J. Tsonga
R. Nadal
Beendet
Spielzeit: 01:46 h
06.07.2019 | Wimbledon | 3. Runde
J. Tsonga
R. Nadal
 
 
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Verabschiedung
Auf dem Center Court geht es gleich mit Rekordsieger Roger Federer weiter, der Schweizer trifft auf den Franzosen Lucas Pouille - klicken Sie doch rein! Außerdem haben wir noch Jan-Lennard Struff im Programm, der als letzter Deutscher die Fahnen an der Church Road hochhält, aktuell aber 1:2 nach Sätzen zurückliegt. Viel Spaß noch!
 
Interview
"Ich glaube, ich habe ein richtig gutes Spiel gemacht. Ich wusste, dass seine Vorhand stark ist und ich diese ausschalten muss, das ist mir hervorragend gelungen. Wir haben beide sehr variabel gespielt, er war ein guter Gegner, aber heute war einfach mein Tag. Jeder Tag hier ist ein Kampf ums Überleben und so ein Tag wie heute gibt mir natürlich Kraft und Zuversicht für die zweite Woche", so ein sehr bodenständiger Rafa Nadal direkt im Anschluss. Der Mallorquiner steht damit zum neunten Mal im Achtelfinale, der Gegner wird in wenigen Augenblicken auf dem Court No. 1 ermittelt. Dort steht der Portugiese Joao Sousa dem Briten Daniel Evans gegenüber.
 
Fazit
Wow! Was für eine Machtdemonstration von Rafael Nadal! Der Spanier dominierte vom ersten Moment an, war bei eigenem Aufschlag unantastbar (nur einmal mehr als einen Punkt abgegeben!) und hatte nicht nur auf alles eine Antwort, sondern auch eine unfassbare Präzision in seinem Spiel. Tsonga kann einem so fast nur Leid tun, denn der Franzose war beileibe kein schlechter Gegner - und doch mindestens eine Liga kleiner als Nadal.
2:6, 3:6, 2:6
In style! Mit einem Ass macht Nadal den Deckel drauf und zieht hochverdient ins Achtelfinale ein!
 
2:6, 3:6, 2:5
Was Tsonga natürlich alles nichts hilft, denn nun muss er mit verwunderter Hand drei Matchbälle gegen diesen übermächtigen Stier von Manacor abwehren.
 
2:6, 3:6, 2:5
Zumindest noch einmal eine kleine Einlage, für die es Applaus gibt. Nadal guckt Tsonga aus, spielt einen sensationellen Volley gegen die Laufrichtung des Franzosen, der den Beckerhecht rückwärts wagt. Kann natürlich nicht funktionieren und zu allem Überfluss schmerzt nun offenbar auch noch die Hand. Sah aber spektakulär aus!
 
2:6, 3:6, 2:5
Der Franzose will noch, das merkt man. Aber die Vorhand gerät ihm zu lang.
 
2:6, 3:6, 2:5
Was Tsonga mit der Geste natürlich sagen wollte: Es geht doch. Und es geht ja wirklich! Gleich ein zweites Ass hinterher und dann ein schöner Winner, das Publikum tobt und jubelt mit dem Franzosen. Aber nun liegt es natürlich wieder an Nadal, ob dieses Spiel hier noch ein wenig weitergeht oder ein viel zu frühes Ende findet.
 
2:6, 3:6, 1:5
Abgewehrt mit einem Ass! Und Tsonga sorgt für gute Laune, reißt die Arme jubelnd in die Höhe als hätte er gerade das Turnier gewonnen und holt sich das Publikum mit einem sympathischen Lächeln auf den Lippen auf seine Seite.
 
2:6, 3:6, 1:5
Nadal feuert dem 34-Jährigen einfach gleich den nächsten Ball um die Ohren und hat zum dritten Mal Matchball.
 
2:6, 3:6, 1:5
Und dann wieder dieses perfekte Spiel des Spaniers, der die Linien trifft und Tsonga auf eine halbe Weltreise schickt. Der Franzose kommt sogar an den Stopp ins freie Feld noch ran (!!), bringt den mit letzter Kraft aber nicht mehr über das Netz. So viel Einsatz hätte eigentlich belohnt gehört!
 
2:6, 3:6, 1:5
Das wird Tsonga (und die Tenniswelt) erleichtert mitnehmen: Nadal ist doch nur ein Mensch, trifft den Ball mit dem Rahmen und lässt auch den zweiten Matchball ungenutzt.
 
2:6, 3:6, 1:5
Nicht zu glauben! Tsonga will ans Netz, Nadal sieht das aus dem Augenwinkel und spielt die Vorhand longline perfekt am Franzosen vorbei auf die Grundlinie. Zwei Matchbälle!
 
2:6, 3:6, 1:5
Unfassbar! Tsonga spielt das richtig stark, aber Nadal schickt die Rückhand um die Netzstange hinten ins Dreieck, dass er sich gleich bei Tsonga entschuldigt. Muss er für so einen Schlag vom anderen Stern natürlich eigentlich nicht.
 
2:6, 3:6, 1:5
Es war fast zu erwarten, Nadal schaltet gleich wieder einen Gang höher und macht den Sack zu, bevor sein Gegenüber hier noch eine Auferstehung erlebt.
 
2:6, 3:6, 1:4
Und plötzlich müssen sich die Zuschauer kneifen: Nadal mact zwei Fehler in Folge, das bringt Tsonga drei Punkte in Serie und den Einstand. So viele Punkte gegen den Aufschlag des Spaniers hat der 34-Jährige gefühlt in den ersten beiden Sätzen zusammen nicht gemacht.
 
2:6, 3:6, 1:4
Schon liegen wieder drei Spielbälle bereit - und dann will Nadal den Houdini machen! Das Serve and Volley ist überraschend drucklos, so kann Tsonga mit einem Lob kontern - und Nadal läuft zurück, dreht sich in der Luft beim Überkopfvolley, das habe ich noch nie gesehen. Tsonga wartet dann aber schon am Netz und macht den Punkt.
 
2:6, 3:6, 1:4
Traumhaft! Nadal umläuft die Rückhand und klebt die Vorhand inside-out wieder perfekt auf die Linie, Tsonga hat keine Chance gegen den 32. Winner des Spaniers.
 
2:6, 3:6, 1:4
Wahnsinn! Nadal zieht wieder voll durch, trifft die Linie perfekt und nimmt Tsonga zum zweiten Mal den Aufschlag ab. Besser kannst du das einfach nicht spielen!
 
2:6, 3:6, 1:3
Aber es bleibt ein kurzes Aufmucken, denn Nadal macht hier einfach weiter Nadal-Dinge und lässt Tsonga gar nicht mehr zurück ins Spiel kommen. Zwei Break-Chancen!
 
2:6, 3:6, 1:3
Hoho! Tsonga kontert noch einmal, fesselt Nadal weit hinter der Grundlinie und legt seine ganze Enttäuschung in einen satten Volleywinner rein.
 
2:6, 3:6, 1:3
Und Nadal hat weiter richtig Bock hier sein bestes Tennis zu spielen, hält die Konzentration hoch, kommt ans Netz und legt den Volley perfekt ins Feld.
 
2:6, 3:6, 1:3
Klar, den ersten nutzt er gleich. Tsonga spielt die Bälle zwar noch brav zurück, ist aber längst schon nur noch Zuschauer in der ersten Reihe bei der Nadal-Show.
 
2:6, 3:6, 1:2
Nanu? Erster Doppelfehler von Nadal in diesem Match! Unwahrscheinlich allerdings, dass ihn das aus der Fassung bringt. Zwei Spielbälle sind dennoch schnell organisiert.
 
2:6, 3:6, 1:2
Wie viel Gegenwehr kann und will Tsonga noch leisten? Erst der Rahmentreffer beim Return, dann spielt Nadal wieder Katz und Maus mit dem Franzosen und erzwingt den nächsten Fehler.
 
2:6, 3:6, 1:2
Auweh! Tsonga scheint gerade der Faden gerissen zu sein. Erst schlägt der Franzose weit, weit am Feld vorbei, dann zimmert er die Vorhand inside-out ins Netz und gibt früh in Satz 3 sein Service ab.
 
2:6, 3:6, 1:1
Und dann brennt es auf der anderen Seite wieder! Tsonga umläuft die Rückhand, die wahrlich schlechteste Entscheidung in dieser Situation. Denn so ist das Feld komplett offen für Nadals gnadenlose Vorhand, 0:30!
 
2:6, 3:6, 1:1
Schade! Tsonga attackiert den zweiten Aufschlag des Spaniers und zieht die Vorhand longline voll durch, trifft aber um Zentimeter in den Doppelkorridor.
 
2:6, 3:6, 1:0
Nadal gibt dagegen einen Punkt ab - geht da tatsächlich mal was für Tsonga? Der Spanier antwortet mit einem Ass.
 
2:6, 3:6, 1:0
Während ich Ihnen das erzähle, rauscht Tsonga durch sein Aufschlagspiel und geht zum allerersten Mal heute in Führung.
 
3. Satz
Tsonga eröffnet Satz 3! Und Sie dürfen sich nun mit mir an eine der größten Stunden von Jo-Wilfried Tsonga erinnern: 2011 im Viertelfinale von Wimbledon lag der Franzose gegen einen gewissen Roger Federer mit 0:2 nach Sätzen zurück - um dann noch das Halbfinale zu erreichen!
 
Zwischenfazit
Nadal spielt in seiner eigenen Liga! Und das vor allem bei eigenem Aufschlag: 75 Prozent erste Aufschläge kommen ins Feld, nur einen einzigen Punkt hat der Spanier dann in der Folge abgegeben. Irre! Tsonga reckt sich und streckt sich, variiert und probiert viel, findet aber kein Mittel gegen diese Übermacht auf der anderen Seite - und wirkt phasenweise schon angeknockt und genervt. Geht noch was für den Franzosen?
2:6, 3:6
Sensationell! Wieder kommt der erste Aufschlag des Stiers von Manacor perfekt, mit dem Service nach außen öffnet er sich das Feld und verwandelt am Netz locker den ersten Satzball. 0:2!
 
2:6, 3:5
Es bleibt ein famoser Auftritt von Nadal! Erst zieht er die Rückhand longline durch und passiert Tsonga, dann schlägt er das nächste Ass für drei Satzbälle.
 
2:6, 3:5
Verschenkt! Nadal muss über den zweiten Aufschlag, bringt diesen auf den Körper des Franzosen. Der bewegt sich zu langsam und bringt den Return nicht über das Netz, da war mehr drin.
 
2:6, 3:5
Da ist das Lebenszeichen von Jo-Wilfried Tsonga! Der 34-Jährige bringt dieses enorm enge und wichtige Aufschlagspiel am Ende durch und verkürzt noch einmal. Aber jetzt auf ein Break zu hoffen wäre fast schon vermessen, Tsonga hatte bislang nicht eine einzige Chance auf ein solches.
 
2:6, 2:5
Klasse! Das ist die richtige Reaktion! Mit einem Ass schlägt Tsonga der Nummer 2 der Welt den zweiten Satzball vom Teller.
 
2:6, 2:5
Ohje, dritter (deutlicher) Doppelfehler von Tsonga, dritter Einstand. Springt der Franzose noch von der Schippe oder gibt es womöglich schon die Vorentscheidung in diesem Match?
 
2:6, 2:5
Wow! Tsonga mit einem tollen Angriffsball mit der Vorhand die Linie runter - und Nadal? Zaubert eine unfassbare Flugkurve aus dem Handgelenk und passiert den Franzosen selbst longline. Zweiter Einstand!
 
2:6, 2:5
Trotz allem muss man immer wieder den Hut vor Tsonga ziehen! Riskanter Dropshot, den Nadal früh liest, doch der Lob ist dann atemberaubend gut. Der Spanier ist zwar schnell, bringt die Kugel aber nicht mehr ins Feld. Satzball abgewehrt!
 
2:6, 2:5
Unglaublich! Tsonga versucht alles, variiert enorm gut - und doch hat dieser Nadal stets eine perfekte Antwort zur Hand und zimmert am Ende den Überkopfvolley ins freie Feld. Noch zwei Punkte zum 2:0 nach Sätzen!
 
2:6, 2:5
Auch das ist Nadal! Der Mallorquiner dominiert hier nach Belieben, aber Zeit, um sich über einen unnötigen Fehler maßlos zu ärgern, findet er immer. 15 beide!
 
2:6, 2:5
Tsonga serviert wieder gegen Satzverlust, das ging im ersten Durchgang nicht gut aus für den Franzosen - der auch prompt wieder einen Passierschlag kassiert.
 
2:6, 2:5
Einen Punkt gibt er mit einem Unforced Error ab, dann macht Nadal das Feld mit dem Aufschlag wieder weit auf und verwandelt anschließend den Rückhandwinner cross zum 5:2. Und Tsonga ist extrem genervt vom nahezu perfekten Spiel des Spaniers.
 
2:6, 2:4
Nadal macht einfach da weiter, wo er schon die ganze Zeit ist. Spielt in seiner eigenen Liga mit einem unglaublich konzentrierten, präzisen Aufschlag, der Tsonga weiterhin in regelmäßiger Ratlosigkeit zurücklässt. Schon wieder gibt es im - für Nadal-Verhältnisse - Eiltempo drei Spielbälle.
 
2:6, 2:4
Uff! Mit einem indiskutablen Doppelfehler (der zweite Aufschlag rutscht fast noch aus dem Korridor raus!) schenkt Tsonga dem Mallorquiner das Spiel und damit das erste Break in Satz 2.
 
2:6, 2:3
Nein! Der Spanier erwischt einen irdischen Moment und spielt die Vorhand unter Druck ins Netz. Aber dann löffelt Tsonga die Vorhand wieder weit ins Aus und serviert die zweite Break-Chance für Nadal.
 
2:6, 2:3
Schon gibt es die erste Break-Möglichkeit im zweiten Satz! Nutzt Nadal die wieder eiskalt?
 
2:6, 2:3
Und nun wird es wieder kribbelig für den 34-Jährigen, der selbst über ein 30:30 gehen muss - und gerade keinen zuverlässigen ersten Aufschlag hat.
 
2:6, 2:3
Nadal hat weiterhin keine Mühe, sein Service zu halten und legt wieder vor. Tsonga wirkt oft zu ratlos, wie er dem Spanier entgegentreten und dessen Aufschlag abnehmen soll - und die Nummer 2 der Welt bietet auch einfach keine Fehler an.
 
2:6, 2:2
Dann kommen wieder leichte, freie Punkte dazu, erst ein Returnfehler von Tsonga der dann wieder einen Ball nicht trifft und das nächste Ass kassiert.
 
2:6, 2:2
Das ist einfach zu gut! Tsonga kommt klasse rein in die Rally und bietet dem Spanier Paroli, dann aber kommt die Vorhandpeitsche die Linie runter, die der Franzose nicht mehr retournieren kann. 15 beide!
 
2:6, 2:2
Ui, wieder ein seltener Fehler von Nadal! Der Spanier kommt ans Netz vor und kann den Volley eigentlich locker verwandeln, trifft die Kugel aber zu spät und schlägt ins Netz. 2:2!
 
2:6, 1:2
Tsonga wird wieder etwas mutiger und aktiver, nur so kann er Nadal am Ende des Tages auf Augenhöhe begegnen. Zwei Spielbälle!
 
2:6, 1:2
Toll gespielt! Nadal zieht die Rückhand longline voll durch, um Tsonga am Netz zu passieren. Der beweist aber erneut ein gutes Gefühl für den Platz, macht die Seite zu und punktet mit dem Halbvolley cross ins freie Feld.
 
2:6, 1:2
Ein kleiner Fakt zu Wimbledon und Nadal am Rande? 2008 wurde der Spanier zum ersten Mal die Nummer 1 der Welt, nachdem er Roger Federer im Finale von London bezwungen hatte. Hätten Sie es gewusst?
 
2:6, 1:2
So kann Nadal wieder zu Null vorlegen. Der Spanier hat bislang in diesem Match bei eigenem Aufschlag übrigens erst drei Punkte abgegeben. Wahnsinn!
 
2:6, 1:1
Der Franzose wartet weit hinter der Grundlinie auf den Service von Nadal, hat dann aber meistens doch keine Idee, wie er den Ball druckvoll zurück ins Feld bringen kann. Es scheint, als wäre der Respekt des 34-Jährigen aktuell etwas zu groß.
 
2:6, 1:1
Wie reagiert Nadal? Champion like mit einem Ass nach außen.
 
2:6, 1:1
Was für eine Antwort! In 120 Sekunden schüttelt Tsonga noch ein paar freie Punkte aus dem Ärmel und gleicht ebenfalls zu Null aus.
 
2:6, 0:1
Tsonga probiert vieles und wird mal wieder belohnt für seinen Aufwand. Wieder ist es das Serve and Volley, mit dem er den Mallorquiner überrumpeln kann.
 
2:6, 0:1
Da kannst du nichts gegen machen! Nadal spielt am Rande der Perfektion und macht die nächste klare Ansage in Richtung seines Gegenübers. Ohne Punktverlust eröffnet er den zweiten Satz!
 
2:6, 0:0
Und das geht weiter sehr schnell in die richtige Richtung aus Sicht des Spaniers, der sich mit freien Punkten im Eiltempo wieder drei Spielbälle organisiert.
 
2. Satz
Nadal eröffnet wieder mit Aufschlag, Satz 2 läuft.
 
Zwischenfazit
Es scheint, als könnte Nadal sein Spiel einfach jeden Tag auf ein noch höheres Level heben. Schon gegen Kyrgios war das nahezu fehlerfrei, trotz aller Schwierigkeiten und Emotionalität. Aber dieser erste Satz gegen Tsonga ist schon fast pure Dominanz - und das gegen einen wahrlich nicht schlecht spielenden Franzosen! Aber Nadal trifft keine falschen Entscheidungen und bringt jeden Ball extrem präzise ins Feld. Das macht Spaß zuzuschauen, auch wenn wir etwas mehr Ausgeglichenheit erwartet und erhofft hatten.
2:6
Und den nutzt er! Tsonga muss über den zweiten Aufschalg gehen, Nadal macht Druck und klebt den Vorhandwinner cross perfekt außen auf die Linie - und das, obwohl dieses Mal eigentlich Tsonga stark mit Richtungswechseln und variablem Spiel gegen diesen Satzverlust gekämpft hatte.
 
2:5
Ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt für den ersten Doppelfehler in diesem Match - denn so hat Nadal nun doch Satzball!
 
2:5
Oho! Tsonga erst mit dem nächsten Winner über den Service, dann diktiert Nadal wieder den Ballwechsel mit schnellen Richtungswechseln und macht den Punkt mit einer sagenhaften Vorhand inside-out.
 
2:5
Irre! Tsonga mit einer ganz besonderen Serve and Volley Variante, spielt den Volley als Rückhand-Slice mit Backspin - unerreichbar für Nadal, der sich seine Satzbälle wohl selbst servieren muss.
 
2:5
Und Nadal scheint das Tempo noch einmal erhöhen zu können, macht die ersten beiden Punkte und hat die ersten Satzbälle schon vor dem inneren Auge.
 
2:5
Ein freier Punkt und ein herrlicher Volley bringen Nadal dann aber doch das nächste sehr souveräne Aufschlagspiel. Und so hat Tsonga nun Druck, muss gegen Satzverlust aufschlagen.
 
2:4
Perfekt ist niemand, nicht einmal Nadal. Der 33-Jährige zimmert die Vorhand ohne Not ins Netz, ein seltener Fehler bei der Nummer 2 der Welt.
 
2:4
Hm, jetzt bekommt Tsonga den Ball mal auf die Vorhand, schlägt aber zu weit. Und auch seine zweite Challenge verliert der 34-Jährige, Nadal stellt mit dem Ass auf 0:30.
 
2:4
Also muss nochmal ein Ass her, Tsonga macht das bislang auch sehr abgeklärt und stark - nur Nadal spielt auf einem anderen Level.
 
1:4
Dieses Mal erwischt ihn der Mallorquiner aber eiskalt, statt Serve and Volley kassiert er den Returnwinner.
 
1:4
Das wird ihm sehr gut tun, Tsonga sammelt mit Assen noch zwei schnelle freie Punkte ein und hat drei Spielbälle.
 
1:4
Gutes Auge von Tsonga! Der Franzose muss über den zweiten Aufschlag gehen und sieht, dass Nadal schon im Angriffsmodus ist. Also riskiert er den Doppelfehler und schlägt hart auf, der Spanier bringt den Return nicht ins Feld.
 
1:4
Tsonga retourniert zu lang, dann fliegt dem Franzosen das nächste Ass von Nadal um die Ohren. Zu null bestätigt der Spanier sein Break und seine beängstigend gute Form.
 
1:3
Nadal hat sich exzellent auf dieses Match eingestellt, das ist schon jetzt klar. Wieder bringt ihn die Netzkante aus dem Rhythmus, dieses Mal bewegt er sich aber schnell und zaubert einen Winner in die Ecke - 0:30!
 
1:3
Millimeter! Tsonga muss über den zweiten Aufschlag gehen, wagt das Risiko und nagelt die Vorhand inside-in an die Linie - und verfehlt sie um einen Grashalm. Ob jemals eine Hawkeye-Entscheidung knapper war?
 
1:2
Und dann bewegt er den Franzosen wieder richtig stark, der die Vorhand ins Netz hängt. Erste Break-Chance!
 
1:2
Solche Angebote darf er Nadal nicht machen! Halb Slice, halb Stopp fällt die Rückhand von Tsonga an der T-Linie runter, da kann Nadal voll draufgehen und den Punkt machen. 30 beide!
 
1:2
Nadal versucht in den ersten Minuten ein wenig, die starke Vorhand von Tsonga zu umspielen - begeht dann aber selbst einen Unforced Error mit selbiger, trifft nur ins Netz.
 
1:2
Es bleibt richtig unterhaltsam! Tsonga öffnet das Feld mit der Rückhand cross gut, doch Nadal verteidigt sich stark und reißt mit der Vorhand das Heft an sich. Als der Spanier nach vorne ans Netz will, wagt der Franzose den Passierschlag mit der Rückhand die Linie runter, trifft aber nur in den Korridor.
 
1:2
Auch das dritte Aufschlagspiel ist sehr souverän vorgetragen, erneut gibt Nadal nur einen Punkt ab und legt schnell vor. Insgesamt bereits ein sehr gutes Niveau, auch wenn es an die Emotionalität aus dem Kyrgios-Match freilich noch nicht herankommt.
 
1:1
Tsonga rutscht hinter der Grundlinie weg und fällt, da zuckt man automatisch kurz zusammen. Aber der Franzose rappelt sich schnell wieder auf und hält den Daumen hoch, das ist ein sehr gutes Zeichen.
 
1:1
In style! Auch Tsonga macht mit einem Ass den Deckel drauf und bringt sein Aufschlagspiel zu 15 durch. Vier von fünf ersten Aufschlägen kamen ins Feld, darauf wird der 34-Jährige aufbauen müssen.
 
0:1
Die Netzkante hilft mit und bringt Nadal aus dem Tritt, Tsonga nimmt das Geschenk an und entschuldigt sich anschließend beim Spanier - bei Kyrgios hätten wir diese Geste jetzt sicher nicht gesehen.
 
0:1
Oh ja, mehr davon! Jetzt kommt Tsonga nach vorne, Nadal bewegt sich stark, der Franzose deckt am Netz das Feld aber klasse ab und punktet mit dem Halbvolley.
 
0:1
Ein erstes Highlight! Nadal retourniert stark und kommt ans Netz, wo er Tsongas Passierschlag erst pariert und den Franzosen dann mit einem Lob bezwingt.
 
0:1
Ein kleiner Platzfehler lässt Tsonga am Ball vorbei schlagen und bringt dem Mallorquiner sein zweites Ass, mit dem die Nummer 2 der Welt mühelos auf 0:1 stellt.
 
0:0
Ein Rahmentreffer von Tsonga sorgt für Freude auf den Rängen, denn die gelbe Filzkugel landet direkt in den Armen eines Fans. Der muss das Spielgerät aber natürlich umgehend wieder abgeben und dann mit ansehen, wie Nadal die Vorhand longline zu weit schlägt.
 
0:0
Tsonga schüttelt direkt den Kopf, die erste Rückhand cross fliegt ihm davon. Und mit einem Ass zieht Nadal schnell auf 30:0 davon.
 
1. Satz
Nadal schlägt auf, das Match hat begonnen!
 
Münzwurf
In diesem Moment betreten die beiden Athleten den Court, unter dem lautstarken Applaus des bereits gut unterhaltenen Publikums hier im Center. Kurz begrüßt man sich am Netz, dann folgt der Münzwurf um den ersten Aufschlag. Diesen gewinnt Nadal, der sich für Serve entscheidet und nach dem fünfminütigen Warm-Up dieses Match eröffnen wird. Wir freuen uns drauf!
 
Kurz vor Beginn
Einmal hat die Weltranglistenführende im zweiten Satz kurz gewackelt und vier Breakbälle abwehren müssen, dann nutzt sie bei Aufschlag ihrer Gegnerin den ersten Matchball. Ashleigh Barty zieht mit einem satten 6:1, 6:1 ins Achtelfinale ein! Und damit ist der Center Court nun frei für Rafa Nadal und Jo-Wilfried Tsonga.
 
Center Court
Momentan liegen wir übrigens auf dem Center Court perfekt im Zeitplan, weil es Ashleigh Barty extrem eilig hat. Die Australierin (Nummer 1 der Welt) gewann den ersten Satz gegen Harriet Dart im Eiltempo mit 6:1, auch im zweiten Satz liegt "Ash" schon wieder zwei Breaks und 4:0 vorn gegen die Britin.
 
Head-2-Head
Auch der direkte Vergleich mit Nadal lässt den Franzosen zumindest nicht als krassen Außenseiter dastehen, von zwölf Vergleichen gewann Tsonga vier, darunter auch den einzigen auf Rasen: 2011 im Queens Club, wo Nadal 2008 noch triumphierte, setzte sich der Herausforderer im Viertelfinale mit 6:7, 6:4, 6:1 gegen den Mallorquiner durch. Auch das letzte Aufeinandertreffen (2015 beim Masters in Shanghai) entschied der Franzose in drei Sätzen für sich.
 
Tsonga in London
Zur Vorbereitung auf das wichtigste Turnier des Jahres spielte Tsonga in Stuttgart und Halle auf Rasen, schied aber jeweils im Achtelfinale (gegen Raonic und Federer) aus und gewann so nur zwei der vier Matches. Umso besser läuft es an der Church Road, gegen Bernard Tomic (6:2, 6:1, 6:4) und Ricardas Berankis (7:6, 6:3, 6:3) gab Tsonga keinen einzigen Satz ab. Zumal er sich bei Wimbledon, wo er vor zwölf Monaten allerdings nicht antreten konnte, ohnehin gut fühlt, 2011 und 2012 stand der 34-Jährige zweimal im Halbfinale.
 
Tsonga 2019
Von dieser sportlichen Krise scheint sich Tsonga in diesem Jahr wieder ein wenig erholt zu haben, zum ersten Mal seit 2017 stand der Franzose sogar wieder in einem Endspiel und entschied dieses direkt für sich: Anfang Februar sicherte sich der 34-Jährige den Titel in Montpellier gegen Landsmann Pierre-Hugues Herbert. In Brisbane erreichte der Franzose zu Jahresbeginn ebenso das Halbfinale, wie später in Marrakesch, bei den Australian Open und den French Open war jeweils nach der zweiten Runde Schluss.
 
Der Gegner
Dem gegenüber steht heute ein Ritter des französischen Dienstordens, der immerhin 17 Einzeltitel (keiner auf Sand) vorweisen kann, die größten Erfolge waren dabei die Masters-Titel in Paris (2008) und Toronto (2014). Seit seinem sportlich erfolgreichsten Jahr 2017 (vier Titel) plagen Jo-Wilfried Tsonga allerdings immer wieder schwerere Verletzungen, die den 34-Jährigen mittlerweile bis auf Rang 72 der Weltrangliste abfallen lassen haben.
 
Nadal in London
Allerdings: Nur vier seiner 82 Titel holte der Spanier auf Rasen - darunter zweimal in Wimbledon (2008 und 2010). Insgesamt hat Nadal im All England Club seit 2003 nur drei Turniere verpasst (2004, 2009 und 2016) und stand dabei fünf Mal im Finale. Vor zwölf Monaten stand der Mallorquiner im Halbfinale, unterlag dort dem späteren Sieger Djokovic in einem dramatischen 5-Satz-Krimi.
 
Nadals Karriere
Wobei man natürlich sagen muss, dass Nadal ohnehin keiner ist, der sich von irgendwas beeindrucken lassen könnte. 196 Wochen auf dem Thron verbrachte der 33-Jährige bislang in seiner Karriere, die 18 Grand-Slam-Trophäen (nur Federer hat mehr, 20) und insgesamt 82 Einzeltitel umfasst. Auf Sand dominiert der Stier von Manacor die Konkurrenz seit 15 Jahren beinahe nach Belieben, wobei man hinzufügen muss, dass ihm in diesem Jahr bislang nur ein einziger Titel vergönnt war: Vor einem Monat in Paris bei den French Open, sein zwölfter Titel in seinem "Tennis-Wohnzimmer".
 
Nadals Weg
Dabei hat vor allem Rafa Nadal bereits die erste harte Prüfung hinter sich. Nachdem der Mallorquiner in der ersten Runde gegen den Japaner Yuichi Sugita nur ein leichtes Anschwitzen zum Auftakt hatte (6:3, 6:1, 6:3), wartete in der zweiten Runde der extrovertierte Australier Nick Kyrgios auf die Nummer 2 der Welt. Und der machte seinem Ruf als Bad Boy mal wieder alle Ehre, legte sich mit allem und jedem, Schiedsrichter, Publikum und eigener Box, an und schoss am Ende auch noch wortwörtlich Nadal ab, als er dem ans Netz stürmenden Spanier die Filzkugel einfach auf den Körper donnerte. Kyrgios eiskalter Kommentar? "Wissen Sie, wie viele Titel Nadal gewonnen und wie viel Geld er auf dem Konto hat? Er wird einen kleinen Ball auf die Brust vertragen." Nadal ließ sich kurz emotional packen, brachte sein Spiel auf ein noch höheres Level und hielt dem unkonventionellen Spiel des Australiers (unter anderem wieder Aufschläge von unten) stand, setzte sich am Ende (in einem extrem hochklassigen und spannenden Match!) in vier Sätzen durch (6:3, 3:6, 7:6, 7:6).
 
Magisches Trio
So läuft es irgendwie mal wieder auf das gewohnte Bild hinaus, am Ende wird wohl einer der unglaublichen Drei die Trophäe in die Höhe recken. 53 der vergangenen 62 Grand-Slam-Turniere haben sie gewonnen, darunter natürlich auch die beiden ersten Grand Slams dieses Jahres in Australien und Frankreich. Die Rede ist natürlich von Roger Federer, Novak Djokovic und Rafa Nadal. Alle drei mussten bislang erst einen Satz abgeben, pflügen ansonsten aber souverän durch das Feld.
 
Favoritensterben
Wo wir schon bei Angie Kerber sind, ist der Blick auf die bisherigen Überraschungen nicht weit, denn die Vorjahressiegerin und Finalisten von 2016 musste bereits in der zweiten Runde ihre Koffer packen. Und auch bei den Herren gab es schon einige faustdicke Sensationen, von der Top 10 der Weltrangliste ist nach wenigen Tagen die Hälfte (!!) schon wieder auf der Heimreise: Dominic Thiem (Nummer 4 der Welt), Alexander Zverev (5) und Stefanos Tsitsipas (6) kassierten herbe Auftaktpleiten, ehe gestern auch Karen Khachanov (9) und Vorjahresfinalist Kevin Anderson (8) die Segel streichen mussten.
 
Turniergeschichte
Und nichts anderes ist das Turnier an der Church Road, Wimbledon ist das älteste und prestigeträchtigste Tennisturnier der Welt. Zwei Wochen lang ist die Tenniselite komplett in Weiß gekleidet und kämpft zum insgesamt 133. Mal auf den 17 Courts des All England Club um den dritten Grand-Slam-Titel des Jahres, es ist dabei die 52. Auflage in der sogenannten Open Era (seit 1968). Natürlich hat das Turnier in London auch einen Titelverteidiger und Rekordsieger, bei den Herren triumphierte Novak Djokovic vor zwölf Monaten, bei den Damen Angelique Kerber. Rekordsieger an der Church Road sind Martina Navratilova (9) und Roger Federer (8).
 
Das Turnier
Wimbledon, das ist Erdbeereis und Champagner zu bestem Rasentennis, gehobene Klasse also und zwei Wochen zum Genießen - zumindest, wenn man es nicht mit den deutschen Athleten hält. Von den 14 angetretenen DTB-Athleten haben nur zwei die ersten beiden Runde überstanden (aktuell parallel im Einsatz: Jule Görges und Jan-Lennard Struff). Eine mehr als ernüchternde Bilanz bei dem Highlight der Tennissaison 2019.
 
vor Beginn
Herzlich willkommen zum Grand-Slam-Turnier von Wimbledon zur Dritttrundenpartie zwischen Jo-Wilfried Tsonga und Rafael Nadal.

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