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NBA

NBA - Power Ranking der Western Conference in der Offseason: Wieder nichts mit den Playoffs für LeBron?

Von Philipp Jakob

Platz 5: MEMPHIS GRIZZLIES

Neuzugänge

  • Draft: Jake LaRavia (#19), David Roddy (#23), Kennedy Chandler (#38), Vince Williams (#47)
  • Trade: Danny Green (Sixers)

Abgänge

  • Trade: De'Anthony Melton (Sixers)
  • Free Agency: Kyle Anderson (Wolves), Jarrett Culver (Free Agent)

Kurz vor dem Start der Free Agency schummelte sich eine Nachricht durch die Nachrichtenkanäle, die in Anbetracht des wenig später startenden Wechselchaos fast ein wenig in Vergessenheit geriet: Jaren Jackson Jr. musste aufgrund eines Ermüdungsbruchs im rechten Fuß unters Messer, vier bis sechs Monate Pause. Im besten Fall sehen wir den Grizzlies-Star damit im November wieder, vielleicht aber auch erst im nächsten Jahr.

Der Verlust des DPOY-Kandidaten und zweitbesten Spielers der Grizzlies nach Ja Morant wiegt schwer, Memphis wird nach dem überraschenden zweiten Platz 21/22 in der nächsten Regular Season einen kleinen Schritt zurücknehmen - vor allem in Anbetracht der gestiegenen Konkurrenz im Westen.

Das ist aber nicht dramatisch. Morant dürfte nach seiner Vertragsverlängerung wieder in der All-NBA-Diskussion mitmischen, von Desmond Bane sind weitere Entwicklungsschritte zu erwarten. Auch wenn in Person von Melton und Anderson zweit gute Rollenspieler gegangenen sind, sollte die Tiefe weiter eine Stärke bleiben. Tyus Jones und John Konchar konnten gehalten werden, hinzu kommen spannende Rookies und weitere interne Steigerungen (Brandon Clarke, Ziaire Williams). Wenn JJJ fit zurückkehrt, könnte Memphis auch die Top 4 im Westen wieder angreifen.

Platz 4: DENVER NUGGETS

Neuzugänge

  • Draft: Christian Braun (#21), Peyton Watson (#30)
  • Trade: Kentavious Caldwell-Pope, Ish Smith (beide Wizards)
  • Free Agency: Bruce Brown Jr. (Nets), DeAndre Jordan (Sixers)

Abgänge

  • Trade: Will Barton, Monte Morris (beide Wizards), JaMychal Green (Thunder, mittlerweile Warriors)
  • Free Agency: Bryn Forbes (Wolves), Austin Rivers (Wolves), DeMarcus Cousins, Facundo Campazzo, Markus Howard (alle Free Agents)

Doch die Konkurrenz schläft nicht. Ganz im Gegenteil, an der Spitze der Western Conference bahnt sich ein Hahnenkampf der Extraklasse an. Immerhin hat Nikola Jokic die Nuggets in der Vorsaison auch ohne seine zwei besten Mitspieler zu 48 Siegen geführt, jetzt kommen Jamal Murray und Michael Porter Jr. von langen Verletzungspausen zurück - und Denver hat in der Offseason nochmal nachgebessert.

KCP ist als Three-and-D-Spezialist ein exzellenter Fit, seine Defense kann Denver gut gebrauchen. Das Signing von Brown könnte zum Steal werden (über Jordan legen wir besser den Mantel des Schweigens), die Abgänge von Barton und insbesondere Morris schmerzen dafür etwas. Hier hofft Denver auf einen Sprung von Bones Hyland, der hinter Murray den Backup-Guard geben wird. Zur Not ist der erfahrene Smith auch noch da.

Idealerweise fällt das aber gar nicht so sehr ins Gewicht, wenn Murray und MPJ im Laufe der Saison an alte Form anknüpfen. Das Duo eröffnet den Nuggets vor allem beim Scoring (beide) und Playmaking (Murray) eine ganz neue Dimension. Legen sie schnell den anfangs zu erwartenden Rost ab und bleiben beide fit, könnte Denver noch weiter nach oben klettern. Championship-Potenzial ist da!

Platz 3: L.A. CLIPPERS

Neuzugänge

  • Draft: Moussa Diabate (#43)
  • Free Agency: John Wall (Rockets), Moses Brown (Cavs)

Abgänge

  • Free Agency: Isaiah Hartenstein (Knicks), Rodney Hood, Jay Scrubb (beide Free Agents)

Paul George: 31 Einsätze in der vergangenen Saison. Kawhi Leonard: 0 Einsätze. Dass die beiden besten Spieler der Clippers kommende Spielzeit wieder fit sein werden, lässt die halbe Liga in einen Schockzustand verfallen. Es wäre töricht, vom Superstar-Duo jeweils 82 Spiele zu erwarten, aber es reicht ja auch, wenn das komplette Team zur Postseason bei 100 Prozent ist.

Zwei der besten Two-Way-Spieler der Liga, umgeben von einem sehr guten und vielseitigen Supporting Cast, der nahezu komplett aus der Vorsaison mitgenommen wurde. John Wall könnte zusätzlich eine gute Ergänzung sein, wenn er wie versprochen an seinem Dreier arbeitet. Nicolas Batum und Amir Coffey haben verlängert, nur der Verlust von Hartenstein, einer der besten Backup-Center der Liga, schmerzt. Mit Kawhi und PG-13 wird L.A. aber wohl ohnehin wieder vermehrt Small-Ball spielen.

Der Aufschwung der Clippers von zwei Niederlagen im Play-In-Turnier zu einem Top-Team des Westens hängt natürlich allein an Leonard und George und wie gesund sie das Jahr über bleiben. In der Theorie sind die Clippers ein Titelanwärter, wenn die Antwort auf diese Frage positiv ausfällt. Jetzt müssen sie es auch in der Praxis zeigen.

Platz 2: PHOENIX SUNS

Neuzugänge

  • Trade: Jock Landale (Hawks)
  • Free Agency: Damion Lee (Warriors), Josh Okogie (Wolves), Duane Washington Jr. (Pacers)

Abgänge

  • Free Agency: Aaron Holiday (Hawks), JaVale McGee (Mavs), Elfrid Payton (Free Agent)

Ja, der Abschied aus den Playoffs war ein Desaster. Ja, das Drama um die Vertragsverlängerung von Deandre Ayton dürfte dem Center nicht gefallen haben. Und ja, es gibt die Gerüchte über gewisse Unstimmigkeiten zwischen Ayton und Coach Monty Williams. Doch wenn sich alle Parteien an einen Tisch setzen, die Probleme aus der Welt schaffen und sich aufs Sportliche konzentrieren, dann ist Phoenix weiterhin eine Sieg-Maschine.

Das Team ist in der Offseason nicht besser geworden, aber eben auch nicht schlechter. Der Abgang von McGee soll und kann von Bismack Biyombo abgefedert werden, die Suns setzen zudem Hoffnungen auf Dario Saric, der von einem Kreuzbandriss zurückkommt. Der Kern ist ansonsten der gleiche, die die Association vergangene Saison mit 64 Siegen in der Regular Season überrollte.

Nun bleiben natürlich trotzdem ein paar Fragen: Wie groß ist der Riss zwischen Ayton und Franchise wirklich? Wie wirkt das Playoff-Debakel nach? Wie lange kann Chris Paul mit seinen 37 Jahren sein Level noch halten? Devin Booker sollte dafür mit seinem fetten Zahltag im Rücken erneut in der erweiterten MVP-Diskussion eine Rolle spielen. Die Suns bleiben ein Team mit wenig Schwachstellen, das dürfen sie sich durch eventuelle Nebenkriegsschauplätze nicht kaputt machen.

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Platz 1: GOLDEN STATE WARRIORS

Neuzugänge

  • Draft: Patrick Baldwin Jr. (#28), Ryan Rollins (#44)
  • Free Agency: Donte DiVincenzo (Kings), JaMychal Green (Nuggets), Mac McClung (Lakers)

Abgänge

  • Free Agency: Gary Payton II (Blazers), Otto Porter Jr. (Raptors), Nemanja Bjelica (Fenerbahce), Damion Lee (Suns), Juan Toscano-Anderson (Lakers), Andre Iguodala, Chris Chiozza (beide Free Agents)

Wer als amtierender Champion in die neue Saison geht und dabei immer noch Stephen Curry, Klay Thompson und Draymond Green in seinem Kader vorzuweisen hat, der hat sich die Spitzenposition im Power Ranking automatisch verdient. Allerdings liegt die Stärke der Dubs nicht unbedingt in der Regular Season. Gut möglich, dass Golden State dort ein paar Körner der Big Three spart und die Jagd nach dem Top-Seed nicht ganz so ernst nimmt.

Dafür werden die Warriors in den Playoffs wieder ein heißer Anwärter auf die Championship sein. Klar, drei gute Rollenspieler - zwei davon, Payton II und Porter Jr., haben in den Finals enorm wichtige Minuten abgespult - sind im Sommer gegangen, das tut auch dem Champion weh. Der Plan ist aber, dass dafür die Youngster um Jordan Poole, Moses Moody, Jonathan Kuminga und James Wiseman größere Rollen einnehmen können. Das Potenzial ist riesig, allerdings noch theoretischer Natur.

DiVincenzo schickt sich derweil an, mit seinem Basketball-IQ, seinem Cutting, seinem Rebounding, seinem Dreier zum perfekten Warriors-Puzzleteil zu werden. Auch Green wird einen soliden Backup im Frontcourt geben. Viel wichtiger noch: Thompson kann nach einer gesunden Offseason endlich wieder eine komplette Spielzeit absolvieren. Während der Regular Season muss der Fuß nicht immer voll auf dem Gaspedal sein, doch wenn die Big Three zur Postseason fit ist und der Supporting Cast den erhofften Schritt macht, dann stehen die Chancen auf eine Titelverteidigung richtig gut.

Seite 1: Platz 15 bis 11 - Fast wie damals in der 2-22-Saison ...

Seite 2: Platz 10 bis 6 - Den Mavs droht der Absturz ins Play-In

Seite 3: Platz 5 bis 1 - Zwei neue Herausforderer für den Champion

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