Wintersport

Skispringen: Stefan Horngacher wird neuer Bundestrainer der DSV-Adler

SID

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Der Deutsche Skiverband (DSV) hat die Weichen für die Zukunft gestellt. Stefan Horngacher wird neuer Bundestrainer der deutschen Skispringer, Christian Schwaiger übernimmt den Posten des Cheftrainers des alpinen Männerteams.

Stefan Horngacher ersetzt Werner Schuster, Christian Schwaiger tritt die Nachfolge von Mathias Berthold an: Der Deutsche Skiverband (DSV) hat am Mittwoch die Weichen für die Zukunft gestellt und setzt dabei weiterhin auf die Fachkenntnis aus Österreich.

Horngacher soll als Bundestrainer den Höhenflug der Skispringer fortsetzen, Schwaiger das alpine Männerteam auch ohne Felix Neureuther zu Erfolgen führen.

Wunschkandidat Horngacher war seit Wochen als Topfavorit auf die Schuster-Nachfolge gehandelt worden. "Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe und die damit verbundene Rückkehr zum Deutschen Skiverband. Jetzt gilt es zunächst, ein schlagkräftiges Trainerteam zusammenzustellen, um dann im Team die inhaltlichen Schwerpunkte für die anstehende Vorbereitung zu setzen. Gemeinsam wollen wir die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre weiterführen", sagte der 49-Jährige.

Der bisherige Nationaltrainer der Polen soll die DSV-Adler für die Heim-WM 2021 in Oberstdorf und die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking fitmachen.

Horngacher kommt mit Empfehlungen von Schuster

Karin Orgeldinger zeigte sich erfreut über die Verpflichtung. "Wir sind daher überzeugt, dass Stefan Horngacher mit neuen Impulsen die Erfolgsgeschichte im deutschen Skisprung fortführen wird", sagte die DSV-Sportdirektorin Nordisch/Biathlon.

Schuster hatte nach elf Jahren und herausragenden Erfolgen - zuletzt die WM-Titel mit Markus Eisenbichler im Einzel und im Teamwettbewerb in Seefeld - seinen Vertrag nicht mehr verlängert.

Horngacher kommt mit den wärmsten Empfehlungen seines Vorgängers und Landsmanns. "Stefan ist natürlich der logische Kandidat. Er und ich haben acht Jahre zusammengearbeitet. Er ist ein fantastischer Trainer, das hat er in Polen und Deutschland bewiesen", hatte Schuster, dessen Zukunft noch nicht geklärt ist, über seinen langjährigen Weggefährten gesagt.

Horngacher kehrt als verlorener Sohn zurück

In Horngacher, als aktiver Springer mit zweimal WM-Gold im Team und fünf weiteren Medaillen bei Großereignissen weitaus erfolgreicher als Schuster (ein Weltcuppodest), kommt quasi ein verlorener Sohn zurück in den DSV.

Der "Steff", der seit Jahren in Titisee-Neustadt (Schwarzwald) mit seiner Familie wohnt, war bereits von 2006 bis 2016 in Deutschland tätig, die letzten sechs Jahre dabei als Schusters Co-Trainer beim A-Kader.

Weil er beim DSV auf absehbare Zeit nicht zum Chef aufsteigen konnte, griff Horngacher zu, als Polens Verband an ihn herantrat. Es sei "kein einfacher Schritt" gewesen, sagte Horngacher damals, die Aufgabe in Polen aber "eine großartige Möglichkeit, die ich ergreifen möchte".

Und wie er sie ergriff: Polens Topstar Kamil Stoch führte er zu alter Stärke und zum "Grand Slam" bei der Vierschanzentournee 2017/18, bei Olympia in Pyeongchang gab es Gold im Einzel von der Großschanze für Stoch und für das Polska-Team.

Schwaiger folgt auf Landsmann Berthold

Schwaiger folgt auf Landsmann Berthold, der vor zwei Wochen nach fünf Jahren beim DSV seinen Rücktritt erklärt hatte.

Der 51-Jährige war zuletzt schon beim Verband als leitender Disziplintrainer der Speed-Mannschaft um die Kitzbühel-Sieger Thomas Dreßen und Josef Ferstl erfolgreich tätig gewesen. Davor war er als Technik-Coach für die alpinen Frauen um die Olympiasiegerinnen Maria Höfl-Riesch und Viktoria Rebensburg verantwortlich gewesen.

"Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung und möchte die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre fortführen", sagte Schwaiger.

Nun gelte es "einerseits, die Speed-Mannschaft weiter und nachhaltig auf allen Ebenen zu entwickeln und andererseits, die Techniker wieder in die Erfolgsspur zurückzuführen."

Alpinchef Wolfgang Maier lobte Schwaiger als "idealen Nachfolger von Mathias Berthold. Christian ist ein erfahrener und fachlich überaus kompetenter Trainer, der das alpine System im DSV seit vielen Jahren kennt." Schwaiger sei eine "extrem gute Persönlichkeit und genießt höchsten Respekt in der Mannschaft. Ich schätze seine Arbeit sehr", ergänzte Maier.

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