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Wintersport

Ski alpin: Aleksander Aamodt Kilde siegt, Deutsche schwach, Ärger um Vincent Kriechmayr

Von SPOX/sid

Skirennläufer Aleksander Aamodt Kilde fährt weiter eine beeindruckende Comeback-Saison. Der 29 Jahre alte Norweger, der im vergangenen Januar einen Kreuzbandriss erlitten hatte, feierte bei der ersten von zwei Abfahrten in Wengen seinen fünften Saisonsieg und bestätigte seine Rolle als Medaillenanwärter bei Olympia.

Kilde siegte auf der um gut 45 Fahrsekunden verkürzten Strecke am Lauberhorn vor dem Schweizer Wunderknaben Marco Odermatt (+0,19 Sekunden). Am Vortag im Super-G war die Reihenfolge noch umgekehrt gewesen. Odermatt führt auch deutlich vor Kilde im Gesamtweltcup. Dritter wurde diesmal Ex-Weltmeister Beat Feuz (Schweiz/+0,30).

Die deutschen Starter konnten ihre starken Leistungen vom Super-G mit Platz vier und sechs nicht bestätigen. Keiner des Quintetts kam unter die ersten 20, der langsamste war mit großen Rückstand Vizeweltmeister Andreas Sander, der über seine Leistung im ZDF sagte: "Momentan ist der Wurm drin. Da passt nichts zusammen."

Vor dem Rennen hatte es Diskussionen um den am Ende neuntplatzierten Österreicher Vincent Kriechmayr gegeben. Der Doppel-Weltmeister, vergangene Woche positiv auf das Coronavirus getestet, hatte die beiden Trainingsläufe am Dienstag und Mittwoch nicht absolvieren können - er wäre daher im Rennen nicht startberechtigt gewesen.

Die Jury des Internationalen Ski-Verbandes (FIS) um den Südtiroler Markus Waldner setzte daher für Kriechmayr am Freitagmorgen ein Training an. Der 30-Jährige verließ dabei das Starthaus und brach die Fahrt danach sofort ab - die FIS-Regel, wonach er in den Trainingslauf gestartet worden war, hatte er damit erfüllt.

"Wir würden für jeden Läufer so entscheiden, weil wir in sehr komplizierten COVID-Pandemie-Zeiten leben", sagte Renndirektor Waldner. Der Schweizer Verbandspräsident Urs Lehmann legte vergeblich Protest ein und sprach daher von "Willkür". Es gehe "um die Regeln, die eingehalten werden müssen".

Ski alpin: Abfahrt der Herren in Wengen - Das Endergebnis

PlatzNameZeit
1.Alexander Aamodt Kilde1:42.42
2.Marco Odermatt+ 0.19
3.Beat Feuz+ 0.30
24.Dominik Schwaiger+ 1.89
27.Romed Baumann+ 1.96
33.Josef Ferstl+ 2.22
38.Simon Jocher+ 2.51
41.Andreas Sander+ 2.76

Ski alpin: Abfahrt der Herren in Wengen im Liveticker zum Nachlesen

Pietro Zazzi (ITA): Und nur noch ein Sportler steht oben. Pietro Zazzi besitzt also sehr wohl die Chance, hier noch etwas Zählbares mitzunehmen. In die Tat umgesetzt bekommt das der Italiener nicht. Der 27-Jährige büßt deutlich mehr als drei Sekunden ein und kommt als 45. im Ziel an. Damit ist der Wettkampf beendet.

Justin Murisier (SUI): Direkt danach folgt Justin Murisier. Der Schweizer ist nach dem Hundschopf nur fünf Hundertstel von der Bestzeit weg. Derart famos aber geht es zunächst nicht weiter, doch ein gutes Resultat ist nach wie vor drin. Alles holt der 30-Jährige nicht aus der Piste raus, vollbringt aber eine Punktlandung auf Position 30.

Stefan Babinsky (AUT): Oben legt sich Stefan Babinsky im Anschluss ebenfalls sehr gut ins Zeug. Allerdings schmeißt der Steirer die gute Ausgangsposition schon im Kernen-S weg, dort büßt der 25-Jähruge ganz entscheidend Zeit ein. Am Ende rettet er sich als 29. gerade noch in die Weltcup-Punkte.

Broderick Thompson (CAN): Broderick Thompson nimmt sich den heißen Ritt seines Landsmannes Crawford zum Vorbild. Seine Linie passt fast noch besser. Die Klippen im oberen Streckenteil meistert der 27-Jährige hervorragend. Doch ganz nach unten bringt es Thompson nicht. Zeitgleich mit Josef Ferstl verfehlt der Kanadier die Top 30 um drei Hundertstel.

Miha Hrobat (SLO): James Crawford hat bewiesen, dass die Bedingungen und die Piste sehr wohl noch Top-20-Platzierungen zulassen. Das möchte nun Miha Hrobat für sich nutzen. Ganz so gut erwischt es der Slowene nicht. Zumindest aber bleibt sein Defizit knapp unter zwei Sekunden, was für den Moment Rang 28 bedeutet. Da liegen Weltcup-Punkte in der Luft.

James Crawford (CAN): Ziemlich gut schlägt sich jetzt James Crawford. Aus dem Kernen-S hat lange kein Fahrer mehr so viel Schwung mitgenommen. Der 24-Jährige konserviert das, zeigt auch im weiteren Verlauf eine glänzende Leistung. Zufrieden und mit zwei geballten Fäusten nimmt Crawford im Ziel Rang 16 zur Kenntnis.

Simon Jocher (GER): Direkt danach ist Simon Jocher an der. Der meistert die erste Klippe an Hundschopf besser, lässt aber im Kernen-S eine Menge Zeit liegen. Da geht viel Fahrt verloren, was sich auch in der Folge auswirkt. Am Ende fehlen zweieinhalb Sekunden - zu viel, um über Rang 32 hinauszukommen.

Christian Walder (AUT): Für den ÖSV stößt sich Christian Walder oben ab. Nach einem Weiten Sprung am Hundschopf muss der Kärntner einen zusätzlichen Schwung fahren. Schon ist die Zeit fast beim Teufel. Zwar fährt der 30-Jährige danach ordentlich, verfehlt die Top 309 allerdings um drei Hundertstel.

Nicolas Raffort (FRA): In der Folge liegt Nicolas Raffort lange recht gut im Rennen. Maximal etwa zweieinhalb Sekunden Rückstand darf man sich für die besten 30 erlauben. Und für den Franzosen wird das zum Ende hin noch knapp. Es gelingt geradeso, doch als 30. zittert der 30-Jährige fortan natürlich auf diesem Schleudersitz.

Gilles Roulin (SUI): Weltcup-Punkte sind also auf alle Fälle noch drin. Und das motiviert Gilles Roulin. Der Eidgenosse erwischt vor allem den zweiten Teil dieser abfahrt hervorragend und darf sich im Ziel über Platz 18 freuen. Damit rutscht Andreas Sander aus den Top 30.

Maxence Muzaton (FRA): Weiter geht es mit Maxence Muzaton. Der Franzose jedoch kommt nur bedingt in Fahrt, fängt sich zweieinhalb Sekunden Rückstand ein und lässt einzig Andreas Sander hinter sich. Somit haben wir jetzt exakt 30 Namen im Klassement stehen.

Mattia Casse (ITA): Mattia Casse springt am Hundschopf spektakulär. Den Mut verliert der Italiener nicht, geht weiter forsch zu Werke. Der 31-Jähruge ist mehr als 150 Stundenkilometer schnell. Zeitrückstand sammelt sich dennoch an. Anderthalb Sekunden Defizit sind zu diesem Zeitpunkt sicherlich ganz passabel. So viel mehr wird nicht mehr drin sein.

Bostjan Kline (SLO): Auf jeden Fall sollt noch mehr in der Piste stecken, als es Ferstl zuletzt zeigte. Das vermag Bostjan Kline nicht zu beweisen. Der Slowene ist genau auf diesem Niveau unterwegs und im Ziel nur einen Hauch früher dran.

Josef Ferstl (GER): Dan macht sich der Sechste vom gestrigen Super G auf dem Weg. Genau in dieser Disziplin ist Josef Ferstl stärker einzuschätzen.

Urs Kryenbühl (SUI): Nachdem Jared Goldberg nicht gestartet ist, folgt nun Urs Kryenbühl. Der Schweizer kann sich der Unterstützung der Zuschauer gewiss sein. Auch der 27-Jährige weist unten knapp zwei Sekunden Rückstand auf.

Daniel Danklmaier (AUT): Gut ins Rennen findet Daniel Danklmaier. Doch bei Minschkante und Kernen-S bleibt so viel Zeit liegen. Und dabei bleibt es nicht. Als der Steirer mit fast zwei Sekunden Rückstand das Ziel erreicht, spricht aus seiner Körperhaltung eine Menge Enttäuschung.

Martin Cater (SLO): Für die besten Zehn darf man nur etwas mehr als eine Sekunden verlieren. Eine ganze Zeit lang bewegt sich Martin Cater in diesem Bereich unterwegs, fährt vor allem den zweiten Teil stark. Und so gelingt ihm eine Punktlandung auf Platz 10.

Nils Allegre (FRA): Ohnehin sollte das Podium inzwischen nicht mehr in Gefahr sein. Für die nun folgenden Athleten könnte es allenfalls noch um die Top 10 gehen. Für Nils Allegre jedoch ist das eine Nummer zu groß. Der Franzose bewegt sich auf zwei Sekunden Rückstand zu und reiht sich letztlich als Neunzehnter ein.

Carlo Janka (SUI): Dann geht Carlo Janka sein vorletztes Weltcup-Rennen an. Unter dem Jubel der Zuschauer fährt der 35-Jährige zu Tal. Ein Siegkandidat ist der Eidgenosse sicherlich nicht mehr. Dennoch zeigt Janka eine ziemlich gute Fahrt. Mit offenbar brennenden Oberschenkeln kommt er als beachtlicher Zehnter im Ziel an.

Stefan Rogentin (SUI): Stefan Rogentin ist im Super G etwas stärker einzuschätzen, da stellt eine Lauberhorn-Abfahrt natürlich eine besondere Herausforderung dar. Dafür aber legt der Schweizer gut los. Dann aber investiert der 27-Jährige nicht genug, muss den Ski in der Folge hart setzen. Zum Ende fährt Rogentin recht ordentlich, kommt als Dreizehnter unten an.

Niels Hintermann (SUI): Niels Hintermann siegte 2017 in Wengen völlig überraschend in der Kombination. Und nach einer langen Verletzungspause wusste der Schweizer zuletzt mit zwei dritten Plätzen zu gefallen. Heute jedoch passt das für den Eidgenossen nicht. Erst spät findet der 26-Jährieg seinen Rhythmus, lässt die Ski gut laufen. An den anderthalb Sekunden Rückstand ist allerdings nicht mehr zu rütteln.

Romed Baumann (GER): Da sollte durchaus noch mehr in der Piste stecken. Wird das Romed Baumann herauskitzeln können? Schon die ersten Klippen jedoch meistert der 36-Jähriger nicht gut genug. Nach dem Kernen-S sind schon neun Zehntel weg. Und trotz allen Bemühens vermag der gebürtige Österreicher den Zeitverlust nicht zu begrenzen. Fast zwei Sekunden kommen zusammen, was nur für Platz 17 reicht.

Christof Innerhofer (ITA): Viel Erfahrung bringt auch Christof Innerhofer mit. Doch die großen Zeiten des Südtirolers scheinen vorbei. Der Wengen-Sieger von 2013 ist zumindest oben sehr gut dabei. Doch unten könnte die Piste schon etwas weich werden, das taugt dem 37-Jährigen nicht so ganz. Mehr als eine Sekunden bleibt auf der Strecke. Mit gesenktem Haupt nimmt Innerhofer Platz 11 zur Kenntnis.

Max Franz (AUT): An Erfahrung mangelt es Max Franz nicht. Doch ausgerechnet in Wengen hat es für ihn noch nie für eine Top-3-Platzierung gereicht. Der Schnellste des zweiten Trainings ist oben schnell. Der 32-Jährige fährt das bis Mitte des Rennens sehr stark. Im technisch anspruchsvollen Teil fehlt es ihm etwas. So fehlen im Ziel 66 Hundertstel, was Rang 5 bedeutet.

Andreas Sander (GER): Danach macht sich Andreas Sander auf den Weg. Am Hundschopf springt der Deutsche sehr weit, was kein Maßstab für eine gute Zeit ist. Vor dem Kernen-S bremst der 32-Jährige zu sehr ab, dosiert seinen Einsatz nicht gut genug. Dafür büßt Sander an den Zwischenzeiten - und letztlich auch im Ziel. Dort übernimmt Sander die Rote Laterne.

Otmar Striedinger (AUT): Jetzt schiebt sich Otmar Striedinger in den Hang. Und der Kärntner war in Gröden Zweiter. Hier in Wengen jedoch erwischt es der 30-Jährige nicht perfekt genug. Im Flachstück fährt Striedinger einen Schwung nicht sauber, stellt die Ski kurz quer. Das kostet Zeit. Über Rang 12 kommt der ÖSV-Athlet nicht hinaus.

Matthieu Bailet (FRA): Anschließend wird schnell klar, dass Matthieu Bailet von diesem Niveau deutlich entfernt ist. Der Franzose setzt die Ski hart, das aber vor allem an den falschen Stellen. So sammelt der 25-Jährige kontinuierlich Rückstand ein. Mehr als zwei Sekunden sind es im Ziel, was ihn ganz ans Ende des Klassements wirft.

Marco Odermatt (SUI): Nun erleben wir den überragenden Skifahrer der Saison. Der 24-Jährige hat gestern den Super G gewonnen. Hat der junge Mann überhaupt die nötige Erfahrung für die Lauberhorn-Abfahrt? Marco Odermatt ist derzeit so überragend in Form, der bringt das auch hier auf die Piste. Und es gibt technisch anspruchsvolle Abschnitte, die ihm entgegenkommen. Der Schweizer kämpft tatsächlich um den Sieg. Das wird eng! Knapp zwei Zehntel fehlen am Ende. Doch Odermatt schlägt den großen Beat Feuz.

Bryce Bennett (USA): Geht das überhaupt noch besser? Es scheint kaum möglich, dass die Fahrt von Kilde noch getoppt werden kann. Und Bryce Bennett liegt gleich bei der ersten Zeitnahme zurück. Und auch im weiteren Verlauf kommt der Gröden-Sieger nicht so ideal zurecht. Erst im letzten Streckenteil findet der US-Amerikaner rein, begrenzt sein Defizit auf unter eine Sekunde und sortiert sich als Fünfter ein.

Aleksander Aamodt Kilde (NOR): Noch muss die Bestzeit von Beat Feuz nicht das Ende der Fahnenstange sein. Jetzt möchte Aleksander Aamodt Kilde daran rütteln. Der Norweger legt rasant los, legt an der Minschkante in der Luft die Ski um, hat so dir Richtung. Auch das Kernen-S erwischt der Skandinavier hervorragend. Bislang ist das eine überragende Fahrt. Nahezu fehlerlos geht der 29-Jährige zu Werke, ist drei Zehntel schneller als Feuz und setzt die neue Bestzeit.

Ryan Cochran-Siegle (USA): Wie Landsmann Ganong findet auch Ryan Cochran-Siegle oben richtig gut rein, trifft die Linie perfekt, springt am Hundschopf technisch sehr sauber. Doch die nächste Klippe, das Kernen-S, erwischt der 29-Jährige nicht gut, nimmt zu wenig Schwung mit. Ganz unten holt der US-Boy noch etwas auf und schiebt sich an Position 4.

Dominik Paris (ITA): Dominik Paris kommt auf anderen Pisten sicher besser klar. Doch ein Weltklasse-Abfahrer wie der Italiener möchte es natürlich auch mal in Wengen reißen. Zumindest Zweiter war der 32-Jährige hier schon. Und zwischenzeitlich setzt Paris eine Zwischenbestzeit. Doch es bleibt bei dieser einen. Im letzten Streckenteil geht er nicht technisch sauber genug zu Werke und liegt im Ziel sieben Zehntel zurück.

Dominik Schwaiger (GER): Als erste DSV-Starter schiebt sich Dominik Schwaiger in den Hang. Couragiert legt 30-Jährige los. Doch ins Flachstück nimmt er nicht genug Schwung mit. Da lässt sich nichts mehr machen.

Vincent Kriechmayr (AUT): Jetzt macht sich der Weltmeister auf den Weg. Ohne ein offizielles Training muss Vincent Kriechmayr diese Abfahrt bewältigen. Und dennoch ist der Oberösterreicher richtig schnell, setzt zunächst einige Zwischenbestzeiten. Ganz nach unten bringt es der 30-Jährige nicht. Knapp eine Sekunde bleibt da noch liegen. Kriechmayr reiht sich als Vierter ein.

Travis Ganong (USA): Richtig forsch legt Travis Ganong los, trifft die Linie genial. Doch dann baut der US-Amerikaner einen groben Fehler im Kernen-S ein. Prompt ist fast eine Sekunde weg. Mehr verliert der 33-Jährige dann zunächst nicht hinzu. Im Ziel reicht das so aber nur für Platz 5.

Matthias Mayer (AUT): Nun erwarten wir, dass die momentane Bestzeit auf die Probe gestellt wird. Anfangs sucht der Olympiasieger von 2014 noch die perfekte Linie, der Kärntner kennt die Lauberhorn-Abfahrt und weiß, auch mal einen nötigen Bremsschwung einzulegen. Mayer nimmt dann viel tempo auf, ist mehr als 150 Stundenkilometer schnell. Am Ende aber reicht es nicht. Eine knappe halbe Sekunde fehlt - nur Rang 3!

Matteo Marsaglia (ITA): Kurz nach dem Start wirken die Athleten ungeduldig. Man nimmt nur zögerlich Fahrt auf, weshalb auch Matteo Marsaglia Schrittschuhschritte einlegt. Der Italiener investiert an den nötigen Stellen nicht genug. Hin und wieder müssen die Sportler im richtigen Moment Fahrt rausnehmen. Dies dosiert der 36-Jährige nicht optimal und fängt sich letztlich anderthalb Sekunden Rückstand ein.

Beat Feuz (SUI): Dann fiebern die schweizerischen Zuschauer dem Auftritt von Beat Feuz entgegen. Zu Beginn passt die Linie beim dreifachen Wengen-Sieger nicht. Doch noch ist der Weg ins Ziel weit, da lässt sich noch etwas rausholen. Und das tut der Eidgenosse. Unten kommt Feuz mit 16 Hundertstel Vorsprung an. Doch vermutlich geht das noch schneller. Wir dürfen gespannt sein.

Daniel Hemetsberger (AUT): Nun folgt Daniel Hemetsberger. Der ÖSV-Fahrer erwischt den Hundschopf sehr gut, hat auch danach die bessere Linie. Als gutes Omen gilt die Wengernalpbahn, die gerade durchfährt als Hemetsberger den Tunnel ansteuert. In der Tat kommt er letztlich mit neun Zehnteln Vorsprung im Ziel an.

Johan Clarey (FRA): Jetzt geht es los. Johan Clarey macht sich auf den Weg. Der 41-Jährige konnte zwar nie ein Weltcup-Rennen gewinnen, stand aber bei anderen Abfahrtsklassikern wie Kitzbühel und Gröden sowie in Garmisch schon auf dem Podium. Aufgrund des tiefergelegten Starts ist es nicht weit bis zum Hundschopf. Für einen Sprung reicht das Tempo dennoch schon. Trotz einiger schattiger Abschnitte herrscht gute Sicht. Der Franzose bewältigt die Aufgabe und setzt im Ziel die erste Zeit.

Ski alpin: Abfahrt der Herren in Wengen JETZT im Liveticker - Rennstart

Vor Beginn: Inzwischen ist der Abtransport des verletzten Vorläufers erfolgt. Ein weiterer hat sich nun auf die Strecke begeben. Somit steht der Start des Rennens unmittelbar bevor. Doch abwarten, denn auch Julian Hug ist jetzt gestürzt. Der aber fährt kurz darauf weiter.

Vor Beginn: Während wir auf den Wettkampfbeginn warten, schauen wir auf die Bedingungen. Bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt scheint die Sonne im Berner Oberland. Die Piste ist hervorragend präpariert. Und unter 3G-Regelung dürfen sogar Zuschauer dabei sein.

Vor Beginn: Neben den genannten Athleten zählt natürlich auch Dominik Paris (Startnummer 9) zum Favoritenkreis. Der Italiener war hier 2020 Zweiter. Zu nennen wäre dann noch Aleksander Aamodt Kilde, 2019 Dritter. Der Norweger befindet sich momentan in sehr starker Form. Und selbstverständlich schauen wir, was Gröden-Sieger Bryce Bennett heute veranstaltet.

Startverzögerung: Wegen des Sturzes eines Vorläufer verzögert sich der Start. Offenbar hat sich Stefan Schneberger dabei verletzt und muss per Hubschrauber abtransportiert werden.

Vor Beginn: Nach Niels Hintermann (20) und Stefan Rogentin (21) folgt Carlo Janka (22). Dem 35-Jährigen bedeutet sein Lauberhorn-Sieg von 2010 mehr als das Olympiagold, welches er 2010 im Riesenslalom errang. Janka hat gerade erst verkündet, seine Karriere nach dem Lauberhorn-Wochenende beenden zu wollen. Weitere eidgenössische Starter sind Urs Kryenbühl (27), Gilles Roulin (33) und Justin Murisier (49). Insgesamt wird Swiss-Ski durch acht Sportler vertreten.

Vor Beginn: Bei den Gastgebern setzt man vor allem auf Beat Feuz (Startnummer 3). Der WM- und Olympia-Dritte hat die Lauberhorn-Abfahrt bereits dreimal gewonnen (2012, 2018, 2020). Da der Weltcup in Wengen im vergangenen Jahr Corona zum Opfer fiel, ist der Gewinner der kleinen Kristallkugel nun also Titelverteidiger. Darüber hinaus ist Marco Odermatt (13) angesichts seiner überragender Form derzeit alles zuzutrauen. Der Spitzenreiter im Gesamtweltcup hat bereits beweisen, auch in der Abfahrt ganz vorn reinfahren zu können (Zweiter in Bormio).

Vor Beginn: Neben dem Sieger von 2019 ist der ÖSV mit sieben weiteren Sportlern im 50-köpfigen Starterfeld gewohnt umfangreich vertreten. Sehr früh ist Daniel Hemetsberger an der Reihe (Startnummer 2). Gespannt sind wir auf Matthias Mayer (6). Der Olympiasieger von 2014 möchte den Klassiker in Wengen unbedingt mal gewinnen. Auch Otmar Striedinger (15), Zweiter von Gröden, rechnet sich etwas aus. Darüber hinaus erwarten wir Max Franz (17), Daniel Danklmaier (25), Christian Walder (39) und Stefan Babinsky (48).

Vor Beginn: Zum Starterfeld gehört Vincent Kriechmayr (Startnummer 7). Der Weltmeister hat sich nach einer Corona-Infektion erst am Mittwoch frei getestet, konnte dann zwar gestern den Super G bestreiten (9.), hat aber kein offizielles Abfahrtstraining absolviert. Somit bedurfte es einer Sondergenehmigung der Jury, um dem Oberösterreicher das Startrecht einzuräumen.

Vor Beginn: Die einzigen deutschen Abfahrtssieger in Wengen heißen Willi Bogner (1960) und Markus Wasmeier (1987). In diesem Jahr stehen fünf DSV-Athleten am Start. Als Fünfter von Bormio hat Dominik Schwaiger (Startnummer 8) seine Qualitäten erst Ende Dezember unter Beweis gestellt. Auf eine gute Startnummer (16) darf auch Andreas Sander bauen. Romed Baumann (19) und Josef Ferstl (28) wussten im gestrigen Super G mit Top-6-Platzierungen zu gefallen. Vervollständigt wird das deutsche Aufgebot durch Simon Jocher (40).

Vor Beginn: Einmal im Jahr darf der Tross der alpinen Skiherren die atemberaubende Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau genießen. Und dazu gibt es einen der Abfahrtsklassiker schlechthin. Wer in der Szene etwas auf sich hält, der will dieses Rennen unbedingt einmal gewinnen. Allerdings erleben wir heute eine verkürzte Version. Ohnehin wird die komplette Distanz mit fast viereinhalb Kilometer Streckenlänge und mehr als 1.000 Metern Höhenunterschied kaum noch gefahren. Heute kommen wir nicht einmal auf drei Kilometer Wettkampfdistanz. Vom Start auf 2.025 Metern geht es über 738 Höhenmeter hinunter ins Ziel. Dabei weist die Kurssetzung von Hannes Trinkl den Weg. Der FIS-Renndirektor hat 35 Tore gesteckt.

Vor Beginn: Die erste von zwei Abfahrten binnen zwei Tagen am Lauberhorn beginnt heute um 12.30 Uhr.

Vor Beginn: Hallo und herzlich Willkommen zum Liveticker der Abfahrt der Herren in Wengen.

Ski alpin: Abfahrt der Herren in Wengen heute live im TV und Livestream

Live im Free-TV wird die Abfahrt in Wengen heute von Eurosport und dem ZDF übertragen. Der Privatsender geht um 12.15 Uhr mit seiner Live-Übertragung auf Sendung, das ZDF um 12.20 Uhr.

Um den Eurosport-Livestream auf dem Eurosport Player abrufen zu können, müsst Ihr zuvor ein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen haben. Kostenlos abzurufen ist dagegen der Livestream des ZDF.

Dank einer Kooperation zwischen DAZN und Eurosport kann das Ski-alpin-Event heute auch bei dem Streamingdienst live verfolgt werden. Der Streamingdienst strahlt Eurosport 1 und Eurosport 2 rund um die Uhr aus.

DAZN kostet Euch im Monatsabo 14,99 Euro (jederzeit kündbar) oder im Jahresabo 149,99 Euro.

Ski alpin: Der Stand im Weltcup der Herren

RangNamePunkte
1.Marco Odermatt945
2.Aleksander Aamodt Kilde549
3.Matthias Mayer507
4.Vincent Kriechmayr402
5.Alexis Pinturault382
6.Henrik Kristoffersen349
7.Manuel Feller341
8.Dominik Paris317
9.Beat Feuz307
10.Loic Meillard236

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