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NBA

NBA - Trade Deadline Preview mit den Los Angeles Lakers, Golden State Warriors, L.A. Clippers, Phoenix Suns und Sacramento Kings

Von Robert Arndt

Die Trade Deadline am 9. Februar nähert sich mit großen Schritten. Wir blicken in den kommenden Tagen und Wochen auf alle 30 Teams und wie die Franchises involviert sein könnten. Los geht es im Westen mit der Pacific Division.

Dazu blicken wir auf die Pläne und Möglichkeiten des amtierenden Champions Golden State Warriors, der beiden Teams aus Los Angeles - Clippers und Lakers - sowie der Phoenix Suns und der Sacramento Kings.

© getty

GOLDEN STATE WARRIORS (23-24, Platz 10 im Westen)

Die Bilanz verrät es vielleicht nicht, der Anspruch der Warriors bleibt es dennoch, erneut um den Titel mitzuspielen. Die besten Jahre von Stephen Curry (34), Klay Thompson (32) und Draymond Green (32) neigen sich dem Ende entgegen, im Vorjahr bewies die Big Three aber noch einmal, dass sie noch nicht zum alten Eisen gehören.

Der Kader ist vielleicht in der Tiefe nicht so stark wie im Vorjahr, doch mit den Ausnahmen Denver und Memphis hat sich niemand von der Konkurrenz im Westen abgesetzt. Im Vorjahr schlugen die Warriors aber beide Teams in den Playoffs (4-1 und 4-2), auch wenn gerade Denver damals nicht in voller Besetzung antrat.

Warriors: Welche Picks können getradet werden?

Die Warriors schulden Memphis für den Trade von Andre Iguodala im Jahr 2019 noch einen Erstrundenpick für 2024. Dieser ist Top-4-geschützt und geht spätestens 2025 an die Grizzlies. Somit haben die Warriors maximal zwei First Rounder, die getradet werden können (2027 und 2029 oder nur 2028).

Warriors: Wie sehen die Finanzen aus?

Die Warriors sind auch in dieser Saison das teuerste Team der Liga. Mit knapp 190 Millionen Dollar an Gehältern liegen sie knapp 40 Millionen Dollar über der Luxussteuergrenze. Stand jetzt zieht dies eine Zahlung von 170 Millionen zusätzlich nach sich. Es ist daher unwahrscheinlich, dass der Champion zur Deadline weiteres Geld aufnimmt.

Durch die Verlängerungen von Jordan Poole und Andrew Wiggins könnte das Team kommende Saison noch teurer werden. Besitzer Joe Lacob betonte bereits im Sommer, dass 400 Millionen Dollar Ausgaben für ihn die Schmerzgrenze seien.

Warriors: Der Roster (Gehälter in Klammern)

Point GuardShooting GuardSmall ForwardPower ForwardCenter
Stephen Curry (48,1)Klay Thompson (40,6)Andrew Wiggins (33,6)Draymond Green (25,8)*Kevon Looney (7)
Jordan Poole (3,9)Donte DiVincenzo (4,5)*Andre Iguodala (1,8)Jonathan Kuminga (5,7)JaMychal Green (1,8)
Ty Jerome (TW)Moses Moody (3,7)Patrick Baldwin Jr. (2,2)Anthony Lamb (TW)James Wiseman (9,6)
Ryan Rollins (1)----

* Spieler-Option, kursiv = Free Agent

© getty

Warriors: Wo muss nachgebessert werden?

Die Starting Five ist nach Net-Rating weiterhin die Beste der NBA, diese steht. Mit Poole, Donte DiVincenzo sind zwei weitere Guards in der Rotation gesetzt. Was fehlt, ist ein weiterer kompetenter Forward, der ein solider Verteidiger ist und etwas werfen kann. Im Vorjahr übernahmen Nemanja Bjelica und Otto Porter Jr. diesen Job, ihr Fehlen ist spürbar, auch wenn sie nicht die großen Namen haben.

Derzeit füllt mit Anthony Lamb ein Two-Way-Player die Rolle aus. Für seinen Status macht er seine Sache gut, er dürfte bald einen echten NBA-Vertrag bekommen, doch auf ihn verlassen sollte man sich in den Playoffs wohl nicht.

Warriors: Wer wird am ehesten getradet?

Die Warriors unter GM Bob Myers sind nicht bekannt dafür, große Deals zur Deadline zu machen. Die Ausnahme stellt der Wiggins-Trade vor knapp drei Jahren dar, allerdings war die Saison für die Dubs damals gefühlt vorbei und der Deal eher als ein Vorgriff für die Offseason anzusehen.

Golden State hat nun allerdings kaum einen Spieler, der für Gegenwert getradet werden kann. Die Youngster um James Wiseman, Jonathan Kuminga und Moses Moody werden oft genannt, allerdings haben sie alle kaum etwas gezeigt, um einen guten Spieler im Gegenzug zu bekommen. So verwundert es nicht, dass The Athletic kürzlich meldete, dass die Warriors eher dazu tendieren, ihren Kader zusammenzuhalten.

Warriors: Wer könnte helfen?

Forwards, die in den Playoffs auf dem höchsten Level spielen können, wachsen nicht auf Bäumen und sind schwer zu bekommen - erst recht, wenn die Ressourcen so limitiert sind. Die Warriors haben auch das Problem, dass auslaufende Verträge für sie wenig sinnvoll sind, da sie kommende Free Agents im Sommer nicht bezahlen können bzw. wollen.

Ein Trade eines oder mehrerer Youngster für einen "Leihspieler" ist also wenig sinnvoll. Jakob Pöltl wäre als Backup-Center so ein Kandidat, er will Gerüchten zu Folge in der Offseason einen Vertrag, der ihm jährlich über 20 Millionen Dollar einbringt. Gleichzeitig ist es schwer, einen Qualitätsspieler zu bekommen, der einen längerfristigen Vertrag besitzt und günstig ist.

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L.A. CLIPPERS (25-24, Platz 6 im Westen)

Vor der Saison galten die Clippers als Favorit im Westen, doch überzeugen konnte das Team von Ty Lue nur selten. Kawhi Leonard und Paul George verpassten wieder einige Spiele, aber selbst mit voller Besetzung konnten die Kalifornier die Vorschusslorbeeren aus der Offseason nicht rechtfertigen.

Der Respekt für L.A. ist weiter da, dazu haben die Clippers einige Möglichkeiten ihren Kader noch zu adjustieren. Selbst ein großer Deal scheint nicht ausgeschlossen.

Clippers: Welche Picks können getradet werden?

Die Clippers spüren noch immer die Nachwehen des Trades für Paul George aus dem Jahr 2019, als sie für Paul George den OKC Thunder neben Shai Gilgeous-Alexander auch noch die komplette Pick-Schatulle aushändigten. Nach dem Draft 2026 sind sie endlich erlöst, sodass sie zu dieser Deadline zumindest ihren First Rounder für das Jahr 2028 anbieten können.

Außerdem haben die Clippers aus dem Deal von Serge Ibaka im Vorjahr noch eine Trade Exception über 9,7 Millionen Dollar. Sie können also bis zu diesem Betrag einen Spieler ohne Gegenwert via Trade aufnehmen.

Clippers: Wie sehen die Finanzen aus?

Spielt das für Steve Ballmer eine Rolle? Eher nicht, dennoch schränkt es die Clippers ein wenig ein. Nach den Warriors sind die Clippers das teuerste Team der NBA. Blickt man nur auf die Gehälter, zahlt kein Team mehr an die eigenen Spieler als L.A. (192 Mio.).

Ballmer scheint das nicht zu stören, das zeigte bereits die vergangene Deadline, als die Clippers im Powell/Covington-Deal sogar Geld aufnahmen, obwohl sie ohne Kawhi Leonard keinerlei Chancen auf eine Meisterschaft hatten. Sollten die Clippers also einen Deal finden, der sie ihrer Meinung nach besser macht, wird das Geld wie immer Nebensache sein.

Clippers: Der Roster

Point GuardShooting GuardSmall ForwardPower ForwardCenter
Terance Mann (1,9)Paul George (42,4)Kawhi Leonard (42.4)Marcus Morris (16,3)Ivica Zubac (10,1)
John Wall (6,5)*Norman Powell (16,8)Amir Coffey (3,4)Nicolas Batum (10,8)Robert Covington (12,3)
Reggie Jackson (11,2)Luke Kennard (14,4)Brandon Boston Jr. (1,6)-Moses Brown (TW)
Jason Preston (1,6)----

* Team-Option, kursiv = Free Agent

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Clippers: Wo muss nachgebessert werden?

Es sagt schon einiges aus, dass die Clippers inzwischen mit Terance Mann auf der Eins beginnen, obwohl in Reggie Jackson und John Wall zwei klassische Spielmacher zur Verfügung stehen. Beide spielen jedoch eine schwache Saison und haben scheinbar das Vertrauen von Coach Ty Lue verloren.

Eine andere Baustelle ist die Center-Position, vermutlich hat es aber keine Priorität. Für die Regular Season wäre es wünschenswert, wenn L.A. neben Ivica Zubac noch einen erfahrenen Big Man im Kader hätte. Moses Brown machte seine Sache zwar solide, in den Playoffs werden wir ihn aber vermutlich nicht sehen. Die Clippers haben auch immer Small Ball in der Hinterhand, so hatten sie 2021 in den Playoffs großen Erfolg sowie mit Covington einen der Besten in dieser Disziplin im Kader. Die besten Center spielen ohnehin im Osten.

Clippers: Wer wird am ehesten getradet?

Kawhi und PG-13 sind gesetzt, dahinter dürften aber alle anderen Spieler zu haben sein, wenn ein Deal sinnvoll ist. Die vermeintliche Stärke der Clippers ist die Tiefe, doch die meisten Rotationsspieler waren mit Ausnahme von Zubac wenig konstant. Das ist für Trades etwas problematisch, da so der Trade-Wert vieler Spieler in den Keller gegangen ist.

Asset Nummer eins dürfte Mann sein, der bereits eine günstige Vertragsverlängerung in der Tasche hat (2 Jahre, 22 Mio.). Auslaufende Verträge haben die Clippers in Jackson und Wall (Team-Option) nur zwei, sodass man es anderen Teams schmackhaft machen muss, längere Deals aufzunehmen. Drei weitere Verträge laufen bis 2024 (Morris, Covington, Batum). Übrigens: Auch George und Leonard könnten dann aus ihren Deals aussteigen. Die Kandidaten, die derzeit am häufigsten gehandelt werden, sind Wall und Covington.

Clippers: Wer könnte helfen?

Es hat schon seine Gründe, warum Mike Conley (Jazz) gehandelt wird. Der 35-Jährige spielt in Utah eine solide Saison, seine besten Tage sind aber auch schon vorbei. Dennoch könnte er das bringen, was Leonard sich schon seit Jahren wünscht - kompetentes Point-Guard-Play. Wirklich dynamisch ist aber auch Conley nicht mehr, auch das geht den Clippers bisweilen ab.

Außerdem wurde in der Vergangenheit auch der Name von Myles Turner (Pacers) genannt. Dann hätten die Clippers aber keine Verwendung für Zubac mehr. Realistischer ist wohl eine kleinere Lösung für die Backup-Position hinter dem Kroaten. Nerlens Noel aus Detroit wäre ein Big, der sicherlich zu haben wäre und in der Regular Season noch ein paar Minuten abspulen kann.

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LOS ANGELES LAKERS (22-25, Platz 12 im Westen)

Mit einer Bilanz von 22-25 sind die meisten Teams eher Seller, doch die Lakers sind nun einmal ein Sonderfall. Die letzten Jahre von LeBron James (38) dürfen nicht verschwendet werden, dazu steht mit Anthony Davis ein echter Superstar an seiner Seite, der aber bekanntlich keine Saison ohne zwei bis drei Verletzungen durchspielen kann.

So fällt es schwer, dieses Team wirklich zu beurteilen. In Bestbesetzung können LeBron und AD Teams fast im Alleingang schlagen, doch wie oft ist das wirklich der Fall? Es fällt schwer, in den Lakers einen wirklichen Contender zu sehen. Hinzu kommt, dass die New Orleans Pelicans den Pick der Lakers halten, Tanking ist nicht nur deswegen keine Option (LeBron hat dazu auch eine Meinung ...).

Update vom 24. Januar: Die Lakers haben am Montag tatsächlich den ersten Dominostein der diesjährigen Trade-Season umgestoßen und sich per Trade Rui Hachimura von den Wizards geangelt. Hier gibt's alle Infos und Analysen zu dem Trade!

Lakers: Welche Picks können (noch) getradet werden?

Na, wisst Ihr es? Natürlich wisst Ihr es. Die Lakers können ihre First Rounder für 2027 und 2029 traden, wenn sie das möchten. Dieses Paket wurde in den vergangenen Monaten zu Tode diskutiert, auch weil LeBron immer wieder andeutet, dass diese Auswahlrechte für ihn nicht von Wert sind. Für Hachimura gaben die Lakers "nur" drei Zweitrundenpicks ab, die edelsten Assets sind also noch da.

Lakers: Wie sehen die Finanzen aus?

Auch die Lakers sind tief in der Luxussteuer, wenn auch nicht in dem Maße der Warriors oder Clippers. Allerdings sind die Lakers ein Sonderfall, da sie zu großen Teilen weiter im Besitz der Familie Buss sind und dort das Geld nicht so locker sitzt, wie man meinen möchte. Stand jetzt müssen die Lakers zu den 169 Millionen Dollar an Gehältern noch rund 41 Millionen an Luxussteuer berappen.

Erst im Sommer wird sich die Situation bessern, dann stehen nur noch vier Spieler fest unter Vertrag (James, Davis, Jones, Christie). Die Lakers könnten dann sogar ein Cap-Space-Team sein, auch wenn nun der Cap Hold von Hachimura dazukommt und man diesen wohl halten möchte. Abgesehen vom Japaner gilt das sonst nur bei Austin Reaves als einigermaßen sicher.

Lakers: Der Roster

Point GuardShooting GuardSmall ForwardPower ForwardCenter
Dennis Schröder (1,8)Austin Reaves (1,6)**Rui Hachimura (6,2)**LeBron James (44,5)Anthony Davis (38)
Russell Westbrook (47,1)Lonnie Walker IV (6,5)Troy Brown Jr. (1,8)Wenyen Gabriel (1,9)Thomas Bryant (1,8)
Patrick Beverley (13)Max Christie (1) Juan Toscano-Anderson (1,8)Damian Jones (2,3)*

* Spieler-Option, ** Restricted Free Agent, kursiv = Free Agent

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Lakers: Wo muss nachgebessert werden?

Im Prinzip auf allen Positionen. Den Lakers fehlt es an Shooting und ohne Davis auch an Defense. In den Medien wird gerne über große Trades für Zach LaVine, DeMar DeRozan oder Bradley Beal philosophiert, doch was den Lakers abgeht, ist eine klare Rotation mit kompetenten NBA-Spielern, die im Idealfall auch noch zusammenspielen können.

Eine klare Strategie ist dabei nicht erkennbar, im Zweifel helfen aber immer Spieler für den Flügel. Hier fehlt ein guter Verteidiger. Patrick Beverley, der offensiv ein dickes Minus ist, kann zwar in Stints größere Spieler verteidigen, über ein ganzes Spiel ist das aber utopisch. Hachimura bringt immerhin Länge und Athletik mit, gilt indes nicht unbedingt als Top-Verteidiger.

Lakers: Wer wird am ehesten getradet?

Um Russell Westbrook ist es ruhig geworden. Der Guard hat seine Bankrolle akzeptiert und spielt eine solide Saison, auch wenn man nie vor einigen wilden Aktionen und unerklärlichen Fehlern in der Defense gefeit ist. Inzwischen wäre es aber töricht, Westbrook mit zwei Picks zu traden, da man in dieser Saison sowieso nicht gut genug ist. Das scheint GM Rob Pelinka ähnlich zu sehen.

So bleibt eigentlich nur noch Beverley als Trade-Chip übrig, da der Rest des Teams mit Ausnahme von Lonnie Walker IV mit Minimumverträgen spielt. Für Pat Bev könnte man Spieler in Höhe von gut 16 Millionen Dollar holen, doch aufgrund seiner aktuellen Leistungen dürfte niemand Appetit auf dieses Angebot haben (es sei denn, es wird mit Picks versüßt).

Lakers: Wer könnte helfen?

Kurzfristig wäre sicherlich Bojan Bogdanovic aus Detroit eine Option, doch der Kroate ist selbst bereits 33 Jahre alt und wäre eine sehr kurzsichtige Lösung. Die Pistons wollen angeblich einen Erstrundenpick für den Forward. Gespräche soll es auch mit den Knicks gegeben haben, Cam Reddish - ein Klutch-Klient (!) - könnte mehr Tiefe für den Flügel liefern.

Ein anderer Partner könnten auch die Raptors sein, wenn Toronto das Team wirklich aufbrechen möchte. Gary Trent Jr. (17,2 Mio.) - noch ein Klutch-Klient - könnte Shooting und ein bisschen Defense bringen, während größere Lösungen wie O.G. Anunoby oder Pascal Siakam wohl außer Reichweite sind. Myles Turner und Buddy Hield (beide Pacers) wurden im Zuge eines möglichen Westbrook-Trades immer wieder gehandelt, aber womöglich behalten die Pacers auch beide, da Indiana überraschend um die Playoffs spielt.

Es bleibt eine Zwickmühle. Einerseits scheint kein Trade da zu sein, der aus den Lakers einen Contender macht, andererseits ist es die letzte Chance, den Salary Slot von Westbrook zu benutzen, bevor sein Gehalt aus den Büchern verschwindet. Natürlich hilft die Flexibilität im Sommer, doch wie viele gute Free Agents werden wirklich auf dem Markt sein?

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PHOENIX SUNS (24-24, Platz 7 im Westen)

Die Suns sind gewissermaßen ein Sonderfall vor dieser Deadline. Hintergrund ist die Situation der noch immer nicht abgeschlossenen Franchise-Übernahme. Der suspendierte Owner Robert Sarver muss laut Quellen von ESPN alle Trades absegnen, die über 10,8 Millionen Dollar liegen. Gleiches gilt auch für Moves, die das Team teurer machen.

Verständlich, dass dies Phoenix in eine schwierige Situation bringt, da Sarver natürlich keine Motivation hat, mehr Geld als nötig zu bezahlen. Es ist möglich, dass der Verkauf der Mehrheit der Anteile an Mat Ishbia zeitnah vollzogen wird, bis dahin wird es schwierig, das Team zu verstärken. Derzeit fehlt den Suns die komplette Guard-Rotation, wodurch sich die beste Mannschaft der vergangenen beiden Regular Seasons im freien Fall befindet.

Suns: Welche Picks können getradet werden?

Dabei haben die Suns in der Theorie jede Menge Möglichkeiten. Die Suns haben alle ihre Erst- und Zweitrundenpicks zur Verfügung, das kann kaum ein anderes Team von sich behaupten. Allerdings sind die Suns auch als schwieriger Verhandlungspartner bekannt, auch das ist ein Grund, warum Phoenix in den vergangenen Jahren kaum einen Trade eingefädelt hat.

Suns: Wie sehen die Finanzen aus?

Erstmals seit einer Ewigkeit sind die Suns in der Luxussteuer, welche Sarver stets zu vermeiden versuchte. Es wird vermutlich nicht zu verhindern sein, dass dies auch am Saisonende der Fall ist. Knapp 17 Millionen liegen die Suns über der Grenze, sodass es wahrscheinlich ist, dass durch kleinere Deals noch ein wenig Geld gespart wird.

Suns: Der Roster

Point GuardShooting GuardSmall ForwardPower ForwardCenter
Chris Paul (28,4)Devin Booker (33,8)Cam Johnson (5,9)**Mikal Bridges (21)Deandre Ayton (30,9)
Cam Payne (6)Landry Shamet (9,5)Torrey Craig (5,1)Dario Saric (9,2)Bismack Biyombo (1,8)
Duane Washington Jr. (TW)Damion Lee (1,8)Josh Okogie (1,8)Jae Crowder (10,2)Jock Landale (1,6)**
--Ish Wainright (TW)--

* Spieler-Option, ** Restricted Free Agent, kursiv = Free Agent

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Suns: Wo muss nachgebessert werden?

Die Guard-Rotation ist im Moment Brachland, aber mit Chris Paul, Devin Booker, Landry Shamet sowie Cam Payne ist man solide aufgestellt, wenn alle wieder fit sind. In der Theorie würde ein weiterer erfahrener Backup helfen, doch die Situation auf dem Flügel erscheint dringender. Die Rückkehr von Cam Johnson hilft, jedoch bleibt ein Loch, solange das Problem mit Jae Crowder nicht gelöst ist.

Hier sollte angesetzt werden, wenn Phoenix noch einmal im Westen angreifen möchte. Derzeit stehen auf dem Flügel nur Mikal Bridges, Johnson und Torrey Craig zur Verfügung, das ist etwas dünn.

Suns: Wer wird am ehesten getradet?

An erster Stelle muss hier Crowder genannt werden, der nach seiner Trade-Forderung in der Offseason weiter nicht beim Team ist. Ein Deal wurde noch nicht gefunden, da Phoenix im Gegenzug einen brauchbaren Spieler will, der auch in den Playoffs spielen kann. Vermutlich braucht es mehrere Teams, um so etwas zu schaffen.

Ansonsten könnte es noch kleinere Transaktionen geben, um ein wenig Geld zu sparen. Kandidaten für einen sogenannten "Salary Dump" sind Dario Saric (9,2 Mio.) oder Shamet (9,5 Mio.), der eine gute Saison spielt und so womöglich seinen Trade-Wert etwas steigern konnte.

Suns: Wer könnte helfen?

Ein offensivstarker Forward wäre die beste Lösung, das suchen jedoch viele Teams. Bojan Bogdanovic (Pistons) oder John Collins (Hawks) wurden mehrfach mit den Suns in Verbindung gebracht, beide verdienen aber deutlich über 20 Millionen Dollar, was mögliche Trades kompliziert macht.

Zuletzt gab es auch Gerüchte um Fred VanVleet (Raptors). Er wäre eine größere Lösung und könnte das Ende von CP3 auf der Spielmacher-Position einläuten. Ob Toronto aber wirklich so radikal vorgeht, steht in den Sternen. Ein anderer Guard, der schon seit Jahren in Phoenix gehandelt wird, ist Eric Gordon. Doch auch bei ihm könnte das üppige Gehalt eine unüberwindbare Hürde darstellen.

Die Frage, die man sich in Phoenix aber stellen wird, ist, ob sich ein Move wirklich lohnt. Ist das Fenster für Paul wirklich noch offen? Lautet die Antwort Nein, könnte mit der Deadline ein größerer Umbruch beginnen.

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SACRAMENTO KINGS (27-19, Platz 3 im Westen)

Die Kings schielen auf die erste Playoff-Teilnahme seit 2006. Ihren großen Move haben die Kalifornier bereits im vergangenen Februar gemacht, als man Domantas Sabonis nach Sacramento lotste und dafür Tyrese Haliburton opferte.

Kings: Welche Picks können getradet werden?

Vermutlich können die Kings bis zu zwei Picks traden. Für den Moment schuldet Sacramento den Hawks aus dem Kevin-Huerter-Trade einen geschützten First Rounder für 2024 (Top-12-geschützt), der spätestens 2026 seinen Besitzer wechselt. Dieser Schutz könnte aber mit Leichtigkeit aufgehoben werden, da Kings-Picks über Jahre eine begehrte Ware waren.

Kings: Wie sehen die Finanzen aus?

Die Luxussteuer spielt bei den Kings keine Rolle. Mit einer Pay Roll von 132 Millionen Dollar besteht noch deutlich Spielraum für Sacramento. Mit Harrison Barnes gibt es nur einen namhaften Free Agent, aber auch ein Terence Davis würde sicherlich liebend gerne bezahlt werden.

Kings: Das Roster

Point GuardShooting GuardSmall ForwardPower ForwardCenter
De'Aaron Fox (30,4)Kevin Huerter (14,5)Harrison Barnes (18,4)Keegan Murray (8)Domantas Sabonis (18,5)
Davion Mitchell (4,8)Terence Davis (4)Malik Monk (9,5)Trey Lyles (2,6)Richaun Holmes (11,2)
Matthew Dellavedova (1,8) K.Z. Okpala (1,9)Chimeze Metu (1,9)Alex Len (3,9)

* Spieler-Option, ** Restricted Free Agent, kursiv = Free Agent

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Kings: Wo muss nachgebessert werden?

Die Minuten ohne Sabonis waren oft ein Problem, weswegen ein Backup-Center helfen würde. Richaun Holmes enttäuscht in dieser Rolle. Dazu könnte die Defense ein Upgrade vertragen, insbesondere auf dem Flügel.

Kings: Wer wird am ehesten getradet?

Der klare Trade-Kandidat ist Holmes, der deutlich abgebaut hat. Sein Vertrag, der noch bis 2025 läuft (rund 11,5 Mio. pro Jahr), dürfte aber eine Hürde sein. Ansonsten könnte man mit den auslaufenden Verträgen von Terence Davis (4 Mio.), Alex Len (3,9) und/oder K.Z Okpala (1,9) ein kleines Paket schnüren.

Und dann wäre da weiterhin Barnes, der nun schon seit Jahren immer wieder in Trade-Gerüchte verstrickt ist. Der Vertrag des Forwards läuft aus, allerdings scheint das Interesse am 30-Jährigen etwas abgekühlt zu sein - und Sacramento schätzt die Arbeit des Forwards.

Kings: Wer könnte helfen?

Könnte Sacramento ein Abnehmer für Crowder sein? Kurzfristig wäre der Forward eine solide Lösung, doch bekanntlich will der Veteran einen Anschlussvertrag. Andere Ideen wären auch hier Cam Reddish (Knicks) oder auch Jalen McDaniels (Hornets), der in Charlotte häufiger als Kandidat genannt wird. Letztlich ist es wahrscheinlich, dass Sacramento - wenn überhaupt - nur einen kleineren Deal macht.

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