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Fussball

Manchester United: Wer könnte den Verein kaufen, wer sind die Glazers und welche Rolle spielt dabei Elon Musk?

Von Alex Gschlössl

Manchester United steckt tief in der Krise - auf und neben dem Platz. Nach dem zweiten Spieltag befinden sie sich auf dem letzten Tabellenplatz der Premier League. Seit der Übernahme durch die Glazer-Familie reihen sich Fan-Proteste und Spannungen aneinander und lassen den Verein nicht zur Ruhe kommen. Nun geht es um ein potenziellen Verkauf der Red Devils.

  • Wer sind die Glazers überhaupt?
  • Wie viel haben sie damals für Manchester United bezahlt?
  • Wie viel müssen potenzielle Käufer auf den Tisch legen, um die Glazers zum Verkauf zu bringen?
  • Und wer sind denkbare Abnehmer? Wird es Tesla-Boss Elon Musk?

SPOX beantwortet die wichtigsten Fragen bezüglich einer möglichen Übernahme.

Der Widerstand der Anhängerschaft von Manchester United gegen die Glazers ist seit jeher groß. Viele weitere Proteste sind angeblich geplant und die derzeitige sportliche Ausgangslage verschlimmert wohl die Lage zunehmend.

Manchester United: Wer sind die Glazers?

Die Glazer-Familie, die die Hauptanteile an Manchester United besitzt, besteht aus den sechs Kindern von Malcom Glazer. Avram, Joel, Kevin, Bryan, Darcie und Edwards erbten von ihrem 2014 verstorbenen Vater zu je gleichen Anteilen die 90 Prozent von Manchester United.

Vater Malcom Glazer hatte früh mit acht Jahren begonnen, im Uhrengeschäft seines Vaters zu arbeiten. Als dieser verstarb, war Malcom Glazer erst 15 Jahre alt und erzählte später: "Es war wohl das Tragischste, was ich in meinem Leben erlebt hatte. Aber es hatte eine gute Sache: Es machte mich zu einem Mann."

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Die United-Fans sind schon lange mit der Glazer-Familie auf Kriegsfuß.

Wie viel hat die Glazer-Familie für Machester United bezahlt?

Die Kinder von Malcom Glazer besitzen alle 15 Prozent der 90%-Anteile. Glazer investierte erstmals 2003 in Manchester United und erwarb 3 Prozent. Bis 2004 stiegen sie auf 30%.

Die große Übernahme erfolgte im Mai 2005 als Glazer die Anteile von J.P. McMagnus und John Mangnier, zwei irische Geschäftsmänner und Rennpferdbesitzer, übernahm. Die damalige Übernahme kostete insgesamt 935 Millionen Euro.

Um diese horrende Summe zu stemmen, lieh sich Glazer Geld. Die Kreditlast von 710 Millionen Euro übertrug sich auf die Vereinsmarke Manchester United. Die Glazer-Übernahme löste umgehend Fan-Proteste aus.

Was kostet es jetzt Manchester United zu kaufen?

Laut Informationen der Forbes-List werden die Red Devils mit einem Gesamtwert von 4,5 Milliarden Euro bewertet. Das macht Manchester United zum drittteuersten Verein der Welt. Diese exorbitante Summe grenzt den Kreis der Käufer wohl deutlich ein.

Zum Vergleich: Der kürzlich verkaufte FC Chelsea, bis dato im Besitz von Roman Abramovich, kostete dem Konsortium um Todd Boehly 5 Milliarden Euro. Der Wert von Manchester United wird trotz der miserablen sportlichen Situation ähnliche Dimensionen erreichen.

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Manchester United: Wer kommt als potenzieller Käufer infrage?

Dem öffentlichen Druck zum Trotz haben die Glazers jahrelang an ihren Anteilen. Die massiven Proteste gegen die auch maßgeblich von Manchester United und den Glazers vorangetriebene Super League und ein mutmaßliches Übernahmeangebot könnten einen Verkauf begünsten.

Michael Knighton, der bereits 1989 Schlagzeilen mit seiner Ball-Jonglage im Old Trafford schrieb, gab auf dem YouTube-Kanal "ManUnited The Religion" bekannt: "Wir sind ein Verein in der Krise und wir alle kennen den Grund dafür. Wir haben einen unfähigen und offengesagt nutzlosen Besitzer, der wenig über den Fußball weiß."

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Michael Knighton

Knighton könnte ein Konsortium zusammenstellen, das mit einem lukrativen Kaufangebot die Glazers zu einem Verkauf bewegen könnte. "Jeder weiß, dass wir einen neuen Eigentümer brauchen, und das ist mein Ziel", sagte Knighton.

"Wir arbeiten jetzt an dem Angebotsdokument. Denken Sie daran, dass der Verein nicht offiziell zum Verkauf steht. Aber meine Absicht ist es, den Eigentümern ein legitimes und starkes Angebot zu unterbreiten, um ihnen damit zu sagen: 'Es ist Zeit zu gehen, denn eure Zeit ist um'."

Mit wem Michael Knighton zusammenarbeiten könnte, ist derzeit noch unklar. Im Gespräch ist jedoch offenbar der Ineos-Gründer Sir Jim Ratcliff. Der reichste Mann Großbritanniens besitzt bereits den Ligue-1-Klub OGC Nizza.

Sir Jim Ratcliff beschäftigte sich jüngst auch mit einem Kauf des FC Chelsea und das, obwohl er glühender Manchester-United-Anhänger ist.

Mukesh Ambani, indischer Milliardär, und UFC-Star Connor McGregor sind ebenfalls Manchester-United-Fans und werden mit einem potenziellen Kauf in Verbindung gebracht. Letzterer gab in der Vergangenheit bereits bekannt, gerne einen Fußballverein übernehmen zu wollen.

Connor McGregor sagte: "Celtic von Dermot Desmond, Manchester United von den Glazers und jetzt der kürzlich zum Verkauf gestandene FC Chelsea. Alle werden geprüft. Der Kauf eines Fußballklubs ist meine Zukunft, das steht fest."

Manchester United: Welche Rolle spielt Tesla-Boss Elon Musk?

Elon Musk, Gründer von PayPal, Tesla und SpaceX und reichster Mensch der Welt, sorgte am Mittwoch beim einen oder anderen Manchester-United-Fan für Ektase, auch die Aktien von Manchester United profitierten davon wohl kurzzeitig.

Denn der Tesla-Boss twitterte, er wolle die Red Devils von den Glazers kaufen. Innerhalb von sechs Stunden hatte Elon Musks Tweet bereits mehr als 500.000 Likes.

Später ruderte Elon Musk schließlich zurück und sagte es sei ein Scherz, der wohl angelehnt war an seinen Versuch Twitter zu kaufen. Auch wenn Manchester United sein "Lieblingsteam als Kind war".

Premier League: Die aktuelle Tabelle

PlatzTeamSp.ToreDiffPkt.
1.Manchester City26:066
2.Arsenal26:246
3.Brentford26:244
4.Tottenham Hotspur26:334
5.Newcastle United22:024
6.Leeds United24:314
7.Chelsea23:214
8.Brighton & Hove Albion22:114
9.Aston Villa22:3-13
10.Nottingham Forest21:2-13
11.AFC Bournemouth22:4-23
12.Liverpool23:302
13.Fulham22:202
14.Wolverhampton Wanderers21:2-11
15.Leicester City24:6-21
16.Crystal Palace21:3-21
17.Southampton23:6-31
18.Everton21:3-20
19.West Ham United20:3-30
20.Manchester United21:6-50

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