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Fussball

Xavi räumt bei Lotterie in Katar einen Millionengewinn ab: Zufall oder PR-Gag?

Von Andreas Pfeffer

Xavi, einer der besten Spieler aller Zeiten, wird in Katar plötzlich Lottomillionär. Steckt ein PR-Gag dahinter oder war es nur Zufall?

Welcher normale Bürger träumt nicht von einem Lottogewinn? Welche Träume man sich damit erfüllen könnte: ein neues Auto, die langersehnte Weltreise, ein Häuschen im Grünen oder einfach eine gute Absicherung für die Zukunft.

Dinge, über die sich Xaxi Hernández höchstwahrscheinlich keine Gedanken machen muss. Der langjährige Spitzenfußballer und jetzige Trainer des FC Barcelona sollte in seiner Karriere genug verdient haben, um sich all das oben beschriebene in mehrfacher Ausführung leisten zu können.

Ganz egal, ob deshalb gerecht oder ungerecht: 2017 räumte Xavi bei einer Lotterie einer katarischen Bank eine glatte Million ab. Eine Million katarische Riyal zwar nur, nach heutigem Kurs aber immer noch umgerechnet rund 285.000 Euro.

Lässt die Bank Xavi zu PR-Zwecken gewinnen?

Nach 17 mehr als erfolgreichen Jahren beim FC Barcelona wechselte der Welt- und Europameister 2015 zum katarischen Verein Al-Sadd Sport Club, wohl auch, um sich den Herbst seiner Karriere finanziell versüßen zu lassen.

Am 27. August 2017 postete die Doha Bank auf Twitter ein Foto mit dem Sieger des 'Al Dana Savings Scheme' - einer Art privater Lotterie - für den Monat Juni. Dieser stand strahlend mit zerrissenen kurzen Jeans und einem überdimensionalen Scheck in der Hand neben einem offiziellen Botschafter der WM 2022 und zwei Verantwortlichen der Bank. Zur Verwunderung vieler handelte es sich bei dem Gewinner der einen Million Riyal um Xavi, damals noch Spieler des Al-Sadd Sport Club.

Doch wie kam es überhaupt dazu, dass ein Weltstar wie Xavi bei dieser Monatsziehung - in Katar sind Lotterien wegen des islamischen Glaubens verboten - den Hauptgewinn abräumte? Viele meinten danach, dass die Bank ihn nur aus PR-Zwecken ausgewählt habe, auch, um den Fokus auf die WM 2022 im eigenen Land zu lenken. Ein Vorwurf, der nicht ganz von der Hand zu weisen ist.

Xavi selbst hatte eine aus seiner Sicht verständliche Begründung parat: Er wäre an der Teilnahme am 'Al Dana'-Programm der Doha Bank interessiert gewesen, weil er selbst Geld sparen und die Chance haben wollte, Millionär zu werden oder andere Geldpreise zu gewinnen. Deshalb habe er im Dezember 2016 ein Konto bei der Bank eröffnet. Zudem wollte er bei dem Programm mitmachen, weil es gute Dinge für die Durchschnittsbürger von Doha tat.

© getty

Xavi: "Eine willkommene Überraschung"

"Der Gewinn von einer Million Riyal war eine unerwartete, aber willkommene Überraschung", wurde Xavi von der Bank zitiert. Rein logisch betrachtet konnte er aufgrund seines schon damals vorhandenen Reichtums gar nicht das Ziel haben, Millionär zu werden. Selbst nach den konservativsten Schätzungen war er schon längst einer - und zwar nicht nur in Riyal, sondern auch in Euro.

In weiteren Zitaten, die die Bank zur Verfügung stellte, sagte Xavi, dass er sehr glücklich sei, ein Konto bei der Doha Bank eröffnet zu haben und dass er die Bank nur jedem empfehlen könne. Ein bisschen Werbung musste dann doch sein - und damit dürften die Zweifel am zufälligen Millionengewinn ein Stück größer geworden sein.

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