FC Bayern: FC Barcelona? Oliver Kahn widerspricht Julian Nagelsmann

Von Tim Ursinus
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© getty

Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn hat einen anderen Blickwinkel auf die Transferoffensive des FC Barcelona als Trainer Julian Nagelsmann.

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"Man darf sich nicht in die Irre führen lassen. Keiner von uns kann die Interna aus der Distanz beurteilen. Da Urteile zu fällen, finde ich ein bisschen schwierig. Die werden schon wissen, was die da tun", sagt Kahn am Mittwoch auf der USA-Reise der Münchner.

Barcelona hatte trotz eines Schuldenbergs von über einer Milliarde Euro zuletzt mehrere Transfers getätigt, weshalb sich Nagelsmann im Zuge des Wechsels von Robert Lewandowski zu den Katalanen eine Spitze nicht hatte verkneifen können.

Barca sei, so Nagelsmann, "der einzige Klub der Welt, der kein Geld hat, aber jeden Spieler kauft, den er will", dies sei "seltsam und verrückt."

Kahn bewertete die Thematik nun distanzierter. "Ich gehe davon aus, dass Barca nicht wenige Schulden angehäuft hat. Aber die einzigen, die das Zahlenwerk kennen, sind im Verein selbst. Da muss man ein bisschen zurückhaltend sein, wenn man sich mit dem Thema auseinandersetzt", erklärte er.

Auf der Pressekonferenz nach dem 6:2-Testspielsieg gegen DC United erklärte Nagelsmann: "Ich möchte Barcelona nicht angreifen. Aber ich kann die Frage nicht beantworten. Vielleicht können sie das, denn sie verpflichten die Spieler."

Der Bayern-Coach habe nur eine Frage in den Raum geworfen und keinen Verbalangriff machen wollen: "Sie müssten die Frage beantworten, wenn sie das wollen."