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Motorsport

Ralley Dakar: Todesfall überschattet erneuten Triumph von "Monsieur Dakar" Peterhansel

SID

© getty

Stephane Peterhansel hat es wieder geschafft. Bereits zum 14. Mal gewann der Franzose die Rallye Dakar, die am Schlusstag allerdings von einem Todesfall überschattet wurde.

Stephane Peterhansel kletterte auf das Dach seines aufgemotzten Minis und reckte jubelnd die Arme in die Höhe, ein Lächeln blitzte hinter dem schwarzen Mund-Nase-Schutz hervor. "Monsieur Dakar" hatte seinem Spitznamen wieder alle Ehre gemacht - und auch dem deutschen Team X-raid im Mini die erhoffte erfolgreiche Titelverteidigung beschert.

"Wir sind sehr präzise gefahren und haben keine großen Fehler gemacht", sagte der Franzose Peterhansel, der mit seinem Beifahrer Edouard Boulanger seit der zweiten Etappe an der Spitze lag: "Natürlich hat man mehr Druck, wenn man das Rennen anführt, weil man alles verlieren kann."

Schon zum 14. Mal triumphierte Peterhansel am Freitag bei der legendären Wüsten-Rallye, die am Ende der 43. Ausgabe jedoch auch ihrem zweifelhaften Ruf als überaus gefährliches Rennen auf tragische Weise gerecht wurde: Der Tod des französischen Motorrad-Amateurs Pierre Cherpin überschattete das Finale des zweiten Dakar-Gastspiels in Saudi-Arabien.

Die Nachricht vom Ableben des 52-Jährigen erreichte die Dakar, als Peterhansel und Co. die letzten Kilometer der Schlussetappe absolvierten. Cherpin war bereits auf dem siebten Teilstück am Sonntag gestürzt. Er wurde notoperiert und in ein künstliches Koma versetzt, beim Transfer aus Dschidda in die Heimat erlag er seinen schweren Kopfverletzungen. Er ist das 27. Todesopfer unter den Teilnehmern seit der Erstaustragung im Jahr 1978.

Ralley-Legende Peterhansel lässt erneuten Start offen

Peterhansel, der neben acht Erfolgen in der Autowertung auch sechs Mal auf dem Motorrad triumphierte, ließ sich seinen komfortablen Vorsprung auf den abschließenden 200 Wertungskilometern in Richtung Dschidda nicht mehr nehmen.

Nach zwölf fordernden Etappen lag Peterhansel vor dem dreimaligen Gewinner Nasser Al-Attiyah aus Katar im Toyota Hilux (+13:51 Minuten) und seinem Teamkollegen Carlos Sainz (Spanien/1:00:57 Stunden). Vorjahressieger Sainz gewann die Schlussetappe.

30 Jahre nach seinem ersten Triumph fügte der 55-jährige Peterhansel seinem sportlichen Denkmal ein weiteres Kapitel hinzu. Nach Erfolgen in Afrika und Südamerika triumphierte er nun auch in Saudi-Arabien, wo die Dakar zum zweiten Mal ausgetragen wurde.

Ob er einen 15. Sieg in Angriff nehmen wird, ließ Peterhansel zunächst offen. "Ich weiß es nicht", sagte er, "nach der Dakar herrscht erst einmal große Müdigkeit. Ich werde mich ein paar Tage ausruhen, dann sehen wir weiter."

Der deutsche Beifahrer Timo Gottschalk (Berlin) schloss das Rennen gemeinsam mit seinem polnischen Piloten Jakub Przygonski im Toyota als Vierter der Gesamtwertung ab (+02:35:03 Stunden). Dirk von Zitzewitz, Champion von 2009, verpasste das Podest deutlich, entschädigte sich mit seinem saudischen Fahrer Yazeed Al Rajhi aber mit zwei Tagessiegen (7. und 10. Etappe).

In der Motorradwertung ging der Gesamtsieg an den Argentinier Kevin Benavides (Honda).

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