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NBA Roundup: Brooklyn Nets verlieren bei Spektakel in Memphis - Philadelphia 76ers holen ersten Saisonsieg

Von Robert Arndt
Ja Morant erzielte gegen die Brooklyn Nets 38 Punkte.
© getty
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Chicago Bulls (2-2) - Boston Celtics (3-1) 120:102 (BOXSCORE)

  • Nach wenigen Minuten durfte man sich große Sorgen um die Bulls machen. Nach nicht einmal neun Minuten hatten die Gäste schon 35 Punkte auf dem Konto und führten dank 15 schnellen Zählern von Jayson Tatum mit +19, doch danach ging für Boston nicht mehr viel. Chicago legte noch vor der Halbzeit einen 46:17-Lauf hin und gab die Führung in der Folge nicht mehr ab.
  • Vor allem die Bank der Gastgeber um Alex Caruso (7), Andre Drummond (2, 12 Rebounds) sowie Goran Dragic (7, 6 Assists) brachte frischen Wind, dazu machte Ayo Dosunmu (22, 9/10 FG) ein bärenstarkes Spiel. Die Celtics schossen sich dagegen selbst aus dem Spiel. Nach 8/11 von Downtown im ersten Viertel gingen in der Folge nur noch 10/37 durch die Reuse.
  • Chicago dominierte stattdessen wieder die Mitteldistanz, natürlich durch DeMar DeRozan (25, 10/17). Unterstützung gab es von Nikola Vucevic (18, 23 Rebounds), der satte 10 Fehlwürfe der Bulls einsammelte. Zach LaVine steuerte 19 Punkte zum Sieg bei.
  • Und die Celtics? Bei denen waren Tatum (26, 8/18) und Jaylen Brown (21, 8/23) die besten Scorer, an den guten Saisonstart konnten die Jays jedoch nicht anknüpfen. Vom Rest kam zu wenig, als Team trafen die Gäste nur 37 Prozent aus dem Feld. Das sorgte für Frust. Coach Joe Mazzulla wurde im dritten Viertel ejected, Grant Williams folgte wenige Minuten später, nachdem er (wohl unabsichtlich) einen der Schiedsrichter schubste.

Houston Rockets (1-3) - Utah Jazz (3-1) 114:108 (BOXSCORE)

  • Nun hat es also auch die Jazz erwischt - und das ausgerechnet bei den zuvor sieglosen Rockets. Der Backcourt um Kevin Porter Jr. (26, 8/19 FG, 10 Rebounds) sowie Jalen Green (25, 9/16) war letztlich zu gut, auch wenn diese Partie alles andere als ein Leckerbissen war.
  • Immerhin blieb es bis zum Schluss spannend, da Utah sich mit einem späten 7:0-Lauf noch einmal heranrobbte, an welchem auch Ex-Alba-Spieler Simone Fontecchio (13, 5/9) seinen Anteil hatte. Die entscheidenden Punkte machte aber Eric Gordon (13) per Drive gut 80 Sekunden vor dem Ende, Jabari Smith Jr. (21, 6/10, 9 Rebounds) blieb in der Folge an der Linie cool und verwandelte vier Freiwürfe am Stück.
  • Bei Utah erlebte Lauri Markkanen (14, 7/19 FG, 0/6 Dreier) seine erste Offnight, bester Scorer war diesmal Jordan Clarkson mit 17 Punkten. Jarred Vanderbilt (13, 11 Rebounds) legte ein Double-Double auf, Kelly Olynyk kam mit nur fünf Wurfversuchen auf 13 Zähler, war aber auch für 5 der insgesamt 20 Turnover der Jazz verantwortlich.
  • Trotz des Sieges gab es zwischenzeitlich Ärger bei den Rockets auf der Bank, Smith und Porter lieferten sich dabei ein kleines Wortgefecht. Nur Gordon interessierte das kaum. Wenig verwunderlich, er war schließlich auch Teil der CP3-Harden-Rockets.

Memphis Grizzlies (3-1) - Brooklyn Nets (1-2) 134:124 (BOXSCORE)

  • Wo Memphis ist, da ist jede Menge Spektakel, erst recht wenn die Brooklyn Nets zu Gast sind. Kevin Durant (37, 14/20 FG) und Kyrie Irving (37, 14/24, 8 Rebounds) warfen alles in die Waagschale, die Nets trafen 54 Prozent aus dem Feld - und gingen doch als Verlierer vom Feld.
  • Das lag daran, dass Memphis dies mit seinem Backcourt konterte. Ja Morant (38, 12/22 FG, 8 Rebounds, 7 Assists) gehörte vor allem die erste Halbzeit, in der er zahlreiche Highlights produzierte, darunter auch diesen mit der linken Hand abgeschlossenen Alley-Oop-Dunk. Durchgang Nummer zwei ging dann an Desmond Bane, der 32 seiner 38 Zähler (14/21 FG, 8/11 Dreier, 7 Assists) in den zweiten 24 Minuten verbuchte.
  • Den Schlusspunkt setzte abermals Morant, als er eine Minute vor dem Ende einen tiefen Dreier (insgesamt wieder starke 4/6 von Downtown) zum 132:122 versenkte. So stellten beide Teams am Ende gleich zwei Spieler mit mindestens 35 Punkten, das gab es zuletzt im Dezember 1983 als Denver und Detroit die punktreichste Partie aller Zeiten spielten (186:184 für die Pistons).
  • Für Memphis punkteten noch Santi Aldama (17) und Brandon Clarke (13) zweistellig, bei den Nets war es nur Nic Claxton (16). Die Gäste hatten große Foulprobleme, insbesondere Ben Simmons (7, 2/5 FG, 3/5 FT, 8 Assists), der knapp vier Minuten vor dem Ende erneut ausfoulte. Und dies war absolut unnötig, nach der Partie verriet Morant, dass das Team geplant hatte, Simmons zu locken - und dieser biss an.
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