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Handball

Handball: Kreisläufer Tim Zechel vor WM-Viertelfinale nachnominiert

SID

Handball-Bundestrainer Alfred Gislason hat Tim Zechel vor dem WM-Viertelfinale gegen Frankreich nachnominiert. Der 26 Jahre alte Kreisläufer des HC Erlangen stößt im Laufe des Dienstags in Danzig zur deutschen Mannschaft. Das teilte der Deutsche Handballbund (DHB) am Morgen mit.

Gislason kann im Duell mit dem Olympiasieger am Mittwoch (20.30 Uhr/ZDF) damit aus einem nun 17-köpfigen Kader seine 16 Spieler für das K.o.-Spiel berufen. Zechel hatte ab dem 2. Januar die komplette WM-Vorbereitung mit dem deutschen Team bestritten, war aber vor der Abreise nach Polen aussortiert worden.

Paul Drux von Bundesliga-Spitzenreiter Füchse Berlin reiste am Dienstagvormittag von Kattowitz aus mit an die polnische Ostseeküste. Der Rückraumspieler hatte am Montagabend aufgrund eines Erkältungsinfektes den Hauptrundenabschluss gegen Norwegen (26:28) verpasst. Der Rückraumspieler befinde sich aber "auf dem Weg der Besserung", hieß es in der Verbandsmitteilung.

Handball-WM: Knapp sieben Millionen sehen Niederlage des DHB-Teams

Tagessieg an den Fernsehern, vorläufiger Bestwert des Turniers: Die erste Niederlage der deutschen Handballer hat der ARD die bislang höchste Zuschauerzahl bei den bisherigen WM-Übertragungen beschert. Im Durchschnitt 6,99 Millionen Menschen sahen am Montagabend das 26:28 zum Hauptrundenabschluss gegen Norwegen, dies entsprach einem Marktanteil von 23,5 Prozent und bedeutete zudem Platz eins im Tagesranking der meistgesehenen TV-Sendungen.

Bislang hatte das Vorrunden-Schlüsselspiel gegen Serbien (6,27 Millionen/25,5 Prozent) die meisten TV-Zuschauer verzeichnet. Beim Hauptrundenstart gegen Argentinien (39:19) am Donnerstag hatten 5,01 Millionen Menschen (23,5) eingeschaltet, beim vorzeitigen Viertelfinaleinzug gegen die Niederlande 6,10 Millionen (22,3).

Juri Knorr: Für Baur schon "weltklasse", für Hinze nicht

Spielmacher Juri Knorr hat bei der Handball-WM laut dem früheren Nationalmannschaftskapitän Markus Baur bereits internationales Spitzenformat nachgewiesen. "Das ist bei dieser WM weltklasse. Ich bin allerdings davon überzeugt, dass er noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung ist", sagte der 2007-Weltmeister im Interview mit der Handballwoche.

Der erst 22 Jahre alte Mittelmann avancierte beim Hauptrundenabschluss gegen Norwegen (26:28) mit acht Toren erneut zum besten deutschen Werfer. Knorr hat einen großen Anteil am Einzug ins WM-Viertelfinale. "Er ist ein kompletter Spieler, der sehr viele Dinge auf dem Feld wahrnimmt und immer versucht, das Maximum herauszuholen", lobte Baur.

Mit sich selbst will der 52-Jährige, der in seiner aktiven Karriere ebenfalls Spielmacher war, Knorr aber nicht vergleichen. "Ich finde es schwierig, Vergleiche anzustellen. Jeder Mensch, jeder Handballer hat doch eigene Qualitäten und ist individuell", sagte der 228-malige Nationalspieler.

Sebastian Hinze, Knorrs Vereinstrainer bei den Rhein-Neckar Löwen, teilt Baurs Meinung (noch) nicht. "Er hat ohne Frage alles, was es dazu braucht. Ich glaube aber, dass der Stempel 'Weltklasse' noch etwas zu früh kommt. Er ist jedoch auf dem Weg zur Weltklasse", sagte Hinze (43) und ergänzte: "In meinen Augen gehört mehr Erfahrung - gerade bei diesen internationalen Events - dazu."

Handballer zuversichtlich ins Frankreich-Spiel: "Es geht jetzt um alles"

Noch in den Katakomben der Spodek Arena in Kattowitz wich bei Deutschlands Handballern der Frust. Je größer der Abstand zum ersten WM-Dämpfer gegen Norwegen wurde, desto stärker kehrte die Zuversicht zurück. "Es wird sehr schnell gehen, das Spiel abzuhaken", sagte Torhüter Andreas Wolff nach der ersten WM-Niederlage. "Das Spiel hatte nicht die höchste Priorität. Die hat die Partie gegen Frankreich. Da können wir aus dem Turnier ein absolut großartiges werden lassen."

"Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken und irgendwas schlecht reden, was vielleicht gar nicht so schlecht ist. Es gibt manchmal Tage, da verlierst du diese Spiele", sagte Wolff. Auch Spielmacher Juri Knorr, mit acht Toren einmal mehr bester DHB-Werfer, lenkte den Fokus auf das Positive: "Wir nehmen viel mit - vor allem die Erkenntnis, dass wir Norwegen schlagen konnten, obwohl wir nicht unser bestes Spiel gemacht haben."

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