenpunkten sogar ausgeglichen gestalten (34:28 für die Bucks über die restlichen drei Viertel).
  • Phoenix dafür fand im Zweipunktbereich zunächst gar nicht statt, die Mitteldistanz und der Ring wurden zugemacht, nur einen Zweier trafen die Suns in Viertel eins. Dafür versenkten sie 8/15 von Downtown und hielten sich fast ausschließlich damit im Spiel. Über die Partie kühlten sie zwar etwas von draußen ab, dennoch behielten sie von draußen klare Vorteile und kratzten sogar am Finals-Rekord (PHX: 20/40 Dreier, MIL: 9/31).
  • Die Bucks hatten sich nach Spiel 1 darüber beschwert, dass sie deutlich weniger Freiwürfe zugesprochen bekommen hatten als Phoenix. Diesmal war das nicht der Fall: In Halbzeit eins nahmen die Suns lediglich einen Freiwurf, über das gesamte Spiel waren es 14, viele davon allerdings in den Schlussminuten, als Milwaukee Phoenix bewusst an die Linie schickte. Die Bucks nahmen 23 Freiwürfe - 18 davon gingen an Giannis.
  • Milwaukee hatte leichte Vorteile beim Rebound, auch wenn Phoenix es am Ende recht eng gestalten konnte (46:43), allein 18 Offensiv-Rebounds sicherten sich die Gäste und nahmen angesichts der Freiwürfe insgesamt deutlich mehr Abschlüsse als die Suns. Aber die Quoten: Phoenix traf aus jedem Bereich des Courts etwas effizienter (PHX: 48,9 Prozent aus dem Feld und 85,7 Prozent von der Freiwurflinie, MIL: 45,7 und 65,2 Prozent).
Noten zu Spiel 2: Will denn keiner Giannis helfen?

Suns vs. Bucks: Die Stimmen zum Spiel

Chris Paul (Suns): "Wenn Book wirft, dann erwarte ich, dass der Ball reingeht. Ich werde sauer, wenn er nicht wirft."

Jae Crowder (Suns) über die Probleme der Bucks ohne Giannis: "Ich bin nicht hier, um sie zu coachen. Ich will sie nur besiegen."

Mike Budenholzer (Head Coach Bucks): "Giannis hat heute so viel geschultert, nachdem wir mit 15, 16 Punkten hinten waren. 4:30 Minuten vor dem Ende waren wir voll da, aber wir haben einige Male nicht den Rebound bekommen, als wir ihn gebraucht haben."

Der Star des Spiels: Devin Booker

Während Paul es mehr mit Holiday zu tun bekam, entstanden etwas mehr Freiräume für Phoenix' zweiten All-Star. Booker traf allerdings auch jede Menge schwierige Würfe gegen gute Defense - und er traf etliche gute Entscheidungen. Nahezu jeder seiner Würfe fühlte sich wie ein Dagger an.

Der Flop des Spiels: Khris Middleton

Holiday war offensiv auch nicht gut, zeigte dafür aber eine der besseren Defensiv-Leistungen, die man von einem Guard jemals sehen wird. Middleton hingegen fiel nahezu gar nicht positiv auf und war über nahezu die gesamte Partie nur ein Mitläufer. Es muss viel mehr von ihm kommen.

Die Szene des Spiels

Dieses Spiel in a nutshell: Ende des zweiten Viertels verteidigten die Bucks über fast 24 Sekunden nahezu perfekt, rotierten immer wieder richtig, machten Optionen zu und vermieden Fehler. Und trotzdem - Phoenix bewegte den Ball und seine Spieler so gut, dass am Ende sogar ein And-1 herauskam. Besser kann eine Basketball-Possession von zwei Teams kaum sein.

NBA Finals: Die Serie im Überblick - Stand: 2-0

SpielDatumUhrzeitHeimAuswärtsResultat/TV
17. Juli3 UhrSunsBucks118:105
29. Juli3 UhrSunsBucks118:108
312. Juli2 UhrBucksSunsDAZN
415. Juli3 UhrBucksSunsDAZN
5*18. Juli3 UhrSunsBucksDAZN
6*21. Juli3 UhrBucksSunsDAZN
7*23. Juli3 UhrSunsBucksDAZN

*falls erforderlich

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