Böhringer! Offense und Catch zum Abschluss

Von SPOX

Freitag, 01.09.2017 | 06:29 Uhr
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Week 4 der Preseason steht in jedem Jahr im Zeichen der Backups und der Kämpfe um die letzten Kader-Plätze, ehe alle NFL-Teams dann von 90 auf 53 Spieler runter kürzen müssen. Die Zwischenstufe - der Cut auf 75 Spieler - gibt es nicht mehr, umso schärfer der Konkurrenzkampf. Dabei schrammen die Jets nur knapp am nächsten Desaster vorbei, Jacoby Brissett liefert eine Show, den Browns gelingt ein Shutout. Moritz Böhringer erhält schließlich doch mehr Zeit mit der Offense - mit gemischten Ergebnissen.

Minnesota Vikings (2-2) - Miami Dolphins (2-2) 9:30 (0:7, 6:16, 0:0, 3:7) BOXSCORE

  • Es war bislang eine schwierige Vorbereitung für Moritz Böhringer. Der Deutsche konnte sich zuletzt kaum für Snaps empfehlen, war in der Preseason nahezu komplett unauffällig - selbst sein Platz im Practice Squad ist längst nicht mehr sicher. Insofern war das letzte Preseason-Spiel für Böhringer ein besonders wichtiger Test, mit gemischten Ergebnissen.
  • Zunächst stand er erneut nur im Special Team auf dem Platz, später aber erhielt er auch Snaps mit der Offense, vor allem bei 3-Receiver-Sets. Dabei hatte er zunächst kaum eine echte Chance auf einen Catch, Quarterback Mitch Leidner (14/19, 129 YDS) scannte meist nur die andere Seite des Feldes. Das änderte sich, als Böhringer auch auf der rechten Seite aufgeboten wurde. Dabei sah er zumindest einige Targets, den einzig fangbaren Pass darunter fing er für sechs Yards Raumgewinn. Es war sein erster Catch auf einem NFL-Feld. Ansonsten waren zwei klare Overthrows sowie ein an der Line of Scrimmage abgefälschter Pass dabei. Insbesondere im Run-Blocking offenbarte Böhringer derweil noch deutliche Probleme.
  • Zu Beginn noch war das Receiving-Corps der Vikes deutlich besser besetzt: Laquon Treadwell und Michael Floyd starteten, genau wie Quarterback Taylor Heinicke (9/20, 93 YDS, TD). Der dominanteste Receiver aber war Cayleb Jones mit neun Receptions für 127 Yards sowie einem Touchdown. Terrell Newby (14 ATT, 34 YDS) erhielt die ersten Running-Back-Snaps.
  • Miamis Antwort darauf? Jakeem Grant! Mit vier Receptions für 141 Yards und einem Touchdown zerstörte er Minnesotas Secondary in der ersten Hälfte, zusätzlich dazu zog er noch mehrere Strafen.
  • So verhalf er dem sehr gut aufgelegten David Fales - neben Jay Cutler wurde auch Matt Moore geschont - zu einer beachtlichen Stat-Line (12/20, 193 YDS, 3 TDs). Kenyan Drake (8 ATT, 27 YDS, TD) hinterließ früh im Spiel erneut einen guten Eindruck.

Indianapolis Colts (2-2) - Cincinnati Bengals (1-3) 7:6 (0:0, 0:6, 0:0, 7:0) BOXSCORE

  • Viel gibt es nicht zu berichten aus einem vor allem offensiv mitunter grausamen Spiel. Bei den Colts war Scott Tolzien (4/5, 24 YDS), der den noch verletzten Andrew Luck mutmaßlich auch zum Auftakt der Regular Season vertreten wird, noch der solideste. Dahinter wurde es mit Stephen Morris (2/5, 51 YDS) und Phillip Walker (2/9, 29 YDS, TD, INT) mitunter wild. Walker brachte selbst ohne Pressure nur ein Viertel seiner Pässe an. Auch im Run Game konnte sich keiner der Cut-Kandidaten wirklich positiv hervortun.
  • Dazu kamen riesige Fumble-Probleme - die Colts hatten fünf eigene Fumbles. Alleine drei davon gingen auf das Konto von Rookie-Receiver JoJo Natson, Walker steuerte zwei weitere bei.
  • Die Bengals gaben A.J. McCarron (20/30, 216 YDS) aufgrund der Verletzung von Jeff Driskell nochmal eine ordentlich Einsatzzeit - und hatten ein deutlich besseres Run Game. Das lag vor allem an Jarveon Williams (27 ATT, 117 YDS). McCarron konnte insbesondere gegen Pressure glänzen.
  • Erstrunden-Pick John Ross steuerte einen 25-Yard-Run beim End-Around bei - trieb Bengals-Fans dann aber die Sorgenfalten auf die Stirn: Der pfeilschnelle Rookie musste mit einer Knieverletzung raus.

Atlanta Falcons (0-4) - Jacksonville Jaguars (2-2) 7:13 (0:7, 0:0, 0:6, 7:0) BOXSCORE

  • Ein Offensiv-Feuerwerk war es nicht gerade, das die Fans in Atlanta zum Abschluss der Preseason geboten bekamen. Starter suchte man auf beiden Seiten weitestgehend vergeblich, bei den Jags kam weder Blake Bortles noch Chad Henne zum Einsatz.
  • Stattdessen durfte sich Brandon Allen beweisen - und das eher mit ernüchternden Ergebnissen. Allen (22/31, 265 YDS, TD, 3 INT) hatte mit Atlantas Defense offensichtliche Probleme, warf in deutlich sichtbare Coverage. Cornerback Blidi Wreh-Wilson durfte in der eigenen Endzone einen spektakulären Pick abgreifen.
  • Leonard Fournette kam, obwohl er im Vorfeld noch öffentlich um ein paar Snaps gebeten hatte, nicht zum Einsatz - im Run Game gehörten Jonathan Grimes (16 ATT, 51 YDS) und Tim Cook (15 ATT, 58 YDS) die meisten Gelegenheiten. Positive Notiz für die Jags: Dede Westbrook (6 REC, 115 YDS, TD) setzte einer aus seiner Sicht sehr guten Preseason nochmals eine starke Leistung obendrauf.
  • Bei den Falcons war Marvin Hall (3 REC, 82 YDS) der auffälligste Spieler im Passspiel. Bei den Projekt-Quarterbacks konnte Matt Simms (11/15, 195 YDS) noch eher überzeugen - Alek Torgersen (1/7, 51 YDS, INT) hatte dagegen einen desolaten Auftritt.

Buffalo Bills (1-3) - Detroit Lions (2-2) 27:17 (10:0, 3:3, 7:0, 7:14) BOXSCORE

  • Bei den Bills startete Nathan Peterman wie erwartet in Abwesenheit des verletzten Tyrod Taylor und sah gut aus. Rollouts, sichere Pässe, auch in enge Fenster. Der Rookie (9/11, 81 YDS) wirkte verbessert. Auch Left Tackle Cordy Glenn erhielt einige Snaps
  • Die Bills konnten mit drei Rushing-Touchdowns aber vor allem im Run Game punkten: Joe Banyard, Jonathan Williams und Jordan Johnson fanden die Endzone. Alle drei erhielten auch je über zehn Run-Versuche. Williams, der mit einem sehr guten, geduldigen 21-Yarder punktete, stand etwas überraschend auch noch in der zweiten Hälfte auf dem Platz.
  • Und die Lions? Der frisch gebackene Rekordverdiener Matthew Stafford spielte wenig überraschend nicht, Rookie Brad Kaaya (12/20, 182 YDS, 2 TD, INT) durfte sich zeigen.
  • Ganz besonders auffällig aber: Rookie-Running-Back Tion Green, der nicht nur bei acht Runs 63 Yards erlief, sondern gleichzeitig die Lions auch mit vier Catches (87 YDS, TD) anführte.

New York Jets (2-2) - Philadelphia Eagles (2-2) 16:10 (3:0, 10:3, 0:0, 3:7) BOXSCORE

  • Die Jets sind zum Abschluss der Preseason an einer Katastrophe vorbei geschrammt: Nachdem der jüngst als Regular-Season-Starter verkündete Josh McCown bislang in der Preseason weitestgehend geschont wurde, ließ ihn Coach Todd Bowles in Week 4 der Preseason plötzlich spielen - und es passierte, was passieren musste: Nach einem Hit von Linebacker Joe Walker in die Rippengegend musste McCown raus, konnte nach einigen Minuten aber zurückkehren. Unerklärlicherweise tat er auch genau das. McCown (6/8, 57 YDS) hatte wenig später dann aber doch Feierabend.
  • In Abwesenheit des verletzten Bryce Petty durfte so Christian Hackenberg ran - und startete prompt mit einem 3&Out. Anschließend aber lief die Offense besser, Hackenberg (10/22, 105 YDS, TD) krönte einen 82-Yard-Drive vor selbst für Week 4 der Preseason auffällig leeren Rängen mit einem Touchdown-Pass auf Austin Seferian-Jenkins. Ansonsten hinterließ Elijah McGuire (5 ATT, 56 YDS) einen guten Eindruck.
  • Für Eagles-Running-Back Donnel Pumphrey war es eine weitere Chance, sich nach generell schwacher Saisonvorbereitung zu zeigen - das gelang dem Rookie allerdings erneut nicht. Bei sieben Runs erlief er nur zehn Yards. Der einzige Touchdown für Philadelphia kam durch den 41-Yard-Pass von Dane Evans (11/23, 110 YDS, TD, INT) auf Marcus Johnson.

Green Bay Packers (3-1) - Los Angeles Rams (2-2) 24:10 (7:0, 7:3, 3:0, 7:7) BOXSCORE

  • Wie vorher schon angekündigt, nutzten die Rams das letzte Preseason-Spiel nicht für weitere Snaps für Jared Goff, Todd Gurley und Co. in der neuen Offense. Stattdessen gehörte Dan Orlovsky (16/30, 149 YDS, TD, 2 INT) über die komplette Spielzeit die Bühne, im Run Game erhielt Justin Davis (17 ATT, 55 YDS) den Großteil der Arbeit.
  • Aufseiten der Packers durfte sich Aaron Rodgers' Backup Brett Hundley nochmals beweisen - und verabschiedete sich mit einem weiteren soliden Spiel aus der Saisonvorbereitung. Hundley (11/21, 99 YDS, TD; 1 ATT, 13 YDS, TD) hatte zwar einige Fehlwürfe, lieferte aber auch mehrere sehr gute Pässe.
  • Im Run Game durfte sich Rookie Jamaal Williams zeigen - bei elf Runs aber verzeichnete er nur 31 Yards.

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