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Fussball

WM 2022 - Djibril Sow kritisiert Regel-Neuerung: "Es geht um Respekt vor dem Gegner"

Von Nino Duit

Der Schweizer Djibril Sow hat die ausgedehnten Nachspielzeiten bei dieser Weltmeisterschaft kritisiert. Im Interview mit SPOX und GOAL äußerte er sich außerdem zu den Klimaanlagen in den Stadien und der Auftaktpleite der deutschen Nationalmannschaft.

Sows Schweiz startete mit einem 1:0-Sieg gegen Kamerun in die WM. Der 25-jährige Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt stand in der Startelf und wurde in der 72. Minute ausgewechselt.

Herr Sow, wie fühlen Sie sich nach dem erfolgreichen WM-Auftakt?

Djirbil Sow: Wir sind sehr glücklich mit dem Sieg. Jetzt haben wir Selbstvertrauen getankt für die nächsten Spiele.

Anpfiff beim Spiel gegen Kamerun war um 13 Uhr Ortszeit. Wie haben Sie die Hitze erlebt?

Sow: In der Sonne war es schon heiß, aber dann kam auch immer wieder ein kühles Lüftchen von der Klimaanlage. Ich fand es von der Hitze her nicht so schlimm. Es war eher von der Zeit her komisch, weil man schon um neun Uhr Nudeln essen musste. Das war ungewohnt.

War die Klimaanlage auch mal unangenehm?

Sow: Unangenehm ist es nicht, aber komisch.

© imago images
Djibril Sow hat scharfe Kritik geübt.

Eine Neuerung dieser WM sind die extrem langen Nachspielzeiten, bei Ihrem Spiel wurden insgesamt acht Minuten drangehängt. Wie beurteilen Sie das?

Sow: Ich habe das Spiel zwischen Spanien und Costa Rica gesehen. Dass es da noch acht Minuten Nachspielzeit geben muss, glaube ich nicht. Ich finde das blödsinnig. Man muss ein bisschen ein Gespür haben. Wenn es 6:0 steht, muss man nicht noch acht Minuten draufhauen. Da geht es auch um Respekt vor dem Gegner.

Gerade bei der Hitze in Katar spielt wohl auch die körperliche Belastung eine Rolle.

Sow: Je länger die Spiele gehen, umso mehr wird der Körper strapaziert. Wenn man jedes Mal 100, 105 Minuten spielt, bin ich gespannt, wie viele Verletzungen es gibt.

Deutschland hat sein WM-Auftaktspiel gegen Japan mit 1:2 verloren. Wie beurteilen Sie den Auftritt?

Sow: Es waren zwei sehr verschiedene Halbzeiten. Nach der ersten Halbzeit habe ich gedacht: sehr dominant, klarer Sieg für Deutschland. In der zweiten Halbzeit haben sie ein bisschen weniger gemacht. Dann hat Japan seine Qualitäten gezeigt. Diese WM zeigt, dass viele Mannschaften aufgeholt haben und alles ausgeglichener geworden ist.

Waren Sie ob der vielen schlechten Ergebnisse in den vergangenen Monaten von der deutschen Niederlage überhaupt überrascht?

Sow: Ich dachte, dass Japan sehr stark ist. Ich fand es nicht unbedingt überraschend, dass Japan gegen Deutschland gewinnen kann.

Hatten Sie im Laufe der WM schon Kontakt mit Ihrem Frankfurt-Kollegen Mario Götze?

Sow: Ja, vor dem Spiel. Er hat mich gefragt, wo wir sind. Und ich ihn, wo er ist. Ich habe ihm viel Glück gewünscht und er mir ebenso. Ich hoffe, er kommt auf seine Spielminuten.

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