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NBA

NBA Trade - Der Deal der Blazers für Jerami Grant in der Analyse: Auf einmal ist Detroit ein Big Player

Von Ole Frerks

Die Detroit Pistons haben in Jerami Grant ihren besten Veteranen nach Portland abgeben. Was bedeutet der Deal für das Team von Cade Cunningham - und können die Trail Blazers nun wieder angreifen? Der Trade in der Analyse.

In den Tagen vor dem Draft gibt es traditionell jede Menge Gerüchte, nun wurde nach Christian Wood nach Dallas tatsächlich schon der nächste handfeste Deal frühzeitig vermeldet. In Jerami Grant wechselt ein durchaus umworbener Spieler das Team und soll mit dafür sorgen, dass Portland nach der Enttäuschung im Vorjahr wieder angreifen kann.

Der Preis dafür ist verhältnismäßig gering: Portland gibt insgesamt drei Zweitrundenpicks ab (Nr. 36 in diesem Jahr, Zweitrundenpicks in 2025 und 2026), hinzu kommt nur ein Erstrundenpick, der Top-4-geschützte 2025er Firstrounder der Milwaukee Bucks. Portland erhält neben Grant noch den Nr.46-Pick in diesem Jahr aus Detroit zurück.

Für beide Teams hat die Offseason durch diesen Deal indes erst begonnen - es könnten weitere folgen.

Der Trade im Überblick

Trail Blazers erhaltenJerami Grant, Nr.46-Pick 2022
Pistons erhaltenNr.36-Pick 2022, Top-4-geschützter FRP 2025 (via MIL), SRP 2025, SRP 2026

Der Trade aus Sicht der Detroit Pistons

Auf den ersten Blick hat Detroit für seinen wertvollsten Veteranen nicht viel bekommen. Der einzige Erstrundenpick kommt von einem Team, das 2025 aller Voraussicht nach immer noch den dann 30-jährigen Giannis Antetokounmpo hat und insofern nicht in der Nähe der Lottery unterwegs sein wird. Vielleicht hätte man mit einem Wettbieten tatsächlich mehr bekommen können, vielleicht war der Markt für Grant aber auch nicht so üppig, wie man annehmen könnte.

So oder so geht es für Detroit aber um weitaus mehr als diesen "direkten" Gegenwert. Grant war entbehrlich geworden, passt vom Alter her nicht zwingend zur Timeline vom 20-jährigen Franchise Player Cade Cunningham und dem Spieler, den Detroit an Position an Position 5 picken wird. Und abgesehen davon bringt dieser Deal den Pistons vor allem Flexibilität.

Da Grant in Portlands Trade Exception getauscht wurde, generiert Detroit zusätzlich um die 20 Millionen Dollar in Cap Space, insgesamt sind es nun rund 43 Millionen, also locker genug für einen Maximalvertrag und potenziell weitere Free Agents. Detroit kann ein Big Player auf dem Markt sein und Cunningham einen passenden Star an die Seite stellen.

Vermutlich wollen die Pistons aggressiv um die besten Restricted Free Agents mitbieten - namentlich wären das Deandre Ayton (Phoenix Suns), Miles Bridges (Charlotte Hornets) und Collin Sexton (Cleveland Cavaliers), wie die Detroit Free Press berichtet. Phoenix würde Ayton zwar sicherlich lieber per Sign-and-Trade als "einfach so" gehen lassen, aber wer weiß, ob es dafür überhaupt eine passende Option geben wird.

Wird es in der RFA nichts, kann Detroit seinen Cap Space logischerweise auch einsetzen, um faule Verträge aufzunehmen und sich dafür mit weiteren Picks bezahlen zu lassen (es ist sogar genug Platz für den Vertrag für Russell Westbrook, nebenbei!). Auch kann der Cap Space bis 2023 gesichert werden, wenn die Free Agency-Klasse wohl deutlich besser besetzt ist als in diesem Jahr.

Im Prinzip stehen den Pistons fast alle Wege offen, wie sie die Zukunft mit ihrem Kernstück Cunningham gestalten wollen. Sie müssen den richtigen wählen, was natürlich nicht selbstverständlich ist - aber das ist ein Problem, das viele Teams gerne hätten.

Seite 1: Der Grant-Deal aus Sicht der Pistons

Seite 2: Der Trade aus Sicht der Trail Blazers

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