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NFL Week 5 Recap: RedZone-Konferenz, Highlights und Ergebnisse

Von SPOX

Woche 5 in der NFL brachte einmal mehr einige größere Überraschungen mit sich: Die größte gab es in London, wo die Raiders die Chicago Bears schlagen. Auch die Patriots tun sich in Washington deutlich länger schwer als gedacht, während Deshaun Watson eine Show liefert. Außerdem: Der erste Sieg für die Cardinals, jede Menge Drama in Pittsburgh - und ein glänzend aufgelegter Teddy Bridgewater für die Saints zum nächsten Sieg.

NFL Week 5 Scores LIVE

Hier findet ihr alle aktuellen Zwischenstände, Statistiken und mehr. Alle Spielberichte findet ihr im Laufe des Abends auf SPOX in diesem Artikel.

Pittsburgh Steelers (1-4) - Baltimore Ravens (3-2)

Ergebnis: 23:26 OT (7:10, 6:7, 7:0, 3:6, 0:3) BOXSCORE

  • Ein extrem intensives Spiel, das in seiner Physis und Intensität an frühere Ravens-Steelers-Duelle erinnerte - mit einer Personalie, die dabei alles in diesem Spiel überstrahlt: Steelers-Quarterback Mason Rudolph (13/20, 131 YDS, TD) wurde beim ersten Drive nach der Halbzeitpause von zwei Hits auf einmal hart am Kopf erwischt und verlor sichtbar noch in der Luft das Bewusstsein, woraufhin er auf den Boden krachte und zunächst regungslos liegen blieb. Rudolph war nach kurzer Zeit wieder ansprechbar und konnte auch aufstehen - das musste er aber auch, weil die fahrbare Trage nicht funktionierte.
  • Rudolphs Gesundheit nach einigen sehr üblen Minuten steht fraglos über allem; rein sportlich wird der Eindruck immer stärker, dass beide Teams das ganze Jahr über aus verschiedenen Gründen Probleme haben werden. Bei den Steelers, neben der offensichtlichen Quarterback-Frage - Devlin Hodges kam anschließend rein und machte seine Sache ordentlich -, betrifft das auch das Wide Receiver Corps; hier nämlich waren Drops, ein Fumble von JuJu Smith-Schuster und generelle Inkonstanz wieder mal ein Thema.
  • Bei den Ravens derweil setzte sich ebenfalls eine Quarterback-Thematik fort: Lamar Jackson (19/28, 161 YDS, TD, 3 INT; 14 ATT, 70 YDS) bleibt als Passer gefährlich inkonstant. Einige tolle Pässe, teilweise auch Pech bei den Interceptions, aber auch nach wie vor zu viele Würfe, die er so nicht riskieren darf. Dazu hatte auch Baltimores Offensive Line Probleme mit dem Pass-Rush der Steelers.
  • Und in all dem Chaos war es rein sportlich nebenbei auch ein sehr unterhaltsames Spiel. Die Steelers, die wieder mehrfach mit der Wildcat-Offense herumexperimentierten und daraus auch eine Interception warfen, liefen früh einem Rückstand hinterher, Baltimore hatte anfangs den Fuß auf dem Gaspedal.
  • Doch die Steelers arbeiteten sich schrittweise und auch dank besserer Defense zurück - und gingen kurz vor Schluss in Führung! Doch die Ravens erzwangen per Field Goal Overtime, wo nach einem schnellen Ravens-Punt schließlich die Entscheidung kam: Smith-Schusters Fumble brachte die Ravens schon in Field-Goal-Position und aus 46 Yards sicherte Justin Tucker den Auswärtssieg. Bitter für die Ravens: Für Safety Tony Jefferson ist die Saison infolge eines am Sonntag erlittenen Kreuzbandrisses beendet.

New Orleans Saints (4-1) - Tamp Bay Buccaneers (2-3)

Ergebnis: 31:24 (3:7, 14:3, 7:7, 7:7) BOXSCORE

  • Kein Drew Brees - kein Problem? Auch wenn die Saints ihre ersten beiden Spiele ohne den verletzten Brees gewonnen hatten, war Bridgewater dabei definitiv mehr Beifahrer denn als Pilot mit dabei. Die ganze Offense fand im Kurzpassspiel statt, einzelne individuelle Ausnahmeleistungen offensiv sowie starke Auftritte der Defense ebneten den Weg für diese Siege. Das änderte sich am Sonntag im Division-Duell gegen Tampa Bay.
  • Bridgewater (26/34, 314 YDS, 4 TD, INT), der von den Saints-Fans mehrfach lautstark mit Sprechchören gefeiert wurde, legte seine mit weitem Abstand explosivste Partie mindestens seit er in New Orleans ist auf den Rasen. Die Bucs-Schwächen in der Secondary sind kein Geheimnis, die Frage war, ob die Saints diese mit Bridgewater auch so ausnutzen können würden. Die Antwort war ein klares Ja, vor allem Michael Thomas (11 REC, 182 YDS, 2 TD) dominierte Tampa Bay komplett. Die Interception war Bridgewaters einziger wirklicher Fehler, ein Wurf leicht in den Rücken seines Receivers und dann zum Pick abgefälscht.
  • Jameis Winston auf der anderen Seite war nach mehreren guten Spielen deutlich inkonstanter unterwegs. Winston (15/27, 204 YDS, 2 TD) hatte früh schon Interception-Glück und warf wenig später einen Pick, der nur durch eine Delay-of-Game-Strafe zurückgenommen wurde. Gleichzeitig aber stand er auch hinter der wackligen Offensive Line permanent unter Druck und steckte sechs Sacks ein.
  • Trotzdem gelang es der Bucs-Offense, zumindest in Reichweite zu bleiben. Der Hauptgrund dafür war wieder Chris Godwin, Godwin fing sieben Pässe für 125 Yards und zwei Touchdowns. Mike Evans dagegen sah zwar drei Targets, war allerdings von der Saints-Secondary komplett abgemeldet und verzeichnete keinen einzigen Catch.

Oakland Raiders (3-2) - Chicago Bears (3-2)

Ergebnis: 24:21 (0:0, 17:0, 0:21, 7:0) BOXSCORE

  • Eine der größten Überraschungen in Woche 5 passierte im ersten London-Spiel dieser Saison. Konkret: Wer vor diesem Spiel prognostiziert hätte, dass die von Tom Cable trainierte Offensive Line der Raiders die Bears-Front - auch wenn sich hier Akiem Hicks früh verletzte - in der ersten Hälfte so kontrollieren würde, hätte bei so manchem Buchmacher gutes Geld machen können. Oakland dominierte die Line of Scrimmage in der ersten Hälfte und bewegte den Ball offensiv konstant mit einem starken Run Game, während Chicagos Offense ebenfalls überhaupt keinen Zugriff auf die Partie bekam.
  • In Vertretung des verletzten Mitch Trubisky hatte Backup Chase Daniel (22/30, 231 YDS, 2 TD, 2 INT) eine sehr durchwachsene erste Hälfte; die Bears-Offense produzierte in der ersten Hälfte 44 Yards, und das gegen eine alles andere als gefürchtete Raiders-Defense. Am ehesten konnte man den Raiders den Vorwurf machen, dass sie ihre Überlegenheit in der ersten Hälfte nicht in eine noch größere Führung umgemünzt hatten - und das sollte sich rächen.
  • Denn in der zweiten Halbzeit wandte sich das Blatt komplett. Nach einem schwerwiegenden Kommunikationsfehler pitchte Carr den Ball in ein leeres Backfield - den so kurios entstandenen Fumble schnappten sich die Bears und standen direkt in der Red Zone, sowie wenig später in der Endzone. Es folgte wenig später ein langer Bears-Drive mit viel Kurzpassspiel sowie dem nächsten Touchdown und schließlich ein langer Punt-Return von Tarik Cohen, den Allen Robinson mit einem sehenswerten Touchdown-Catch abschloss.
  • Das Spiel war gekippt. Oakland konnte offensiv nicht mehr ansatzweise so standhalten und Carr geriet immer schneller unter Druck, während die Bears-Offense jetzt viel sicherer und kontrollierter agierte. Oakland schoss sich mit einem Goal-Line-Fumble nochmals selbst in den Fuß. Umso bemerkenswerter war es, dass die Raiders zurückkamen: Ein 13-Play-Drive über 97 (!) Yards gegen diese Defense, die eigentlich die Stärke des Teams sein sollte, gefolgt von einer Interception von Daniel bei einem offensichtlichen Kommunikationsfehler brachte die Raiders auf die Siegerstraße in einem irren Duell an der Themse!

Washington Redskins (0-5) - New England Patriots (5-0)

Ergebnis: 7:33 (7:6, 0:6, 0:14, 0:7) BOXSCORE

  • Krasse Außenseiterrolle hin oder her - die am intensivsten diskutierte Personalie vor diesem Spiel fand aufseiten der Redskins statt: Nachdem Case Keenum in der Vorwoche früh rausgenommen worden war, Rookie Dwayne Haskins allerdings noch merklich zu kämpfen hatte, ging Head Coach Jay Gruden - für den es längst um den Job geht - zu seiner dritten Alternative: Colt McCoy durfte gegen New England beginnen.
  • Zwar hatte McCoy (18/27, 119 YDS, INT) gegen eine einmal mehr starke Patriots-Defense die erwartbaren Probleme; trotzdem blieb das Spiel deutlich länger deutlich enger als erwartet. Das lag an einer sehr fahrigen Vorstellung der Patriots-Offense: Brady (28/42, 348 YDS, 3 TD, INT) verfehlte einen offenen Josh Gordon zum Touchdown, New England hatte ein Turnover on Downs und kurz vor der Halbzeitpause, als New England durch einen Redskins-Fumble direkt in der Red Zone in Ballbesitz kam, kam der Redskins-Blitz direkt durch und Brady, statt den Ball weg zu werfen, warf die Interception.
  • In der Folge führte Washington zwischenzeitlich sogar - weil die Defense bei einem 65-Yard-Touchdown-Run von Steven Sims beim End-Around horrend schlechtes Tackling an den Tag legte, und der neue Patriots-Kicker Nugent prompt seinen ersten PAT vergab. Washingtons Offense hatte Mitte des zweiten Viertels 65 Yards bei diesem einen Play sowie 15 Yards bei den 16 anderen Plays.
  • Doch die Offense fand dann ihren Rhythmus. Ein 29-Yard-Touchdown-Pass auf Brandon Bolden, gefolgt von einem weiteren Touchdown-Drive - Mitte des dritten Viertels war diese äußerst glanzlose Partie, in der New Englands Offense erneut einiges an Sand im Getriebe offenbarte, entschieden. Brady hat jetzt in aufeinanderfolgenden Wochen Red-Zone-Interceptions geworfen - zwischen 2016 und 2018 hatte er insgesamt zwei Red-Zone-Picks.

Cincinnati Bengals (0-5) - Arizona Cardinals (1-3-1)

Ergebnis: 23:26 (3:7, 3:6, 3:0, 14:13) BOXSCORE

  • Kliff Kingsbury und Kyler Murray haben ihren ersten NFL-Sieg - und der kam bei allen Diskussionen über die Air Raid Offense mit einer dominanten Vorstellung des eigenen Run Games: Arizona lief aus einer Vielzahl an verschiedenen Designs bei 38 Runs für 266 Yards, darunter 93 Yards von Kyler Murray (20/32, 253 YDS; 10 ATT, 93 YDS, TD), der eine weitere vielversprechende Partie ablieferte, den Ball gut verteilte und auch mehr Reife an den Tag legte, als er mehrfach verlorene Plays mit Throwaways aufgab, statt sich hier kostspielige Fehler zu leisten.
  • Dieses Spiel hätte auch deutlich eher entschieden sein müssen, doch ein altbekanntes Problem setzte sich fort: In der Red Zone hat Arizona nach wie vor Schwierigkeiten. Das wurde auch gegen die Bengals deutlich, die Cardinals spielten früh ein kurzes Fourth Down in der Red Zone aus und Murray lief prompt via Bootleg in die Endzone - doch Cincinnati beendete noch mehrere weitere Drives vor der Halbzeitpause in der Red Zone und verhinderte so einen deutlicheren Rückstand.
  • Der kam dann schließlich, als Chase Edmonds - der sich weiterhin für mehr Snaps trotz David Johnson empfiehlt - einen 37-Yard-Run in die Endzone trug. Cincinnati legte im Gegenzug seinen mit Abstand besten Drive hin und antwortete prompt mit einem Touchdown, über weite Strecken aber war das Bild ähnlich: Nachdem Joe Mixon (19 ATT, 93 YDS) den ersten Drive noch dominiert hatte, meldete die Cardinals-Defense Cincinnatis Running Back ab - und das hatte auf die Bengals-Offense einen Effekt, als hätte jemand den Stecker gezogen.
  • Andy Dalton (27/38, 262 YDS, 2 TD) und das Passspiel wirkten komplett raus - bis die Partie, die von Fehlern und Flaggen auf beiden Seiten geprägt war, plötzlich kippte. Arizonas Secondary bestand nach einer weiteren Verletzung aus drei Rookies, einem Waiver-Wire-Pickup und einem Safety in Budda Baker, der Slot-Corner spielen musste - das merkte man: Baker gegen Tyler Boyd war das Mismatch, das Cincinnati für einen schnellen zweiten , 42-Yard-Touchdown nutzte, und so war die Partie scheinbar aus dem Nichts ausgeglichen! Doch der letzte Drive gehörte Arizona, und spezifisch Murray, der einen spektakulären Game-Winning-Drive in die Red Zone diktierte, wo das Field Goal schließlich saß.

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