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Tennis, Australian Open: Darf Djokovic vor 2026 wieder nach Australien? Die neuesten Entwicklungen im Liveticker

Von SPOX/SID

Es ist offiziell: Novak Djokovic muss nach einem erneuten Beschluss eines Bundesgerichts Australien verlassen. Damit wird der Serbe nicht an den Australian Open teilnehmen können. Die aktuellen Entwicklungen könnt Ihr hier im Liveticker verfolgen.

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

Montag, 9.10 Uhr: Darf Djokovic vor 2026 wieder nach Australien?

Laut australischem Einwanderungsgesetz darf der ausgewiesene Djokovic drei Jahre lang nicht mehr ins Land einreisen. Dies würde bedeuten, der Serbe verpasst die Australian Open 2023, 2024 und 2025. Wenn er 2026 wieder mittun könnte, wäre Djokovic bereits 38 Jahre alt.

Dass es eventuell doch früher geht, darauf deuten Aussagen von Australiens Premierminister Scott Morrison hin. Der sagte am Montagvormittag: "Ich werde nichts tun, was dem Minister nicht ermöglichen würde, die dafür notwendigen Anrufe zu tätigen. Es dauert eigentlich drei Jahre, aber unter den richtigen Umständen kann man zurückkehren. Das ziehen wir in Betracht."

Morrison bezieht sich auf Einwanderungsminister Alex Hawke, der dafür plädierte, Djokovic auszuweisen, um der Gesundheit der Bevölkerung nicht zu gefährden.

Montag, 06.55 Uhr: Djokovic in Dubai gelandet

Novak Djokovic ist nach seiner Ausweisung aus Australian am frühen Montagmorgen in Dubai gelandet. Der Tennisstar verließ das Flugzeug mit zwei Taschen und Maske, nachdem er um 5:32 Uhr Ortszeit gelandet war. Statt als Starspieler bei den Australian Open an den Start zu gehen, war er am Sonntagabend aus Melbourne abgereist nach der Niederlage vor einem Bundesgericht im juristischen Streit um seine Ausnahmegenehmigung.

Sonntag, 21.16 Uhr: Murray spricht über Djokovic

Der langjährige Djokovic-Rivale Andy Murray hat sich zum Ende der Djokovic-Sage geäußert. "Das ist nicht gut für das Turnier, denn es ist besser, wenn alle Topspieler dabei sind", sagte er der BBC. "Ich kenne Novak, seit wir 12 Jahre alt sind, ich habe Respekt vor ihm. Es gefällt mir nicht, dass er in dieser Situation war und festgesetzt wurde."

Murray weiter: "Es fühlt sich so an, als wäre alles in letzter Minute passiert und deswegen wurde es so ein Schlamassel. Hoffentlich wird sich das bei anderen Events noch fortsetzen, damit so eine Situation nicht noch einmal vorkommt. Das würde ich für Novak nicht wollen, und nicht für den Sport. Hoffentlich ist es jetzt vorbei."

Sonntag, 13.08 Uhr: Djokovic hat Australien verlassen

Nach seiner Niederlage vor einem Bundesgericht hat Tennisstar Novak Djokovic Australien noch am Sonntagabend verlassen.

Der 34 Jahre alte Serbe hob um 22.52 Uhr (Ortszeit) mit Flug EK409 von Melbourne nach Dubai ab.

Sonntag, 12.37 Uhr: Djokovics Vater wählt heftige Worte

Srdjan Djokovic hat mit martialischen Worten auf die Ausweisung seines Sohnes Novak reagiert.

"Der Anschlagsversuch auf den besten Sportler der Welt ist vorbei", schrieb Djokovic senior auf Instagram. "50 Kugeln in Novaks Brust. Immerhin unterstützt er einen 17 Jahre alten Spieler, das ist Nole, ein Mann, ein Bruder, wir sehen uns in Paris."

Sonntag, 11.55 Uhr: Djokovic am Flughafen gesichtet

Novak Djokovic wird nach der Annullierung seines Visums Australien umgehend verlassen. Der Serbe wurde bereits am Flughafen gesichtet.

Der Weltranglistenerste soll um 22.30 Uhr Ortszeit (12.30 Uhr deutscher Zeit) mit einer Maschine Richtung Dubai ausfliegen.

Sonntag, 11.16 Uhr: Tennis Australia reagiert

Auch der australische Tennisverband hat sich zur Entscheidung in der Causa Djokovic geäußert. "Tennis Australia respektiert die Entscheidung des Bundesgerichts", hieß es in einem knappen Statement, das der Sidney Morning Herald zitiert.

Mit Blick auf die Australian Open freue man sich auf "ein umkämpftes und spannendes" Turnier.

Sonntag, 10.56 Uhr: ATP gibt Statement ab

Die ATP hat die Annullierung des Visums für Djokovic als das "Ende einer äußerst bedauerlichen Serie von Ereignissen" bezeichnet.

"Letztlich müssen die Entscheidungen der Justizbehörden in Fragen der öffentlichen Gesundheit respektiert werden. Es ist mehr Zeit erforderlich, um eine Bestandsaufnahme der Fakten vorzunehmen und Lehren aus dieser Situation zu ziehen", teilte die ATP in einem Statement mit.

Unabhängig davon sei Djokovic "einer der größten Champions unseres Sports", sein Fehlen bei den Australien Open sei "ein Verlust für den Sport". "Wir wissen, wie turbulent die letzten Tage für Novak waren und wie sehr er seinen Titel in Melbourne verteidigen wollte. Wir wünschen ihm alles Gute und freuen uns darauf, ihn bald wieder auf dem Platz zu sehen", hieß es weiter.

Zudem empfahl die ATP allen Spielern mit Nachdruck eine Impfung.

Sonntag, 10.13 Uhr: Djokovic reist noch am Abend aus

Novak Djokovic wird Australien in den nächsten Stunden verlassen. Laut der australischen Zeitung The Age soll Djokovic mit einem Flieger um 22.30 Uhr Ortszeit (12.30 Uhr deutscher Zeit) Richtung Dubai ausreisen.

Sonntag, 10.02 Uhr: Lucky Loser ersetzt Djokovic

Die Australian Open haben auf die Ausweisung von Novak Djokovic reagiert und den Spielplan für das am Montag beginnenden Turnier angepasst. Lucky Loser Salvatore Caruso rückt für Djokovic nach und trifft in der ersten Runde auf Miomir Kecmanovic.

Die Umstellung hat auch Auswirkungen auf Alexander Zverev. Deutschlands Topspieler bestreitet nun sein Auftaktmatch am Montagabend gegen Daniel Altmaier in der Rod Laver Arena. Ursprünglich war Djokovic für den Termin zur Prime Time vorgesehen.

Sonntag, 9.43 Uhr: Reaktionen auf Djokovic-Entscheidung

In der Tenniswelt schlägt das Urteil gegen Novak Djokovic weiter hohe Wellen. Patrick Mouratoglou, Trainer von Serena Williams, bezeichnete das Turnier als größten Verlierer dieses Chaos'. "Die einzig gute Nachricht ist, dass wir hoffentlich anfangen werden, über Tennis zu reden", schriet Mouratoglou auf Twitter.

Nick Kyrgios postete auf Twitter nur ein vielsagendes, sich an den Kopf fassendes Emoji.

Zuspruch für Djokovic äußerte Alize Cornet. "Ich weiß zu wenig, um die Situation zu beurteilen", twitterte die Französin. "Was ich weiß, ist, dass Novak immer der Erste ist, der sich für die Spieler einsetzt. Aber keiner von uns hat sich für ihn eingesetzt. Bleib stark, Novak."

Sonntag, 8.50 Uhr: Oberster Richter begründet Entscheidung

Der Oberste Richter des australischen Bundesgerichts, James Allsop, erklärte in einer kurzen Ausführung die Gründe der Entscheidung. Die Aufgabe des Gerichts bestehe nicht darin, die Entscheidung der Regierung, Djokovic das Visum zu entziehen, zu beurteilen.

Vielmehr habe es die Aufgabe, die Rechtmäßigkeit der Entscheidung anhand der drei von Djokovics Anwälten vorgebrachten Gründe zu prüfen.

"In Anbetracht des Interesses und der Berichterstattung in verschiedenen Teilen der Welt, darunter auch in Serbien, dem Heimatland von Herrn Djokovic, hält es das Gericht für angemessen, eine Reihe von Fragen zu dem stattgefundenen Prozess zu klären", sagte er.

Eine ausführliche Begründung soll erst am Montag folgen.

Sonntag, 8.40 Uhr: Djokovic veröffentlicht Statement

Der Serbe hat auch bereits ein erstes Statement veröffentlicht. Darin bedauert er die Entscheidung des Gerichts, zeigte sich aber kooperativ.

Das Statement im Wortlaut:

"Ich möchte eine kurze Erklärung zu den Ergebnissen der heutigen Gerichtsverhandlung abgeben. Ich werde mir jetzt etwas Zeit nehmen, um mich auszuruhen und zu erholen, bevor ich weitere Kommentare abgebe.

Ich bin sehr enttäuscht über die Entscheidung des Gerichts, meinen Antrag auf gerichtliche Überprüfung der Entscheidung des Ministers, mein Visum zu annullieren, abzulehnen. Das bedeutet, dass ich nicht in Australien bleiben und nicht an den Australian Open teilnehmen kann.

Ich respektiere die Entscheidung des Gerichts und werde mit den zuständigen Behörden in Bezug auf meine Ausreise kooperieren.

Es ist mir unangenehm, dass der Fokus in den letzten Wochen auf mir lag, und ich hoffe, dass wir uns jetzt alle auf das Spiel und das Turnier konzentrieren können, das ich liebe.

Ich möchte den Spielern, Turnierverantwortlichen, Mitarbeitern, Freiwilligen und Fans alles Gute für das Turnier wünschen.

Abschließend möchte ich mich bei meiner Familie, meinen Freunden, meinem Team, meinen Fans und meinen serbischen Landsleuten für ihre kontinuierliche Unterstützung bedanken. Ihr alle seid eine große Kraftquelle für mich gewesen."

Sonntag, 8.38 Uhr: Djoker muss Gerichtskosten übernehmen

Djokovics Anwälte deuteten bislang noch nicht an, dass man weitere Maßnahmen ergreifen würde, um seine Abschiebung aufzuhalten.

Die Entscheidung der drei Richter des Bundesgerichts fiel übrigens einstimmig. Der Djoker muss zudem sämtliche Verfahrenskosten übernehmen.

Sonntag, 8.25 Uhr: Novak Djokovic muss Australien verlassen!

Novak Djokovic hat das juristische Tauziehen gegen die australische Regierung um seine Aufenthaltsgenehmigung vorerst verloren. Ein Bundesgericht wies am Sonntag den Einspruch des 34 Jahre alten Serben gegen die erneute Annullierung seines Visums vom Freitag zurück. Vorausgegangen war eine andauernde Auseinandersetzung von Djokovic mit den Behörden seit seiner Ankunft in Melbourne am 5. Januar.

Der 20-malige Grand-Slam-Sieger war ungeimpft und mit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung eingereist und wollte sich mit einem Triumph bei den Australian Open ab Montag zum alleinigen Major-Rekordsieger krönen.

Sonntag, 5.30 Uhr: Gericht vertagt sich

Novak Djokovic wartet auf die Entscheidung über seinen Einspruch vor einem australischen Bundesgericht. Wie der Vorsitzende Richter des Federal Court of Australia nach Anhörung beider Seiten am frühen Nachmittag (Ortszeit) signalisierte, könnte diese noch im Tagesverlauf fallen.

Das Gericht prüft die Frage, ob Einwanderungsminister Alex Hawke seinen Beschluss vom Freitag, Djokovic erneut die Aufenthaltsgenehmigung zu entziehen, im Rahmen seiner Befugnisse getroffen hatte. Djokovics Anwälte bezeichneten das Vorgehen als "irrational" und beantragten für den Fall ihres Erfolgs ein unmittelbares Ende der Festsetzung des Tennisstars.

Djokovic verfolgte das Geschehen im Büro seiner Anwälte. Er kämpft gegen die drohende Ausweisung und ein jähes Ende seiner für die Australian Open anvisierten Jagd auf den historischen 21. Major-Titel schon vor dem ersten Aufschlag. Der 34-Jährige war ungeimpft und mit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung eingereist und hatte damit in dem strikt gegen die Corona-Pandemie vorgehenden Land eine Kontroverse ausgelöst.

Samstag, 23.50 Uhr: Entscheidung gegen 2 Uhr

Wie der Sydney Morning Herald aus Kreisen des Federal Court erfahren hat, darf gegen 2 Uhr deutscher Zeit mit einer Entscheidung gerechnet werden.

Samstag, 23.30 Uhr: Djokovic-Anhörung hat begonnen

Showdown! Die Anhörung von Novak Djokovic vor dem Federal Court hat begonnen. Muss der Serbe Australien verlassen, oder darf er bei den Australian Open an den Start gehen? Djokovics Seite steht dabei dem obersten Richter James Allsop, Richter Anthony Besanko und Richter David O'Callaghan gegenüber. Die Anhörung wird online durchgeführt, wobei sich die drei Richter an verschiedenen Orten befinden.

Samstag, 23 Uhr: Serbien droht mit Konsequenzen

Der serbische Sport- und Jugendminister Vanja Udovicic hat Australien gedroht. Novak Djokovic sei von den australischen Behörden unfair und unmenschlich behandelt worden und sein Land erwäge bereits die nächsten diplomatischen Schritte. "Es tut mir leid, dass Novak als Champion all das durchmachen muss", sagte er der serbischen Nachrichtenagentur Tanjug: "Von dem Moment an, als er das Land betrat, sind alle Ungereimtheiten ans Licht gekommen, und ich muss sagen, dass die unmenschliche Behandlung des besten Sportlers der Welt uns alle beunruhigt und die Parameter, die für alle gleich sein sollten, ad absurdum führt."

Samstag, 19.30 Uhr: Nadal spricht Klartext

Rafael Nadal hat klargestellt, dass die Australian Open wichtiger als die Posse um Novak Djokovic sind. "Ich sag euch eins: Ganz klar, Novak Djokovic ist einer der besten Spieler der Geschichte, zweifellos. Aber es gibt keinen Spieler in der Geschichte, der wichtiger gewesen wäre als ein Turnier", sagte der Spanier: "Die Australian Open sind wichtiger als jeder Spieler. Es werden großartige Australian Open, mit oder ohne ihn."

Samstag, 16.30 Uhr: Entscheidung im Fall Djokovic steht an

Der serbische Tennis-Star Novak Djokovic ist in Australien vor der entscheidenden Anhörung über die Gültigkeit seines Visums und damit seiner Teilnahme an den Australian Open in Melbourne am Sonntag (9.30 Uhr Ortszeit/Samstag 23.30 Uhr MEZ) wieder in einer Unterkunft für Abschiebekandidaten festgesetzt worden. Das berichteten mehrere australische Medien am Samstag und veröffentlichten entsprechende Fotos und Videos von der Ankunft des Weltranglistenersten an dem umfunktionierten Hotel.

Djokovics Fall am Sonntag wird von einem Plenum von drei Richtern und nicht von einem Einzelrichter verhandelt, teilte der australische Bundesgerichtshof mit. Zuvor war nach der erneuten Annullierung von Djokovics Visum durch das Einwanderungsministerium vom Vortag die Gerichtsverhandlung über den anschließenden Einspruch der Anwälte des 34-Jährigen vor dem Bundesgericht für Sonntag angesetzt worden. Zugleich wurde allerdings auch seine vorläufige Festsetzung beschlossen.

© getty
Mitarbeiter stehen am Eingang des Park Hotels Wache.

Samstag, 9.20 Uhr: Zverev ergreift Partei für Djokovic

Alexander Zverev hat sich in der vergangenen Nacht auf einer Pressekonferenz zur Thematik geäußert. "Ich denke, es ist nicht sehr fair für eine Person, hier herzukommen und nicht spielen zu können", sagte der 24-jährige Hamburger.

Stattdessen "hätten sich die australische Regierung und die Regierung Victorias im Voraus im Klaren darüber sein müssen, was passieren wird." Zverev: "Ich weiß nicht genug über die Situation, aber ich denke, wenn es nicht Novak Djokovic wäre, der Weltranglistenerste mit 20 Grand-Slam-Titeln, all das, dann wäre es nicht so ein großes Drama."

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