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"Kiddie"-Klausel, Machtkämpfe, Militär: Legenden und ihre No-Trade-Klauseln

Bradley Beal hat eine No-Trade-Klausel in seinem Vertrag. Richtig gelesen, Beal hat von den Wizards das bekommen, was erst zehn andere Spieler vor ihm erhielten. Wir blicken zurück auf die Legenden, die ein Veto-Recht für jeden Trade hatten.
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Zunächst einmal: Nicht jeder Spieler kann sich so eine Klausel in den Vertrag schreiben lassen. Laut Tarifvertrag muss ein Spieler mindestens acht Saisons auf dem Buckel haben und mindestens vier Jahre für das Team gespielt haben.
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Und noch eine Anmerkung. Eine No-Trade-Klausel kann nicht in eine Vertragsverlängerung geschrieben werden. Womöglich war auch das ein Grund, warum Beal zunächst aus seinem Vertrag ausstieg und dann den neuen Deal unterschrieb.
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JOHN STOCKTON: Die Legende der Jazz ist in einem anderen Jersey nicht vorstellbar, auch Stockton selbst wollte Utah nicht verlassen. Neben seiner No-Trade-Klausel hatte er auch noch eine sogenannte "Kiddie"-Klausel im Vertrag.
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Was das ist? Ganz einfach: Es erlaubte Stockton in seiner Freizeit, mit seinem Sohn sämtliche sportliche Aktivitäten durchzuführen. Das ist nicht selbstverständlich, in vielen NBA-Verträgen werden Spielern gewisse Sportarten schlichtweg verboten.
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DAVID ROBINSON: Okay, nun wird es kurios. Der Admiral erhielt nach Ablauf seines ursprünglichen Achtjahresvertrags seinen Deal mit No-Trade-Klausel. In den Jahren zuvor hatte der frühere MVP immer Angst, dass San Antonio ihn abgeben würde.
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Warum? Robinsons Agent ließ im ersten Vertrag eine Klausel einbauen, dass der Center Jahr für Jahr den Durchschnitt der beiden Topverdiener der NBA bekommen müsse. So musste in jeder Saison ein neuer Vertrag aufgesetzt werden.
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Und warum machten die Spurs das? Auch das ist kurios. Im CBA gab es damals eine Klausel, dass gedraftete Spieler, die wegen des Militärdienstes verhindert waren, sich erneut zum Draft anmelden können.
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Die Spurs zogen Robinson 1987 mit dem ersten Pick, allerdings blieb der Admiral zwei weitere Jahre in der Navy. Aus Angst, dass Robinson sich noch einmal zum Draft anmelden würde, stimmte San Antonio diesem kuriosen Deal zu.
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LEBRON JAMES: War das nötig? Nach dem Titel 2016 unterschrieb James einen frischen Dreijahresvertrag inklusive No-Trade. Nach zwei Jahren stieg LeBron aber selbst aus dem Vertrag aus - und wechselte zu den Los Angeles Lakers.
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KOBE BRYANT: Auch Kobe hatte von 2004 an ein Veto-Recht für Trades. Einen Tag vor der Unterschrift wurde Shaq nach Miami getradet, Bryant war nun offiziell das Gesicht der Lakers. Kobe hatte den Machtkampf gewonnen.
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Aber: Der Erfolg stellte sich nicht ein. Es folgten drei Jahre ohne Seriengewinn und Kobe forderte im Mai 2007 einen Trade. Ein Deal mit Detroit stand im Raum und Kobe gab wohl auch sein Go und wollte die Klausel streichen.

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Bryant dementierte das später, aber es war wohl der inzwischen verstorbene Owner Dr. Jerry Buss, der Bryant auf seiner Yacht in Spanien überredete, doch in L.A. zu bleiben. Der Rest ist Geschichte.
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DIRK NOWITZKI: Neben Bryant war Nowitzki lange der einzige Spieler mit "No-Trade-Klausel". Diese ließ er sich 2010 in seinen Vertrag schreiben, nachdem der Deutsche das einzige Mal in seiner Karriere über einen Wechsel nachgedacht hatte.
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Diese Klausel sollte er bis 2016 behalten, danach war ohnehin klar, dass weder Dallas die lebende Legende abgeben würde, noch dass dieser ernsthaft Wechselgedanken hegen würde.
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CARMELO ANTHONY: Bei Melo war das ein wenig anders. Er erhielt die Klausel, war aber immer umstritten bei den Knicks. Die No-Trade-Klausel brachte zahlreiche Probleme und immer wieder gab es Meinungen, dass die Knicks ohne Melo besser dran wären.
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Angeblich verhinderte Anthony so einige mögliche Trades, bevor er im September 2017 endlich einem Deal zu OKC zustimmte und die Klausel aus seinem Vertrag streichen ließ.
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KEVIN GARNETT: KG spielte in seiner Karriere für drei verschiedene Teams, er zählt dennoch zu den loyalsten Superstars seiner Zeit. 2012 bekam er von den Boston Celtics die Veto-Klausel, doch nur ein Jahr später standen in Boston die Zeichen auf Rebuild.
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Celtics-GM Danny Ainge hatte mit Brooklyn einen Mega-Trade ausgehandelt, doch der Deal schien zu platzen, weil Garnett kein Interesse an einem Wechsel nach New York hatte.
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Am Ende war es wohl ein Telefonat mit Paul Pierce, welches The Big Ticket doch noch umstimmte. Die Zeit in Brooklyn wurde eine Enttäuschung und KG kehrte im Spätherbst seiner Karriere noch einmal nach Minnesota zurück.
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DWYANE WADE: Nach der Rückkehr von LeBron nach Cleveland blieben Wade und Chris Bosh zurück. Beide verlängerten am South Beach, Wade akzeptierte sogar eine Gehaltskürzung - um im Gegenzug eine No-Trade-Klausel zu erhalten.
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TIM DUNCAN: Wie bei Nowitzki war es bei The Big Fundamental nur eine Formalie. Tim Duncan war San Antonio, San Antonio war Tim Duncan. Seit 2012 sicherte sich der beste Power Forward aller Zeiten aber ab und hatte bis zu seinem Rücktritt diese Klausel.
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PATRICK EWING: Der Knicks-Center war eine Ikone in New York, doch als die Knicks ohne ihren Star die Finals erreichten, kamen Zweifel auf. Nach 15 Jahren war Schluss in NY, Ewing akzeptierte trotz No Trade einen Wechsel nach Seattle.
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