Krimi! Rekord-Melo rettet Team USA

Von SPOX

Donnerstag, 11.08.2016 | 07:49 Uhr

Frankreich zeigt sich gut erholt vom schwachen Auftakt und ringt Serbien nach hartem Kampf in den Schlusssekunden nieder. Der Altmeister besorgt den Sieg. In einem packenden Spiel schreibt danach Carmelo Anthony gegen Australien Geschichte. Venezuela siegt knapp gegen China.

Gruppe A

Serbien (1-2) - Frankreich (2-1) 75:76 (BOXSCORE)

Punkte: Miroslav Raduljica (16) - Nando De Colo (22)

Rebounds: Nikola Jokic (7) - Boris Diaw (9)

Assists: Milos Teodosic (9) - Boris Diaw (9)

Frankreich hat nach der Auftaktpleite gegen Australien und einen Tag nach dem klaren Erfolg über China nun wirklich wieder in die Spur gefunden. Angeführt von Euroleague-MVP Nando De Colo legten die Europäer einen überzeugenden Start hin und führten nach einem Viertel mit 26:17. Danach jedoch flachte das Spiel Frankreichs ein wenig ab, während Serbien immer stärker wurde.

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Das ging soweit, dass allen voran Milos Teodosic (10 Punkte), Miroslav Raduljica und Nemanja Nedovic (5 Punkte) eine große Aufholjagd starteten und am Ende des dritten Viertels sogar eine Führung von drei Punkten herausarbeiteten. Das sorgte für ein höchst spannendes Schlussviertel, das letztlich der Superstar der Franzosen höchst selbst entschied. Tony Parker (6 Punkte) versenkte einen Jumper aus der Mitteldistanz mit 31 Sekunden auf der Uhr.

Was folgte, war ein wichtiger Steal von De Colo nach schlechtem Pass von Bogdan Bogdanovic sowie letztlich ein vergebener Dreier von eben jenem mit der Schlusssirene. Frankreich steht damit bei 5 Punkten in der Tabelle und hat das Viertelfinale vor Augen.

Australien (2-1) - USA (3-0) 88:98 (BOXSCORE)

Punkte: Patty Mills (30) - Carmelo Anthony (31)

Rebounds: Matthew Dellavedova (6) - Carmelo Anthony, DeMarcus Cousins (8)

Assists: Matthew Dellavedova (11) - Kyrie Irving (5)

Es wurde erwartet, dass Team USA von den Australiern erstmals richtig getestet werden würde - und genau das bewahrheitete sich! Selbst im vierten Viertel lagen die "Boomers" zwischenzeitlich noch in Führung und stellten den haushohen Favoriten vor große Probleme. Dann kam jedoch der Auftritt von Carmelo Anthony, der mit seinen insgesamt 31 Punkten nicht nur der Mann des Tages war, sondern auch noch an David Robinson und danach LeBron James vorbeizog und sich nun All-Time Topscorer von Team USA nennen darf. Aber der Reihe nach.

Australien erwischte den leicht besseren Start und führte zur Pause gar mit 54:49. Auch ein 9:0-Run der Amerikaner zum Start des dritten Viertels warf die Aussies nicht aus der Bahn, die wenig später schon wieder in Front lagen - und dafür sorgte vor allem ein NBA-Trio.

Gerade Patty Mills (30 Punkte) schoss von Downtown die ganze Partie über die Lampen aus und schweißte Team USA unter anderem fünf Dreier rein, aber auch Andrew Bogut (15 Punkte, 7/9 FG) und Matthew Dellavedova (11 Punkte, 11 Assists, 6 Rebounds) waren kaum zu halten. Letztendlich setzte sich aber doch die Klasse von Team USA durch.

Kyrie Irving kam auf 19 Zähler, Kevin Durant legte 14 Punkte auf, traf allerdings auch nur erbärmliche vier seiner 16 Würfe. Also hing am Ende doch fast alles an Team-Leader Melo, der mit zwei Dreiern binnen 26 Sekunden im letzten Viertel den Spielstand von 72:74 auf 78:74 stelle. Die Vorentscheidung: Es waren seine Dreier 8 und 9 in dieser Partie. Dennoch bissen die Australier naturgemäß weiter.

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Nachdem es dennoch knapp reichte, zeigte sich Team USA im Anschluss erleichtert und noch weiter motiviert. "Es wurde ernst", sagte etwa Paul George, "es wurde definitiv ernst." Und Coach K merkte an: "Wir sind jetzt in der echten Welt angekommen, und das ist gut für uns."

Venezuela (1-2) - China (0-3) 72:68 (BOXSCORE)

Punkte: Nestor Colmenares (16) - Yi Jianlian (18)

Rebounds: Nestor Colmenares (5) - Yi Jianlian (10)

Assists: Gregory Vargas (5) - Guo Ailun, Zhou Peng (3)

In einem Spiel zweier Mannschaften, die zuvor ohne Sieg waren und wohl keine realistischen Aussichten aufs Weiterkommen haben, sah es lange nach einem Spaziergang für Venezuela aus. Nestor Colmenares (16 Punkte, 10 Rebounds, 8/11 FG) zeigte von der Bank eine ganz starke Vorstellung und war gemeinsam mit Gregory Vargas (13 Punkte, 5 Assists) der Hauptgrund dafür, dass die Südamerikaner zwischenzeitlich mit 15 Punkten führten.

China kämpfte jedoch und schwang sich auf die Schultern von "Chairman" Yi Jianlian, der mit 18 Punkten und 10 Rebounds erneut eine starke Vorstellung zeigte, auch Guo Ailun war mit 17 Punkten gut unterwegs. Für den Sieg reichte es dennoch nicht, weil Zhou Peng wenige Sekunden vor Schluss einen Freiwurf danebensetzte und Vargas sich den Rebound schnappte - nachdem er gefoult wurde, versenkte er beide Freebies und brachte die Partie außer Reichweite. Die sieglosen Chinesen müssen jetzt noch gegen Australien und Serbien ran, Venezuela hat noch Frankreich und Australien vor der Brust.

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