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NBA

NBA Draft 2022, Beste Guards: Ein Hauch von Westbrook und das große Mysterium

Von Robert Arndt

MALAKI BRANHAM (OHIO STATE)

Geburtstag: 12. Mai 2003 (19) / Größe: 1,96 Meter / Spannweite: 2,08 Meter / Gewicht: 82 Kilo

Malaki Branham: Seine Statistiken pro 40 Minuten

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18,44,82,71,049,841,6 (37/89)83,3

Stärken:

  • Wer Branham zieht, der bekommt jede Menge Buckets. Es braucht nicht viel Vorstellung, um im Ohio-State-Guard eine klassische Mikrowelle von der Bank zu sehen. Die meisten seiner Punkte erzielt der 19-Jährige dabei aus dem Pick'n'Roll, wo er es bestens versteht, sich genügend Platz zu verschaffen.
  • Gerade aus der Mitteldistanz ist er dabei kaum aufzuhalten. Es braucht nicht viel Platz für ihn, um seinen Wurf loszubekommen. Branham verlässt sich dabei fast ausschließlich auf seinen Pullup-Wurf, der aufgrund des sehr hohen Releases schwer zu blocken oder zu beeinträchtigen ist.
  • Aber es sind nicht nur Pullups. Auch aus dem Catch-and-Shoot ist Branham sehr sicher. 42 Prozent als Freshman von der Dreierlinie ist eine Hausnummer. Die Frage ist aber, ob dies auf die NBA übertragbar ist. Die Flugkurve seiner Distanzwürfe ist noch recht flach, das sollte bei der tieferen NBA-Dreierlinie beachtet werden. Man kann aber davon ausgehen, dass Branham sich auf lange Sicht daran anpassen kann.

Schwächen:

  • Wir haben nun viel über Sprungwürfe gesprochen, und hier liegt der Hase auch im Pfeffer. Branham ist kein guter Driver, der problemlos zum Ring kommt. Und wenn er dann mal da ist, hat er Probleme abzuschließen. Dem Guard fehlt es noch an Masse und Stabilität, um mit Kontakt abzuschließen. Meist versucht er deswegen, Kontakt zu vermeiden.
  • Selbst auf dem College hatte Branham nur eine Free Throw Rate von unter 30 Prozent. Um das einzuordnen: Das ist etwas besser als Dennis Schröder, der in der NBA zu den schwächeren Guards in dieser Kategorie zählt.
  • Die fehlende Körperbalance ist natürlich auch in der Defense nicht förderlich. Zu oft wurde er Eins-gegen-Eins geschlagen und wurde entsprechend gejagt. Auch die Fundamentals sind an diesem Ende des Courts noch nicht da, seine Closeouts sind nicht gut und auch in Sachen Help Defense gibt es noch viel aufzuarbeiten.

Erinnert an: Tyler Herro

SPOX-Prognose: Zwischen 12 und 18

Best Fit: Minnesota Timberwolves, Charlotte Hornets

JALEN WILLIAMS (SANTA CLARA)

Geburtstag: 14. April 2001 (21) / Größe: 1,98 Meter / Spannweite: 2,19 Meter / Gewicht: 88 Kilo

Jalen Williams: Seine Statistiken pro 40 Minuten

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20,75,14,81,451,339,6 (42/106)80,9

Stärken:

  • Lange flog Williams mit Mid-Major Santa Clara unter dem Radar, doch der Buzz um den langen Guard hat zugenommen. Die Combine bestätigte die absurde Wingspan, dazu überzeugte Williams auch im Spiel selbst und zeigte erneut, dass er einer der reiferen Guards in diesem Draft ist. Mit seiner Größe kann er Defenses gut lesen und er besitzt auch die Fähigkeit, mit beiden Händen Plays zu machen.
  • Seien es No Looks, Pässe in engen Fenstern oder Fakes, die andere Optionen eröffnen - all diese Tricks kann Williams aus dem Handgelenk schütteln, oft spektakulär. Die Assist-Zahlen an sich stechen zwar nicht hervor, an dieser Stelle muss aber auch erwähnt werden, dass dieses Broncos-Team nicht das Beste war und viele potenzielle Assists liegen ließ.
  • Aber auch das Scoring passte. Den Großteil seiner Punkte machte er eben aus dem Pick'n'Roll, hier verfügt Williams über ein gutes Midrange-Game (39 Prozent) sowie einen ansehnlichen Floater. Auf dem College konnte er sich zumindest genug Platz verschaffen, auch wenn er nicht der Schnellste ist, seine Crossover-Moves sind dafür sehr ansehnlich und clean - fragt gerne bei Chet Holmgren nach.

Schwächen:

  • Dennoch muss hinterfragt werden, ob das ein Level höher gelingt. Santa Clara bespielte mit Gonzaga und St. Mary's nur zwei gerankte Teams, gerade gegen die Länge Gonzagas hatte der 21-Jährige so seine Schwierigkeiten. Womöglich fehlt doch die letzte Ecke Athletik, der erste Schritt ist nichts Besonderes, sodass Williams anfällig für Offensiv-Fouls ist, weil Gegner meist vor ihm bleiben.
  • Das gilt auch für die Defensive, wo Williams seine Sache ordentlich macht, aber einfach nicht schnell genug ist, um seine Gegenspieler vor sich zu halten. Mit seiner Länge kann er einiges wett machen und es ist jederzeit zu sehen, dass er es versucht - am Ende des Tages ist er in dieser Hinsicht aber schlichtweg limitiert. Durch seine Größe wird man Williams aber zumindest verstecken können, gerade in der Regular Season.
  • Größere Fragezeichen bleiben dagegen hinter seinem Wurf, vor allem dem Pullup aus der Distanz. In seinem letzten College-Jahr waren es zwar 39 Prozent, in den beiden Jahren zuvor jedoch nur rund 32 Prozent.

Erinnert an: den späteren Shaun Livingston

SPOX-Prognose: Zwischen 14 und 20

Best Fit: Houston Rockets, Chicago Bulls

Seite 1: Der nächste Kentucky-Guard und Mini-Klay

Seite 2: Buckets, Buckets, Buckets - und der Combine-Darling

Seite 3: Die besten Defensiv-Prospects der Klasse

Seite 4: Mini-Westbrook und das Phantom

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