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Tennis

US Open: Serena Williams sorgt erneut für Erstaunen - Andy Murray erreicht 3. Runde

Von SPOX/SID

Serena Williams hat bei den US Open erneut überrascht und ist in die 3. Runde eingezogen. Dort steht auch Andy Murray - erstmals seit sechs Jahren. Kurios geht es beim Sieg des deutschen Doppel Kevin Krawietz/Andreas Mies zu.

Kraftvoll wie zu besten Zeiten, überraschend flink auf den Beinen und mit dem unerschütterlichen Willen einer 23-maligen Grand-Slam-Siegerin: Serena Williams sorgt weiter für Erstaunen. Die 40 Jahre alte US-Amerikanerin ist bei ihrem wohl letzten großen Turnier in die dritte Runde eingezogen.

Williams setzte sich im tosenden Arthur-Ashe-Stadion von New York mit einem beeindruckenden Auftritt 7:6 (7:4), 2:6, 6:2 gegen die vom deutschen Trainer Torben Beltz gecoachte Weltranglistenzweite Anett Kontaveit aus Estland durch und darf weiter träumen.

"Ich bin eine ziemlich gute Spielerin. Ich bin einfach Serena", sagte Williams nach dem Match auf die Frage, ob sie von ihrem Level selbst überrascht sei: "Ich muss nichts mehr beweisen und habe absolut nichts zu verlieren." So viel Spaß habe sie schon lange nicht mehr auf dem Platz gehabt: "Ich liebe dieses Publikum und habe noch ein bisschen was in mir."

Es war ihr 75. Sieg in 77 Zweitrundenspielen bei Majorturnieren. Und ihre Fans, zu denen am Mittwoch in der Arena unter anderem auch Golf-Star Tiger Woods zählte, hoffen auf mehr. Williams' nächste Gegnerin ist die Australierin Alja Tomljanovic.

Serena Williams vermeidet klare Aussage

Eine klare Aussage in Bezug auf den Endpunkt ihrer Laufbahn hatte Williams nach ihrem gefeierten Auftaktsieg am Montag vermieden. "Ich habe mich ziemlich vage ausgedrückt, oder?", sagte die sechsmalige US-Open-Siegerin, die Anfang August im Magazin Vogue angekündigt hatte, dass der "Countdown" für ihr Karriereende laufe.

Vieles deutet darauf hin, dass die Ausnahmespielerin, der nur ein Grand-Slam-Erfolg zum Rekord von Margaret Court (24 Titel) fehlt, nach dem Turnier ihren Schläger beiseite legt. Auch im Doppel tritt sie ab Donnerstag noch mit ihrer älteren Schwester Venus (42) an.

© getty

Murray, Kyrgios und Medwedew siegen

Der dreimalige Grand-Slam-Sieger Andy Murray steht derweil zum ersten Mal seit 2016 in der dritten Runde der US Open. Der zweimalige Olympiasieger aus Schottland setzte sich mit 5:7, 6:3, 6:1, 6:0 gegen Emilio Nava aus den USA durch und trifft nun auf den einstigen Wimbledon-Finalisten Matteo Berrettini aus Italien, der Hugo Grenier aus Frankreich 2:6, 6:1, 7:6 (7:4), 7:6 (9:7) besiegte.

Murray hat die US Open 2012 gewonnen und ist zum 16. Mal bei dem Turnier am Start. Seit 2017 ist der charismatische Profi, der vor drei Jahren eine Teilprothese der Hüfte erhielt, nicht mehr über die dritte Runde bei einem Major hinausgekommen. "Ich bewege mich so gut wie schon lange nicht mehr", sagte Murray, im ATP-Ranking ist er wieder auf Rang 51 geklettert: "Hoffentlich kann ich weit kommen."

Auch Wimbledon-Finalist Nick Kyrgios ist weiter im Rennen. Der Australier setzte sich 7:6 (7:3), 6:4, 4:6, 6:4 gegen Benjamin Bonzi aus Frankreich durch und bekommt es nun mit J.J. Wolf aus den USA zu tun.

Titelverteidiger Daniil Medwedew folgte mit einem sicheren 6:2, 7:5, 6:3 gegen den Franzosen Arthur Rinderknech. Damit kommt es für den Russen nun zu einer hochinteressanten Partie gegen Wu Yibing, der weiter Geschichte schreibt. Der 22-Jährige ist durch seinen 6:7 (3:7), 7:6 (7:4), 4:6, 6:4, 6:4-Erfolg gegen den Portugiesen Nuno Borges der erste Chinese, der seit Einführung des Profitennis 1968 die dritte Runde bei einem Grand Slam erreicht.

Kevin Krawietz/Andreas Mies lösen erste Aufgabe

Das deutsche Erfolgsdoppel Kevin Krawietz/Andreas Mies löste seine erste Aufgabe konzentriert - und ließ sich dabei auf dem Außenplatz vier auch nicht von umherfliegenden Papiertüchern aus der Ruhe bringen. "Es hat sich mit der Serviette ja ausgeglichen. Es war bei meinem Ballwurf und später auch beim Gegner", sagte Krawietz schmunzelnd nach dem 6:3, 7:6 (7:5) gegen Mackenzie McDonald/Marcos Giron aus den USA.

Die Punkte mussten jeweils neu begonnen werde, das Duo aus Coburg und Köln blieb im Fokus und war nach dem Erfolg zufrieden. "Es war ein ordentlicher Auftakt", sagte Mies: "Wir haben noch ein paar Prozent nach oben und ich glaube, dass wir uns im Turnierverlauf noch steigern können."

Krawietz/Mies haben 2019 und 2020 die French Open gewonnen, in diesem Jahr fuhren sie bereits Erfolge in München und Barcelona ein. In New York erreichten beide vor drei Jahren gemeinsam das Halbfinale. Auch Davis-Cup-Spieler Tim Pütz war am Mittwoch erfolgreich. An der Seite des Neuseeländers Michael Venus gewann der 34 Jahre alte Frankfurter 6:7 (4:7), 6:2, 6:4 gegen Andrei Golubew/Pedro Martinez (Kasachstan/Spanien).

Jabeur weiter - Sakkari raus

In der Day Session hatte Wimbledon-Finalistin Ons Jabeur vorgelegt und als erste Spielerin des erweiterten Kreises der Titelfavoritinnen die 3. Runde der US Open erreicht. Die 28 Jahre alte Tunesierin ließ beim 7:5, 6:2 im Duell mit Elizabeth Mandlik aus den USA keinen Zweifel an ihrem Erfolg. Ihre nächste Gegnerin ist Shelby Rogers, die an Position 31 gesetzte Landsfrau von Mandlik.

Ausgeschieden ist dagegen überraschend die griechische Weltranglistendritte Maria Sakkari. Die Vorjahres-Halbfinalistin, die in der ersten Runde Tatjana Maria aus dem Turnier geworfen hatte, unterlag der Chinesin Wang Xiyu 6:3, 5:7, 5:7.

US Open, Tag 3: Die wichtigsten Matches im Überblick

  • Frauen:
Spielerin 1Spielerin 2Ergebnis
Serena Williams (USA)Anett Kontaveit (EST/2)7:6 (7:4), 2:6, 6:2
Elena Gabriela Ruse (ROU)Coco Gauff (USA/12)2:6, 6:7 (4)
Maria Sakkari (GRE/3)Xiyu Wang (CHN)6:3, 5:7, 5:7
Ons Jabeur (TUN/5)Elizabeth Mandlik (USA)7:5, 6:2
Leylah Fernandez (CAN/14)Lidumila Samsonova (RUS)3:6, 6:7
Beatriz Haddad Maia (BRA/15)Bianca Andreescu (CAN)2:6, 4:6
  • Männer:
Spieler 1Spieler 2Ergebnis
Andy Murray (GBR)Emilio Nava (USA)5:7, 6:3, 6:1, 6:0
Nick Kyrgios (AUS/23)Benjamin Bonzi (FRA)7:6 (7:3), 6:4, 4:6, 6:4
Daniil Medvedev (RUS/1)Arthur Rinderknech (FRA)6:2, 7:5, 6:3
Jack Draper (GBR)Felix Auger-Aliassime (CAN/6)6:4, 6:4, 6:4
Hugo Grenier (FRA)Matteo Berrettini (ITA/13)6:2, 1:6, 6:7 (4), 6:7 (7)
Tim van Rijthoven (NED)Casper Ruud (NOR/5)4:6, 4:6, 4:6
Pablo Carreno Busta (ESP/12)Alexander Bublik (KAZ)4:6, 6:4, 6:3, 7:6 (5)

 

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