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NFL

Big Board: Das sind die 80 besten Spieler im Draft 2022

Von Adrian Franke

NFL Draft Big Board: Die Plätze 29 bis 20

29. Kaiir Elam, CB, Florida (CB #5)

Sehr gute Größe und gute Reichweite. Bringt viel Erfahrung in Press-Coverage mit. Zeigt auch gute Ball-Skills, Elam hatte einige spektakuläre Plays am Ball. Mein Hauptproblem, und warum ich Elam nicht als glasklaren First-Rounder habe, ist die Inkonstanz in seinem Spiel: Mal covert er wahnsinnig sicher aus seiner Press-Technique heraus, dann wieder wird er viel zu grabby und sucht fast den Kontakt in der Route. Seine Beschleunigung nach einem Richtungswechsel ist durchwachsen, sprich: gröbere Fehler kann er sich nicht leisten.

Im Endeffekt geht es für Elam in erster Linie darum, noch konstanter kontrollierter zu spielen, ob es um sein Verhalten in der Route, seine Press-Technique oder seine Bewegungen geht. Dann hat er sogar das Potenzial zum Nummer-1-Corner.

Grade: 1.-2. Runde

28. Andrew Booth, CB, Clemson (CB #4)

Schneller Corner mit wahnsinnig agilen Füßen. Booth bewegt sich in der Hinsicht herausragend gut, egal, ob im Backpedal, seitlich, oder im Vollspeed Richtung Line of Scrimmage. Hat einen guten Trigger und attackiert dann nach vorne, hat auch einige Screens zerstört und Plays gegen den Run gemacht. Sehr physischer Spielstil, Booth ist auch ein gefährlicher Slot-Blitzer. Hat Press- und Off-Man-Coverage gespielt. Mitunter spektakulär am Catch Point, zeigt da tolle Sprungkraft und hatte einige absolut verrückte Plays am Ball. Seine schnellen Füße geben ihm auch Mirror-Qualitäten in der Route - zumindest Outside.

Das ist auch, wo ich ihn in der NFL sehe, auch wenn er bei Clemson immer wieder mal innen war: Booth hat fantastische Füße, die Hüften aber sind mitunter etwas steif. Das führt auch dazu, dass er nach einem falschen Schritt Probleme damit hat, ins Play zurück zu kommen. Und dieser falsche Schritt kommt durchaus immer wieder mal vor. Booth, für den die vergangene Saison das erste Jahr als Vollzeit-Starter war, spielt mitunter noch wild. Das wird insbesondere als Tackler deutlich, wo er teilweise mehr in den Gegenspieler reinspringt, aber eben manchmal auch in Coverage. Am besten außen als Man-Corner aufgehoben.

Grade: 1.-2. Runde

27. Jalen Pitre, S/SCB, Baylor (S #3)

Die Antizipation in Coverage springt einen bei Pitre förmlich an. Wenige Spieler in diesem Draft sind so gut darin, Routes und Entscheidungen des Quarterbacks zu antizipieren und dann im exakt richtigen Moment auf diese Route zu breaken. Pitre ist agil und hat eine sehr gute Beschleunigung, was ihm auch einige Male dabei geholfen hat, zum Quarterback durchzubrechen oder als Backside-Defender zum Runner zu kommen. Macht irre viele Plays am Ball in Coverage.

Pitre hat einige Tackles verpasst, Power und Physis sind nicht seine Stärke - bleibt hin und wieder komplett an einem Blocker hängen, selbst wenn er mit Anlauf kommt -, und manchmal schießt er sich selbst aus dem Play, da muss er noch disziplinierter werden. Aber die Instinkte und das Gefühl dafür, wie er sich in und rund um die Box bewegen muss und wo der Ball hingehen könnte, sind außergewöhnlich. Pitre hat bei Baylor in erster Linie Slot-Corner gespielt, gut möglich, dass das auch seine Rolle in der NFL sein wird. Rund um die Box wird sein Platz in jedem Fall sein, er kann hier im Slot arbeiten, blitzen und den Run verteidigen.

Grade: 1.-2. Runde

26. Trevor Penning, OT, Northern Iowa (OT #4)

Physischer Mauler mit Elite-Athletik und sehr guten Maßen. Bewegt sich gut, hat sehr lange Arme und jede Menge Power. Penning ist der Inbegriff eines O-Liners mit der Überschrift "nasty", was sich auch auf den Senior Bowl übertragen hat, als er beinahe seinen eigenen Quarterback verletzt hätte. Führt manchmal auch dazu, dass er übersteuert und sich aus der Balance bringt, was nicht selten in Flaggen endet - aber es führt auch dazu, dass wenige Tackles in den letzten Jahren als dominantere Power-Run-Blocker in die NFL kamen. In Pass-Protection sicher noch mit einigen Defiziten gerade in puncto Agilität, aber ein perfekter Fit für eine Run-heavy Offense.

Grade: 1. Runde

25. Dax Hill, S, Michigan (S #2)

Herausragender Speed und herausragende Beschleunigung, das gibt ihm große Reichweite. Hill hat regelmäßig einen Impact auf das Play, 20 abgewehrte Pässe und vier Picks verzeichnete er in der vergangenen Saison. Hill bewegt sich dabei sehr gut, er hat schnelle Füße, ist agil, ist explosiv, und kommt dabei nicht außer Kontrolle. Hill zeigt sehr gute Richtungswechsel bei fließenden Bewegungen, dreht die Hüften in Coverage schnell in Man Coverage.

Gute Instinkte, und das in Kombination mit seiner Beschleunigung gibt ihm eine enorme Reichweite. Hill hat für Michigan primär im Slot gespielt, ich kann mir aber vorstellen, dass er in der NFL mehr noch primär als tiefer Safety eingesetzt wird. Der Mangel an Physis und Short-Area-Power kommt gegen den Run in der Box häufiger durch, und das ist etwas, worauf NFL-Defenses mehr und mehr Value legen. Wenn Hill aus dem Raum kommt, bringt er, auch als Blitzer, mit seiner Explosivität Power mit, ohne die Kontrolle zu verlieren.

Grade: 1. Runde

24. Boye Mafe, Edge, Minnesota (Edge #6)

Einer der großen Gewinner in den Trainingseinheiten beim Senior Bowl und legte dann eine der besten Combines unter allen Edge-Rushern hin. Dementsprechend schlummert hier auch noch athletisches Potenzial - aber Mafe ist keinesfalls eine reine athletische Projection: Unheimlich explosiv, und das überträgt sich auf sein Spiel. Ein toller Get-Off, gepaart mit exzellenten Bender-Qualitäten. Setzt Tackles schnell unter Druck, kann sie mit seinen Bewegungen aus der Balance bringen.

Kann quick nach innen oder eng außen herum gewinnen, bewegt sich sehr kontrolliert und dabei aber trotzdem explosiv als Pass-Rusher. Nachholbedarf hat er einerseits was die Physis in seinem Spiel angeht, aber generell auch gegen den Run offenbart Mafe noch klare Defizite. Wird da teilweise sehr einfach aus dem Play rausgehalten, verliert komplett den Überblick, teilweise agiert er auch fast zögerlich und scheint seinen Augen noch nicht ganz zu vertrauen.

Grade: 1. Runde

23. Treylon Burks, WR, Arkansas (WR #6)

Die Kombination aus Physis und Speed, die Burks auf Tape zeigt, ist selten. Wahnsinnig physisch am Catch Point, tolle Beschleunigung mit dem Ball in der Hand, generell eine absolute Waffe nach dem Catch. Vereinzelt hat er Outside auch mit schneller Fußarbeit vom Release weg gewonnen, und konnte dann den Turbo zünden. Aber um in der NFL tatsächlich als X-Receiver zu gewinnen, wird er sich als Route-Runner deutlich weiterentwickeln müssen. Da läuft er sich zu häufig fest oder will eher durch den Gegenspieler durch.

Bei Arkansas wurde er trotz seiner Größe primär im Slot eingesetzt, und war mehr Gadget- als X-Receiver. Die athletischen Tests waren etwas schwächer als erhofft, was die Deebo-Samuel-Vergleiche runtergekühlt hat. Dennoch gilt: Was Burks mit dem Ball in der Hand kann, können nicht viele andere Receiver dieser Klasse. Die Frage im Endeffekt lautet: Kann er eine Art A.J. Brown mit einer ausgeprägten Gadget-Rolle werden? Oder ist er eher eine physisch talentiertere Version von Laviska Shenault? Zum Start in jedem Fall muss Burks in eine Offense, die ihm Targets via Scheme kreiert.

Grade: 1. Runde

22. Zion Johnson, OG, Boston College (OG #1)

Johnson spielt noch gar nicht so lange Football, erst 2015 fing er in der High School an. Bei Boston College hat er Left Guard und Left Tackle gespielt, und vielleicht könnte es sich sogar lohnen, ihn auf Tackle in der NFL auszuprobieren; zumindest die Länge hat er, die Größe vielleicht nicht. Guard ist seine Paraderolle, hier dominiert er mit seiner Länge und Explosivität auf engem Raum. Hat sehr selten verloren. Die Physis, die Übersicht in seinem Spiel, die Power, die Konstanz - Johnson ist ein Guard-Prospect ohne größere Schwachstellen, nur manchmal hat er gewackelt, wenn er sich schnell neu ausrichten musste. Ein Day-1-Upgrade für die allermeisten Lines in der NFL.

Grade: 1. Runde

21. Travon Walker, Edge, Georgia (Edge #5)

Wenn man Walker in der ersten Hälfte der ersten Runde draftet, dann für die Upside - weil das ist er im Moment, ein Upside-Pick. Das physische Potenzial ist immens, Walkers Combine-Test-Zahlen waren schlichtweg absurd und es wird NFL-Teams geben, die darauf bauen, dass man aus dieser Athletik mit mehr technischer Arbeit einen High-End-Pass-Rusher formen kann, der aufgrund seiner Rolle bei Georgia weniger durch kam. Vielleicht liegt eines davon auch richtig, aber ich würde zumindest ein wenig auf die Hype-Bremse treten.

Dafür fand ich Walker als Pass-Rusher häufig zu planlos, insgesamt zu ineffizient und selbst seine Athletik - die er nachweislich hat - hat sich nur bedingt auf die Pass-Rush-Snaps übertragen. Wenn er seine langen Arme platzieren kann, wenn er Power aufbauen kann, dann ist er ein unheimlich physischer und gefährlicher Bull-Rusher, und auch sein Anker gegen den Run ist stark. Dass er sich mit seinem Gewicht komfortabel in Coverage zurückfallen lassen kann, ist eindrucksvoll. Aber von einem Spieler, der in erster Linie als athletische Projection vermutlich relativ hoch im Draft gehen wird, hätte ich erhofft, dass die Athletik einen auf Tape noch etwas mehr anspringt.

Grade: 1. Runde

20. Jermaine Johnson, Edge, Florida State (Edge #4)

Einer der besten Run-Verteidiger dieser Edge-Klasse und ein wirklich gutes Gesamtpaket. Toller Anker gegen den Run, mit seiner Power aber auch regelmäßig im Backfield. Hatte 17,5 Tackles for Loss in der vergangenen Saison. Die Power ist als Pass-Rusher vor allem dann sichtbar, wenn er bei Stunts nach innen arbeiten kann; da war er teilweise eine Naturgewalt.

Hatte in jedem Spiel der vergangenen Saison mehrere Pressures und er kommt außen enger um den Tackle herum, als man bei einem Spieler seiner Größe und seines Gewichts denken würde. Sehr physischer Spieler. Die Power in seinem Frame überträgt sich konstanter und besser aufs Feld als bei Walker. Als Pass-Rusher muss er aber effizienter agieren; da ist er teilweise zu stürmisch, überspielt die Pocket und wirkt manchmal planlos. Johnson hatte einen herausragenden Senior Bowl, gleichzeitig hat sein Breakout auf sich warten lassen: Nach zwei Jahren Community College und zwei Jahren als Backup bei Georgia war 2021 das erste und einzige Jahr, in dem er als Starter produktiv war.

Grade: 1. Runde

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Seite 2: Die Plätze 49 bis 40

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Seite 4: Die Plätze 29 bis 20

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Seite 6: Die Top 10

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