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Golf: DP World Tour sanktioniert LIV-"Rebellen" um Martin Kaymer

SID

Die DP World Tour hat gegen die LIV-"Rebellen", zu denen auch Golfprofi Martin Kaymer gehört, Sanktionen ausgesprochen. Die Spieler, die zuletzt an der LIV-Premiere in London teilgenommen haben, müssen 100.000 Pfund, umgerechnet 116.500 Euro Strafe zahlen. Dazu dürfen die Abtrünnigen bei den kommenden drei DP-World-Tour-Turnieren nicht starten.

Erst eine durchwachsene Par-Runde, dann auch noch schlechte Nachrichten von der DP World Tour: Für Martin Kaymer lief der zweite Tag bei der BMW International Open in München-Eichenried so gar nicht nach Wunsch. Vor allem die gegen die LIV-"Rebellen" ausgesprochenen Strafen durch die europäische Tour sorgten beim 37-Jährigen Golfprofi aus Mettmann für reichlich Unmut.

"Das ist ein sehr trauriger Moment für die Sportart. Es geht nur noch um Geld und Egos. Es ist schwierig nachzuvollziehen, warum es soweit kommen musste", sagte Kaymer mit finsterer Miene.

Die Spieler, die zuletzt an der LIV-Premiere in London teilgenommen haben, müssen 100.000 Pfund, umgerechnet 116.500 Euro Strafe zahlen. Dazu dürfen die Abtrünnigen bei den kommenden drei DP-World-Tour-Turnieren nicht starten.

Die Profis hätten "Regeln gebrochen und die Tour missachtet", sagte Keith Pelley, Chef der DP World Tour, vormals European Tour. Ihr Vorgehen sei "nicht fair und untergräbt die Tour". Sollten Kaymer und Co. künftig bei LIV-Events ohne die erforderliche Freigabe teilnehmen, würde dies "weitere Strafen nach sich ziehen", teilte die DP World Tour am Freitag mit.

Martin Kaymer kritisiert Sanktionen: "Kindisch"

Der Konflikt um die stark umstrittene und von Saudi-Arabien mit astronomischen Summen finanzierte LIV-Tour spaltet die Golfwelt seit Wochen. Die US-amerikanische PGA-Tour hat die "Rebellen" um Kaymer bereits ausgeschlossen.

Konsequenzen, die für Kaymer nicht nachzuvollziehen sind. "Das Geld ist die eine Sache, aber erst einmal auf der Tour kein Golf spielen zu dürfen, ist kindisch", kritisierte der zweimalige Major-Sieger.

Kaymer hofft weiterhin darauf, "dass man sich an einen Tisch setzt und versucht, gemeinsam Lösungen zu finden". Und die Chancen auf einen Konsens? "Sehr gering", fügte er an.

Dabei gebe es durch die LIV-Tour eine "sehr gute Chance, noch mehr aus unserem Sport zu machen", so Kaymer. Er selbst steht trotz aller Konsequenzen weiter fest zu seiner Entscheidung, künftig bei den LIV-Turnieren zu spielen: "Ich bin darüber glücklich."

Auch Brooks Koepka vor LIV-Tour-Einstieg

Er sei allerdings gespannt, "wo die Reise hingeht, auch was den Ryder-Cup angeht". Für die USA dürfen nur Spieler beim größten Sportevent der Welt spielen, die auch auf der PGA-Tour starten.

Zuletzt schloss sich Medienberichten zufolge der viermalige Major-Champion Brooks Koepka der LIV-Tour an, zudem der Mexikaner Abraham Ancer. Stars wie Phil Mickelson, Dustin Johnson und Bryson DeChambeau wechselten schon die Seiten. Über weitere große Namen wie Collin Morikawa, Xander Schauffele und Victor Hovland, Vorjahressieger in München, wird bereits spekuliert.

Die Kluft wird größer, auch wenn nach der US Open auch die Veranstalter der British Open, des traditionsreichsten Golfturniers der Welt, den LIV-Profis in dieser Woche die Tür geöffnet haben. Für Kaymer der richtige Weg: "Es geht ums Große und Ganze. Vielleicht ist noch Rettung in Sicht."

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