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NBA Top 75 - Das große SPOX-Ranking, Teil 3: LeBron James vs. Michael Jordan - wer ist The Greatest Of All Time?

Von Philipp Jakob

Das große Finale: Wer ist der GOAT, The Greatest Of All Time, der NBA-Geschichte? Auf dem Weg zur Nummer 1 im großen SPOX-Ranking geben sich Legenden die Klinke in die Hand, von witzigen Typen über den "Wow-Faktor" und den größten Verlierer bis hin zu Dirk Nowitzki.

Es ist soweit. Nachdem wir in den vergangenen Tagen unsere Plätze 75 bis 51 sowie 50 bis 26 präsentiert haben, folgen nun die besten 25 NBA-Spieler aller Zeiten, bevor auch die NBA ihre Top 75 zum 75. Geburtstag veröffentlichen wird.

Hinweis: Natürlich sind solche Rankings auch immer ein Stück weit subjektiv, auch wenn wir mit Verweis auf individuelle Auszeichnungen, Teamerfolg und den generellen Einfluss auf den Basketball bei jedem einzelnen Akteur um eine gewisse Objektivität bemüht sind. Nun aber Tacheles: Hier kommt die SPOX Top 25!

Platz 25: GIANNIS ANTETOKOUNMPO

  • Alter: 26 | Saisons in der NBA: 8 (von 2013 bis heute) | Teams: Bucks
  • Karrierestatistiken: 20,9 Punkte, 9,1 Rebounds und 4,5 Assists bei 53,2 Prozent aus dem Feld und 28,7 Prozent Dreierquote
  • Individuelle Auszeichnungen: 5x All-Star, 5x All-NBA, 4x All-Defensive, 1x Finals-MVP, 2x MVP, 1x Defensive Player of the Year, Most Improved Player, 1x All-Star Game MVP
  • Teamerfolge: 1x NBA-Champion
  • Mitglied der NBA Top 50: nein | Noch aktiv: ja

Der Grieche ist der jüngste Vertreter in der SPOX Top 75, mit nur acht Spielzeiten hat er die wenigste NBA-Erfahrung. Doch sein Trophäenschrank ist jetzt schon voller als der vieler Legenden - und Giannis wird in den kommenden Jahren noch einige Male anbauen müssen. Irre Länge, gepaart mit freakiger Athletik und einem Motor, auf den selbst Vin Diesel stolz wäre, machen Giannis zu einer an beiden Enden des Courts dominanten Maschine. Mit ein paar mehr Jahren auf dem Buckel wird er noch einige Plätze nach oben klettern.

Platz 24: CHARLES BARKLEY

  • Alter: 58 | Saisons in der NBA: 16 (von 1984 bis 2000) | Teams: Sixers, Suns, Rockets
  • Karrierestatistiken: 22,1 Punkte, 11,7 Rebounds und 3,9 Assists bei 54,1 Prozent aus dem Feld und 26,6 Prozent Dreierquote
  • Individuelle Auszeichnungen: Hall of Famer, 11x All-Star, 11x All-NBA, 1x MVP, 1x Rebounding-Champion, 1x All-Star Game MVP
  • Teamerfolge: -
  • Mitglied der NBA Top 50: ja | Noch aktiv: nein

Der Power Forward war weit entfernt von einem Modellathleten a la Giannis, stattdessen genoss er Pizza, Chicken Wings und Bier und dominierte die Bretter. Trotz seiner - großzügig gemessen - 1,98 Meter war er einer der besten Rebounder seiner Ära, er nutzte seine Stärke (und seinen dicken Hintern) perfekt aus, um sich in der Zone Platz zu verschaffen. Gleichzeitig verfügte er über eine enorme Explosivität, was ihn in Verbindung mit seinen Playmaking-Skills in der Offense brandgefährlich machte und ihm den MVP und eine Finals-Teilnahme bescherte. Der "Round Mound of Rebound" ist nur einer von sechs Spielern mit Karriere-Stats von 20.000 Punkten, 10.000 Rebounds und 4.000 Assists. Vielleicht wäre noch mehr drin gewesen, wenn er im Sommer mehr an seinem Körper gearbeitet hätte.

Platz 23: KAWHI LEONARD

  • Alter: 30 | Saisons in der NBA: 10 (von 2011 bis heute) | Teams: Spurs, Raptors, Clippers
  • Karrierestatistiken: 19,2 Punkte, 6,4 Rebounds und 2,9 Assists bei 49,3 Prozent aus dem Feld und 38,4 Prozent Dreierquote
  • Individuelle Auszeichnungen: 5x All-Star, 5x All-NBA, 7x All-Defensive, 2x Finals-MVP, 2x Defensive Player of the Year, 1x Steals-Champion, 1x All-Star Game MVP
  • Teamerfolge: 2x NBA-Champion
  • Mitglied der NBA Top 50: nein | Noch aktiv: ja

Was die Persönlichkeit abseits des Courts angeht, ist Kawhi so etwas wie der Sam Bowie zu Barkleys MJ. Die Klaue lässt viel lieber seine Taten auf dem Parkett sprechen und da hat er schon einige Statements rausgehauen. Großgeworden in der Spurs-Schule, riss er trotz Duncan, Parker und Co. 2014 den Finals-MVP an sich, ließ zwei DPOY-Saisons folgen, erzwang einen Trade und nahm dann ganz Kanada auf seine Schultern. Das Resultat: einer der legendärsten Game-7-Gamewinner aller Zeiten sowie ein weiterer Titel - womöglich kommen in Zukunft trotz Verletzungssorgen noch mehr Trophäen hinzu. Und lustig ist er ja auch irgendwie, der Kawhi.

Platz 22: JOHN HAVLICEK

  • Alter: 2019 im Alter von 79 Jahren verstorben | Saisons in der NBA: 16 (von 1962 bis 1978) | Teams: Celtics
  • Karrierestatistiken: 20,8 Punkte, 6,3 Rebounds und 4,8 Assists bei 43,9 Prozent aus dem Feld
  • Individuelle Auszeichnungen: Hall of Famer, 13x All-Star, 11x All-NBA, 8x All-Defensive, 1x Finals-MVP
  • Teamerfolge: 8x NBA-Champion
  • Mitglied der NBA Top 50: ja | Noch aktiv: nein

"Hondo" ist das Bindeglied zweier Celtics-Ären. Der Swingman gewann sechs Titel an der Seite von Bill Russell in den 60ern und dann nochmal zwei Larry O'Briens in den 70ern - gleich dreimal führte er die Kelten dabei als Playoff-Scorer an, auch heute noch ist er der Franchise-Topscorer. Seine damaligen Mit- und Gegenspieler erinnern sich an ihn als hervorragenden Clutch-Spieler, vielseitigen Two-Way-Player und Athlet mit Pferdelunge. Rick Barry nannte ihn einst den "einzigen echten Superstar", Jerry West forderte gar, dass alle Franchises Havliceks Nummer 17 unter die Hallendecke hängen sollten.

Platz 21: KEVIN GARNETT

  • Alter: 45 | Saisons in der NBA: 21 (von 1995 bis 2016) | Teams: Timberwolves, Celtics, Nets
  • Karrierestatistiken: 17,8 Punkte, 10,0 Rebounds und 3,7 Assists bei 49,7 Prozent aus dem Feld
  • Individuelle Auszeichnungen: Hall of Famer, 15x All-Star, 9x All-NBA, 12x All-Defensive, 1x MVP, 1x Defensive Player of the Year, 4x Rebounding-Champion, 1x All-Star Game MVP
  • Teamerfolge: 1x NBA-Champion
  • Mitglied der NBA Top 50: nein | Noch aktiv: nein

"Anything is possible", schrie Kevin Garnett im Juni 2008 in die Weiten des TD Gardens und mit diesem Ausbruch an Emotionen entwich eine Menge Last. Last, die sich in jahrelangen Erstrunden-Niederlagen in Minnesota angestaut hatte, auch wenn diese nie die Schuld vom "Big Ticket" waren. Er brachte den Körper eines Centers mit den Fähigkeiten eines Guards zusammen, war ein furchtloser Verteidiger, nannte einen tödlichen Mitteldistanzwurf sein Eigen, stellte sich immer in den Dienst der Mannschaft und bestach mit Leidenschaft und Energie. Gegner hassten es, gegen ihn zu spielen. Mitspieler liebten ihn als Teamkollegen.

© getty
2008 krönte Kevin Garnett als Teil der Big Three um Paul Pierce und Ray Allen in Boston seine Karriere.

Platz 20: KARL MALONE

  • Alter: 58 | Saisons in der NBA: 19 (von 1985 bis 2004) | Teams: Jazz, Lakers
  • Karrierestatistiken: 25,0 Punkte, 10,1 Rebounds und 3,6 Assists bei 51,6 Prozent aus dem Feld
  • Individuelle Auszeichnungen: Hall of Famer, 14x All-Star, 14x All-NBA, 4x All-Defensive, 2x MVP, 2x All-Star Game MVP
  • Teamerfolge: -
  • Mitglied der NBA Top 50: ja | Noch aktiv: nein

Er hörte nicht ohne Grund auf den Spitznamen "The Mailman", der Power Forward lieferte verlässlich ab. 25 Punkte im Schnitt über 1.476 Regular-Season-Spiele (Platz 6 All-Time) ist eine Hausnummer. Bis ihn LeBron einholt, darf Malone sich mit Platz zwei unter den All-Time-Scorern brüsten, keine Pick'n'Roll-Kombi war gefährlicher als Malone und John Stockton. Einen großen Haken hatte seine Karriere aber: Der Postbote bleibt bekanntermaßen sonntags zuhause, in diesem Fall in den ganz großen Momenten in den Finals. In diesen hinkte Malone mehrfach den Erwartungen hinterher, so blieb seine Karriere immer unvollendet.

Platz 19: ELGIN BAYLOR

  • Alter: 2021 im Alter von 86 Jahren verstorben | Saisons in der NBA: 14 (von 1958 bis 1972) | Teams: Lakers
  • Karrierestatistiken: 27,4 Punkte, 13,5 Rebounds und 4,3 Assists bei 43,1 Prozent aus dem Feld
  • Individuelle Auszeichnungen: Hall of Famer, 11x All-Star, 10x All-NBA, 1x All-Star Game MVP, Rookie of the Year
  • Teamerfolge: -
  • Mitglied der NBA Top 50: ja | Noch aktiv: nein

Ende der 1950er standen die Lakers vor dem Ruin - Baylor rettete die komplette Franchise. Mehr noch, er prägte mit seinem spektakulären Spielstil eine Liga, für die Hangtime ein Fremdwort war. Baylor beeindruckte die Fans mit seiner Athletik, brachte den "Wow-Faktor" in die Association, überragte als Scorer (dritthöchster Punkteschnitt aller Zeiten hinter MJ und Wilt Chamberlain) und Rebounder auf der Small-Forward-Position. In seiner vierten Spielzeit musste er seinen Militärdienst ableisten, konnte nur am Wochenende auflaufen und dominierte mit 38,3 Punkten. Nur ein Titel blieb ihm verwehrt, siebenmal führte er L.A. gemeinsam mit West in die Finals, siebenmal kassierte er eine Niederlage. Von Verletzungen geplagt, beendete er inmitten der Saison 1971/72 seine Karriere - bevor die Lakers endlich die Championship-Dürre beendeten.

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