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Tennis

French Open, Tag 9: Thiem scheitert an Schwartzman - Krawietz/Mies im Halbfinale

SID

US-Open-Champion Dominic Thiem ist in einem hochklassigen Marathonmatch überraschend im Viertelfinale der French Open gescheitert. Kevin Krawietz und Andreas Mies bleiben dagegen voll auf Kurs Titelverteidigung. Paris-Rekordsieger Rafael Nadal steht nach einer Nachtschicht gegen Shootingstar Sinner erneut im Halbfinale

Der an Position drei gesetzte Österreicher, der in den vergangenen beiden Jahren jeweils im Endspiel Rekordsieger Rafael Nadal unterlag, verlor in der Runde der letzten Acht nach 5:08 Stunden gegen den Argentinier Diego Schwartzman (Nr. 12) mit 6:7 (1:7), 7:5, 7:6 (8:6), 6:7 (5:7), 2:6.

Thiem verpasste damit seinen fünften Halbfinaleinzug in Paris in Serie. Er hatte von Beginn an große Mühe mit Schwartzman, der beim Masters in Rom Nadal auf Sand niedergerungen hatte. Der 28-Jährige aus Buenos Aires sicherte sich den ersten Satz im Tiebreak - dann entwickelte sich auf dem Court Philippe Chatrier eine Sandplatz-Schlacht.

Erst nach 3:24 Stunden gelang Thiem nach einem nervenaufreibenden dritten Durchgang die 2:1-Satzführung. Beim Stand von 4:5 im vierten Satz wehrte Thiem zunächst drei Satzbälle ab, wurde dann aber im Tiebreak in den fünften Satz gezwungen.

Thiem gehörte neben dem zwölfmaligen French-Open-Sieger Nadal (Spanien) und dem Weltranglistenersten Novak Djokovic (Serbien) zu den absoluten Topfavoriten in Paris. Nadals Duell mit dem Italiener Jannik Sinner, der Deutschlands Topspieler Alexander Zverev (Hamburg) im Achtelfinale bezwangen hatte, war noch für den Dienstagabend angesetzt. In dem Match wird Schwartzmans Halbfinalgegner ermittelt.

Rekordchampion Rafael Nadal steht nach einer schweren, aber erfolgreichen Nachtschicht im Halbfinale der French Open. In seinem 100. Match in Roland Garros musste der 34-Jährige lange eine echte Prüfung durch den italienischen Shootingstar Jannik Sinner bestehen, Nadal setzte sich mit 7:6 (7:4), 6:4, 6:1 durch und bleibt ohne Satzverlust.

Nadal, zwölfmaliger Turniersieger, lag in den ersten beiden Sätzen jeweils ein Break hinten gegen den couragierten 19-jährigen Sinner, der eine Runde zuvor Alexander Zverev ausgeschaltet hatte. Aber er kam zurück und im dritten Durchgang war Sinners Widerstand gebrochen. Um 1:26 Uhr verwandelte Nadal seinen ersten Matchball und steht bei den French Open nun bei einer sagenhaften Bilanz von 98 Siegen und nur zwei Niederlagen.

French Open: Krawietz/Mies im Halbfinale

Das Doppel aus Coburg und Köln setzte sich in Paris sicher mit 6:4, 6:4 gegen die an Nummer 13 gesetzten Briten Jamie Murray und Neal Skupski durch und erreichte das Halbfinale.

Kevin Krawietz und Andreas Mies legten den Fokus sofort aufs Halbfinale. "Alle Schläge sind da, wir haben viele gute Matches gehabt, jetzt müssen wir gut regenerieren und den Kopf wieder frei kriegen", sagte Krawietz.

Die Titelverteidiger sind in Paris, dem Ort ihres größten Triumphs, wieder voll auf Kurs. "Es fühlt sich gut an, was wir machen", ergänzte Mies. Von allzu großem Druck wollte das Duo aus Coburg und Köln nichts wissen. Stattdessen sei es nötig, im Endspurt die Lockerheit zu bewahren, "den Spaßfaktor", wie Mies es nannte.

Um das Endspielticket kämpfen die Davis-Cup-Spieler nun gegen die US-Open-Finalisten Wesley Koolhof/Nikola Mektic (Niederlande/Kroatien/Nr. 9) oder die US-Amerikaner Nicholas Monroe/Tommy Paul. Und sie strotzen vor Selbstbewusstsein. "Es ist schön zu sehen, dass es funktioniert, was wir uns vornehmen und den Matchplan durchziehen", sagte Mies.

Krawietz und Mies starteten hochkonzentriert in ihr Viertelfinale. Das deutsche Doppel holte sich ein frühes Break zum 2:1 und brachte diesen Vorsprung nach einer Dreiviertelstunde ins Ziel. Auch im zweiten Satz servierten sie sicher und nahmen ihren Gegnern mit starken Returns und Volleys den Aufschlag schnell ab.

Nervenstärke hatten Krawietz/Mies schon im Achtelfinale gegen die Franzosen Benjamin Bonzi und Antoine Hoang bewiesen, als sie drei Matchbälle abwehrten. Nun ließen sie gegen die Briten nichts mehr anbrennen und bleiben im Turnier.

2019 hatte das deutsche Doppel bei den French Open sensationell den Titel gewonnen und damit den bislang größten Erfolg seiner Karriere gefeiert.

Nadia Podoroska schreibt French-Open-Geschichte

Die Argentinierin Nadia Podoroska hat bei den French Open Geschichte geschrieben. Die 23-Jährige schaffte als erste Qualifikantin bei dem Turnier in Roland Garros seit Beginn der Open Era 1968 den Einzug ins Halbfinale. Podoroska besiegte die klar favorisierte Ukrainerin Elina Switolina (Nr. 3) am Dienstag 6:2, 6:4.

Im Halbfinale trifft Podoroska, Nummer 131 der Welt, auf die erst 19 Jahre alte Polin Iga Swiatek, die sich mit 6:3, 6:1 gegen Martina Trevisan aus Italien durchsetzte. Swiatek bleibt ohne Satzverlust im Turnier, sie hatte auch die topgesetzte Rumänin Simona Halep klar besiegt.

French Open: Alle Ergebnisse des Tages

SpielerIn ASpielerInBErgebnis
Dominic Thiem (AUT/3)Diego Schwartman (ARG)6:7, 7:5, 7:6, 6:7, 2:6
Rafael Nadal (ESP/2)Jannik Sinner (ITA)7:6, 6:4, 6:1
Ons Jabeur (TUN)Danielle Collins (USA)4:6, 6:4, 4:6
Elina Svitolina (UKR/3)Nadia Podoroska (ARG)2:6, 4:6
Iga Swiatek (POL)Martina Trevisan (ITA)6:3, 6:1
Krawietz/Mies (GER/8)Murray/Skupski (GBR)6:4, 6:4
Koolhof/Mektic (NED/CRO/9)Monroe/Paul (USA)6:4, 6:4
Kenin/Mattek-Sands (USA/9)Krejcikova/Siniakova (CZE/4)6:1, 4:6, 2:6
Kostyuk/Sasnovich (UKR/BLR)Babos/Mladenovic (HUN/FRA/2)2:6, 5:7

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