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NBA: Siegesserie der Boston Celtics reißt nach neun Spielen - Giannis Antetokounmpo dreht auf - Cavs gelingt Revanche

Von Philipp Jakob und Nikolas Pfannenmüller

Nach neun Spielen ist die Siegesserie der Boston Celtics gerissen, da hilft auch kein später Comeback-Versuch mehr. Giannis Antetokounmpo dreht für die Bucks in der zweiten Halbzeit auf - leistet sich aber wieder einen Makel. Den Cavaliers und Knicks gelingt eine Revanche.

Cleveland Cavaliers (11-6) - Atlanta Hawks (10-7) 114:102 (BOXSCORE)

  • Zwei der spektakulärsten, jungen Backcourts der Liga lieferten sich lange Zeit packendes Duell, am Ende feierten die Cavs ihre Revanche gegen das Aus im Play-In-Turnier in der Vorsaison. "Jeder weiß, was sie uns letzte Saison angetan haben", sagte Darius Garland, "deshalb hatte das Spiel eine besondere Bedeutung für uns."
  • Ein 11:3-Lauf früh im vierten Viertel brachte die Hausherren auf die Siegerstraße, den dünnen Vorsprung brachte Cleveland über die Zeit. Unter anderem dank Cedi Osman, der zwei Minuten vor dem Ende ein Clear-Path-Foul der Hawks mit zwei Freiwürfen plus einem verwandelten Dreier gnadenlos bestrafte. Dadurch zogen die Cavs auf +11 weg, Donovan Mitchell per Pull-Up und Evan Mobley per Dunk machten endgültig den Sack zu.
  • Osman erzielte auf dem Weg zu seinem Saisonbestwert von 23 Punkten allein 10 Zähler im Schlussabschnitt. Insgesamt dominierte aber wieder der Backcourt die Cavs-Offense. Mitchell führte sein Team mit 29 Punkten und 9 Assists an, Garland kam nach einem heißen Start auf 26 Zähler, 9 Vorlagen, aber auch 8 Turnover (Career-High eingestellt). Mobley wurde von Mitchell um das Double-Double betrogen (10 und 9 Rebounds), gemeinsam mit Jarrett Allen (8 und 11) hielt er aber die Defense zusammen.
  • Vor allem Dejounte Murray hatte offensiv seine Probleme (11, 4/17 FG, 6 Assists) und auch Trae Young fand von Downtown nicht in seinen Rhythmus. Der Point Guard beendete die Partie zwar als Hawks-Topscorer (25, 10 Assists), traf aber nur 1/8 Dreier. Generell versenkte Atlanta nur 44 Prozent aus dem Feld und 31 Prozent aus der Distanz - die Cavs standen bei 60 beziehungsweise 53 Prozent. A.J. Griffin kam bei seinem ersten Karriere-Start für den erkrankten De'Andre Hunter auf 17 Punkte, John Collins steuerte 16 Zähler bei.

Indiana Pacers (10-6) - Orlando Magic (5-13) 123:102 (BOXSCORE)

  • "Wir machen den Extrapass und sichern uns gegenseitig in der Verteidigung ab. Wir haben junge Leute, die rausgehen und rennen. Wir überraschen die Leute und sie merken, wie gut wir sind", erklärte T.J. McConnell den Höhenflug der Pacers. Für ihn und die Pacers ist die nun fünf Spiele andauernde Siegesserie eine Genugtuung, denn vor der Spielzeit hatte kaum jemand die Pacers auf dem Zettel.
  • Vor zwei Tagen gewann das Team von Rick Carlisle mit 114:113 gegen Orlando, das zweite Duell war wesentlich eindeutiger. Ausgeglichen war die Begegnung nur zu Beginn, im zweiten Viertel führte Orlando sogar mit 4 Punkten. Doch Indiana übernahm im Laufe des Spiels immer mehr das Kommando und führte zur Halbzeit bereits mit 54:45. Das dritte Viertel ging ebenfalls an die Gastgeber (32:22), weshalb das Spiel schlussendlich nicht mehr spannend wurde.
  • Pacers-Rookie Bennedict Mathurin war mit 22 Punkten bester Werfer des Spiels, den größten Einfluss auf die Performance seines Teams hatte aber wohl Tyrese Haliburton mit 18 Punkten und 14 Assists - auch wenn ihm 7 Ballverluste unterliefen. McConnell steuerte effiziente 19 Zähler (7/8 FG) und 10 Vorlagen bei. Haliburton und McConnell war es größtenteils zu verdanken, dass die Pacers am Ende des Spiels 12 Assists mehr als der Gegner vorzuweisen hatten (32:20). Buddy Hield erwischte einen gebrauchten Abend und traf nur drei Körbe bei 13 Versuchen (9 Punkte).
  • Trotz der Niederlage machte Orlandos Franz Wagner ein gutes Spiel (20 Punkte, 6/11 FG, 8/10 FT). Immer wieder attackierte er den Korb und ging an die Freiwurflinie. Gary Harris gelangen 18 Punkte von der Bank, Mo Bamba 15 (5/6 FG). Die Magic mussten erneut auf Paolo Banchero verzichten und werden hoffen, dass sich der Nummer-1-Pick schnellstens von seiner Knöchelverletzung erholt.

Chicago Bulls (7-10) - Boston Celtics (13-4) 121:107 (BOXSCORE)

  • Das war's mit der schönen Siegesserie! Nach neun Erfolgen in den vergangenen neun Spielen haben die Celtics mal wieder eine Pleite kassiert. Die Bulls waren das "hungrigere Team", wie Celtics-Coach Joe Mazzulla erklärte, Boston hatte dagegen zu viele Löcher in der Defense und auch offensiv einen Katastrophen-Start.
  • Nach dem ersten Viertel hatten die Gäste eine Feldwurfquote von mageren 27 Prozent vorzuweisen, vor allem aus der Distanz lief wenig bis gar nichts (5/17 Dreier allein im ersten Viertel). Dafür leistete sich Boston 6 Ballverluste. Die Bulls lagen also früh in Front und bauten ihren Vorsprung im Laufe des Spiels auf 21 Punkte aus, bevor die Celtics zu Beginn des vierten Viertels nochmal ein Comeback starteten - auch weil der Dreier endlich fiel.
  • Boston stand am Ende bei 19/50 von Downtown (38 Prozent), doch näher als bis auf 8 Zähler kamen die Kelten nicht mehr heran. DeMar DeRozan und Zach LaVine hatten meistens die passende Antwort parat, Letzterer zeigte mit 22 Punkten (9 davon im vierten Viertel, insgesamt 5/10 Dreier) eine ordentliche Reaktion auf sein Crunchtime-Benching im vorigen Spiel. DeRozan führte die Bulls mit 28 Zählern und 8 Rebounds an, Patrick Williams stellte einen persönlichen Saisonbestwert auf (17, 6/9 FG) und Nikola Vucevic sammelte 12 Punkte, 13 Rebounds sowie 8 Assists.
  • Die Celtics bekamen einen starken Push von Malcolm Brogdon, der von der Bank 23 Punkte und 6 Assists auflegte und dabei 5/6 Dreier traf. Ansonsten machte auch das Star-Duo Jayson Tatum (28, 11 Rebounds und 7 Assists) und Jaylen Brown (25) seine Sache ordentlich, Al Horford war dagegen offensiv ein Totalausfall (0, 0/9 FG und 0/7 Dreier).Die Bulls beendeten derweil ihre vier Spiele andauernde Niederlagenserie.

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