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NBA Mailbag zu den Playoffs: Warum Jalen Brunson nicht der erhoffte zweite Star für die Dallas Mavericks ist

Von Philipp Jakob

Der NBA Mailbag feiert sein Comeback! Wir leeren unser Postfach mit Euren Playoff-Fragen, dieses Mal mit dabei: die Mavs und die Krux mit dem zweiten Star, zu Bankdrückern degradierte Edelschützen und der (vielleicht?) beste Verteidiger der Dekade.

NBA: Warum die Mavs einen zweiten Star suchen müssen

einafets: Jalen Brunson hat eine tolle Serie gegen Utah hingelegt, gegen Phoenix aber anfangs schon ein wenig enttäuscht. Kann er sich die Konstanz noch erarbeiten und langfristig neben Luka Doncic der zweite Star in Dallas werden?

Beim ersten Teil der Frage mache ich mir weniger Sorgen. Brunson hat die gesamte Saison über bewiesen, dass er konstant auf einem hohen Niveau agieren kann. Auch gegen die Suns zeigte er nach der Rückkehr nach Dallas eine starke Reaktion, bei der Blowout-Pleite in Spiel 5 war er individuell einer der wenigen Lichtblicke.

In seinem vierten Jahr in der Association hat der 25-Jährige gewaltige Schritte nach vorne gemacht, seine Entwicklung haben wir schon an anderer Stelle gebührend gefeiert. Was insofern enorm wichtig war, da Dallas bekanntermaßen lange auf der Suche nach einem sekundären Playmaker neben Doncic war.

Den haben sie dank Brunson intern gefunden, im Backcourt ergänzt er Luka durch seine Shot Creation und Playmaking wunderbar. Andererseits kann er im richtigen Matchup auch ohne den Franchise-Eckpfeiler an seiner Seite das Team schultern, wie in der ersten Runde gegen Utah gesehen. Deshalb sollte er auch unbedingt gehalten werden, wenn der Preis nicht allzu heftig ist. Doch ein echter zweiter Star ist er nicht - und das könnte für Dallas noch zum Problem werden.

© getty
Kann Jalen Brunson der zweite Star bei den Dallas Mavericks sein?

NBA Playoffs: Die Jazz waren das perfekte Brunson-Matchup

Das richtige Matchup, das waren die Jazz beziehungsweise deren nicht vorhandene Perimeter-Defense allemal. Gegen teils einfach bessere (Mikal Bridges), deutlich physischere (Jae Crowder) oder motiviertere Verteidiger (Devin Booker) hatte Brunson nun in den Conference Semifinals jedoch mehr Probleme - trotz seiner guten Auftritte seit Spiel 3. Mit seinen 1,85 Meter und ohne überragende Athletik beziehungsweise Explosivität wird Brunson immer zu einem gewissen Grad eingeschränkt sein.

Solche Defizite, mögen sie noch so klein sein, können in den Playoffs von starken Gegnern bestraft werden. Das war in den ersten beiden Duellen mit Phoenix zu sehen, als Doncic zu sehr auf sich allein gestellt war. Deshalb benötigt Dallas weiterhin ein zweites All-Star-Kaliber, ein Brunson als zweitbester Spieler wird für die eigenen Championship-Ansprüche nicht reichen.

Vor allem für den Flügel oder die großen Positionen sollten die Mavs die Augen und Ohren nach einem solchen Spieler offenhalten, was aufgrund der finanziellen Gegebenheiten allerdings verkompliziert wird. Wie oben beschrieben nimmt Brunson als zweiter Playmaker eine enorm wichtige Rolle ein, eine Vertragsverlängerung ergibt durchaus Sinn - auch, weil sich Spencer Dinwiddie aktuell nicht unbedingt als Brunson-Ersatz aufdrängt. Doch bereits ohne dessen potenziellen neuen Vertrag liegen die Mavs für die kommende Saison mit knapp 153 Millionen Dollar über der Luxussteuergrenze (149 Mio.).

Der Backcourt mit Doncic (36,6 Mio.), Tim Hardaway Jr. (19,6 Mio.), Dinwiddie (19,5 Mio.) und womöglich Brunson - sollten nicht die Knicks, Pistons oder Pacers dazwischenfunken - wird extrem teuer, dazu kommt der Vertrag von Davis Bertans (16 Mio.). Das Front Office der Texaner muss kreativ werden, wenn die Franchise auf dem Trade-Markt aktiv werden will.

Das sollten sie zumindest versuchen. Die Mavs sind ein gutes Team. Sie sind verdammt nah dran an einem Championship-Team. Aber für diesen Sprung, den vielleicht schwierigsten in der Association, braucht es einen zweiten Star neben Doncic. Brunson ist das nicht.

Seite 1: Warum die Mavs weiter einen zweiten Star suchen müssen

Seite 2: Warum Edelschützen auf einmal zu Bankdrückern werden

Seite 3: Wird ER der beste Verteidiger der Dekade?

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