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NBA

NBA Draft 2022, Beste Guards: Ein Hauch von Westbrook und das große Mysterium

Von Robert Arndt

SHAEDON SHARPE (KENTUCKY)

Geburtstag: 30. Mai 2003 (19) / Größe: 2,03 Meter / Spannweite: 2,13 Meter / Gewicht: 91 Kilo

Stärken:

  • Sharpe wird den GMs noch einiges an Kopfzerbrechen bereiten. Seine Sprungkraft ist einmalig, so brach er den Rekord für den Vertical Jump aus dem Vorjahr von Keon Johnson. 49 Inches, also knapp 1,25 Meter wurden gemessen. So verwundert es nicht, dass Sharpe trotz wenig Filmmaterial jede Menge krachende Dunks auf seinem Highlight-Tape platzieren konnte.
  • Darüber hinaus ist Sharpe die Definition eines Tough Shot Makers. Der Wurf ist lupenrein und schön anzusehen. Das gelingt vor allem aus dem Eins-gegen-Eins, wo er sich stets etwas Freiraum schaffen kann, insbesondere durch den Stepback. Auch abseits des Balles kann Sharpe spielen und durch Pindowns seine Freiräume nutzen, der Wurf sieht auch aus der Bewegung richtig gut aus. Darüber hinaus zeigte er Ansätze als Passgeber, Sharpe dürfte mehr sein als ein reiner Scorer.
  • Seine körperlichen Voraussetzungen helfen auch in der Defense. Mit seinen langen Armen ist Shape oft in den Passwegen und stellt sich auch im Eins-gegen-Eins recht ordentlich an. Die Instinkte sind auch da, sodass Sharpe kein reiner Offensiv-Spieler sein muss.

Schwächen:

  • Zunächst einmal muss erwähnt werden, dass Sharpe Zeit benötigen wird. Der 19-Jährige hat einfach zu lange kein richtiges Spiel mehr gemacht, dazu kommt der enorme Sprung aus der High School direkt in die NBA. Sharpe hatte die Schule frühzeitig beendet und war nach einigem Hin und Her auch für Spiele bei Kentucky verfügbar, letztlich machte er aber kein Spiel. Der Plan sah vor, im kommenden Jahr bei den Wildcats durchzustarten, doch Sharpe entschied sich anders und meldete sich umgehend für den Draft an.
  • So sehr Sharpe auch springen kann, es überrascht, dass er auch in AAU-Spielen Probleme hatte, seine Gegenspieler im Eins-gegen-Eins zu schlagen, um zum Korb zu kommen. Das Handle ist nicht das Beste, dazu ist der erste Schritt wenig explosiv. Dies führte zu vielen schweren Würfen, die Sharpe zwar treffen kann, effiziente Offense sieht aber anders aus. Darüber hinaus zeigte Sharpe bisher nur Ansätze im Pick'n'Roll, hier gibt es auch noch jede Menge zu verbessern.
  • Über die On-Ball-Defense sprachen wir bereits, abseits des Balles sind dagegen eher Probleme zu verorten. Zu oft verliert Sharpe hier seine Gegenspieler aus den Augen und ist dann häufig zu spät, wenn es um Rotationen geht. Mit mehr Reps ist aber auch das in den Griff zu kriegen.

Erinnert an: junger Paul George

SPOX-Prognose: Zwischen 4 und 10

Best Fit: Sacramento Kings, San Antonio Spurs, Detroit Pistons

JADEN IVEY (PURDUE)

Geburtstag: 13. Februar 2002 (20) / Größe: 1,93 Meter / Spannweite: 2,08 Meter / Gewicht: 90 Kilo

Jaden Ivey: Seine Statistiken pro 40 Minuten

PTSREBASTSTLFG%3P%FT%
22,06,23,91,246,035,8 (64/179)74,4

Stärken:

  • Ivey ist der vermutlich beste Shot Creator dieser Klasse. Nur wenige Spieler haben einen besseren ersten Schritt als er, so verschafft sich der 20-Jährige immer wieder Platz. Das gelingt sowohl aus dem Pick'n'Roll als auch aus ISOs, wobei Ivey auch auf ein großes Arsenal aus verschiedenen Crossover-Moves zurückgreifen kann. Will Ivey zum Korb, dann gelingt ihm das auch.
  • Dort schließt Ivey auch recht gut ab, weil er kräftig genug ist, um Kontakt zu absorbieren und über eine gute Körperbalance verfügt. Oft schließt Ivey aber nicht nur selbst ab, sondern findet aus seinen Drives auch die freien Mitspieler an der Dreierlinie, obwohl er nicht der klassische Spielmacher ist. Sein Passspiel kommt vielmehr in Transition zur Geltung, gleichzeitig kann er natürlich jederzeit selbst elitär abschließen.
  • Seine Athletik stellte er ebenso defensiv zur Schau, zumindest in Phasen. Ivey kann defensiv seinen Gegenspieler an die Kette legen, mitunter schwankte aber sein Einsatz in der Defense. Voll konzentriert ist er ein Plus, der auch als Help Defender für den einen oder anderen spektakulären Block gut ist.

Schwächen:

  • Die Kehrseite der Medaille ist, dass Ivey dazu neigt, Aussetzer im Stile von James Harden zu haben. Teilweise sieht es ziemlich apathisch aus, wenn Ivey abseits des Balles seinen Gegenspieler bewacht. Die Folge waren zahlreiche Backdoor-Cuts und verpasste Rotationen.
  • Es bleiben auch Fragen nach seiner Rolle im Angriff. In Purdue spielte Ivey neben einem klassischen Point Guard und war selten für den Spielaufbau zuständig. Stattdessen erhielt er den Ball meist aus der Bewegung und lief selten das Pick'n'Roll selbst. Auffällig war auch, dass er fast ausschließlich mit rechts dribbelte. Auf dem College spielte es keine Rolle, weil er so schnell war, dass er ohnehin nicht zu stoppen war.
  • Und dann ist da noch die Frage des Wurfs. In seinem zweiten College-Jahr hat Ivey seine Quoten von Downtown deutlich verbessert, es fehlt aber weiter ein veritabler Floater und ein Midrange-Jumper. So könnte Ivey noch zu berechenbar sein, hier muss er sich dringend verbessern.

Erinnert an: Russell Westbrook

SPOX-Prognose: Top 5

Best Fit: Oklahoma City Thunder, Detroit Pistons

Seite 1: Der nächste Kentucky-Guard und Mini-Klay

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Seite 3: Die besten Defensiv-Prospects der Klasse

Seite 4: Mini-Westbrook und das Phantom

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