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NBA - Saisonvorschau: Milwaukee Bucks, Detroit Pistons, Miami Heat: Eine große Schwäche der Bucks bleibt

Von Robert Arndt

Die Preview-Serie gut drei Wochen vor dem Saisonstart geht in der Eastern Conference weiter. Heute nehmen wir mit den Miami Heat und den Milwaukee Bucks gleich zwei Titelanwärter unter die Lupe. Außerdem: Wie steht es um den Rebuild bei den Detroit Pistons?

In den Wochen vor dem Saisonstart am 19. Oktober werfen wir einen detaillierten Blick auf jedes der 30 NBA-Teams. Hier findet Ihr eine Übersicht mit allen bereits veröffentlichten Previews.

NBA-Saisonvorschau MILWAUKEE BUCKS

Milwaukee Bucks: Die Transaktionen

Neuzugänge

  • Draft: MarJon Beauchamp (Nr. 24), Hugo Besson (Nr. 58)
  • Free Agency: Joe Ingles (Blazers)

Abgänge

  • Free Agency: Jordan Nwora, Rayjon Tucker (Melbourne United)

Milwaukee Bucks: Die wichtigsten Statistiken 2021/22

Bilanz Regular SeasonOffensiv-RatingDefensiv-RatingNet-Rating
51-31 (Platz 3 im Osten)114,3 (3.)111,1 (14.)3,2 (8.)

Milwaukee Bucks: Die Strategie in der Offseason

Nach der Championship folgte das Aus in Runde zwei, dennoch war es eine vergleichsweise ruhige Offseason in Wisconsin. Die Gründe sind nachvollziehbar. In der Serie mit den Boston Celtics fehlte in Khris Middleton (wird den Saisonstart verpassen) ein Teil der Big Three, dennoch hatte Milwaukee die Chance, in einem Heimspiel den späteren Finalisten auszuschalten. Es gelang nicht, auch weil Jayson Tatum für Boston das Spiel seines Lebens absolvierte.

So wurde der Status Quo bei den Bucks erhalten. Mit Jevon Carter, Wesley Matthews, Pat Connaughton, Serge Ibaka und Bobby Portis einigte man sich auf neue Verträge, wobei vor allem die Extension für Portis (4 Jahre, 49 Mio. Dollar) recht kostspielig war. So blieb genau ein echtes Tool für die Offseason übrig und das war die Mini-MLE.

Diese ging etwas überraschend an Joe Ingles, der sich Anfang des Jahres das Kreuzband riss und noch einige Monate nicht mit dabei sein wird. Der Australier ist inzwischen 34 Jahre alt, soll aber in Sachen Playmaking und Shooting vom Flügel helfen, wenn er wieder fit ist, und damit die Big Three ein wenig entlasten.

Giannis Antetokounmpo, Jrue Holiday und Middleton mussten in den vergangenen beiden Jahren viel Last schultern, gerade in der Regular Season soll der etwas breitere Kader Entlastung schaffen. Das Ingles-Signing ist aber auch ein Fingerzeig dafür, dass die Regular Season erneut nicht die höchste Priorität genießt und dem Erfolg in der Postseason alles untergeordnet wird. Als Team in einem eher kleinen Markt zahlen die Bucks fast 60 Millionen Dollar Luxussteuer, die Prime von Giannis soll um jeden Preis bestmöglich ausgeschlachtet werden.

© getty

Milwaukee Bucks: Die Schwachstellen

Trotz einer Pay Roll von 170 Millionen Dollar ist der Kader alles andere als perfekt austariert. Vieles baut auf die Star-Power der Big Three, das zeigte sich auch in den Playoffs und bröckelte als in Middleton eine Säule wegbrach. Milwaukee hatte am Ende Schwierigkeiten, Lineups zu finden, die offensiv potent genug und defensiv nicht angreifbar sind. Daran hat auch die Offseason nichts geändert.

Es fehlt weiterhin ein guter Backup für Holiday, erst recht da George Hill (36) wieder ein Jahr älter ist. Carter machte seine Sache zwar ordentlich, ist aber offensiv limitiert. Ähnlich sieht es auf dem Flügel aus, wo mit Ingles nun in der Theorie mehr Offense da ist. Ob er defensiv noch mithalten kann, ist fraglich. Wings sind aber nötig, wenn die Bucks mit Giannis auf der Fünf ihr bestes Lineup spielen wollen. Grayson Allen war an dieser Stelle nicht die Lösung.

NBA-Preview: Der Kader der Milwaukee Bucks

Point GuardShooting GuardSmall ForwardPower ForwardCenter
Jrue HolidayGrayson AllenKhris MiddletonGiannis AntetokounmpoBrook Lopez
George HillWesley MatthewsPat ConnaughtonJoe InglesBobby Portis
Jevon Carter-MarJon BeauchampThanasis AntetokounmpoSerge Ibaka

Milwaukee Bucks: Der Hoffnungsträger

Womöglich hätte es mit Middleton aber auch keine Rolle gespielt. Hier noch einmal die Zahlen, die Giannis Antetokounmpo gegen die Celtics auflegte. 33,9 Punkte, 14,7 Rebounds, 7,1 Assists in durchschnittlich 40 Minuten. Es war eine Demonstration der Stärke des Griechen, dem erst zum Ende hin etwas die Luft ausging.

Es zeigte dennoch die Entwicklung des Doppel-MVPs. Seit der Bubble in Orlando gibt es keine Defense, die den 27-Jährigen aus dem Spiel nehmen kann. Antetokounmpo kann jederzeit Druck auf den Ring ausüben und hat inzwischen auch ein solides Arsenal aus Floatern, kleinen Hakenwürfen und Turnaround-Jumpshots, das jede Defense respektieren muss. Dass der Dreier weiter nicht fällt, ist dabei überhaupt nicht schlimm. Giannis hat schon jetzt genügend Konter für jede Defense in der Association.

Milwaukee Bucks: Das Fazit

Solange Antetokounmpo auf dem Feld steht, sind die Bucks ein ernstzunehmender Titelkandidat, womöglich sogar der Topfavorit auf die Championship. Zwar ist das Team mit Ausnahme von Giannis nicht besonders athletisch und weniger tief als andere Contender, dennoch ist Antetokounmpo derzeit die ultimative Trumpfkarte der NBA.

Der Kern der Bucks ist nun bereits einige Jahre zusammen, die Mechanismen passen und auf die Stars konnte sich Coach Mike Budenholzer meist verlassen. Sorgen macht das Alter einiger Rollenspieler wie Brook Lopez (34), Matthews (35), Hill (36) oder Ingles (34), hier könnte es eine Regression geben. Da die Bucks aber auf die Regular Season nicht viel geben werden, sollten die Oldies genügend Pausen bekommen. Der zweite Titel in drei Jahren ist möglich.

Seite 1 - Milwaukee Bucks: Das Selbstvertrauen eines Champions

Seite 2 - Detroit Pistons: Graue Maus war einmal

Seite 3 - Miami Heat: Einer muss den Sprung machen

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