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NFL Thanksgiving Roundup: Recaps, Highlights, Ergebnisse und alle Infos

Von Marko Markovic / Niklas Staiger

Die Thanksgiving-Nacht in der NFL bot drei packende Duelle zwischen fünf Teams mit positivem Record und den Detroit Lions in einer Siegesserie. Zunächst rangen die Buffalo Bills die Detroit Lions nieder. Dann reichte den Dallas Cowboys eine starke zweite Hälfte gegen die New York Giants. Im späten Spiel besiegten die Minnesota Vikings knapp die New England Patriots.

NFL Recaps: Thanksgiving Night

New England Patriots (6-5) vs. Minnesota Vikings (9-2)

Ergebnis 26:33 (10:7, 6:9 7:7, 0:10) BOXSCORE

  • Das Spiel startete schnell. Sowohl die Minnesota Vikings als auch die New England Patriots erzielten in ihren ersten Drives einen Touchdown. Lange ging es munter weiter mit den erzielten Punkten. Vor allem, weil die Offensive Line der Patriots den Pass Rush der Vikings fast komplett ausschalten konnte. Doch im entscheidenden Moment schlug es ein: In den letzten fünf Spielminuten kam Defensive Tackle Jordan Hicks zu Mac Jones durch und erzielte einen Sack. Und auch im finalen Drive mit nur noch 53 Sekunden auf der Uhr krachte es bei Jones - Defensive Tackle Ross Blacklock brachte den Quarterback zu Boden. Die Patriots kamen nicht mehr zu Punkten, sodass die Vikings siegten.
  • Vikings-Wide-Receiver Justin Jefferson spielte wie gewohnt überragend. Neun seiner elf Targets konnte er fangen, erzielte dabei 139 Yards und einen Touchdown. Doch damit nicht genug: Beim Touchdown von Adam Thielen zog Jefferson mit seiner Route gleich drei Patriots-Defensive-Backs auf sich und schaffte so Raum für Thielen, der komplett frei angeworfen werden konnte.
© getty
Die Minnesota Vikings feiern ihren ersten Touchdown von Star-Receiver Justin Jefferson im ersten Drive gegen die New England Patriots

  • Kene Nwangwu konnte mit einem Play alles überragen. Nachdem Hunter Henry im dritten Viertel einen Touchdown erzielte, konterte er mit einem 97-Yards-Kickoff-Return für einen Vikings-Touchdown und glich somit zum 23:23 aus. Wichtiges Play für Minnesota. Insgesamt war Nwangwu ganze 115 Yards unterwegs, wenn man seine horizontalen Bewegungen miteinrechnet.
  • Das Aufreger-Play des Spiels war Hunter Henrys Nicht-Touchdown direkt nach seinem regulären TD im dritten Viertel. Der Tight End fing den Ball, ging dann mit dem Ball in der Endzone zu Boden. Doch weil beim Aufkommen der Ball etwas wackelte und er dann den Boden minimal touchierte (Henrys Hand war noch unter dem Ball), gilt der Pass nicht als gefangen und der Touchdown wurde nach Review zurückgenommen.
  • Sehr erfolgreich war New England durch Screen Pässe auf Running Back Rhamondre Stevenson. Neben sieben Läufen wurde er zehn Mal angeworfen, fing neun davon. Insgesamt sammelte er 112 Yards für die Patriots.

New York Giants (7-4) vs. Dallas Cowboys (8-3)

Ergebnis 20:28 (3:0, 7:7, 0:14, 7:7) BOXSCORE

  • Die New York Giants spielten einen guten ersten Durchgang. Vor allem defensiv klappte vieles. Man zwang Dak Prescott mehrfach zu schweren Würfen und brachte zwei Interceptions daraus hervor. Doch in der zweiten Halbzeit drehten die Dallas Cowboys auf, erzielte drei Tight-End-Touchdowns und gewannen das Spiel mit absoluter Sicherheit.
  • Anders als die Kollegen aus Detroit beherrschte New York das Zeitmanagement nahezu perfekt. Anstatt vor der Pause mit 30 Sekunden auf der Uhr drei Würfe an die Seitenlinie zu versuchen und dann das Field Goal zu schießen, dabei aber noch einige Sekunden auf der Uhr zu lassen, spielte man die Zeit clever runter. Ein Pass in die Mitte, ein Screen Pass zu Saquon Barkley an die Seitenlinie sowie ein Lauf gefolgt von einem Spike zum Anhalten der Uhr bei drei Sekunden sorgten dafür, dass mit dem erzielten Field Goal zum 13:7 die Halbzeit endete.
  • Dalton Schultz war ein sicheres Target für Dak Prescott am Thanksgiving-Abend. Er fing alle vier Targets und erzielte dabei zwei Touchdowns - in aufeinanderfolgenden Drives im dritten Viertel.
  • Auch der dritte Cowboys-Touchdown der zweiten Hälfte wurde von einem Tight End erzielt. Im 14-personell (ein Runningback, vier Tight Ends) spielte Dallas einen Jet Sweep an der 2-Yard-Linie, den Peyton Hendershot in die Endzone lief. Ein toller Call - gefolgt von einem überragenden Jubel. Seine drei Tight-End-Kollegen sprangen in den Salvation-Army-Kessel und Hendershot spielte mit ihnen Schlag-den-Maulwurf.
© getty
Die Tight-End-Gruppe der Dallas Cowboys feiert den Touchdown von Peyton Hendershot im Salvation-Army-Kessel.

  • Dak Prescott und Ceedee Lamb spielten beide eine schwache erste Halbzeit. Prescott warf zwei unnötige Interceptions, Lamb lies mehrere Bälle fallen. Doch in der zweiten Halbzeit drehten sie auf. Prescott brachte über das ganze Spiel 21 von 30 Pässen an und ergänzte seine zwei Interceptions aus dem ersten Durchgang mit zwei Touchdown-Pässen. Lamb fing insgesamt sechs von elf Pässen - im zweiten Durchgang jedoch mit drei aus vier Catches. Darunter ein toller One-Handed-Catch kurz vor der Endzone und ein weiterer in der Endzone, bei dem er die Ferse des zweiten Fußes nicht mehr im Feld unterbrachte, weshalb der Traumcatch nicht als gefangen zählte.
  • Die beiden Runningbacks der Cowboys Ezekiel Elliott und Tony Pollard teilten sich den Job in der Thanksgiving-Nacht. Elliott lief 16 Mal, Pollard bekam den Ball sogar 18 Mal in die Hand. Während Zeke vor allem durch seinen Touchdown-Lauf auffiel, überzeugte Pollard mit mehreren starken Aufnahmen von freien Pass Rushern. So hielt er Prescott vor allem im zweiten Durchgang mehrfach den Rücken frei.

Buffalo Bills (8-3) vs. Detroit Lions (4-7)

Ergebnis 28:25 (7:7, 10:7, 2:0, 9:11) BOXSCORE

  • Last-Second-Win für die Buffalo Bills! Mit nur noch zwei Sekunden auf der Uhr durchschlug ein Field Goal von Tyler Bass die Stangen und brachte die Buffalo Bills mit 28:25 in Führung und damit zum Sieg. Die Buffalo Bills stiegen zu einem 8-3-Record auf. Die Lions verloren zum ersten Mal seit Woche acht und fielen auf 4-7 zurück.
  • Detroit-Quarterback Jared Goff zeigte vor allem in der ersten Halbzeit eine starke Leistung. Besonders beeindruckend waren seine Pässe in Play-Action-Spielzügen: Zehn von 13 Play-Action-Pässen brachte er an den Mann, erwarf dabei 128 Yards und beide Pass-Touchdowns der Lions.
  • Amon-Ra St. Brown machte ein überragendes Spiel. Er fing neun Pässe für 122 Yards und erzielte dabei einen Touchdown. Im letzten Drive der regulären Spielzeit rettete ein End-Around von St. Brown bei 4 & 1 den Drive, ehe er bei 2 & 15 einen kurzen Pass zum First Down trug.
  • In der Folge erzielte Mike Badgley das Field Goal zum Ausgleich kurz vor Schluss. Der Drive der Detroit Lions hätte sogar zu einem Touchdown führen können, doch bei 3 & 1 entschieden sie sich für einen Passspielzug. Der tiefe Ball flog deutlich am Receiver vorbei, sodass Detroit auf Nummer sicher ging und per Field Goal ausglich.
  • Die Detroit Lions hatten enorme Probleme in Sachen Zeitmanagement. In der ersten Hälfte spielte man die Zeit nicht runter und gab den Ball nach eigenem Touchdown noch mal an die Bills, die in der Folge ein Field Goal erzielten. Und auch am Ende des zweiten Durchgangs schenkte man Buffalo noch 23 Sekunden, in denen sie über das Feld marschierten und erneut per Field Goal das Spiel entschieden. Hätte man die Uhr besser heruntergespielt, hätten die Lions mit 25:22 siegen können. Eine Niederlage, die somit vor allem Headcoach Dan Campbell zuzuschreiben ist.
  • Nach einem Fumble von Jamaal Williams im zweiten Quarter trugen die Bills den Ball übers Feld. Kurz vor der Endzone ließ Josh Allen einen Snap fallen, sammelte ihn aber wieder auf und nutzte die Verwirrung, um locker selbst in die Endzone zu laufen. Das A-Gap öffnete sich, weil der Defensive Lineman den freien Ball aufnehmen wollte, anstatt seine Position zu halten (14:7).
  • Beim folgenden Lions-Drive verletzte sich Bills-Pass-Rusher Von Miller am Knie und musste vorzeitig das Spiel verlassen.
  • Nach der Pause spielten sich die Bills mit einem langen Drive über das Feld. Doch bei einem potenziellen Touchdown-Pass von Allen auf Stefon Diggs sprang Malcolm Rodriguez im Second Level hoch und fälschte den Wurf ab. Linebacker-Kollege Alex Anzalone machte das Play perfekt und fing den Ball in der Luft - Interception. Profitieren konnten die Lions aber nicht - im Gegenteil. Jared Goff fiel zum Wurf in die eigene Endzone zurück und kam dort zu Fall. Safety - zwei Punkte für Buffalo.
  • Generell überzeugte die Defense der Bills am meisten. Aus vier Fumbles konnte die Buffalo-Verteidigung zwei freie Bälle sichern. Zudem holte man per Safety zwei Punkte und den Ball zurück. Darauf legte man noch zwei Sacks. Besonders Ed Oliver, der den Safety verzeichnen konnte und einen der Fumbles zunächst forcierte und dann sicherte, war regelmäßig im Backfield der Lions zu finden.

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