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Formel 1

Formel 1- Kanada-GP: Verstappen siegt in Montreal - Schumacher erlebt nächste Tragödie

Von Christian Guinin

Max Verstappen hat den Großen Preis von Kanada gewonnen und den damit sechsten Red-Bull-Triumph in Folge eingefahren. Der Niederländer siegte auf dem Circuit Gilles Villeneuve vor Ferrari-Pilot Carlos Sainz und Lewis Hamilton im Mercedes. Verstappens Teamkollege und WM-Rivale Sergio Perez musste nach einem Getriebeproblem aufgeben, Charles Leclerc fuhr von Startplatz 19 auf Rang fünf nach vorne.

Bereits 175 Punkte hat Verstappen nun auf dem Konto. Perez steht weiter bei 129 Zählern, Leclerc hat nach neun Rennen 126 Punkte auf der Habenseite. "Ferrari war schnell, das war am Schluss richtig spannend, es hat wirklich Spaß gemacht", meinte Verstappen nach Rennende.

Sainz, der durch eine späte Safety-Car-Phase sogar noch Chancen auf den Sieg hatte, haderte mit Schwierigkeiten beim Überholen. "Das Positive ist, dass wir schneller waren. Wir waren das ganze Rennen schneller. Wir haben das ganze Rennen Druck auf Max gemacht." Hamilton, der sein zweites Podium 2022 feierte war vor allem mit der Performance seines Silberpfeils zufrieden. "Unsere Pace war ziemlich gut, besonders in der zweiten Phase des Stints." Allerdings seien Red Bull und Ferrari noch immer "etwas zu schnell für uns", so Hamilton.

Den nächsten Rückschlag steckte Mick Schumacher ein. Auf Punktekurs liegend musste der Haas-Pilot in Runde 20 seinen Wagen nach einem Problem mit der Power Unit abstellen. "Es ist ein unschönes Gefühl", sagte Schumacher nach seinem Ausfall bei Sky: "Ich nehme aber viel Positives mit. Das Qualifying im Regen war mega. Ich glaube auch, heute wäre es so weit gewesen mit den ersten Punkten."

Sebastian Vettel (Aston Martin) verpasste als Zwölfter knapp die nächsten WM-Zähler. "Es ist einfach heute nicht für uns gelaufen", sagte der Heppenheimer bei Sky. "Ich glaube, wir waren schnell genug, um mehr als ein paar Punkte mitzunehmen. Ich denke, wir hätten sogar noch einen Alpine schnappen können. Aber es war ein ganz anderes Rennen, was wir gebraucht hätten. Die virtuellen Safety-Car-Phasen haben uns beide Male das Genick gebrochen. Und dann war es eh vorbei."

Aserbaidschan-GP: Die Analyse

Der Start verlief wenig ereignisreich. Verstappen verteidigte ohne jegliche Probleme seine Führung, dahinter behielten auch Fernando Alonso (Alpine) und Sainz ihre Startpositionen. Etwas schlechter lief es für Schumacher, der bereits nach wenigen Metern Eseban Ocon (Alpine) passieren lassen musste.

Alonso konnte seinen starken zweiten Startplatz jedoch nicht lange verteidigen. Mit DRS-Hilfe ging Sainz in Runde drei am spanischen Landsmann vorbei und startete seine Jagd auf Verstappen. Der Niederländer hatte zu diesem Zeitpunkt allerdings schon mehrere Sekunden Polster herausgefahren, eine Attacke ging sich deshalb zunächst nicht aus. Alonso sollte später noch weiter zurückfallen, weder mit den Mercedes noch mit Verstappen und Sainz konnte der Alpine mithalten.

Erste Bewegungen ins Feld brachte dann eine durch ein Getriebeproblem von Perez ausgelöste Virtual-Safety-Car-Phase. Red Bull und Verstappen nutzten die Chance umgehend für einen Boxenstopp unter begünstigten Bedingungen, auch Hamilton holte sich frische Pneus ab.

Nachhaltige Auswirkungen sollte dies aber keine haben. Nachdem Schumacher sein Auto an gleicher Stelle wie Perez abstellte, nahm auch Sainz die Möglichkeit eines Free-Stopps wahr und wechselte auf frische, harte Reifen. Der Rückstand auf Verstappen blieb so in etwa gleich, ohnehin machte der Ferrari zunächst nicht den Eindruck, mit dem Speed Reds Bulls mitgehen zu können.

Auch der stark zunehmende Reifenverschleiß bei Verstappen änderte daran wenig. Zwar tauschte der Niederländer in Runde 44 ein weiteres Mal seine Pneus und fiel dadurch zunächst hinter Sainz zurück, jedoch hatte auch der Spanier Probleme, seine Reifen über die Renndistanz zu retten.

Ein weiterer Stopp des Ferrari-Piloten unter Doppel-Gelb - nachdem Yuki Tsunoda seinen AlphaTauri in die Streckenbegrenzung gesetzt hatte und für die insgesamt dritte Safety-Car-Phase sorgte - brachte Sainz dann aber doch noch einmal in Schlagdistanz zu Verstappen, ein Vorbeikommen am Niederländer gab es aber, obwohl der Ferrari zwischenzeitlich im DRS-Fenster Verstappens auftauchte, nicht mehr. Der Red Bull-Pilot hielt dem Drucks stand und fuhr den Sieg nach Hause.

Hinter dem Spitzenduo bestätigte die Mercedes-Crew mit den Plätzen drei und vier die ansteigende Form der letzten Wochen. Fünfter wurde Leclerc nach einer starken Aufholjagd, dahinter komplettierten Ocon (6.), Valtteri Bottas (7./Alfa Romeo), Guanyu Zhou (8./Alfa Romeo), Alonso (9.) und Lance Stroll (10./Aston Martin) die Punkteränge.

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Aserbaidschan-GP: Die Reifenstrategie

Die zwei frühen VSC-Phasen nutzten nahezu alle Fahrer für einen Free-Stopp unter Gelber Flagge. Lediglich Alonso, der auf eine alternative Strategie setzte, um im Kampf um das Podium ein Wörtchen mitreden zu können und Leclerc, welcher mit seinen harten Startreifen seinen ersten Stint lange hinauszögerte, kamen nicht zur Abfertigung.

So gab es für Ferrari in der ersten Rennhälfte auch wenig taktische Möglichkeiten, Verstappen mit einem Undercut unter Druck zu setzen. Sogar mit - im Vergleich zu Sainz - elf Runden älteren Reifen fuhr der Niederländer an der Spitze sehr solide Rundenzeiten und hielt sich komfortabel vor dem Spanier.

Spannend wurde es dann noch einmal, als Sainz auch seinen zweiten Stopp unter Doppel-Gelb absolvieren konnte. So kam der Spanier mit frischen Reifen in Verstappens-DRS Fenster, da auch dieser relativ neue Pneus aufgezogen hatte, ging sich ein echter Angriff aber nicht mehr aus.

Highlight des Rennens: Ocon gegen Leclerc

Welches Ergebnis Leclerc wohl eingefahren hätte, wäre er nicht Ewigkeiten hinter Ocon festgehangen. Trotz DRS-Nachteil und eines deutlich langsameren Autos verteidigte sich der Franzose mehr als 15 Runden lang gegen den Ferrari-Piloten und ermöglichte den beiden Alpine-Fahrern so ein Top-Ergebnis

Top des Rennens: Mercedes

Die Silberpfeile bestätigen ihre Stärke, da zu sein, wenn die Top-Teams patzen. Die Plätze fünf und sechs seien das derzeit maximal Mögliche, hatte Teamchef Toto Wolff noch vor dem Rennen gesagt, letztlich landete einer seiner Piloten sogar auf dem Podium. Dass man vom Ausfall Perez' sowie dem 19. Startplatz Leclercs profitierte, steht außer Frage, dennoch präsentierte sich Mercedes absolut fehlerlos.

Flop des Rennens: Yuki Tsunoda

Von P20 startend legte der Japaner bis Runde 49 ein phänomenales Rennen hin und lag zwischenzeitlich sogar auf Punkte-Kurs. Dann aber schmiss er ein gutes Ergebnis weg, als er bei der Boxenausfahrt seine viel zu kalten Reifen unterschätze und ungebremst in die Streckenbegrenzung knallte.

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Formel 1: Der WM-Stand (nach 9 von 22* Rennen)

  • Fahrerwertung:
PlatzFahrerTeamPunkte
1Max VerstappenRed Bull175
2Sergio PerezRed Bull129
3Charles LeclercFerrari126
4George RussellMercedes111
5Carlos SainzFerrari102
6Lewis HamiltonMercedes77
7Lando NorrisMcLaren50
8Valtteri BottasAlfa Romeo46
9Esteban OconAlpine39
10Fernando AlonsoAlpine18
  • Konstrukteurswertung:
PlatzTeamPunkte
1Red Bull304
2Ferrari228
3Mercedes188
4McLaren65
5Alpine57
6Alfa Romeo51
7AlphaTauri27
8Aston Martin16
9Haas15
10Williams3

*Der Russland-GP wurde aufgrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ersatzlos gestrichen. Ursprünglich hatte die Formel 1 für die Saison 2022 23 Rennen eingeplant.

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