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NBA

NBA Playoffs: Dallas Mavericks erzwingen Spiel 7 gegen Phoenix Suns - Luka Doncic überragt erneut

Von Robert Arndt

Die Dallas Mavericks haben mit einer starken Vorstellung ein entscheidendes Spiel 7 erzwungen. Die Mavs schlugen daheim die Phoenix Suns mit 113:86 und konnten sich dabei auf einen überragenden Luka Doncic verlassen.

Der Slowene machte sein bestes Playoff-Spiel in dieser Postseason, am Ende standen 33 Punkte (11/26 FG), 11 Rebounds, 8 Assists sowie 4 Steals (und nur 1 TO) in 35 Minuten. Nicht weniger wichtig waren aber die anderen beiden Guards Jalen Brunson (18, 6/14) und Spencer Dinwiddie (15, 5/7 Dreier), die den Superstar der Mavs entlasteten.

Außerdem lieferten mit Reggie Bullock (19, 5/11 Dreier, 7 Rebounds) sowie Maxi Kleber (9, 3/6 FG, 4 Boards) auch die 3-and-D-Spieler ab. Für die Suns waren Deandre Ayton (21, 10/16 FG, 11 Rebounds) sowie Devin Booker (19, 6/17, 8 Turnover) die besten Scorer. Chris Paul (13, 4/7, 4 Assists, 5 TO) war dagegen schwach, kein anderer Spieler der Suns punktete zweistellig.

Mit dem Rücken zur Wand zeigten die Mavs eine gute Antwort auf Spiel 5. Doncic ließ zwar in Korbnähe ungewöhnlich viel liegen, dafür verbuchten gleich sechs andere Mavs im ersten Viertel ein Field Goal. Für die Suns startete Booker (8 PTS) erneut gut, auch Ayton spielte seine Vorteile unter dem Korb aus. CP3 hatte dagegen noch nicht einmal auf den Korb geworfen und keinen Assist verbucht, Dallas führte mit 28:25 nach dem ersten Viertel.

Doncic verschwand in der Folge in den Katakomben, um am Knie behandelt zu werden. Es handelte sich wohl um ein Problem am Quadrizeps. Dallas überstand diese Minuten recht mühelos, da Brunson gut aufgelegt war. Garant war aber weiter die Defense, Dallas hatte zahlreiche Deflections und Steals, zeitweise erzielten die Suns nur ein Field Goal in über fünf Minuten.

Doncic zeigt komplettes Spiel - Phoenix schafft kein Comeback

Auch Doncic (schon 3 Steals) half dabei. Zum Ende der Hälfte fielen dann auch die Dreier - Bullock, Kleber, Doncic, sie alle trafen und bescherten den Mavs einen 19:4-Lauf. Die Mavs nahmen einen 60:44-Vorsprung in die Halbzeit. Und dieser wurde weiter ausgebaut, Doncic verzichtete auf Jumper und zog lieber erfolgreich zum Korb. Dallas erspielte sich die höchste Serienführung (+22), während Booker komplett abgetaucht war. Doncic machte dagegen einfach weiter und zauberte sogar gleich zwei Dunks aus dem Hut.

Auf der Gegenseite packte jedoch Ayton den Slowenen aufs Poster, rammte dem Mavs-Star aber den Ellenbogen ins Gesicht. Für Doncic war es Foul Nummer vier und er nahm auf der Bank Platz. Es änderte nichts an Dallas' Dominanz, Brunson und auch Dinwiddie lieferten Scoring, die Mavs führten vor dem vierten Viertel mit 94:72.

Es kam auch kein echter Push mehr. Paul wollte übernehmen, traf aber kaum etwas. Die Mavs kühlten auch ab (nur 2 Zähler in fünf Minuten), ihre Defense ließ dennoch keinen Run zu. Näher als 16 Zähler kamen die Suns nicht mehr heran. Als dies geschah, scorte Doncic, klaute dann CP3 den Ball und überpowerte ihn dann im Post. Kurz darauf nahm Suns-Coach Monty Williams vier Minuten vor dem Ende seine Starter vom Feld, sodass auch Boban Marjanovic unter dem Jubel der Zuschauer noch erstmals in dieser Serie zwei Minuten spielen durfte.

Spiel 7 findet am Sonntag statt, noch ist unklar, zu welcher Zeit gespielt wird. Sollte Milwaukee morgen Nacht die Serie gegen Boston beenden, wird Suns vs. Mavs am Sonntag um 21.30 Uhr steigen. Geht die Bucks-Serie über die volle Länge, wird dagegen in der Nacht auf Montag um 2 Uhr gespielt.

Die wichtigsten Statistiken

Dallas Mavericks (4) - Phoenix Suns (1) 113:86 (BOXSCORE), Serie: 3-3

  • Wer im Spiel zuvor nur 80 Punkte erzielt, der ist über jeden einfachen Zähler dankbar. Die Mavs scorten so viel in Transition wie noch nie in dieser Serie, schon zur Pause waren es 16 Punkte. Nach der Pause machten es die Suns etwas besser, trotzdem war die Diskrepanz nach 48 Minuten enorm (21:8).
  • Grund für das gute Transition-Spiel der Mavs war die Arbeit in der Defense. Gerade im zweiten Viertel war in gefühlt jeder Suns-Possession eine Hand der Mavs am Ball. Der Suns-Backcourt hatte zur Pause schon wieder 6 Ballverluste, bei Dallas waren es als Team nur 2. Das setzte sich auch nach dem Wechsel fort, am Ende standen sogar 22 Turnover für Phoenix und nur 6 für Dallas. Doncic leistete sich nur einen einzigen, neuer Playoff-Bestwert für den Slowenen. 22 Turnover hatten sich die Suns dagegen zuletzt im März 2021 gegen Minnesota geleistet.
  • In Heimspielen treffen Rollenspieler traditionell besser, das bestätigte sich auch in Spiel 6. Für Dallas trafen auf einmal Spieler wie Dinwiddie (5/7), als Team versenkten die Texaner 16 von 39 Versuchen (41 Prozent). Auf der Gegenseite nahmen die Suns nur 18 (!) Distanzwürfe und trafen 6. Doch auch ansonsten lief es nicht für Phoenix, die bei unter 40 Prozent aus dem Feld gehalten wurden.
  • Was ist eigentlich mit den Midrange-Königen aus der Wüste passiert? Nachdem die Suns zu Beginn der Playoffs aus diesem Bereich die Lichter ausschossen, ging diesmal überhaupt nichts. Von 14 Versuchen gingen nur 3 in den Korb, auch aus dem Floaterbereich (7/19) lief wenig. Überhaupt scorten die Suns nur aus der linken Ecke im Rahmen des Ligaschnitts (2/3), selbst in der Zone war es unterdurchschnittlich (15/27).

Mavs vs. Suns: Die Stimmen zum Spiel

Luka Doncic (Mavs): "Wir waren sofort da, wie haben gekämpft. Das müssen wir auch in Spiel 7. Wir haben keine Angst."

Monty Williams (Head Coach Suns): "Wir haben nicht verstanden, mit welcher Verzweiflung Dallas heute gespielt hat. So unorganisiert wie heute habe ich mein Team im Angriff noch nie gesehen. Wir müssen verstehen, dass wir gegen einen richtig guten Gegner spielen, aber wir müssen auch verstehen, wie gut wir sind."

Devin Booker (Suns): "Spiel 7, das sind die besten Worte im Sport. Wir hätten Dallas natürlich lieber gesweept, aber nun freue ich mich, dass ich erstmals ein Game 7 spielen kann."

Der Star des Spiels: Luka Doncic

Die Mavs brauchten einen überragenden Doncic, sie bekamen einen. Es war das kompletteste Spiel des Slowenen in dieser Postseason. Er gab den Ton vor, vor allem im zweiten und dritten Viertel, als er weniger Jumper nahm und stattdessen den Korb attackierte. Er fand die offenen Schützen und war mit seinen Händen in der Defense stets aktiv.

Der Flop des Spiels: Chris Paul

Viel wurde vor dem Spiel über CP3s letzte Clinching Games gesprochen (37 Punkte im Schnitt in den letzten drei Spielen), davon war in Dallas aber nichts zu sehen. Nur 4 Würfe, nur 3 Assists, dafür 4 Turnover und 4 Fouls. Paul fand im American Airlines Center erneut keinen Rhythmus und konnte auch Switches gegen Bigs kaum bestrafen. Interessant auch: Dallas suchte sich den Guard, einen neunfachen All-Defense-Spieler, immer wieder für die Attacken zum Korb aus.

Die Szene des Spiels

Nicht ein, nein, Doncic ließ es in dieser Partie gleich zweimal krachen. Bei seinem zweiten Versuch ließ er einen guten Verteidiger wie Jae Crowder einfach stehen und fand den Weg in die verwaiste Zone für seinen zweiten Dunk des Spiels. Und wie sollte es anders sein, den Trash Talk für die Bank der Suns gab es kostenlos obendrauf.

NBA Playoffs: Mavs vs. Suns - Die Serie im Überblick

SpielDatumUhrzeitHeimAuswärtsErgebnis
13. Mai4 UhrPhoenix SunsDallas Mavericks121:114
25. Mai4 UhrPhoenix SunsDallas Mavericks129:109
37. Mai3.30 UhrDallas MavericksPhoenix Suns103:94
48. Mai21.30 UhrDallas MavericksPhoenix Suns111:101
511. Mai4 UhrPhoenix SunsDallas Mavericks110:80
613. Mai3.30 UhrDallas MavericksPhoenix Suns113:86
715./16. Mai21.30 oder 2 UhrPhoenix SunsDallas Mavericks-

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