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MLB: Format, Favoriten, Player to Watch - alles Wichtige zum Saisonstart

Von Marcus Blumberg

© getty

MLB 2021: Wer sind die Favoriten?

In einer langen Baseballsaison kann so einiges passieren, weshalb es immer schwierig ist, einen klaren Favoritenkreis schon im Vorfeld abzustecken. Dennoch stechen ein paar Teams deutlich heraus. Ein Überblick:

MLB 2021: Die Top-Favoriten

Los Angeles Dodgers

Nach zahllosen Anläufen und acht (!) West-Division-Titeln in Serie haben es die Dodgers 2020 endlich geschafft, die World Series erstmals seit 1988 wieder zu gewinnen. Und das besorgniserregende für die Konkurrenz ist, dass nahezu alle Leistungsträger gehalten wurden.

Lediglich die Allrounder Joc Pederson (Chicago Cubs) und Kike Hernandez (Boston Red Sox) verließen das Team. Da die größte Stärke der Dodgers allerdings ohnehin die enorme Kadertiefe ist, fiel es leicht, diese Lücken zu füllen.

Zudem gelang es, die ohnehin schon am tiefsten und besten besetzte Pitching Rotation im Baseball nochmal gewaltig zu verstärken: Mit Trevor Bauer kam der wohl beste Starting Pitcher auf dem Markt. Dies ermöglicht es dem Team, den einstigen Top-Starter David Price in den Bullpen zu verdrängen.

Unterm Strich bleiben die Dodgers der Topfavorit mit dem besten Kader in den Big Leagues.

San Diego Padres

Die Überraschung der Vorsaison waren sicherlich die Padres, denen es dank ihrer jungen Stars wie Third Baseman Manny Machado und Shortstop Fernando Tatis Jr. als einzigem Team der National League gelang, L.A. auf den Fersen zu bleiben.

Die Offseason nutzten die Padres dann dazu, weiter aufzurüsten - und wie! Mit Yu Darvish und Blake Snell kamen zwei Pitching Aces von den Cubs und Tampa Bay Rays. Zudem ist ihr bisheriger Top-Starter Chris Paddack ein Jahr älter und erfahrener geworden.

Ihr größter Gegner dürfte neben den Dodgers vor allem der eigene Hinterkopf sein. Nach der starken Vorsaison droht den jüngeren Spielern womöglich der Verlust der Bodenhaftung, jedoch könnten die neuen Veteranen eben das verhindern.

Die Padres dürften daher als zweitbestes Team der NL in die Saison gehen und erneut den Dodgers das Leben schwer machen.

New York Yankees

Egal, wen man fragt, sind die New York Yankees auf dem Papier in diesem Jahr das Maß aller Dinge in der American League. Die Papierform jedoch ist nicht immer verlässlich, speziell im Big Apple. Zu oft schlug in den vergangenen paar Jahren das Verletzungspech zu. Auch in dieser Saisonvorbereitung war es mal wieder so weit: Sowohl First Baseman Luke Voit (Meniskus) als auch die Relief Pitcher Zack Britton (Ellenbogen) und Justin Wilson (Schulter) werden den Saisonstart verpassen.

Und dennoch bringt das Lineup wohl die größte Feuerpower aller Teams der Big Leagues mit sich, angeführt von Hitting-Maschine D.J. LeMahieu sowie den Power-Hittern Aaron Judge und Giancarlo Stanton. Bleiben besonders Letztere gesund, ist einiges drin.

Beim Pitching wiederum bleiben die üblichen Fragezeichen: Hinter Superstar-Pitcher Gerrit Cole wird sehr darauf gehofft, dass die zwei Neuzugänge Jameson Taillon (Pittsburgh Pirates) und Corey Kluber (Texas Rangers) nach längeren Verletzungen wieder voll fit sind und dies auch bleiben. Verstärkung ist allerdings für den Spätsommer ohnehin in Sicht: Mit Luis Severino wird einer der besten Starter des Teams nach Ellenbogenoperation zurückerwartet.

Es bleibt das alte Lied: Bleiben die Stars fit, führt kaum ein Weg an den Yankees vorbei. Doch das war zuletzt eher selten der Fall.

MLB 2021: Das Verfolgerfeld

Toronto Blue Jays

Mit ihren jungen Wilden und Söhnen von einstigen Topspielern und Hall-of-Famern, Shortstop Bo Bichette, Third Baseman Cavan Biggio und First Baseman Vladimir Guerrero Jr. sorgten die Jays bereits im Vorjahr für Aufsehen. Nun bekommen sie mit den Star-Einkäufen um Center Fielder George Springer (Houston Astros) und Second Baseman Marcus Semien (Oakland A's) auch noch große Erfahrung und Konstanz dazu. Wobei Springer mit einer Brustmuskelverletzung die Saison erstmal auf der Injured List beginnen wird.

Hinzu kommt eine solide Rotation sowie ein gut bestückter Bullpen, sodass die Kanadier - sie beginnen die Saison aufgrund von Kanadas Einreise-Restriktionen in ihrem Spring-Training-Stadion in Dunedin/Florida - in diesem Jahr erstmals richtig angreifen könnten.

Im Vorjahr reichte es zu einem Wildcard-Spot, der in dieser Spielzeit erneut anvisiert werden dürfte.

Atlanta Braves

Die Braves gewannen nun schon zum dritten Mal in Serie die NL East und verloren erst in der National League Championship Series in sieben Spielen gegen die Dodgers. Sie haben zweifelsohne Blut geleckt. Und sie bringen alle ihrer Starter zurück.

Angeführt vom herausragenden Outfielder Ronald Acuna Jr. und MVP First Baseman Freddie Freeman stehen auch die Braves für enorme Feuerpower. Was die Rotation angeht, wurde hier mit Charlie Morton (Tampa Bay Rays) und Drew Smyly (San Francisco Giants) nachgebessert, wobei speziell hier noch einige Spieler in der Hinterhand sind, die das Jahr in den Minor Leagues beginnen werden.

Für die Braves gilt es, das Gezeigte zu bestätigen, dann ist erneut ein langer Playoff-Run möglich.

New York Mets

Die Mets erlebten eine ernüchternde Saison 2020 mit zahlreichen Ausfällen aufgrund von Verletzungen und Covid-Bedenken. Darüber hinaus wechselten sie über den Winter ihren Besitzer und gehören nun dem Hedgefonds-Manager Steve Cohen, der direkt unterstrich, das Geld erstmal kein Hindernis mehr sein würde.

Erstes Indiz dafür: ein Blockbuster-Trade für Shortstop Francisco Lindor von den Cleveland Indians, mit dem kurz vor Toresschluss sogar noch ein neuer Monsterdeal ausgehandelt wurde. Mit ihm im Lineup dürften die Mets noch explosiver werden und nehmen zudem Druck von ihrem Power-Hitter Pete Alonso, der in seiner zweiten Saison 2020 einen gewissen Schritt zurückmachte.

Im Pitching kommt Marcus Stroman als Nummer 2 zurück, nachdem er wegen Covid im Vorjahr nicht spielte. In der Hinterhand haben die Mets dann noch Carlos Carrasco der mit Lindor aus Cleveland kam, sowie Noah Syndergaard, der aber nach einer Ellenbogenoperation wohl nicht vor Saisonende zurückerwartet wird. Bei Carrasco könnte es nach diversen Wehwehchen schneller gehen.

Die Mets verfügen über ein gutes Gerüst, werden aber Mühe haben, in der NL East mit den Braves Schritt zu halten.

Minnesota Twins

Nicht fehlen dürfen hier auch die Twins und Max Kepler. Letzterer machte nach starker Saison 2019 einen Schritt zurück, dürfte aber der Lead-Off-Hitter des Teams bleiben. Und da Designated Hitter Nelson Cruz geblieben ist, verfügt das Team auch weiterhin über gewaltig Homerun-Power. Defensiv wie offensiv dürfte derweil Neuzugang Shortstop Andrelton Simmons (Los Angeles Angels) helfen.

Die Twins haben zudem im Pitching nachgelegt und mit Linkshänder J.A. Happ einen soliden Veteranen und Linkshänder dazu geholt. Im Bullpen wiederum übernimmt Alex Colome die Closer-Rolle, die er zuvor schon in Tampa Bay und Chicago ausgefüllt hatte.

Bei den Twins gilt erneut, dass sie als Favorit in die AL Central gehen, zumal die abgerüsteten Indians keine Gefahr darstellen und sich die Detroit Tigers weiterhin im Wiederaufbau befinden. Für den ganz großen Wurf allerdings fehlt wohl weiterhin das besondere Etwas.

Chicago White Sox

Wird dies das Jahr der neuen White Sox? Bereits 2020 ließen sie ihr Potenzial aufblitzen, was vor allem an den jungen Eigengewächsen lag. Jene sind nun ein Jahr erfahrener und könnten groß aufspielen.

Gerade von Third Baseman Yoan Moncada und Center Fielder Luis Robert darf einiges erwartet werden. Allerdings gab es auch schon früh einen schweren Rückschlag für die junge Truppe, denn der verheißungsvolle Outfielder Eloy Jimenez zog sich einen Sehnenriss im Brustbereich zu und wird monatelang ausfallen.

Die Pitching Rotation wiederum dürfte mit Lance Lynn (Rangers) noch besser geworden sein, während im Bullpen mit Liam Hendriks von den A's ein starker neuer Closer gewonnen wurde.

Die White Sox könnten mit ein paar weiteren Youngstern in der Pipeline eine ähnliche Rolle spielen wie die Padres des Vorjahres.

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Shohei Ohtani könnte zur Attraktion der MLB-Saison 2021 werden.

MLB 2021: Der Player to Watch

Will man einen Spieler rausgreifen, den man in der kommenden Spielzeit auf keinen Fall verpassen sollte, dann ist dies sicherlich der Japaner Shohei Ohtani von den Los Angeles Angels.

Nachdem es in den letzten Jahren immer wieder an Verletzungen scheiterte, soll Ohtani nun endlich vollfit sein und tatsächlich als Two-Way-Player auftreten. Für gewöhnlich wird er als DH im Lineup stehen und mit seiner Power und seinem Speed für Furore sorgen. Doch an jedem vierten oder fünften Tag der Woche ist er in der Starting Rotation als Pitcher eingeplant.

Im Spring Training sah er bereits in beiden Rollen gut aus, auch wenn er sich zuletzt mit einer Blasenbildung an der rechten Wurfhand herumplagte. Sollte es dieses Jahr endlich gelingen, beide Versionen von Ohtani - den Pitcher und den Hitter - in Einklang zu bringen, könnte der Japaner die Attraktion dieser Saison werden.

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