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NBA: Power Ranking in der Offseason 2019: Das beste Team spielt im Osten

Von Robert Arndt

Platz 10: Indiana Pacers.

Ähnlich umgekrempelt wurde auch der Kader im Hoosier State. In Darren Collison, Bojan Bogdanovic und Thaddeus Young verließen gleich drei Starter die Pacers, Malcolm Brogdon, Jeremy Lamb und T.J. Warren sind aber interessante Neuzugänge. Franchise-Star Victor Oladipo wird mit seiner Knieverletzung noch lange ausfallen, in der Zwischenzeit wird vieles auf Domantas Sabonis und Myles Turner schauen. Die beiden Bigs sollen zusammen auflaufen, doch kann das funktionieren? Wenn nicht, könnte es bald einen Trade geben.

Platz 9: Golden State Warriors.

2018/19 waren die Warriors über die Saison hinweg der haushohe Favorit, das ist nun anders. Stephen Curry wird durch den Abgang von Durant und der Kreuzband-Verletzung von Klay Thompson das alleinige Gesicht des Teams sein, welches ab Oktober im brandneuen Chase Center spielen wird. In Shaun Livingston und Andre Iguodala sind zwei weitere Meister-Stützen weg, dafür gelang ein kleiner Coup mit D'Angelo Russell. Ob D-Lo neben Curry funktionieren wird, ist die spannende Frage. Beide sind defensiv keine Stopper, es könnte darum viele Punkte bei den Warriors-Spielen in der kommenden Spielzeit zu sehen geben.

Platz 8: Portland Trail Blazers.

Portland marschierte zwar in die Conference Finals, dennoch änderte das Management einiges. Das Flügel-Duo bestehend aus Moe Harkless und Aminu ist weg, dafür bringt Kent Bazemore mehr Shooting. Auch mit Rodney Hood wurde verlängert. Die große Frage wird aber sein, wie sich Hassan Whiteside einfügen wird, solange Jusuf Nurkic nach seinem Beinbruch ausfällt. Damian Lillard bleibt derweil ein Blazer for life und wittert seine Chance im offenen Westen.

Platz 7: Houston Rockets.

Der Trade von Chris Paul für Russell Westbrook sieht auf dem Papier wie ein Gewinn für die Texaner aus, auch weil CP3 und James Harden sich wohl nicht mehr grün waren. Dennoch ist der MVP von 2017 ein großes Risiko für Houston, nicht nur aufgrund dessen Super-Max-Vertrags. Nimmt Russ Harden den Ball zu oft weg? Macht er das berühmte Spacing mit seinem wackligen Wurf kaputt? Es wird sicherlich Zeit brauchen, bis Houston ins Rollen kommt. Trotz allem sind die Rockets im Verfolgerfeld in der Conference zu verorten.

Platz 6: Utah Jazz.

Vorbeigezogen sind dagegen die Jazz mit einer Offseason, die aufhorchen ließ. Durch den Trade von Mike Conley hat Utah endlich den Point Guard, der Shooting, Defense sowie Playmaking vereint und damit perfekt an die Seite von Donovan Mitchell passt. Mit Bojan Bogdanovic wurde weitere, dringend benötigte Offense hinzugefügt, Ed Davis ist ein exzellenter Backup hinter Defensive Player of the Year Rudy Gobert. Utah hat somit offensiv zugelegt und defensiv kaum eingebüßt, was die Mannen vom Salzsee zum Dark Horse des Westens werden lässt.

Platz 5: Los Angeles Lakers.

Die Lakers sind zurück im erweiterten Favoritenkreis, auch wenn sie dafür ihren jungen Kern an New Orleans für Anthony Davis abgeben mussten. Zwischenzeitlich standen so nur drei Spieler im Kader, der wurde aber letztlich mehr als solide aufgefüllt. Rajon Rondo, Danny Green, Avery Bradley, Kyle Kuzma oder DeMarcus Cousins sind gute Rollenspieler, aber defensiv schwächer als ihr Ruf oder über ihren Zenit hinaus. Offensiv dürfte LeBron dagegen die Fäden als neuer Point Guard in der Hand halten oder eben Davis arbeiten lassen. Ob das allerdings gegen die bärenstarke Konkurrenz reicht?

Platz 4: Philadelphia 76ers.

Toronto und Boston sind geschwächt, die Sixers witterten ihre Chance und rüsteten mit Horford und auch Josh Richardson, der im Sign-and-Trade für den scheidenden Butler kam, ordentlich auf. Mit 1,98 Meter ist Richardson sogar der kleinste Spieler in einer potenziellen Starting Five, das Tandem aus Horford und Joel Embiid im Frontcourt ist schlichtweg furchteinflößend. Tobias Harris verlängerte zudem fast zum Maximum, dieses wird Ben Simmons ab der Saison 2020/21 einstreichen. Die Zweifel in Philly bleiben aber die gleichen: Haben die Sixers genug Shooting und ist die Bank potent genug?

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Platz 3: Denver Nuggets.

Denver fehlten nur wenige Minuten, um nach langer Zeit mal wieder die Conference Finals zu erreichen. Nach dieser überraschend guten Saison sind die Ansprüche aber noch einmal höher. Im Gegensatz zur Konkurrenz ist der Kader eingespielt und über Jahre organisch zusammengewachsen. Jamal Murray, Nikola Jokic und Gary Harris verstehen sich blind, dazu wurde auch Anker Paul Millsap gehalten. Mit Jerami Grant (OKC) kam via Trade zudem der dringend benötigte Flügelverteidiger, was Denver noch einmal ein Level besser macht. Bringt Murray zudem noch etwas mehr Konstanz in sein Spiel, ist Denver ein glasklarer Contender.

Platz 2: L.A. Clippers.

Kawhi Leonard und Paul George spielen zusammen für die Clippers. Es klingt immer noch ungewohnt, doch daran wird sich der gemeine NBA-Fan gewöhnen. Nimmt man Patrick Beverley noch hinzu, vereint dieses Trio elf All-Defense-Ehrungen, wodurch die große Stärke des Teams klar umrissen ist. Neben der offensiven Brillanz der beiden Flügelspieler werden die Clips der Albtraum gegnerischer Offensiven werden. Mit Lou Williams und Montrezl Harrell sind zudem die Energizer von der Bank noch da. Star-Power, Tiefe und Defense - die Zutaten der Clippers scheinen erfolgsversprechend, nur die Fünf könnte sich mit Ivica Zubac und JaMychal Green als Schwachpunkt herausstellen.

Platz 1: Milwaukee Bucks

Schon im vergangenen Jahr waren die Bucks nahe dran an den Finals - und das in der ersten Spielzeit unter Coach Mike Budenholzer, der MVP Giannis Antetokounmpo erstmals tief in die Playoffs führte. Der Grieche stieß dort an seine Grenzen bzw. auf eine elitäre Raptors-Defense, doch Giannis wird mit der Zeit auch dieses Rätsel lösen. Sein Team ist mit Ausnahmen von Brogdon und Nikola Mirotic (Barcelona) zusammengeblieben, dafür kommt mit Wesley Matthews ein guter 3-and-D-Spieler, in Kyle Korver ein Sniper sowie ein weiterer Lopez (Robin) und ein weiterer Antetokounmpo (Thanasis). Milwaukee ist eingespielt, kam als Team bereits weit und hat noch Luft nach oben. Darum sind sie nach Ende der Offseason der große Favorit auf den Titel 2020.

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