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Schwimmen

Schwimm-WM: Florian Wellbrock verpasst Titelverteidigung über 1500 Meter

SID

© getty

Schwimmstar Florian Wellbrock hat zum Abschluss der Beckenwettbewerbe in Budapest seine zweite WM-Medaille gewonnen, die erfolgreiche Titelverteidigung aber verpasst. Der 24-Jährige musste sich im hochkarätig besetzten Finale über 1500 m Freistil nach 14:36,94 Minuten mit Bronze begnügen, sein Rückstand auf den neuen Weltmeister Gregorio Paltrinieri (Italien) betrug über vier Sekunden.

"Ich gehe sehr zufrieden mit der Bronzemedaille raus", sagte der Magdeburger, der in 14:36,94 Minuten über 1500 m Freistil nur acht Zehntelsekunden über seiner Bestzeit blieb: "Bei einer Weltmeisterschaft, gerade bei diesem Feld, ist es nie eine Selbstverständlichkeit, aufs Podium zu kommen."

Mit einem sensationellen Start-Ziel-Sieg hatte Rio-Olympiasieger Gregorio Paltrinieri nicht nur dem deutschen Schwimmstar die Show gestohlen, auch dem Amerikaner Bobby Finke, der sich in Tokio zweimal Gold geschnappt hatte. Bis zur letzten Bahn war der Italiener auf Weltrekordkurs, am Ende reichte es für den 27-Jährigen in 14:32,60 Minuten zum Europarekord.

"Gregorio hat das super gemacht", lobte Wellbrock, der über 800 m bereits Silber gewonnen hatte, "dass er so schnell anfängt, damit hatte ich nicht gerechnet." Der 24-Jährige hatte 500 m vor Schluss das Tempo angezogen, seinen alten Rivalen aber nicht mehr erreicht, auch Finke musste er auf den letzten Metern vorbei lassen: "Der Bobby hat mich auf der letzten Bahn aufgefressen." Sein Klubkollege Lukas Märtens schlug als Vierter an.

Anna Elendt verpasst zweite Medaille

Ihre zweite WM-Medaille verpasste Anna Elendt, die über 50 m Brust den fünften Platz belegte. In 30,22 Sekunden blieb die 20-Jährige, die in den USA lebt und trainiert, um zwölf Hundertstel über ihrem deutschen Rekord. "Ich habe gehofft, dass ich ein bisschen schneller schwimmen würde", meinte die Vizeweltmeisterin über 200 m, die mit ihrer WM-Bilanz "sehr zufrieden" war.

Über 50 m Rücken landete Ole Braunschweig beim Sieg des Amerikaners Justin Ress auf Platz sieben. Der 24-Jährige hatte schon mit dem Finaleinzug und dem deutschen Rekord (24,58) im Vorlauf sein Soll erfüllt. "Bombe, ich freu' mich, ich bin glücklich", sagte der Berliner, der im Endlauf acht Hundertstel über seinem Rekord blieb.

Zunächst war Ress disqualifiziert worden, damit wäre sein zwei Hundertstel langsamerer Landsmann Hunter Armstrong der Sieger gewesen. Später erklärte der Weltverband FINA die Disqualifikation für ungültig. Als Startschwimmer der Lagenstaffel erreichte Braunschweig zusammen mit Lucas Matzerath, Eric Friese und Rafael Miroslaw Rang sieben.

 

Wellbrock: Dreimal Siegchancen im Lupasee

Märtens, der als Weltranglistenerster an den Start gegangen war, hatte im Vorfeld seinem Magdeburger Klubkollegen Wellbrock Hilfe im Kampf gegen den sprintstarken Finke zugesagt. "Wenn es nicht kompletter Selbstmord ist, dass ich da vorne lostobe wie ein Wilder, dann würde ich das auf jeden Fall machen", hatte der 20-Jährige gesagt. Doch Paltrinieri machte allen einen Strich durch die Rechnung.

"Man bekommt ihn nur in den Griff, indem man möglichst schnell losschwimmt", hatte Wellbrocks Heimtrainer Bernd Berkhahn im Vorfeld über die taktische Marschroute gesagt: "Da müssen die Jungs, die die Ausdauerfähigkeiten haben, ihre Qualitäten ausspielen und von Anfang an hohes Tempo gehen."

Für Wellbrock heißt es nun am Sonntag: Rein in den Lupasee! Bei den Freiwasserwettbewerben in der zweiten WM-Woche, die mit dem Teamevent über 4x1,5 km beginnen, geht Wellbrock mit drei Siegchancen an den Start. Um den WM-Marathon zu bestehen, legte Wellbrock in der Vorbereitung mehr Wert auf Grundlagenausdauer und Regenerationsfähigkeit.

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