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Fussball

WM 2022: Krawalle in Brüssel nach Belgiens Pleite gegen Marokko

SID

Nach der WM-Pleite der belgischen Nationalmannschaft gegen Marokko ist es in der Hauptstadt Brüssel zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Auch in den Niederlanden muss die Polizei eingreifen.

Polizeiangaben zufolge verwüsteten "einige Dutzend Personen" am Sonntagnachmittag rund um das 0:2 (0:0) der Roten Teufel in Katar Teile der Innenstadt und attackierten die Sicherheitskräfte.

Erst ab circa 19.00 Uhr sei wieder Ruhe eingekehrt, zuvor war es zu elf Festnahmen gekommen. Eine dieser Person wurde in Gewahrsam genommen. Die Krawalle ereigneten sich am Rande friedlicher Versammlungen von Marokkanern, die eine der größten ausländischen Gemeinschaften im Land bilden.

In Lüttich, wo etwa 50 Personen eine Polizeistation angriffen, und in Antwerpen kam es ebenfalls zu Zwischenfällen.

In den Niederlanden sorgten indes marokkanische Fans für Unruhe. In Amsterdam griff die mobile Einsatzpolizei ein. Marokkanische Fans weigerten sich, den Mercatorplatz freizumachen, sie setzten Gegenstände in Brand und zündeten Feuerwerk. In Rotterdam bewarfen ungefähr 500 Jugendliche die Polizei mit Gläsern und Feuerwerkskörpern Die Polizei trieb die Gruppe auseinander.

In Den Haag feierten im Stadteil Schilderswijk die Fans den marokkanischen Sieg erst recht harmlos mit einem Hupkonzert, dann wurden Rauchbomben geworfen und Feuerwerkskörper angezündet. Auch öffneten sie Türen vorbeifahrender Autos. Als die Stimmung weiter eskalierte, griff die Einsatzpolizei ein.

Krawalle in Belgien: Marokko-Fans setzen Straße in Brand

Bereits vor dem Abpfiff sollen die Gewalttäter in Brüssel die Konfrontation mit den Ordnungskräften gesucht haben, dadurch sei "die öffentliche Sicherheit gefährdet" worden. Ein Journalist sei durch einen Feuerwerkskörper im Gesicht verletzt worden, daraufhin setzte die Polizei Wasserwerfer und Tränengas ein.

Neben Pyrotechnik verwendeten einige der Täter Wurfgeschosse. Andere setzten eine Straße in Brand und zerstörten eine Ampel. Insgesamt waren rund 100 Beamte im Einsatz.

Die Polizei forderte die Bevölkerung auf, bestimmte Teile des Stadtzentrums zu meiden. Einige U-Bahn-Stationen und Straßen wurden gesperrt, um Menschenansammlungen zu vermeiden.

Dem belgischen Nationalteam um Ex-Bundesliga-Star Kevin De Bruyne droht nach der überraschenden Niederlage das Vorrundenaus. Am Donnerstag wartet mit Vize-Weltmeister Kroatien der vermeintlich stärkste Gegner.

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