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NBA

NBA: Eiskalte Boston Celtics chancenlos gegen Brooklyn Nets - Meilenstein für Kevin Durant

Von Ole Frerks

Die Brooklyn Nets haben einen deutlichen Sieg bei den Boston Celtics eingefahren. Im Duell zweier der zuletzt stärksten Teams der Eastern Conference war lange Zeit nur eines wirklich anwesend. Kevin Durant erreichte beim 123:104-Erfolg einen signifikanten Karriere-Meilenstein.

Boston Celtics (10-9) - Brooklyn Nets (14-5) 104:123 (BOXSCORE)

Bereits mit seinem ersten Korb der Partie überholte Durant Allen Iverson und schob sich auf Platz 25 in der Liste der besten Scorer der NBA-Geschichte vor. Der zweimalige Finals-MVP beendete die Partie mit 21 Zählern und 8 Assists und hätte eigentlich schon früher Feierabend haben können, wenn die Celtics zum Ende des dritten Viertels nach einem 29-Punkte-Rückstand nicht noch mal einen Run hingelegt hätten.

"Iverson, das ist ein Spieler, der für mich im Pantheon war. Einer der Jungs, die ich jeden Tag versucht habe nachzuahmen", sagte Durant. "Es ist unglaublich, in dieser Liste an ihm vorbeizuziehen und überhaupt neben all diesen Spielern zu stehen. Ich muss einfach weitermachen."

Topscorer der Nets war indes Patty Mills, der 23 Punkte (7/10 Dreier) erzielte, James Harden kam dazu auf 20 und 11 Assists, LaMarcus Aldridge startete und steuerte 17 Punkte bei. Die Geschichte des Spiels war letztlich schnell erzählt: Brooklyn traf Würfe (50,6 Prozent aus dem Feld, 40 Prozent von der Dreierlinie), Boston tat dies nicht (37,4 respektive 22,9 Prozent). So konnte Boston nicht an die zuletzt gute Form mit acht Siegen aus elf Spielen anknüpfen.

Marcus Smart war mit 20 Punkten noch der beste Celtic, Jayson Tatum kam auf 15 (4/16 FG, 1/9 3FG), Jaylen Brown auf 13 Zähler (5/15, 0/8). Dennis Schröder war mit 10 Punkten, 6 Rebounds und 6 Assists noch der beste Bankspieler, hatte aber auch kein Wurfglück im Gepäck (3/10, 1/5). Selbst offenste Würfe wurden von den Celtics reihenweise vergeben.

Patty Mills startet makellos von Downtown

Bei den Gastgebern starteten Smart, Brown, Tatum, Grant Williams und Horford, auf der Gegenseite eröffneten wie zuletzt gegen Cleveland Harden, Mills, Bembry, Durant und Aldridge die Partie. Und Mills avancierte zum Spieler der ersten Minuten: Nach knapp vier Minuten hatte der sonstige Edelreservist bereits drei Dreier versenkt, Celtics-Coach Udoka griff zur ersten Auszeit.

Brooklyn war zunächst das bessere Team und führte kurzzeitig im ersten Viertel mit 11 Punkten. Mitte des Durchgangs fand Boston aber auch mit Schröder besser ins Spiel, der Rückstand schmolz auf 4 Punkte, bevor Durant wieder den Druck forcierte. Boston traf im ersten Viertel nur 2 von 13 Dreiern, es ging mit 29:22 in die Viertelpause.

Durant nahm erstmals auf der Bank Platz, Brooklyn ließ jedoch nicht locker. Mills traf seinen nächsten Dreier, dann legte auch Harden nach, während auf der Gegenseite noch gar nichts lief. Blitzschnell waren die Nets mit 40:25 vorne, die Celtics hatten weiter große Probleme mit dem Wurf. Schröder traf immerhin mal einen Triple aus der Ecke, Brooklyn wahrte jedoch fast permanent einen zweistelligen Vorsprung.

Kurz vor der Pause stellte Williams mit einem weiteren Eckendreier auf -9, doch Thomas hatte die Antwort von der Freiwurflinie und blockte dann noch Schröder, wenngleich der Layup eigentlich wohl bereits am Brett war und somit ein Goaltending hätten sein müssen. Aldridge aus der Midrange stellte auf 62:49.

Comeback-Versuch der Celtics wird schnell erstickt

Im dritten Viertel zeigte sich das nun schon gewohnte Bild: Brooklyn kam viel besser aus der Pause und erspielte sich mit einem 11:3-Run eine 21-Punkte-Führung, bis dahin die höchste des Abends. Harden traf dabei einen Dreier und fand zweimal Aldridge für weitere Jumper, auf der Gegenseite schienen die Celtics vor allem mit den Schiedsrichtern beschäftigt. Mills traf seinen fünften Dreier für eine 28-Punkte-Führung.

Das Viertel verkam lange zur Demontage der Celtics und es schien frühzeitig absehbar, dass die Gastgeber sich davon nicht erholen würden. Doch zum Ende des Dritten kippte das Geschehen: Boston fand mit einem Lineup aus Schröder, Smart, Langford, Tatum und Parker endlich Energie und legte einen viertelübergreifenden 17:0-Run hin. Die Halle war wieder wach, die Nets-Stars mussten doch noch einmal schuften, nachdem das Spiel schon entschieden schien.

Näher als bis auf 12 Punkte kam Boston dann allerdings auch nicht mehr ran. Letzte Zweifel wurden rund vier Minuten vor Schluss ausgeräumt: Durant fand Mills für seinen nächsten Dreier, Harden legte zwei Freiwürfe sowie einen Stepback-Dreier nach. Nach dem schnellen 8:0-Run waren es wieder 21 Punkte, wenig später wurden die Starter endgültig vom Court genommen.

"Das war ein guter Auswärtssieg gegen ein Team, das zuletzt richtig gut gespielt hat", freute sich Nets-Coach Steve Nash. Die Nets haben nun 12 ihrer letzten 14 Spiele gewonnen.

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