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Tennis

Die "Big Four": Nur Federer gibt keine Rätsel auf

SID

Andy Murray plan sein Wettkampf-Comeback, Rafael Nadal und Novak Djokovic müssen ihres verschieben - von den "Big Four" gibt nur Roger Federer keine Rätsel auf.

Rafael Nadal fühlt sich nicht bereit. Noch nicht, betonte er. Die Nummer eins der Tennis-Weltrangliste sagte deshalb am Donnerstag seine Teilnahme am ATP-Turnier in Brisbane ab - es ist bereits der zweite Wettbewerb nach jenem in dieser Woche in Abu Dhabi, den der Spanier in der Vorbereitungsphase auf die Australian Open, den ersten Grand Slam des neuen Jahres (ab 15. Januar), sausen lässt.

"Ich wollte spielen, aber nach der langen letzten Saison und dem späten Start meiner Vorbereitung bin ich noch nicht bereit", sagte Nadal zu seiner Absage für Brisbane (ab 1. Januar). Bei der ATP-WM in London im November war für ihn nach dem ersten Gruppenspiel Schluss gewesen - wegen Knieschmerzen. Wieder mal. Am 4. Januar will der 31-Jährige nun nach Australien reisen und sich in Melbourne auf die Australian Open vorbereiten. Fragen bleiben.

"Djoker" auch nicht im Plan

Novak Djokovic hätte eigentlich in Abu Dhabi zurückkommen sollen, den Auftritt beim Schaukampf-Turnier musste der Serbe aber absagen. Der Ellbogen war es wieder, der das Comeback verhinderte. Wie es um die Starts in Doha und vor allem bei den Australian Open bestellt ist, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer erahnen.

Djokovic hatte in Wimbledon gegen den Tschechen Tomas Berdych verloren, sein fast chronisch malader Ellbogen zwang ihn hernach zu der Einsicht, lieber mal zu pausieren, zu regenerieren. "Ich hatte die Gelegenheit, erstmals seit ich professionell Tennis spiele, so viel Zeit zu haben, um mich mental, physisch, emotional zu entspannen, um mich neu zu kalibrieren", sagte der Serbe in einem Interview mit dem Online-Portal 360Sport.

Viereinhalb Monate hatte Djokovic keinen Schläger angerührt, nun, da er zu Andre Agassi auch den Tschechen Radek Stepanek in seinen Trainerstab aufgenommen hat sowie einen neuen Physiotherapeuten und einen neuen Fitnesstrainer beschäftigt, sprüht der 30-Jährige wieder vor Tatendrang. Er habe die "Willenskraft", sagte er, in der Weltrangliste zurück an die Spitze zu gelangen und Turniere zu gewinnen. Derzeit ist er Zwölfter im Ranking.

Murrays neue Perspektiven

Branchenbester war am 12. Juli und bis zum 21. August dieses Jahres Andy Murray. Die Niederlage gegen den Amerikaner Sam Querrey in Wimbledon war auch zurückzuführen auf Hüftprobleme, danach haben sich beim 30 Jahre alten Schotten ein wenig die Prioritäten verschoben. "Ich will wieder Tennis spielen, ich will fit und gesund sein, das treibt mich an", sagte er bei SkySports. Er hoffe ganz einfach, ergänzte Murray, dass er bei großen Turnieren wieder konkurrenzfähig sei.

Murray ist derzeit die Nummer 16 der Weltrangliste, erstmals seit einem Jahrzehnt fiel er aus den Top Ten. Die großen Turniere, sagt er, "treiben mich mehr an als das Ranking". Er wolle Wettkämpfe bestreiten, sich beweisen können - und "versuchen, die Australian Open zu gewinnen, das ist letztendlich, was ich will." Aber zunächst mal, weiß er, "muss ich gesund werden", er sei auf dem Weg dahin, "aber es ist ein langsamer Prozess".

Ausgerechnet der älteste der Großen Vier hat derzeit keine Probleme. Roger Federer, die Nummer zwei der Weltrangliste, beginnt das neue Jahr ebenfalls bereits im alten, mit seinem Start beim Hopman Cup im australischen Perth. Auf die inoffizielle Mixed-WM hat sich der 36 Jahre alte Schweizer in Dubai vorbereitet. Nach seiner Ankunft in Westaustralien schickte er gut gelaunt Fotos mit einem possierlichen Kurzschwanzkänguru. Von Wehwehchen ist nichts bekannt.

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