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NBA Playoffs - Erkenntnisse zum Mavs-Sieg in Spiel 6: Die Mathematik spricht für Dallas

Von Robert Arndt

3. Chris Paul findet nicht wieder in die Serie

Was Dallas ebenfalls gut machte, war, dass sie Paul und Booker in der Defense gezielt attackierten. Vor allem in der Starting Five haben die Suns defensiv keine klare Schwachstelle, dennoch war diese Strategie sinnvoll, da sie so die beiden Stars arbeiten ließen.

Vor allem an Paul scheint dies zu zehren. Es ist nicht das erste Mal, dass der Point God im Laufe einer Serie abbaut. Mit 37 Jahren ist das auch nicht verwunderlich, aber selbst beim Sieg in Spiel 5 in Phoenix war Paul nicht der Hauptgrund, dass die Suns so deutlich gewannen. Nach seinen beiden starken Auftritten in den ersten beiden Spielen hat Paul in den vergangenen vier Spielen nur 37 Punkte, dafür aber 18 Turnover und 17 Fouls angesammelt.

In Spiel 6 nahm Paul nur 7 Würfe, spielte nur 4 Assists und beging wieder 5 Turnover, so kam die Suns-Maschinerie nicht ins Rollen. Und auch auf der anderen Seite war Paul fast schon so etwas wie eine Schwachstelle.

Die Mavs waren komfortabel damit, CP3 zu jagen und je länger das Spiel dauerte, desto mehr Erfolg hatten sie. Zu allem Überfluss fiel Paul in der Schlussphase auch noch auf seine rechte Hand und verzog schmerzverzerrt das Gesicht. Auch hier wäre es nicht das erste Mal, kaum ein Spieler verletzte sich in den vergangenen Jahren so oft an der Hand wie der Spielmacher.

Von einer Verletzung wollte der Point Guard zwar nichts hören, aber es ist ein Aspekt, auf den man in Spiel 7 acht geben sollte.

4. Die Mathematik spricht für die Mavs

Ein weiterer Schlüssel für Dallas wird am Sonntag wenig überraschend die Dreierlinie sein. 16 verwandelte Triples bei 40 Prozent Quote waren ein guter Wert, dabei half natürlich auch die unerwartete Explosion von Spencer Dinwiddie (5/7), der scheinbar nur in Spiel 6 (wie schon in Utah) seinen Rhythmus findet.

Noch wichtiger war jedoch, dass Phoenix im gesamten Spiel nur 18 Versuche von Downtown nahm. Es ist nun drei Jahre her, dass in den Playoffs ein Team weniger Dreier in einem Spiel nahm. Dies waren die San Antonio Spurs, die in ihrer Serie mit Denver in gleich vier der sieben Partien 18 oder weniger Distanzwürfe versuchten.

Dabei war es aus Sicht der Suns nicht einmal so, dass diese großartig Dreier verweigerten. Stattdessen liefen die Mavs meist vorbildliche Closeouts und verhinderten so offene Versuche. Wie oben bereits erwähnt, war es vor allem die Defensive, welche die Saison der Mavs zumindest einmal bis Sonntag verlängerte.

Aus Sicht der Suns muss das besser werden, denn sonst werden sie auch Probleme bekommen, wenn Dallas nicht so gut trifft. Am Ende des Tages ist es einfache Mathematik. Mit Ausnahme von Spiel 5 versuchten die Texaner stets mindestens 39 Dreier, die Suns knackten hingegen nur einmal 30 Versuche.

Diese Diskrepanz sorgt dafür, dass Phoenix im Zweierbereich verdammt gut treffen muss und dazu sind sie auch durchaus in der Lage. Mit Paul, Booker, Bridges und Ayton haben sie vier exzellente Schützen für diesen Bereich im Team, nur kühlten diese in Spiel 6 komplett ab. 3/14 aus der Mitteldistanz klingt nicht nach dem Team, welches in Sachen Shot Making abseits des Rings in dieser Saison alles in Grund und Boden gespielt hat.

© nba.com
Shot Chart Phoenix Suns vs. Dallas in Spiel 6

5. Gibt es auch mal Spannung?

Zum Schluss noch ein interessanter Stat von ESPN-Datenguru Kevin Pelton. Die Heimmannschaft hat nun jeweils gewonnen, zusammengerechnet liegt eine Differenz von +103 vor, was der zweithöchste Wert aller Zeit ist. Nur bei Celtics vs. Hawks in Runde eins im Jahr 2008 war der Unterschied größer (+118).

Wir warten noch immer auf das erste knappe Spiel dieser Serie, die Suns haben über die sechs Partien bisher ganze 11 Zähler mehr erzielt. Für Spiel 7 muss das freilich nichts heißen, denn Serien voller Blowouts gibt es immer mal wieder. Ein gutes Beispiel dafür sind die Finals von 2016, als keines der ersten sechs Spiele wirklich knapp war und wir dann ein episches Entscheidungsspiel erlebten.

Mal ehrlich: Wer erinnert sich noch daran, dass Golden State Spiel 2 mit 110:77 gewann? So wird es auch 2022 in dieser Serie sein, es ist alles angerichtet für einen heißen letzten Tanz zwischen diesen beiden Teams, die sich nicht wirklich mögen.

Mavs vs. Suns: Die Serie im Überblick

SpielDatumUhrzeitHeimAuswärtsErgebnis
13. Mai4 UhrPhoenix SunsDallas Mavericks121:114
25. Mai4 UhrPhoenix SunsDallas Mavericks129:109
37. Mai3.30 UhrDallas MavericksPhoenix Suns103:94
48. Mai21.30 UhrDallas MavericksPhoenix Suns111:101
511. Mai4 UhrPhoenix SunsDallas Mavericks110:80
613. Mai3.30 UhrDallas MavericksPhoenix Suns113:86
715./16. Mai21.30 oder 2 UhrPhoenix SunsDallas Mavericks-

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