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Tennis

Australian Open: Zverev zeigt Verständnis für Djokovic - Kyrgios spricht von "Bromance"

Von Chris Lugert/SID

© getty

Alexander Zverev hat sich in Melbourne bei den Australien Open noch einmal zur Causa Novak Djokovic geäußert und dabei Verständnis für die Situation des Serben gezeigt. Für ihn ist das ganze Drama auch auf eine unklare Haltung der australischen Behörden zurückzuführen. Dem Djoker selbst droht währenddessen bei den übrigen Grand Slams des Jahres immer mehr Ungemach.

"Ich verstehe die Perspektive der Australier und der australischen Regierung, aber ich denke, es hätte einfach mehr Kommunikation zwischen der Regierung von Victoria und der australischen Regierung geben müssen, bevor Novak ankam. Denn als Novak hierherkam, war es ziemlich klar, dass das alles losgehen wird", sagte Zverev nach seinem Erstrundensieg gegen Landsmann Daniel Altmaier am Montag.

Djokovic ist bislang nicht gegen das Coronavirus geimpft, was allerdings Grundvoraussetzung für alle Spieler war, um an den Australian Open teilzunehmen. Zwar legte Djokovic eine Ausnahmegenehmigung vor, diese wurde vor Ort jedoch zunächst nicht anerkannt, sein Visum wurde für ungültig erklärt.

"Entweder man lässt ihn ins Land oder man lässt ihn nicht ins Land. Ich verstehe ihre Position, wenn sie sagen, kein ungeimpfter Spieler darf nach Australien einreisen. Aber dann hätte man ihn gar nicht erst ins Land kommen lassen dürfen", meinte Zverev: "Darum geht's. Das ganze Drama wäre dann nicht passiert."

Was folgte, war ein Theater sondergleichen. Der Weltranglistenerste landete in einem Abschiebehotel, während seine Berufung gegen die Entscheidung der Behörden lief. Dann bekam zunächst vor Gericht Djokovic Recht und durfte ein paar Tage auf der Anlage in Melbourne trainieren, musste das Land dann aber dennoch verlassen.

Zverev, der durch die Ausweisung eines direkten Konkurrenten plötzlich noch deutlich größere Chancen auf seinen ersten Grand-Slam-Titel hat, zeigt Mitgefühl mit Djokovic. "Für ihn ist es derzeit sehr schwierig. Er sitzt zu Hause und die ganze Welt spricht so negativ über einen der besten Tennisspieler, sogar einen der besten Athleten, die es je gab. Das finde ich schwierig", sagte der 24-Jährige: "Es tut mir leid für ihn."

Kyrgios spricht über "Bromance" mit Djokovic

Unterstützung aus der Ferne erhält Djokovic auch von Enfant terrible Nick Kyrgios, der in der Vergangenheit selbst mit fragwürdigen Auftritten aufgefallen war - sowohl auf als auch neben dem Platz.

"Ich und Novak hatten in der Vergangenheit unsere Differenzen. Ich habe Novak verteidigt wie ich jeden anderen in seiner Position verteidigen würde", sagte Kyrgios am Dienstag und schob nach: "Aber wir haben derzeit auch eine kleine Bromance." Er werde den Serben fragen, ob sie beide künftig gemeinsam im Doppel antreten könnten, sagte Kyrgios scherzhaft.

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Djokovic: Keine Teilnahme-Zusicherung für Wimbledon?

Dem Serben drohen nach der Einreise-Posse in Australien offenbar auch bei den weiteren Grand-Slam-Turnieren des Jahres Probleme. Die Organisatoren des Rasenklassikers in Wimbledon wollen dem ungeimpften Serben laut Medienberichten bislang keine Zusicherung für eine Teilnahme in diesem Sommer geben. Auch ein Start bei den French Open sowie den US Open ist ohne Impfung gegen das Coronavirus fraglich.

Demnach sollen die Turnier-Verantwortlichen in Wimbledon bereit sein, die Corona-Maßnahmen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus zu verschärfen. Das berichten die britischen Tageszeitungen Mirror und Telegraph am Dienstag. Die britische Regierung erlaubt ungeimpften Sportlerinnen und Sportlern aus dem Ausland weiterhin, im Land zu spielen und zu trainieren.

Zuvor hatte die Nachrichtenagentur AFP am Montag unter Berufung auf französische Regierungsquellen berichtet, dass in Frankreich offenbar sämtliche Sportlerinnen und Sportler, die im Land künftig an Wettkämpfen teilnehmen wollen, gegen das Coronavirus geimpft sein müssen. Damit wäre auch Djokovics Titelverteidigung bei den Ende Mai beginnenden French Open in Gefahr. Die Organisatoren der US Open wollen die Impfvorschriften der Regierung in New York befolgen.

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