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Radsport

Bahnrad: Gold-Vierer von Tokio gewinnt EM-Titel

SID

Auf die deutschen Bahnrad-Asse ist Verlass: Mit zwei Goldmedaillen verlief der Auftakt auf dem Holzoval bei der EM in München glänzend aus.

Lisa Brennauer herzte ihre Golden Girls und genoss den letzten gemeinsamen Titel lächelnd auf dem Podium, dann schossen die Sprint-Queens um Emma Hinze um das Holzoval und ließen die Münchner Messehallen beben: Angetrieben von einer "Wahnsinns-Atmosphäre" haben die erfolgsverwöhnten deutschen Bahnrad-Asse die Erwartungen voll erfüllt und mit zwei Titeln den erhofften Traumstart in die Heim-EM hingelegt.

Am Freitagnachmittag rasten die BDR-Teams auf dem ungewohnt kurzen 200-m-Kurs zu Gold in der Mannschaftsverfolgung sowie im Teamsprint. "Es war für mich ein ganz besonderer Abschluss. Es ist super emotional", sagte Brennauer, nachdem sie ein letztes Mal mit dem Gold-Vierer von Tokio an den Start gegangen war: "Ich habe es einfach genossen, dass wir noch einmal gemeinsam auf dem Podium stehen und die Nationalhymne zusammen singen können. Es war ein ganz besonderer Moment."

Den Team-Triumph vor ihrem bevorstehenden Karriereende hatte sie hart erkämpfen müssen. Nach einem verhaltenen Start legte das deutsche Quartett im Duell mit dem Dauerrivalen Italien erst spät zu. Zwei Runden vor Schluss übernahmen Brennauer und Co. dann die Führung - und gaben diese nicht mehr ab. "Man sieht, dass es kein Selbstläufer ist", sagte Lisa Klein.

Die Uhr für die Olympiasiegerinnen Brennauer, Klein, Franziska Brauße und Mieke Kröger stoppte in der ersten Entscheidung der Bahnrad-Titelkämpfe von München nach 4:10,872 Minuten. Der Vorsprung auf Italien betrug letztlich rund sieben Zehntelsekunden. Bronze ging an Frankreich. Die deutschen Männer verpassten die erhoffte Medaille und unterlagen im um Bronze den Briten.

Brennauer gewinnt 25. Medaille

Brennauer gewann am Freitag ihre 25. Medaille bei Welt- und Europameisterschaften. Weitere könnten folgen: Als Titelverteidigerin am Samstag ist sie auch in der Einerverfolgung die große Favoritin. Zudem ist die 34-Jährige auch noch auf der Straße im Einsatz.

Vom ganz großen Druck für den weiteren Verlauf der Titelkämpfe befreiten sich auch die Sprinterinnen. Hinze, Pauline Grabosch und Lea Sophie Friedrich fuhren in 38,061 Sekunden im Finale gegen die Niederlande ins begehrte weiße Trikot mit dem blauen Brustring. Für die Siegerehrung legten die Weltmeisterinnen dafür das Regenbogentrikot ab.

"Es war eine super Teamleistung. Die Stimmung war Wahnsinn hier, wir konnten uns gut auf die 200-m-Bahn einstellen", sagte Grabosch in der ARD. Friedrich stimmte nach dem Vollgas-Rennen zu: "Alles, wofür wir gekämpft und trainiert haben, hat sich wieder ausgezahlt." Bronze sicherte sich das Trio aus Polen, das sich im Rennen um Platz drei gegen Frankreich durchsetzte. Die deutschen Männer hatten die Medaillenläufe verpasst.

Im nicht-olympischen Scratch-Rennen der Frauen verpasste Lea Lin Teutenberg auf dem 15. Platz die Medaillenränge klar. Deutlich knapper verpasste Roger Kluge das Podest. Der Radprofi aus Eisenhüttenstadt wurde beim Sieg des Franzosen Benjamin Thomas Vierter im Punktefahren.

BMX: Müller gewinnt erste deutsche Medaille

Kim Lea Müller hat völlig überraschend die erste deutsche Medaille gewonnen. Im Finale des BMX-Freestyle-Wettbewerbs sicherte sich die 20 Jahre alte Oldenburgerin mit einem mutigen zweiten Run Silber (78,60 Punkte). Gold gewann ebenfalls unerwartet die Tschechin Iveta Miculycova (80,00). Bronze ging an Laury Perez aus Frankreich (78,20).

"Ich habe nicht damit gerechnet. Ich war einfach froh meinen Run geschafft zu haben, das hatte mir eigentlich gereicht", sagte Müller, die bei der EM im vergangenen Jahr noch Rang fünf belegt hatte. Auf dem Olympiaberg in München hatte sie auf Rang vier gelegen, steigerte sich dann allerdings eindrucksvoll in einem Finale, in dem die Medaillenfavoritinnen allesamt patzen.

Die große deutsche Hoffnungsträgerin Lara Lessmann verpasste als Vierte (75,30) die angestrebte Platzierung auf dem Podest. Die favorisierte Olympiasiegerin Charlotte Worthington (Großbritannien) wurde im Finale mit acht Starterinnen nach zwei Stürzen Letzte.

Triathlon: Lindemann holt Silber - Stanford gewinnt

Triathletin Laura Lindemann hat bei der Heim-EM in München die Silbermedaille gewonnen. Über die Kurzdistanz kam die 26 Jahre alte Potsdamerin nach 1,5 km Schwimmen, 40 km Rad und 10 km Laufen in 1:52,19 Stunden nach Siegerin Non Stanford aus Großbritannien (1:52:10) und vor der Französin Emma Lombardi (1:52:22) ins Ziel.

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