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Fussball

WM - DFB-Team verliert Auftakt bei Weltmeisterschaft gegen Japan: Die internationalen Pressestimmen

Von SPOX/SID

Ziemlich viel Häme musste die deutsche Nationalmannschaft aufgrund ihrer 1:2-WM-Auftaktpleite gegen Japan in den internationalen Medien einstecken. Der Corriere dello Sport stellte die rhetorische Frage: "Wie schreibt man Harakiri auf deutsch?"

Die spanische Gazette Sport aus Barcelona kommentierte: "Japan verwandelte ab der 65. Minute seine Schüchternheit in Wut." Immerhin wird der deutsche "Mund zu"-Protest in England gewürdigt. "Deutschlands Protest wird über Jahre und Generationen nachhallen", schrieb der Guardian. Algemeen Dagblad nutzte das allerdings zu einer höhnischen Bewertung: "Protestierende Deutsche nach dem Scheitern gegen Japan wieder mit der Hand vor dem Mund - diesmal aus Scham."

© AS
In Spanien wurde in erster Linie der eigene Sieg gefeiert - aber sich auch über deutsches Harakiri gewundert.

SPANIEN

Marca: "Japan lässt Deutschland verstummen - ein WM-Faustschlag von Japan. Die Deutschen haben in ihren beiden verbleibenden Spielen, eins davon gegen Spanien, nur noch wenig Spielraum. Deutschland vergibt zu viele Chancen, und das bezahlt man bei einer WM sehr teuer."

AS: "Deutscher Harakiri. Flicks Mannschaft war nicht in der Lage, ein Spiel, das sie unter Kontrolle hatte, erfolgreich zu Ende zu bringen. Wenn die argentinische Pleite das erste Erdbeben bei Katar 2022 war, dann hat man im Khalifa-Stadion eine ähnliche Dimension erlebt. Deutschland schoss sich selbst in die Füße. Der japanische Geist führte zur zweiten großen Überraschung dieser WM."

Sport: "Heldentat von Japan im Khalifa-Stadion. Dies ist ein Erdbeben in der Spanien-Gruppe. Flicks Mannschaft ist jetzt gezwungen, am Sonntag gegen Spanien zu gewinnen, um sich bei der WM noch am Leben zu halten. Asano klaute Schlotterbeck die Brieftasche. Japan verwandelte ab der 65. Minute seine Schüchternheit in Wut."

El Mundo Deportivo: "Deutschland begeht Harakiri. Japan erlegt Deutschland in der Spanien-Gruppe! Japans Nationaltrainer Moriyasu zog Deutschland mit seinen Auswechselungen und seinen Systemvarianten den Zahn."

El País: "Flicks Wechsel lassen Deutschland gegen Japan zerbröckeln. Die deutsche Mannschaft hatte sich klar durchgesetzt, bis der Trainer durch den Austausch von Gündogan und Musiala durch Goretzka und Götze die Japaner aufholen ließ."

© Gazzetta dello Sport
Auch im nicht qualifizierten Italien wurde die Niederlage der Deutschen erstaunt aufgenommen.

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Verrückte WM. Nach Messis Argentinien bricht auch Deutschland zusammen. Japan war einst ein Albtraum für die deutsche Wirtschaft, jetzt ist Japan auch im Fußball zum Schreckgespenst geworden."

Corriere dello Sport: "Wie schreibt man Harakiri auf deutsch? Vom argentinischen Batacazo zum deutschen Debakel: Die Klänge sind anders, aber nicht das Ergebnis. Eine katastrophale Niederlage vereint die Schicksale von zwei Größen des internationalen Fußballs Argentinien und Deutschland."

Tuttosport: "Flicks Jungs stürzen in einem wirklich unglaublichen Spiel. Die Niederlage schmerzt noch mehr, weil sie der letzten Viertelstunde eines Spiels zuzuschreiben ist, das lange von den Deutschen dominiert wurde."

Corriere della Sera: "Flick gibt die Schuld für dieses Debakel den Mängeln einzelner Spieler, doch diese Niederlage ist kollektiven Fehlern zuzuschreiben. Gegen Spanien wird Deutschland seine letzte Chance haben."

La Repubblica: "Der Fall der Götter: Nach Argentinien stürzt auch Deutschland ab. Die Niederlage ist unter anderem Doan und Asano zuzuschreiben, die in Deutschland als Spieler groß geworden sind. Deutschland muss jetzt die Scherben aufräumen, für die japanische Jungs verantwortlich sind, die es in seinen eigenen Klubs ausgebildet hat."

La Stampa: "Deutschlands Pro-LGBT-Protest gegen die FIFA: Die Deutschen halten aus Protest den Mund - Für Deutschland, das die FIFA verklagen will, ist das Verbot des Regenbogenbandes Zensur. Der Vizekanzler: Die Zeit zum Demonstrieren ist jetzt."

© Guardian
Der englische Guardian blickte in erster Linie positiv auf den deutschen Protest.

Weitere Länder

SCHWEIZ - Blick: "Da bleibt einem die Spucke weg. Statt mit einem lockeren Sieg in die WM zu starten, liegt bei Deutschland bereits nach 90 Minuten in Katar alles im Argen. (...) Japan schafft die Sensation. Und lässt ganz Deutschland sprachlos zurück."

NIEDERLANDE - Algemeen Dagblad: "Deutschland macht Eindruck mit Statement, aber lässt seine Beine nicht sprechen und geht gegen Japan unter. Deutschland hinterließ am Mittwoch nur vor dem Spiel gegen Japan Eindruck. Mit einem krachenden Statement gegen die Fifa gaben die Spieler eine deutliche Botschaft ab. Das Auftreten danach war dann sehr viel weniger überzeugend. Was bedeutete: Genau wie vor vier Jahren erlebte die Mannschaft wieder einen missglückten Start, dieses Mal mit dem 1:2 gegen Japan. Protestierende Deutsche nach dem Scheitern gegen Japan wieder mit der Hand vor dem Mund - diesmal aus Scham."

De Telegraaf: "Deutschland wendet sich nach dem Verbot der One-Love-Binde mit deutlichen Worten gegen die FIFA."

Frankreich - L'Equipe: "Japan stürzt Deutschland in einem verrückten Spiel - Nach dem Führungstreffer konnte Japan das Spiel gegen Deutschland mit 2:1 für sich entscheiden und übernahm damit die Führung in der Gruppe E. Die Deutschen waren in der japanischen Hälfte allgegenwärtig und dominierten das Spiel, ohne jedoch zum Erfolg zu kommen."

Le Monde: "Deutschland wird zum Auftakt von Japan in die Falle gelockt. Wie Argentinien ist auch die deutsche Mannschaft gleich in ihrem ersten Spiel bei der Weltmeisterschaft 2022 am Mittwoch in Doha gegen Japan mit 1:2 untergegangen."

ENGLAND - The Guardian: "Deutschlands Protest wird über Jahre und Generationen nachhallen."

The Sun: "Die Mexikaner haben ihnen vor vier Jahren zum Abschied gewunken. Und als die mexikanische Welle durch das Chalifa-Stadion schwappte, könnte Deutschland dank der japanischen Super-Auswechselspieler wieder schnell auf dem Heimweg sein."

ÖSTERREICH - Krone: "Es kracht! Deutsche Stars gehen aufeinander los."

OE24: "Mega-Blamage! Japan stellt Deutschland bloß. Die Weltmeisterschaft in Katar hat die nächste Überraschung! Japan schlägt Deutschland nach Rückstand mit 2:1."

USA - New York Times: "Dies sind die Tage an denen die Mächtigen fallen. An Tag drei der WM wurde Argentinien nach einer züchtigenden Niederlage taumelnd zurückgelassen. An Tag vier war Deutschland dran. Ein weiterer der Turnierfavoriten wurde geschockt und gedemütigt von einem vermeintlichen Punktelieferanten."

Washington Post: "Japans 2:1-Sieg gegen Deutschland nach 0:1-Rückstand reicht nicht an das Wunder vom 2:1 Saudi-Arabiens gegen Argentinien heran, aber es hat der WM einen weiteren Schatz geliehen."

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