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NFL

NFL: Die besten Undrafted Rookie Signings 2022

Von Marcus Blumberg

Der Draft liegt hinter uns und direkt danach startete der Sturm auf die Spieler, die durch den Rost gefallen waren - aus welchen Gründen auch immer. Auf wen man in den kommenden Monaten besonders achten sollte, erfahrt Ihr hier.

Grundsätzlich ist es keine Schande, beim NFL Draft nicht zu den in diesem Jahr 262 Picks zu gehören. Auch dann muss der Traum von der NFL für einen College-Absolventen noch nicht beendet sein. In jedem Jahr gibt es unzählige Beispiele von Spielern, die trotz Nichtberücksichtigung im Draft am Ende doch noch ihr Glück gefunden und teilweise sogar große Karrieren hingelegt haben.

Ein äußerst positives Beispiel ist etwa Cornerback JC Jackson, der nach vier Jahren New England nun für mehr als 80 Millionen Dollar bei den Los Angeles Chargers unterschrieben hat.

Gründe, warum Teams einen Spieler nicht im Draft ziehen wollten, dann aber doch großes Interesse an ihm als sogenannten Undrafted Rookie Free Agent haben, sind vielschichtig. Das kann eine besondere Verletzungshistorie, aber auch eine schwierige Situation außerhalb des Platzes sein.

In jedem Fall hält sich das Risiko solcher Verpflichtungen in Grenzen, denn die Verträge von UDFAs sind in der Regel nicht garantiert, einzig der überschaubare Signing Bonus, der meist unter einer Million Dollar liegt, hätte im Fall einer Entlassung vor Saisonstart Bestand. Verträge von selbst späteren Draftpicks dagegen sind zumindest teilweise garantiert, wodurch das schon ein größeres Risiko für Teams bedeutet.

Hier kommen die aus unserer Sicht besten UDFA-Verpflichtungen in dieser Offseason:

NFL: Die besten UDFA Signings 2022

Carson Strong, Quarterback, Philadelphia Eagles

Dass UDFA-Verträge durchaus Garantieren enthalten können, zeigt das Beispiel von Carson Strong, dem von den Eagles 300.000 Dollar garantiert wurden - samt Signing Bonus in Höhe von 20.000 Dollar.

Der frühere QB des Nevada Wolf Packs gilt als einer der Quarterbacks der diesjährigen Draft-Klasse, die am nächsten dran sind an der NFL. Er ist ein klassischer Pocket Passer mit einem sehr starken Arm und ausgefeilter Technik. Er zeigte seit jeher gute Instinkte und ein gutes Gefühl in der Pocket. Sein Timing ist ebenfalls sehr ordentlich.

Warum wurde er also nicht gedraftet? Das lag offenbar an seiner Verletzungshistorie, denn er plagt sich offenbar mit einer langwierigen Knieverletzung herum, die ihn schon im Pre-Draft-Prozess eingeschränkt hat.

Doch auch mit einer der höchsten Garantien überhaupt für einen UDFA hält sich das Risiko für die Eagles in Grenzen. Sie haben per se gerne einen größeren QB Room und verfügen nun hinter Starter Jalen Hurts mit Gardner Minshew und eben Strong über zwei Backups, die man wohl bedenkenlos reinwerfen kann, wenn es die Situation erfordert.

© getty
Carson Strong fiel aufgrund einer Knieverletzung durch den Rost.

JoJo Domann, Linebacker, Indianapolis Colts

Domann war einer der Spieler, die wir vor dem dritten Tag des Drafts noch als interessanteste Prospects auf dem Zettel hatten. Die Tatsache, dass er komplett durchgerutscht ist, dürfte mit seinem Alter - er wird zum Saisonstart 25 Jahre alt - und zahlreichen Verletzungssorgen in seiner College-Karriere zusammenhängen.

Domann ist ein moderner Linebacker, der vor allem in Pass Coverage eine Bereicherung sein kann. Seine Bewegungen sind fließend und er trifft meist gute Entscheidungen, wenn er sich in Coverage fallen lässt.

Was auch für ihn spricht, ist, dass die Colts in dieser Offseason bislang nichts im Linebacker-Bereich gemacht haben. Neben Superstar Darius Leonard hat sich zudem noch niemand so richtig als Nachfolger des 2021 nach Cleveland abgewanderten Anthony Walker etabliert. Domann könnte also durchaus seine Daseinsberechtigung haben.

© getty
Jusytn Ross könnte sich als Glücksgriff für die Kansas City Chiefs erweisen.

Justyn Ross, WR, Kansas City Chiefs

Ist er womöglich der UDFA mit der größten Upside dieser Klasse? Ross deutete sein großes Potenzial in seinen ersten beiden Saisons für Clemson an, verpasste dann jedoch die Saison 2020 nach einer Wirbelsäulenoperation.

Sein Comeback 2021 verlief dann eher durchwachsen, was aber angesichts der Schwere der damaligen Verletzung niemanden überraschte. Ein weiteres Jahr nach der OP besteht nun aber die Hoffnung, dass er wieder in die Spur findet.

Die Anlagen jedenfalls sprechen klar für ihn - Ross misst 1,93 Meter und wiegt rund 93 Kilogramm - im Grunde hat er Gardemaß für einen X-Receiver, von denen es nicht allzu viele gute in der NFL gibt. Sein Route-Running ist noch ausbaufähig, aber er verfügt über sehr sichere Hände, was eine solide Grundlage ist.

Bei den Chiefs kommt er in eine Situation, in der auf der WR-Position ohnehin kaum etwas in Stein gemeißelt ist. Im Jahr eins nach Tyreek Hill ist dort vieles offen, sodass auch Ross eine Chance haben wird, sich über den Sommer zu empfehlen.

Seite 1: Potenzieller QB-Steal und eine Waffe für Mahomes

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