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NBA

NBA Dropping Dimes - die SPOX-Awards für den Monat April: Die Reinkarnation des Hardwood Houdini

Von Philipp Jakob

MVP des Monats: Nikola Jokic

Das mit dem MVP-Award ist immer so eine Definitionssache. Ist Stephen Curry der wertvollste Spieler im April, weil ohne ihn die Warriors womöglich in jedem Spiel chancenlos untergegangen wären? Sein wilder Ritt in diesem Monat war weiter oben schon einmal Thema, insgesamt legte er in 15 Spielen 37,3 Punkte bei 46,6 Prozent von Downtown auf (er traf also pro Spiel fast die Hälfte seiner 13,7 Versuche!). Die einzige Partie ohne Curry ging für die Dubs mit -53 verloren.

Doch auch mit dem Splash Brother im Lineup waren die Warriors nur in acht der 15 Partien erfolgreich, auch mit ihm hagelte es zuletzt eine 30-Punkte-Klatsche gegen die Mavs. Der fehlende Teamerfolg spricht also eindeutig gegen Curry. Aus dem gleichen Grund ging Nikola Jokic in den ersten Saisonmonaten leer aus im Dropping Dimes MVP-Rennen. Mittlerweile ist das Gesamtpaket aber nirgends so stimmig wie beim 26-Jährigen.

Nach der schlimmen Verletzung von Jamal Murray Mitte des Monats fürchtete der ein oder andere einen bilanztechnischen Einbruch der Nuggets, doch dazu kam es nie. Mit 13 Siegen bei nur drei Niederlagen hat Denver die beste Siegquote im April vorzuweisen. In den Partien ohne Murray hat Jokic sein eigenes Scoring im Vergleich zum Monatsschnitt etwas ausgebaut (und seine Effizienz verbessert) und gemeinsam mit dem brandheißen Michael Porter Jr. die Nuggets bei 8-1 gehalten.

So legt Jokic im April im Schnitt 24,3 Punkte, 10,3 Rebounds und 8,8 Assists bei einer True-Shooting-Percentage von 63,8 Prozent auf. Auch wenn es in diesem Monat hochkarätige Konkurrenz im Playoff-Rennen gab - zum Beispiel Julius Randle und die heißen Knicks, Bradley Beal und die heißen Wizards, Chris Paul und die heißen Suns oder Rückkehrer Joel Embiid sowie die Dauerbrenner Giannis Antetokounmpo und Luka Doncic - behält doch der Joker die Oberhand.

Runner-Up: Stephen Curry, Giannis Antetokounmpo, Julius Randle, Luka Doncic, Chris Paul

NBA: Die Statistiken der MVP-Kandidaten im April

NameSpiele / MinutenPunkteReboundsAssistsTurnoverTrue-Shooting
Nikola Jokic16 / 33,424,310,38,83,663,8
Stephen Curry15 / 35,237,36,14,64,270,8
Giannis Antetokounmpo9 / 28,326,110,24,42,868,3
Julius Randle15 / 38,827,19,06,33,757,2
Luka Doncic15 / 35,228,27,58,34,457,7
Chris Paul15 / 31,317,24,58,91,963,0

Rookie des Monats: Anthony Edwards

Die positive Entwicklung von Anthony Edwards hat sich auch im April fortgesetzt. Der Hauptgrund laut Wolves-Coach Chris Finch: "Wir wollten, dass er effizienter wird. Ein guter Shooter zu sein, hängt sehr stark davon ab, dass man seine schlechten Würfe loswird."

Das scheint dem Nr.1-Pick immer besser zu gelingen. Zwar hat sich auch im April immer mal wieder ein 5/17- oder 5/15-Shooting-Abend eingeschlichen, doch insgesamt hat er in jedem Monat seiner Rookie-Saison seine True-Shooting-Percentage gesteigert und kommt in diesem Monat auf akzeptable 55,4 Prozent bei 21,6 Punkten pro Spiel.

Eine ausführliche Analyse zu den Rookies findet Ihr wie immer in unserer Rookie Watch.

Runner-Up: Tyrese Haliburton, Malachi Flynn, Saddiq Bey, Jae'Sean Tate

Panne des Monats: Kevin Love

Es ist selten ein gutes Zeichen, wenn ein NBA-Spieler sich öffentlich für ein einzelnes Play mit folgenden Worten entschuldigen muss: "Ich war nicht ich selbst. Ich entschuldige mich für den Vorfall, der unschön war. Ich hatte keine bösen Absichten."

Dabei hat Cavs-Big Kevin Love niemanden in allerbester Norbert-Siegmann-Manier umgetreten - wobei dazu die Entschuldigung eigentlich auch gepasst hätte -, er hatte im Spiel gegen die Raptors zwischenzeitlich einfach keinen Bock auf Basketball.

Aus Frust über die Referees schlug Love den Ball beim Inbounds-Pass lustlos ins Feld, schließlich bestrafte Malachi Flynn die Aktion mit einem weit offenen Dreier für Toronto, während Love das Treiben von der Baseline im desinteressierten Spaziergang verfolgte. Die sportliche Version des Bledsoe'schen "I Dont wanna be here"?

Runner-Up: Die Social-Media-Abteilung der Magic benötigt Advanced-Stats-Nachhilfe, die Heat brauchen Rechtschreibnachhilfe, der unbedachte Half-Court-Shot von Marcus Smart, R.J. Hampton ganz allein auf weiter Flur

Seite 1: Die elffache Curry-Eskalation und ein neunfaches Nein

Seite 2: Luka, der Entfesselungskünstler, und die DPOY-Stichelei

Seite 3: Kein Vorbeikommen am Joker und kein Bock auf Basketball

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