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NFL

NFL: Antonio Brown kündigt rechtliche Schritte gegen Tampa Bay Buccaneers an

Von Marcus Blumberg

Antonio Brown plant offenbar rechtliche Schritte gegen die Tampa Bay Buccaneers einzuleiten. Das gaben der Wide Receiver und sein Anwalt Sean Burstyn in einem Interview am Dienstag zu verstehen.

Auch mehrere Wochen nach seiner Entlassung bei den Buccaneers wird es um Brown nicht ruhiger. Der exzentrische Star-Receiver war zu Gast in der Talkshow "Real Sports with Bryant Gumbel" auf dem Pay-TV-Sender HBO und sprach erneut über seine Situation.

Sein Anwalt, Burstyn, erklärte dabei, dass er Schadensersatz fordere für die Entlassung Browns und für die anstehende Operation an Browns Knöchel. Es gehe ihm dabei auch um Geld, dass seinem Klienten im Rahmen des Collective Bargaining Agreements mit der NFL zustehe. Was genau er damit meinte, erklärte er jedoch nicht. Brown steht eigentlich nur sein restliches Grundgehalt zu, das ihm die Bucs für Woche 18 zahlen mussten. Es ist nicht bekannt, dass sie ihm dies vorenthalten hätten.

Darüber hinaus deutete Burstyn eine Zivilklage wegen Diffamierung wegen der Behauptung der Bucs, dass Brown mentale Probleme habe, an.

"Antonio wurde durch die Meinungsmache, dass er durch mentale Probleme nicht verlässlich sei, einen guten Job auf dem Platz zu machen, diffamiert", erläuterte Burstyn und fügte an: "Also verfolgen wir intern all unsere Rechte im Rahmen des CBA und schauen dann vielleicht, was mir außerhalb des CBA machen können."

Des Weiteren sagte Burstyn, dass er rechtlich gegen die Tampa Bay Buccaneers, Head Coach Bruce Arians und General Manager Jason Licht vorgehen werde, da sie alle "für die Meinungsmache verantwortlich sind, dass Antonio nicht verlässlich genug sei, um einen guten Job beim Football spielen zu machen, da er nicht die mentale Stärke dazu habe. Sie werden zur Verantwortung gezogen", sagte Burstyn.

Antonio Brown will "eine ganze Menge Geld"

Um welche Summe es ihnen gehe, spezifizierten Brown und Burstyn allerdings nicht. Brown sagte lediglich: "Eine ganze Menge an Geld. Eine ganze Menge." Zudem fühle er sich vom Team nicht mit Respekt behandelt, weil es seine geistige Gesundheit infrage gestellt habe.

Zudem bestritten die beiden einmal mehr die Gründe für Browns Ausraster und Abgang vom Team in Woche 17 während des Spiels bei den New York Jets. Brown hatte sich während der Partie plötzlich das Trikot vom Leib gerissen und war quer durch die Endzone in die Kabine gerannt. Speziell betonten sie, dass Arians von der angeblichen Knöchelverletzung Browns gewusst habe, die Brown zum Abgang veranlasst habe. Arians sagte seinerzeit auf die Frage, ob er gewusst habe, dass Brown verletzt sei: "Nein, das wusste ich nicht."

Ferner behauptete Brown, dass die Bucs ihm 200.000 Dollar geboten hätten, um sich in ärztliche Behandlung für seine geistige Gesundheit zu begeben. "Die Typen bei den Tampa Bay Bucs haben versucht, mir 200.000 Dollar zu geben, damit ich in ein Irrenhaus gehe, damit es so aussehen würde, als wüssten sie, wovon sie sprechen", sagte Brown.

Browns Skandal-Akte: Beschimpfungen, Randale und "Gottes Plan"

Anschließend fragte ihn Moderator Gumbel direkt, ob Brown glaube, ärztliche Hilfe zu benötigen. Browns Antwort: "Ich habe mentalen Reichtum, Mann. Ich weiß, dass mich viele Leute nicht verstehen, wie ich Dinge betrachte oder wissen, wie sie auf meine emotionalen Dinge reagieren sollen, aber die müssen mich auch nicht verstehen. Ich habe eine schöne Familie, Kinder und überall auf der Welt Menschen, die zu mir aufschauen. Und das ist kein Grund, warum ich aktuell in dieser Position bin."

Arians hatte allerdings nie den Begriff "geistige Gesundheit" explizit genutzt, sondern lediglich die Hoffnung geäußert, dass Brown Hilfe annehmen würde, wenn er sie brauche.

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